Haltungsblock 3 ~ Ayn Rand und Egoismus

Die Peter-Thiel-Story ist ein sehr guter Podcast, hört ihn Euch an. Bei der Erklärung zu Ayn Rand als Peter Thiels "Philosophin" sind mir ein bisschen die Augen aufgegangen.
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Toby

Veröffentlicht am 08.06.2026
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Diese Transkription enthält vermutlich ein paar Fehler, hilft aber bei der Suche. Wer das hier liest schläft auch ein!


Moin, ich bin Tobi und ihr hört den Haltungsblog. Zuerst ganz herzlichen Dank
für euer Feedback zur Episode 2 vom Haltungsblog.
Das ist ja jetzt ein eigenständiger Podcast sozusagen, aber inkludiert in den Einschlafen-Podcast.
Ich habe einfach mit dem Haltungsblog neu angefangen zu nummerieren,
aber eigentlich sind die Nummer auch egal.
Ich habe einen Haltungsblog veröffentlicht vor circa vier Wochen zum Thema KI,
und ich habe mich total gefreut über die Reaktionen darauf, denn genau darum ging es mir.
Ich wollte euch und überhaupt mit diesem Haltungsblog-Podcast,
ich möchte euch dazu anregen, mitzudiskutieren, auch Haltung zu entwickeln, Haltung zu zeigen.
Und wenn eure Haltung eine andere ist als meine, dann finde ich das gut.
Also natürlich, solange sie im Rahmen der demokratischen Grundordnung ist.
Aber ja, das ist sie bei euch allen gewesen bisher und das ist gut so.
Ich lade euch herzlich ein, mitzudiskutieren in dem Discord-Channel vom Einschlafen-Podcast.
Ja, da ist dann dieses alberne, orangene Schaf, was ich irgendwie seit 16 Jahren
jetzt irgendwie da benutze, als Logo für den Einschlafen-Podcast.
Aber das soll euch nicht davon abhalten, dort eben auch Haltungsfragen zu diskutieren.
Ihr findet das unter http//mik.fm Martha-Eda-Konrad.freddy-mercury slash Discord, D-I-S-C-O-R-D,
Und dann werdet ihr quasi eingeladen zu dem Discord.
Da heißt es, glaube ich, im Discord-Speech.
Da gibt es einen Kanal, der heißt Haltung. Und da könnt ihr die Haltung mit diskutieren.
Ihr könnt natürlich auch da mit den anderen Einschlafen-Podcast-Hörern diskutieren
über, was die beste Episode vom Einschlafen-Podcast ist, wenn ihr es ihn überall hört.
Aber ja, also die Diskussion, die ich in der letzten Episode zum Thema KI aufgemacht
habe, ging ja dann auch darum, was ist eigentlich Kunst, was ist eigentlich ein Musical.
Ganz liebe Grüße an Esel und Teddy, also Stefan und Jan, mit denen ich im direkten
Austausch dazu vorher schon stand und immer noch stehe. Und das ist eine sehr,
sehr gute Entwicklung, die wir da gemeinsam machen. Bereitet mir sehr viel Freude.
Und ja, allen anderen, die beteiligt sind, auch ganz herzliche Grüße und freue
mich, dass ich da einen Gedankenimpuls setzen konnte. Darf gerne so weitergehen.
Heute allerdings möchte ich im Haltungsblog etwas ganz anderes erzählen.
Und zwar war ich auf dem Deutschen Podcast Award, also bei der Verleihung, weil ich nominiert war.
Und im Auditorium hinter mir saß Jasmin Körber, die Autorin vom Podcast, die Peter Thiel Story.
Und ich hatte von dem Podcast vorher schon gehört, aber ich hatte ihn noch nicht
angehört und habe mich aber sehr
nett mit der Jasmin unterhalten und ihrem Partner, der dann mit da war.
Und das war irgendwie cool, so zu sehen, was andere so machen,
professionelle Podcaster.
Ich war da ja so ein bisschen, das erzähle ich aber in der nächsten Einschlafen-Podcast-E-Bito,
So ein bisschen das Mauerblümchen hatte ich das Gefühl, weil ich gar nicht der
professionelle Podcaster bin, wie die anderen alle das waren.
Also ich habe zum Beispiel keine Autorin, ich habe keine Redaktion,
ich habe keinen Sounddesigner, habe mein Intro mit der Gitarre selber eingespielt.
