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Veröffentlicht am 29.09.2026
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Hallo ihr Lieben und herzlich Willkommen zum Einschlafen Podcast Episode 608. Ich bin Tobi.
Ich lese euch heute Goethe vor aus der italienischen Reise. Davor gibt es ein
Gedicht von Rainer Maria Rilke, die Zaren, römisch 4 ist heute drin.
Und davor erzähle ich euch was, damit ihr abgelenkt seid von euren eigenen Gedanken,
und besser einschlafen könnt. Ja, ihr merkt schon, ich bin jetzt schon müde.
Das ist natürlich sehr, sehr gut. Es ist Montag, der 28. September 2001.
Nein, das ist die Uhrzeit. 20.01 Uhr. Wir haben das ja 2026.
Sieht aus wie eine Jahreszahl da gerade. Ganz rechts oben auf meinem Display
steht Montag, 28. September 2001. Sehr lustig.
Nee, der ist heute nicht. Am 28. September 2001 habe ich mir große Sorgen gemacht, denn meine Frau,
mit der ich damals noch nicht verheiratet war, aber gerade zusammengekommen
war nach 20 Jahren Freundschaft,
sind wir endlich ein Paar geworden.
Und sie hatte schon im Sommer, also ich glaube im August 2001,
einen Flug nach New York gebucht.
Ja, das war dann ab dem 11. September 2001 ein gruseliges, also für mich gruseliges
Unterfangen, dass sie dorthin fliegen wollte. Aber es ist alles gut gegangen.
Es ist interessant, wie sich seitdem die Welt verändert hat.
Jetzt 25 Jahre später kam das ja alles nochmal wieder hoch. Vielleicht rede
ich deswegen jetzt darüber. Darüber wollte ich gar nicht reden.
Bevor ich euch endlich den Reisebericht zur Sonnenfinsternis nach,
Spanien gebe, denn in der letzten Episode habe ich ja nur über das fachliche
Ereignis und mein persönliches Erleben der Sonnenfinsternis selbst berichtet,
aber gar nicht von der Reise, die interessant genug war.
Möchte ich noch ein paar Sachen sagen.
Und zwar erstens eine Ergänzung zur letzten Episode.
In der letzten Episode hatte ich ja fachlich von Sonnenfinsternissen gesprochen.
Und ich hatte noch etwas recherchiert, was ich vergessen habe zu erwähnen.
Denn ich habe ja ausführlich erklärt, wie eine Sonnenfinsternis funktioniert.
Mond schiebt sich zwischen Planet Erde und die Sonne.
Und da gab es irgendwie bei methodisch inkorrekt, als die von der Sonnenfinsternis
erzählt haben, die Frage, gibt es das eigentlich auch auf anderen Planeten?
Und das wusste ich zwar theoretisch, aber praktisch war mir nicht bekannt,
was das genau bedeutet. Ich habe dort einen Audiokommentar hingeschickt,
den könnt ihr euch gerne anhören.
Ist dann zwei Episoden später erschienen. Ich glaube in 444,
Episode 444, nee, 404, genau das war es.
Episode 404 haben sie von den Sonnenfensternissen, die sie gesehen haben, das war die gleiche.
Wir waren ja nur irgendwie 20 Kilometer auseinander oder so.
Und in der Episode 406 kommt dann mein Audiokommentar dazu,
aber ganz kurz ja, gibt es es gibt Sonnenfinsternisse auf anderen Planeten und
zwar zum Beispiel auf dem Mars, wenn sich da,
der Marsmond Phobos vor die Sonne schiebt dann wird es da auch dunkel allerdings
ist der Mars näher dran was erzähle ich denn jetzt,
So ein Quatsch. Der Mars ist natürlich weiter weg als die Erde.
Gleichzeitig ist der Mars-Mond,
kleiner als der Erdmond. Mars hat zwei Monde. Mars hat die Monde Phobos und
Deimos, glaube ich, heißen die. Jetzt habe ich sie gerade nicht vor mir.
Da ist der Wikipedia-Artikel,
zum Mars. Phobos und Deimos, habe ich recht. Sehr schön. Griechisch für Furcht
und Schrecken. Sehr gut.
Und Phobos, wie groß ist denn der? Hat einen Durchmesser.