Das ist irgendwie alles sehr handgemacht hier und das seit so vielen Jahren.
Aber das war für mich ein Impuls, mal die Peter-T-Story endlich zu hören.
Das hatte ich sowieso vor. Und boy, ist das gut.
Und ich habe da drin einen Punkt gefunden, den ich hier gerne im Haltungsblock diskutieren möchte.
Und dabei geht es um Ayn Rand, eine Autorin, wo ich den Namen kannte.
Ich wusste, dass das eine einflussreiche Autorin war.
Ich wusste nicht mal, wann sie
gelebt hat oder ob sie noch lebt und hatte noch nichts von ihr gelesen.
Das war alles, was ich wusste. Einfach nur, oh, das ist ein großer Name und
ich kenne mich nicht aus.
So, und jetzt habe ich gelernt, dass ziemlich viel von Peter Thiels.
Sagen wir mal Philosophie, auf Ayn Rand beruht. Und deswegen habe ich da mal
ein bisschen reingeguckt, wer das so war und was sie so geschrieben hat.
Anne Rand war eine Schriftstellerin, geboren in St. Petersburg,
glaube ich, als Tochter eines Apothekers.
Und Anfang des 20. Jahrhunderts bei irgendeiner russischen Revolution,
ich weiß nicht, Oktoberrevolution oder irgendwas anderes, wurden die Eltern
enteignet, sind geflohen in den Bereich, wo heute Ukraine ist.
Ich glaube, auf der Krim ist sie dann aufgewachsen und hat das Schreiben angefangen,
ist nach Amerika ausgewandert und hat sich dort als Drehbuchautorin und als
Autorin quasi hochgearbeitet.
Und aus diesem Trauma des Vertriebenwerdens, des Enteignetwerdens unter den
Kommunisten hat sie offenbar eine große Abneigung gegen Kommunismus entwickelt,
und eine eigene Philosophie entwickelt, die da aussagt,
also sie hat versucht eine eigene Moralphilosophie zu entwickeln.
Die aussagt, die einzig logische Moral ist Egoismus.
Und ihren größten, also sie bezeichnet sich oder sie bezeichnet als größten
Gegenspieler Immanuel Kant, der ja im Einschlafen-Podcast lange Zeit vorgelesen
worden ist mit der Kritik der reinen Vernunft.
Da bin ich ja mit durch. Ich habe also ein wichtiges Buch von Immanuel Kant,
ganz vorgelesen, verstanden würde ich nicht sagen, aber,
der Unterschied zwischen Ayn Rand und Immanuel Kant ist, dass Immanuel Kant
versucht, Moral als Anwendung.
Sie nicht der Gemeinschaft und als ein sehr soziales Konzept,
wie man ein Miteinander erreichen kann, definiert.
Und ein Rant sagt, das Gegenteil ist der Fall.
Die einzig sinnvolle Moral ist Egoismus. Also es ist nur logisch,
ausschließlich an sich selbst zu denken.
So, und dann hat sie darüber Bücher geschrieben, Atlas Shrugged und das andere,
irgendwas mit dem Fountain, The Fountainhead oder so,
sind wohl die zwei einflussreichsten Bücher und darin geht es eben um,
das sind Romane, aber die Hauptcharaktere leben halt diese Philosophie vor oder,
aus den Erlebnissen dieser Charaktere ergibt sich, dass Egoismus das einzig Sinnvolle ist.
So, die ganzen libertären Rechtspopulisten oder Staatsfeinde,
sage ich mal, wie Peter Thiel und Elon Musk,
die wollen halt gerne Demokratie abschaffen, den Staat verkleinern,
Steuern abschaffen, beziehungsweise auf ein Minimum reduzieren.
Nachtwächterstaat, also der Staat soll nur noch für die Sicherheit auf den Straßen
zuständig sein, aber sich ansonsten aus allem raushalten, Sozialleistungen sollen
abgeschafft werden und so weiter, die berufen sich auf Ayn Rand als Vordenkerin,
weil sie ja quasi begründet, dass man nur an sich selber denken soll und das
Egoismus, und das ist ja der libertäre Grundgedanke, dass halt jeder nur an
sich selber denken sollte, und dann ist ja irgendwie an alle gedacht.
Berufen sich darauf, dass das ja quasi eine offizielle Philosophie ist.