Wo steht denn das? Große Halbachse will ich gar nicht wissen.
Ich will wissen, wie groß der ist.
Der ist ganz klein. Abmessung 28,8 mal 22,4. Der ist wirklich sehr klein.
Deswegen haben wir den auch so spät entdeckt. Und Deimos? Ja.
Wahrscheinlich auch 15 Kilometer groß. Ja, das sind winzige Felsbrocken eigentlich.
Die sind nicht mal richtig rund. Die sind nicht groß genug, um rund Kugeln zu sein.
Die können natürlich zwischen Mars und Sonne ziehen, aber erscheinen dann viel
kleiner als die Sonne. Das sind immer ringförmige bzw. eher so kartoffelförmige,
Sonnenfinsternisse auf dem Mars.
Man kriegt keine totalen Sonnenfinsternisse auf dem Mars. Wenn man noch weiter
weg geht, kommt man zu Planeten, die wiederum größere Monde haben.
Sogar größere Monde als unser Erdmond.
Und zwar ist das beim Jupiter der Fall.
Der hat ja die vier galiläischen Monde. Also es gibt dort sehr,
sehr viele Monde, irgendwie knapp 100, glaube ich, oder schon mehr.
Ich weiß nicht, da werden ja ständig neue entdeckt.
Die meisten davon sind sehr, sehr klein. Aber vier davon sind so groß,
dass schon Galilei, die er mit seinem Teleskop beobachten konnte.
Könnt ihr auch, wenn ihr ein Fernblas oder ein Teleskop habt,
guckt euch mal den Jupiter an.
Da gibt es vier helle Punkte, die nach ein paar Stunden schon anders stehen als vorher.
Ganymed, Callisto, Io und Europa.
Die sind ganz schöne Brocken. Und dort, so weit weg von der Sonne,
erscheint die Sonne natürlich auch viel kleiner.
Das heißt, der Winkel, wenn man quasi ein Dreieck zeichnen würde zwischen Auge,
linker Seite Mond, rechter Seite Mond, der Winkel ist dann sehr klein.
Quatsch, zur Sonne, Entschuldigung.
Dann ist der Winkel sehr klein, der Mond erscheint aber ähnlich groß.
Der ist auch normal, ich glaube, diese großen Monde sind auch noch näher dran
am Jupiter als unser Mond bei uns oder so.
Also die Monde müssten dort auf der Oberfläche vom Jupiter, wenn man denn dort
stehen könnte, kann man nicht, weil es ist ein Gasplanet, sollte man also nicht ausprobieren.
Man ist wahrscheinlich einfach sehr schnell tot, wenn man das probieren will.
Ich weiß nicht, wie man da irgendwie das messen könnte. Aber man kann diese
Sonnenfinsternisse auf dem Jupiter von hier aus gut beobachten.
Denn da ziehen sehr dunkle Punkte auf dem Jupiter vor sich hin.
Auf dem Saturn geht das übrigens auch. Saturn hat auch einen großen Mond, der heißt Titan.
Und die machen dunkle Punkte auf den Planeten, die man von hier aus sehen kann.
Auch schon mit einem Hobby-Teleskop. Ich habe das noch nie beobachtet, aber geht.
Und das sind immer totale Sonnenfinstern. Was heißt immer? Natürlich kann auch
so ein Mond mal die Sonne nur so ankratzen.
Aber die Sonne erscheint viel, viel kleiner als die Monde. Das heißt,
die Monde haben es ganz einfach, die Sonne ganz zu verdecken.
Die sind dann also sehr häufig total.
Aber die Mondscheibe erscheint auch so viel größer dass man dann eben auch die
Corona nicht sehen kann also da müsste man schon,
ganz genau an der Sonne längs schrappen und dann sieht man vielleicht einen
Teil von der Corona aber die Sonne erscheint da so klein wie gesagt,
da ist nicht viel zu sehen das ist also ein ganz anderes Erlebnis wenn man auf dem Jupiter steht,
und eine Sonnenfinsternis sieht als wenn man auf der Erde steht und die schöne
totale Sonnenfinsternis von hier aus sieht mit der Corona und allem drum und dran.
Dunkel wird es dort auch, ganz dunkel. Aber naja,
Insofern ist die Sonnenfinsternis auf der Erde tatsächlich eine ganz besondere,
denn nur hier erscheint der Mond, der Erdmond, genauso groß wie die Sonne.
Die sind natürlich sehr unterschiedlich groß, der Mond ist deutlich kleiner
als die Sonne, die Erde ist ja auch schon sehr viel kleiner als die Sonne,
aber weil der Mond so viel näher dran ist, erscheinen sie zufällig fast gleich groß.
Und dadurch, dass der Mond mal ein bisschen weiter weg, mal ein bisschen näher
dran ist und die Erde auch ein bisschen weiter weg, ein bisschen näher dran
an der Sonne, auf ihren elliptischen Umlaufbahnen.
Ist es dann manchmal so, dass der Mond etwas kleiner erscheint als die Sonne.
Das ist im Januar 2027, glaube ich, das nächste Mal der Fall,
dass es dann eine ringfärmige Sonnenfinsternis gibt.
Auch spannend, aber es wird halt nicht so dunkel. Man sieht keine Corona und,
weiß ich noch nicht, ob ich dafür auch noch Spanien fahre. Ist auch wieder in Spanien.
Ich weiß nicht, warum Spanien so viele Sonnenfinsternis gibt.
Oder eben die totale Sonnenfinsternis, die dann dazu führt, dass man eben die Corona sehen kann.
Diese Gaswolken, die superheißen Auswürfe da.
Ach, das war herrlich. Genau, das ist besonders. Ob es Monde bei Exoplaneten
gibt, also Planeten, die nicht um die Sonne, sondern um einen anderen Stern
kreisen, weiß man noch nicht.
Es ist natürlich äußerst wahrscheinlich, warum soll es das nicht geben?
Das wäre sehr merkwürdig, wenn das eine Besonderheit für unser Sonnensystem ist.
Aber wirklich nachgewiesen hat man sie noch nicht. Entsprechend weiß man natürlich
auch nicht, ob es Sonnenfinsternisse in anderen Sonnensystemen gibt, Sternensystemen.
Und naja, ist vielleicht nicht ganz so relevant.
Das wollte ich nur nachtragen. Das hatte ich extra recherchiert und in der letzten
Episode gar nicht erzählt. Fand ich dann schade und ich dachte, ich mache das nochmal.
So, und dann wollte ich noch was anderes sagen. Manchmal erzähle ich Quatsch.
Manchmal sage ich falsche Sachen oder Sachen, die falsch rüberkommen.
Das ist mir im Haltungsblock passiert, als ich von den Toten im Naziregime gesprochen
habe. Da habe ich von sechs Millionen gesprochen.
Tote im Naziregime und im Zweiten Weltkrieg gab es natürlich deutlich mehr als sechs.
Die Zahl sechs Millionen kommt mir immer in den Kopf, wenn ich an die toten
Juden denke, die während der Shoah, also während.
Des Vernichtungsfeldzuges Hitlers und seiner Leute gegen die Juden.
Ja, das ist halt diese Zahl. So, das war zumindest irre, war zwar nicht falsch,
es gab 6 Millionen Tote, es gab viel mehr als 6 Millionen Tote.
Wenn ich eine zu große Zahl genannt hätte, wäre es falsch gewesen,
so war es einfach nur inkorrekt oder ungenau.
Naja, so kommt es halt manchmal.
Und etwas anderes, was ich auch noch missverständlich ausgedrückt habe,
ist beim Thema Rauchen und Krebs und was hatte ich noch gesagt? Alkohol.
Das ist bei Alkohol, war das auch im Haltungsglock oder war das im Einschlafen-Podcast,
weiß ich gar nicht mehr so genau.
Da habe ich gesagt, Alkohol erhöht bei Frauen die Wahrscheinlichkeit,
Brustkrebs zu bekommen.
Ganz, ganz stark, irgendwie ums Doppelte oder so.
Also irgendwie kann man jeden zweiten oder jeden dritten Brustkrebs,
vielleicht mindestens jeden vierten Brustkrebsfeier, ich habe die Zahlen nicht
im Kopf, aber sowas kann man auf den Genuss von Alkohol zurückführen.
Dass das nicht passiert wäre, wenn die Frau kein Alkohol getrunken hätte. Das ist ziemlich viel.