Und diese Bücher erfreuen sich in den USA großer Beliebtheit.
Das ist ganz unglaublich.
Aber ich fürchte, dass das,
ja, quasi ein Ausweg ist. Also Ayn Rand ist, glaube ich, deshalb so beliebt,
weil sie dem inhärenten Egoismus, den man durch ganz natürliche Neigungen wie Gier und Wollust,
verspüren kann,
sich quasi eine Rechtfertigung dafür findet.
Jeder Mensch kennt das, man will Dinge haben oder man ist gierig auf etwas und,
der persönliche Genuss ist einem irgendwie wichtig.
So, und wenn man das aber über alles stellt, dann ist das ja nicht notwendigerweise
sinnvoll für die Gemeinschaft.
Und das ist natürlich eine Sache, die dann doch in der Gemeinschaft eher ungünstig
ist. Das Miteinander ist dann eben betroffen.
So, und mit Ayn Rand kommt jetzt quasi die pseudophilosophische Ausrede für,
und damit habe ich natürlich schon eine Wertung und meine Erhaltung gezeigt,
weil ich pseudophilosophisch sage,
Ausrede für Egoisten dann eben egoistisch sein zu dürfen oder sogar zu sollen.
Und das halte ich für falsch. Und ich glaube, das ist eine Haltungsfrage.
Weil man natürlich, es gibt da keine Logik, es gibt da keine wissenschaftliche,
Begründung, warum die eine Haltung besser sein soll als die andere.
Außer, dass der Mensch ja eigentlich ein ziemlich lächerliches, harmloses Tier ist.
Also wenn man mal so 60.000 Jahre oder 100.000 Jahre oder Millionen Jahre zurückgeht,
dann laufen da so Homo Erectus, Homo Sapiens irgendwie durch die Steppe.
Und so als Tier sind die eigentlich komplett unnütz, haben keine scharfen Zähne,
können nicht besonders schnell laufen, können sich echt nicht gut verteidigen
und der Homo Sapiens als Tier hat sich in der,
Geschichte, in der Evolution eigentlich nur deshalb durchsetzen können,
weil er etwas anderes entwickelt hat oder weil sie etwas anderes entwickelt haben.
Nicht er, also nicht der männliche Teil der Homo Sapiens, sondern die Rasse
an sich hat entwickelt, dass man sprechen kann, hat Sprache entwickelt,
hat dadurch Geschichten entwickelt.
Ich empfehle das großartige Buch Homo Narans, ach nee, das meine ich gar nicht,
ich meine Erzählende Affen, so ähnlich, von Samira El-Wassil und Friedemann Karik.
Und da lernt man viel darüber, wie diese Fähigkeit, Geschichten zu erzählen
und dadurch dann eben Gesellschaften zu bilden, eine gemeinsame Erzählung
zu entwickeln und Zusammenhalt zu entwickeln, wie das den Menschen dazu gebracht hat.
Die vorherrschende Rasse auf dem Planeten zu werden oder auch die Bücher von, Moment mal.
Naja, Yuval Noah Harari, Homo Deus, eine Geschichte von morgen oder auch eine
kurze Geschichte der Menschheit. Sapiens heißt das, glaube ich, eigentlich.
Ich stimme nicht mit allem überein, was Harari in seinen Büchern sagt.
Er geht zum Beispiel recht harsch mit dem Begriff Religion um und,
bindet irgendwie jede Art von Haltung mit dem Begriff Religion ab.
Zum Beispiel in Homo Deus ist das ein bisschen anstrengend.
Aber diese Erkenntnis, dass der Mensch eigentlich nur deshalb so erfolgreich
ist, weil er eben Zusammenhalt und Gemeinschaft entwickelt hat über Sprache,
über Geschichten, das finde ich recht überzeugend.
Ich weiß nicht, ob das eine wissenschaftliche Herleitung für die Haltung ist,
dass Gemeinschaft wichtig ist, aber ich finde es ganz gut.
Und es ist mir eigentlich auch egal, ob es wissenschaftliche Erkenntnis oder Haltung ist.
Ich vertrete diese Haltung, dass Zusammenhalt und Gesellschaft wichtig sind
und Egoismus nie treibende Kraft für, wie leben wir eigentlich zusammen,
also es dann eben nicht zusammenleben ist.