Und das ist den meisten Frauen, die Alkohol trinken, glaube ich,
nicht bewusst. Und dann habe ich gesagt, bei Rauchen und Lungenkrebs wisse man das ja.
Und das klang so, wie dass alle Menschen, die Lungenkrebs haben, geraucht haben.
Wurde mir gespiegelt. Und das ist natürlich nicht so. Dafür möchte ich mich entschuldigen.
Natürlich gibt es Lungenkrebs auch ohne Rauchen. Mein Vater hatte Krebs in der
Lunge, der kam aber aus dem Darm. Und der hat auch früher geraucht.
Der Lungenkrebs kam halt nicht vom Rauchen, sondern vom Darmkrebs,
den er woanders er hatte.
Ich kenne andere Menschen, die Lungenkrebs haben, die nicht geraucht haben.
Was allerdings jeder Mensch weiß, und das wollte ich eigentlich dazu sagen,
was lange Zeit von der Tabakindustrie verschwiegen worden ist,
dass Rauchen die Wahrscheinlichkeit, dass man Lungenkrebs bekommt, deutlich erhöht.
Genauso wie natürlich nicht jede Frau, Männer können übrigens auch Brustkrebs
bekommen, das ist auch vielen nicht bewusst, dass jede Person,
die Brustkrebs hat, dass das am Alkohol trinken liegt, das stimmt natürlich genauso nicht.
Also das sind halt Wahrscheinlichkeiten, die erhöht werden.
Und keine eindeutigen, zwangsläufigen Zusammenhänge.
Also wer raucht, erhöht die Gefahr, Lungenkrebs zu bekommen,
muss aber nicht bekommen und auch nicht jeder, der Lungenkrebs hat, hat geraucht.
Und wer Brustkrebs hat, hat auch nicht unbedingt Alkohol getrunken,
aber wenn man Alkohol trinkt, erhöht sich einfach die Gefahr,
Brustkrebs zu bekommen. Das wollte ich nochmal klarstellen.
So, jetzt aber endlich zum Reisebericht zu unserer Reise nach Spanien.
Ich weiß schon lange, dass ich, ich wusste schon lange, dass ich am 12.
August 2026 in Spanien sein wollte, um die totale Sonnenfinzense zu sehen.
Ich hatte das 1999 probiert, eine totale Sonnenfinzense zu sehen,
bin extra nach München gefahren mit dem ICE und dann war eine Wolke vor der
Sonne während der Totalität und ich konnte die Corona nicht sehen.
Es wurde zwar dunkel, das ganze Erlebnis war sehr ähnlich, aber es war enttäuschend,
weil ich eben diese Totalitätsphase dann nicht sehen konnte.
Deswegen war mir das sehr wichtig und ich war sehr aufgeregt und habe sehr lange
geplant. Ich war ja schon im letzten Jahr in Nordspanien, wo auch die Sonnenfinsternis
rübergezogen ist, um dort zu scouten nach guten Locations und ob sich das dann
lohnt, dort hinzufangen.
Davon berichtete ich im Einschlafen-Podcast und habe auch meine Entscheidung,
dort nicht hinzufangen.
Ich habe mich dann irgendwann entschieden, ich möchte das Ganze mit der Bahn
machen, weil ich gesehen habe, ich bin sehr viel geflogen.
Ich bin letztes Jahr im August und im Oktober, November in die USA geflogen,
also zwei USA-Reisen kurz hintereinander.
Ich bin im Januar nach Lanzarote geflogen zu einer Fotoreise,
die auch sehr, sehr schön war.
Ich bin im März dieses Jahres nach
Griechenland geflogen, weil ich mit der Familie Athen besuchen wollte.
Und auch im März bin ich, jetzt macht das Ding hier komische Geräusche,
ich muss noch eben nicht stören Modus einmachen.
So.
Auch im März bin ich nach Birmingham geflogen, ich glaube sogar vor Griechenland,
ich kriege das gar nicht mehr so ganz,
ihr könnt, ihr habt das alles im Einschlafen, ich bin halt sehr viel geflogen und,
als ich diese ganzen Flugreisen gebucht hatte, dachte ich, ne,
das ist alles ganz schön viel und dann sah ich, oh, es gibt einen neuen Nachtzug
von Hamburg, eigentlich von Berlin, aber über Hamburg nach Paris.