Genau und das ist das Thema des heutigen Haltungsblog.
Wie haltet ihr das mit Egoismus? Wie haltet ihr das mit Zusammenhalt?
Man muss nicht gleich in die Extreme gehen und diesen libertären,
ich gründe meinen eigenen Staat,
der geht dann in Konkurrenz mit anderen Staaten, was die Steuern angeht.
Dann können wir mal sehen, wer besser ist, Peter Thiel-Kram oder in der anderen
Richtung der Kommunismus, der Sowjetunion mit Planwirtschaft und Enteignung von allem.
Das sind vielleicht Extreme, aber ich finde schon, dass man darüber reden kann,
wie viel wir uns gemeinschaftlichen Zusammenhalt kosten lassen wollen und wie
sehr es in Ordnung sein muss, dass Einzelne durch ihren Egoismus diesen Zusammenhalt ausnutzen.
So, jetzt könnt ihr mich natürlich als Linken abstempeln, bin ich eigentlich,
schon immer gewesen, aber ich glaube, das hat nichts unbedingt mit Links und
Rechts zu tun, sondern das hat etwas mit Haltung zu tun.
Insofern, dass man überlegen muss, wollen wir wirklich ein komplettes Gegeneinander
untereinander einfinden oder nicht.
Den Treppenwitz, der mir noch aufgefallen ist bei Peter Thiel,
war dann noch, dass er ja mit Palantir eine Firma hat oder eine Software,
ich weiß nicht genau, wie die Firma heißt.
Eine Überwachungsstaatssoftware entwickelt hat, die ja nicht Endkunden kaufen.
Also ich kann nicht hingehen und mir Palantir kaufen und damit irgendwas machen,
sondern das Kaufen Staaten.
Und womit Kaufen Staaten das? Mit Steuergeld. Also mit dem, was er nicht bezahlen
will, kaufen Staaten sein Produkt und machen ihn dadurch reich.
Ich weiß überhaupt nicht, wie geht das eigentlich? Wie kann man sich in so einer
Welt wohlfühlen, dass man quasi seinen eigenen Reichtum darauf basiert, dass,
andere Leute Steuern bezahlen, man selber aber nicht daran teilnehmen will?
Ich finde das ganz schrecklich. Also vielen Dank Jasmin und Team,
also Jasmin Körber und Team für die Peter Thiel Story.
In dem gleichen Feed geht es gerade weiter mit der Open AI Story.
Also wenn ihr im Netz nach Peter Thiel Story sucht, dann findet ihr die Open AI Story als Podcast.
Das ist der gleiche Podcast, das ist der gleiche Feed. Abonniert den einfach
und dann habt ihr auch die Peter Thiel Story.
Sam Altman, die Open AI Story ist auch interessant. teue ich auch gerade rein
und das wäre natürlich dann relevant gewesen für meinen vorherigen Haltungsblock.
Aber ich glaube auch nicht, dass ich hier zu jedem Thema, das möglich ist,
immer nur einen Haltungsblock aufnehme.
So, was bedeutet diese Erkenntnis mit Ayn Rand und Egoismus als logische Moral,
in Anführungsstrichen, gegenüber dem Gemeinwohl, denn jetzt für unser aktuelles
Hier und Heute in Deutschland?
Naja es gibt natürlich politische bestrebungen die sagen steuern runter sozialstaat
runter und andere sagen steuern hoch vor allem für vermögende und erbschaften und,
sozialstaat retten und das sind durchaus unterschiedliche politische positionen
die eben auch im grunde auf diese haltung wie viel egoismus will man sich erlauben
wie viel gemeinwohl will man sich erlauben,
Und das Witzige daran ist, dass der Kapitalismus, als er groß geworden ist,
uns ja damals versprochen hat, also uns, mir persönlich nicht, aber,
die Verfechter des Kapitalismus haben immer gesagt, so ja, am Ende gibt es ja
den Trickle-Down-Effekt und wenn die ganz Reichen nur noch viel reicher werden,
dann sind die Armen ja auch reicher als vorher. Und zum Teil stimmt das.
Zum Teil, also den Armen heute geht es glaube ich deutlich besser als den Armen
vor 100 Jahren. Das ist schon richtig.
Trotzdem gibt es halt schlimme Fälle von Armut und Armut in Deutschland bedeutet
im Wesentlichen soziale Separation, Ausgeschlossenheit.