Da dachte ich, jo, ich will eh nicht fliegen, fahren wir doch einfach mit der Bahn. Einfach.
Mein Sohn Sky wollte gerne mit, da haben wir dann einen Antrag gestellt bei
der Schule, dass er freigestellt wird, denn die ersten zwei Schultage waren schon am 13. und 14.
August, zumindest den Donnerstag, Freitag. Da brauchte er also zwei Tage frei,
weil ich glaube der Mittwoch war der 12., vielleicht auch der Dienstag,
ich glaube der Mittwoch.
Und das wäre irgendwie ein bisschen
hektisch gewesen vielleicht war der Dienstag ich weiß es nicht mehr,
auf jeden Fall mit der Bahn wären wir nicht rechtzeitig zur Schule wieder da
gewesen also alles gut eingedeichselt und dann haben wir einen der Nachtzug
fährt leider nicht täglich sondern nur einmal die Woche oder zweimal die Woche,
und dann dachten wir, na gut, dann fahren wir halt rechtzeitig los,
Habe ich den Nachtzug von Hamburg, Hamburg-Harburg, der fährt gar nicht über
Hauptbahnhof, sondern über Harburg, nach Paris gebucht für den Freitag vorher,
also Freitag los, Samstag hin.
Habe dann gedacht, schlafen wir eine Nacht in Paris, haben da ein bisschen Zeit
den Tag über, weil wir kommen ja schon morgens an.
Fahren dann am Folgetag, an dem Sonntag mit dem TGV von Paris nach Barcelona
auch durchgehend und auch relativ schnell knappe sieben Stunden oder so,
sind dann in Barcelona da will man vielleicht auch mal zwei Tage verbringen
also zumindest lieber als da in einem kleinen Dörfchen an der,
Ostküste Spaniens, an der Mittelmeerküste wo die Sonnenfinstanz rüberzieht wo
wir uns dann als quasi dritte Station einen Airbnb genommen haben, eine kleine Wohnung.
Um von dort aus mit einem Mietauto dann dorthin zu fahren, wo wir die Sonnenfinsternis
am besten sehen könnten.
Von diesem Plan hörte Sonka, die hier auch zuhört. Oder ich weiß nicht,
vielleicht habe ich auch im Realitätsabgleich davon gesprochen.
Sonka ist die Frau von Reini, Reinhard Remford von Methodisch Inkorrekt.
Wir stehen immer mal wieder in Kontakt, weil ich höre deren Podcast,
die hören meinen Podcast.
Und das ist eine ganz nette Freundschaft, die sich da über die Jahre entwickelt hat.
Ich war bei zwei Live-Shows von denen und dann haben wir uns auf dem CCC das
erste Mal gesehen. Ich glaube sogar, das war bei deren erster Live-Show.
Die war noch gar nicht in einem Saal, sondern da auf dem Flur,
wo sie irgendwelche Raketen geschossen hat. Wildes Zeug damals.
Und ja Sonke hat mich gefragt, so hey sag mal genau, wann, wo,
wie willst du wohin und haben uns einfach in Barcelona verabredet und wollten
gemeinsam einen Mietbus nehmen, hatten wir einen,
Elektro Citroën e Berlingo Minibus, so einen sieben oder neun Sitzer hatten wir gebucht und ja,
Genau, das war der Plan.
Ansonsten hatten wir noch Tickets, aber die erzülle ich dann,
während ich dann unterwegs bin. Also erstmal ging dann die Reise los. Am Freitag.
Um, ich glaube, relativ spät, 21.30 Uhr oder so, fuhr der Zug ab Harburg.
Ich parke dann das Auto, wenn das nur ein paar Tage sind, also nicht länger
als eine Woche, Parke ich dann in der Post, also direkt neben dem Bahnhof Hamburg-Harburg,
gibt es ein Parkhaus, das auch zum HVV, also zur Bahn gehört.
Und da kann man relativ günstig, ich glaube für vier Euro pro Tag,
so eine Mehr-Tages-Parkkarte buchen.
Ein Tag, also 24 Stunden, kostet eigentlich zwei Euro. Aber wenn man mehrere
Tage im Voraus da stehen will, kann man einfach sagen, ja, ich bin hier jetzt
irgendwie fünf Tage oder fünf
Nächte und buche dann entsprechend irgendwie so und so oft mal vier Euro.
Das ist sehr günstig und halbwegs sicher und ich habe da ein gutes Gefühl, das mache ich dann da.
Dann steht das Auto da. So sind wir da hingefahren, haben erst noch die Koffer
oben gelassen, sind nochmal runter, haben uns irgendwo was zum Abendessen geholt,
und sind dann wieder hoch ins Parkhaus, haben die Koffer geholt,
runter zum Zug und der fuhr dann mit ein bisschen Verspätung dann auch irgendwann los.
Und ich hatte auch schon vorher gehört, dass der gar nicht wie geplant um 10
Uhr morgens in Paris sein sollte, sondern mittags um 12.
Ärgerlich, aber ist ja manchmal so.
Er kam, wir sind eingestiegen und hatten uns ein, wie heißt denn der,
Sleeper, ich muss mal eben nachgucken, wie der hieß,
Eurosleeper, das ist gerade nicht mehr, weil er zumindest mal für diesen Zuckerzählen,
weil das wirklich ganz interessant war, European Sleeper, genau.
Genau, das sind alte Züge von der Deutschen Bundesbahn. Man sieht das noch an
den Zügen, die Toiletten, das ist alles alt.
Und dann wurden halt die Kabinenzüge, also da wo so Sechserabteile früher drin
waren, ich weiß nicht, ob ihr euch verinnert, so mit diesen Sitzen,
die man so zusammenschieben konnte, die sind halt innen anders ausgebaut worden.
Da sind einfach dann so Klappetten reingebaut worden.
In unterschiedlichen Ausbaustufen. Also wenn ihr mal auf die Webseite von European
Sleeper geht, dann könnt ihr euch da auch die Wagen ansehen.
Und was wir gemacht haben, ein bisschen Geld in die Hand genommen, weil wir auch eine...
Eine Übernachtung gespart haben und einfach früher auch,
als sonst möglich in Paris hätten sein wollen. 10 Uhr morgens,
dann fahre ich nicht mal mit dem Flugzeug oder so.
Aber wie gesagt, Fliegen kommt für mich nicht in Frage, wenn man schon so viel
geflogen ist. Und ich mag auch gar nicht so gerne fliegen, habe ich tausendmal erzählt.
Fand ich das ein gutes Angebot. Und da kann man unterschiedliche Klassen buchen sozusagen.
Und wir haben die Klasse gebucht, ein Dreierzimmer, aber zu zweit,
sodass nicht noch eine fremde Person bei uns mit drinnen schläft und wir einfach
abschließen können und in Ruhe pennen können.
Leider sind die Betten.
Quer, also nicht in Fahrtrichtung, sondern so wie die Sitze sind sozusagen.
Man schläft sozusagen auf dem Sitz, das heißt, wenn der Zug hart bremst,
rollt man entweder raus oder wird an die Wand gedrückt oder wenn man stark beschleunigt,
was man natürlich gar nicht kann.
Andersrum, je nachdem auf welcher Seite vom Abteil man schläft.
Also quer zur Fahrtrichtung und nicht in Fahrtrichtung schläft man.
Und da ist natürlich die Länge begrenzt.
Und mein Bett war halt nur 185 cm lang, so ungefähr. Und.
Über mir war dann halt auch gleich das nächste Bett. Da hat zwar niemand geschlafen.
Eigentlich hätte ich das noch hochklappen können, aber da hätte man da die Matratze
rausnehmen müssen und haben wir halt nicht gemacht. Irgendwie wäre ein bisschen viel Hesse gewesen.
So und ähm, das heißt das Bett ist kürzer als ich groß bin ist sehr schmal und,
die Beine anwinkeln oder irgendwie hinsetzen geht auch nicht,
weil darüber halt schon dann das nächste Bett kommt,
Sky hat auf einem anderen Bett geschlafen, das war ein bisschen höher da musste
man erstmal hinklettern und da war dann halt auch nicht viel mehr Platz nach
oben weil Sky dann direkt unter der unter der Decke war sozusagen ähm,
Ja, so. Das heißt, schlechter Schlaf war irgendwie vorprogrammiert.
Und tatsächlich habe ich sehr, sehr lange gebraucht, um einzuschlafen.