Von sozialen Interaktionen. Und arme Menschen können ihre Kinder nicht zu Kindergeburtstagen schicken,
weil sie sich Geschenke nicht leisten können und weil sie sich vor allem nicht
leisten können, diese Kinder dann auch zum eigenen Kindergeburtstag einzuladen,
weil das Ausrichten von so einer Kindergeburtstagsfeier ja auch Geld kostet.
Und arme Menschen in Deutschland sind ausgeschlossen vom sozialen Leben,
weil sie nicht ins Theater gehen können, weil sie nicht in Museen gehen können,
auch wenn es viele Museen gibt, die kostenlos sind.
Aber die haben gar keine Zeit, am sozialen Leben teilzunehmen,
weil sie sehr viel arbeiten müssen und trotzdem arm sind oder weil sie sich
um Jobs kümmern müssen, weil sie Druck bekommen von der Gesellschaft,
die von ihnen erwartet, dass sie sich engagieren und so weiter und so fort.
Also Armut in Deutschland ist immer noch ein großes Problem,
auch wenn es den Armen in Deutschland heute besser geht als den Armen vor 100
Jahren, die einfach verhungert sind.
So, ähm, und,
Ich glaube, dass diese Haltung wollen wir als Gesellschaft eigentlich Zusammenhalt
und allen Menschen ein lebenswürdiges Leben ermöglichen.
Oder sagen wir, Armut ist uns egal, wir wollen weiterhin die Armen ausnutzen,
wir erhöhen einfach die Mehrwertsteuer, auch wenn das im Wesentlichen
zulasten der ärmeren Bevölkerung geht, weil es nun mal so ist, dass,
der ärmere Teil der Bevölkerung einen viel größeren Teil für Konsum,
für den dann die Mehrwertsteuer anfällt,
verwendet als der reichere Teil.
Reichere Menschen müssen gar nicht so viel oder konsumieren gar nicht so viel
von ihrem Reichtum, sondern legen das meiste einfach an und verdienen mehr Geld.
Und das sind so die Diskussionen, die wir führen müssen. Und da ist eine Haltung,
wollen wir Egoismus stärken oder wollen wir Zusammenhalt stärken,
glaube ich, sehr, sehr wichtig.
Ja, ich würde gerne wissen, was ihr davon haltet, wie ihr Ayn Rand wahrnehmt.
Schaut euch mal, es gibt so kurze Dokus auf Arte, die man sich da angucken kann,
Wikipedia-Artikel durchlesen.
Und ob meine Wahrnehmung, dass das quasi eine Ausrede ist für libertäre Antisozialisten,
ihren Egoismus ausleben zu dürfen, ob das eine gute Vermutung ist,
die sich da entwickelt hat, beim Hören dieses Podcasts.
Schöne Grüße an Jasmin Körber und ganz lieben Dank euch allen fürs Zuhören.
Wir sehen uns in meinem Discord, mcfm.discord.
Upsi, ja Moment, jetzt habe ich, muss ich nachträglich nochmal reingrätschen,
in diesen Podcast, den hatte ich jetzt irgendwie vor zwei Tagen aufgenommen,
und wollte ihn jetzt gerade veröffentlichen, da fiel mir auf.
Die eine Sache, die ich jetzt angerissen hatte, die habe ich gar nicht zu Ende erzählt.
Das ist natürlich immer wieder einschlafen, Podcast abschweifen,
roten Faden verlieren, paar Exzellen aus. Leider habe ich den nicht wieder aufgegriffen
und zwar habe ich in dieser Episode irgendwo gesagt, ich finde gerade die Stellen
nicht, sonst hätte ich da vielleicht rein editiert.
Und ihr wisst ja, ich editiere meine Podcasts eigentlich nicht ich drücke Aufnahme,
ich labere los, drücke Stopp und lade hoch geht beim Haltungsglocken nicht ganz
gut eine kurze Ergänzung noch, ich hatte irgendwo gesagt,
der Kapitalismus hat das Versprechen gehabt, dass es am Ende allen besser geht
Trickle-Down-Effekt und das ist zum Teil stimmt, weil Armut heute was anderes
ist als früher was ich noch dazu sagen wollte und irgendwie glaube ich vergessen habe ist,
das macht Armut nicht besser Aber Armut ist immer noch schlimm.
Ich finde Armut erbärmlich für uns als Gesellschaft, dass wir uns das weiterhin
leisten. Warum muss die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander gehen?
Das finde ich nicht richtig. Das ist genau das, was Ayn Rand in ihrer Philosophie herbei beschwört.
Ich weiß nicht, ob sie es beabsichtigt hat, aber das ist eben das,
was passiert, wenn Turbo-Egoismus, Turbo-Libertärer Scheiß von Peter Thiel irgendwie,
pseudophilosophisch-moralisch legitimiert wird.
Und es führt dazu, dass, es kam gerade wieder die neuen Zahlen,
wie viele Menschen auch in Deutschland in Armut leben und sich.
Keine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben leisten können.
Und das finde ich eine Schweinerei. Das muss nicht so sein.
Ich weiß ganz genau, dass ich nicht zu den 99 Prozent gehöre,
die am wenigsten in der Welt haben, sondern ich gehöre sicherlich zu dem einen
Prozent. Mir geht es gut. Ich habe ein sehr hohes Gehalt.
Ich habe sogar mittlerweile Vermögen aufgebaut, nicht besonders viel,
aber mein Haus ist abbezahlt. Das ist halt mega luxuriös.
Ich lebe quasi in Reichtum, weil ich mir sehr viel leisten kann und mir um Geld
nicht so wirklich Sorgen machen muss.
Und selbst ich, der jetzt nicht zu den Superreichen gehört,
sondern so zu den Mittelreichen, von denen man ja eigentlich erwarten würde,
dass die am wenigsten abgeben wollen, weil wenn wir Mittelreichen irgendwie
ein bisschen abgeben müssten, dann wären wir vielleicht nicht mal mehr mittelreich,
sondern vielleicht schon mittelarm.
Aber das ist nicht so. Das ist nicht so.
Ich würde total gerne mehr Steuern zahlen, wenn alle in meiner Lage das tun würden.
Wenn es einfach gesellschaftlich akzeptiert wäre, niemand muss Milliardär sein.
Ich bin kein Milliardär.
Aber selbst die, die ein sehr gutes Einkommen haben, die könnten mehr beitragen
zu den Sozialsystemen, zur Pflege, so was auch immer.
Und die, die richtig reich sind, die könnten mal richtig zur Kasse gewähren.
Es gibt überhaupt keinen Grund dafür, mega reich zu sein.
Das heißt nicht, dass alle gleich viel Geld haben müssen. Das heißt jetzt nicht,
Kommunismus, alle müssen alles abgeben, alles muss enteignet werden.
Aber die Schere muss nicht so weit auseinander gehen.
So, und das wollte ich nur nochmal ergänzen, weil das vielleicht so geklungen
hat jetzt in meinem Kopf, in der Nachbetrachtung auf diese Episode,
dass ich den Trickle-Down-Effekt für echt halte.
Den gibt es nicht, sondern ich glaube, Armut ist heute was anderes als vor 100
Jahren oder vor 300 Jahren. Auf jeden Fall ist es das.
Aber es ist dadurch nicht unbedingt besser. Nur weil wir jetzt alle Nylonstrumpfhosen
tragen können, wenn wir es denn wollen.
Also ich möchte es nicht, aber ihr versteht schon, was sich heute verändert
hat in der heutigen Armut gegenüber der Armutton vor 200 Jahren.
So, ich möchte auf gar keinen Fall Armutschön reden, um mich zu werden.
So will die nicht verstanden werden.
Ich halte das für eins der, also das größte Problem unserer Gesellschaft ist
sicherlich die ökologische Katastrophe.
Also Artenvielfalt geht zurück durch den Klimawandel, Klimaerwärmung,
Küstenregionen werden unbewohnbar. Wir machen das, die kleine Nische,
in der Homo sapiens leben kann, machen wir noch kleiner.
Und das ist schlimm.
Das nächst Schlimmere ist und auch damit zusammenhängt, weil die ökologische
Nische geht ja dadurch kaputt, dass wir Turbokapitalismus erlauben.
Und ist eben, ja, genau, diese Riesenschere zwischen Arm und Reich.
Das wollte ich nochmal gesagt haben. Ja.
Ich hoffe, ich hab's jetzt. Ich hoffe, ihr habt's verstanden.
Ansonsten gerne, kommt in Discord und wir reden. Dankeschön, bis dann.