Ich hatte mir zwar so eine Piccolo-Flasche Wein mit hinzu genommen,
weil ich das immer so romantisch finde, die Vorstellung, Schlafwagen noch eine
kleine Flasche Wein oder eine Flasche Wein teilen und dann irgendwie gemütlich irgendwie,
angedüselter irgendwie einpennen.
Natürlich völlig bescheuert, weil Alkohol halt nicht nur die Wahrscheinlichkeit
von Brustkrebs erhöht, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, dass man schlecht
schläft, deutlich erhöht.
Ich habe den Wein aber gar nicht getrunken, weil der Wein, den ich da mit hatte,
der hat überhaupt nicht geschmeckt. Das war dann ja auch ganz gut,
da habe ich also nur einen Schluck getrunken und das dann gelassen.
Und bin dann irgendwie ins Bett und.
Ja, ich habe bis zum, weiß nicht, halb eins oder so, habe ich mich nur rumgewälzt
und da war ich irgendwann so Also das war dann eher so ein Ohnmächtigkeitsschlaf,
den ich dann irgendwann irgendwie geschafft habe.
Das war nicht gut. Und irgendwann war es dann aber neun oder so und schon hell
und wir waren irgendwie, keine Ahnung, längst schon irgendwo in Frankreich.
Nachts fährt der Zug ja auch sehr langsam. Und theoretisch hätte man viel schneller dort sein können.
Aber nach dem letzten Halt und vor dem ersten Halt am nächsten Morgen fahren
diese Züge teilweise sehr, sehr langsam und trödeln da so rum,
weil sie ja gar nicht schnell sein müssen.
Man will dann ja gar nicht morgens um vier schon in Brüssel sein oder so,
sondern das dauert dann halt ein bisschen länger.
Auch ganz lustig, dass ich an mehreren Bahnhöfen, wo ich gerade vorher,
denn ich war ja im Juli mit meiner Frau in Brücke,
da bin ich auch schon dann längst gekommen und war in Köln und war in Brüssel
und das war jetzt bei dieser Fahrt auch wieder so.
Naja, und dann waren wir tatsächlich auch schon um elf oder so in Paris,
aber noch nicht im Bahnhof und haben dann eine Stunde da irgendwie noch auf
den Gleisen gewartet, bis wir dann um zwölf endlich da einfahren durften.
Das lag also nicht daran, dass wir es nicht geschafft hätten,
rechtzeitig da zu sein, sondern das waren irgendwelche Planungsdinge.
Dass wir den Slot um zehn Uhr in den Bahnhof Paris-Nord nicht bekommen haben,
sondern dann irgendwie später kommen mussten und dann durften wir erst um zwölf da rein. Egal.
Dort angekommen, habe ich mich erstmal gefreut, denn im Bahnhof Paris Nord gibt es auch.
Diesen Bäcker, den wir in Brügge so gerne besucht haben.
Le Pain Quotidien, also das täglich Brot, den gibt es da auch.
Das ist also eine Kette und auch die hatten die belegte Stulle.
Die dann auf Französisch, wie heißt sie?
Tartine. Genau, meine Lieblingsbäckerei in San Francisco heißt ja Tartin und
jetzt weiß ich seit Brügge, dass Tartin einfach nur ein halbes Cent,
also ein offenes Sandwich ist, also eine Stulle, ein billiges Brot,
heißt Tartin auf Französisch.
Naja, haben aber nichts gegessen. Wir sind dann mit einem Taxi zum Hotel gefahren.
Da hatten wir eins zwischen dem Bahnhof Paris Nord oder Ost und dem Lyoner Bahnhof.
Paris Lyon heißt der, glaube ich.
Garde Lyon, genau. Und weil am nächsten Tag die Reise dann von diesem Bahnhof
weiterging, haben wir in der Richtung gewohnt. Ist ja alles nicht so weit auseinander
da. Alles Innenstadt Paris.
Das waren dann so 10 Minuten, 15 Minuten Taxi.
So, wir hatten für 14 Uhr allerdings Tickets,
für ein Museum, denn ich dachte, wir haben den ganzen Tag Zeit,
sind irgendwie früh genug da und können irgendwie den Tag noch in Paris verbringen.
Da habe ich Sky gefragt, was wollen wir dann machen?
Erst wollte er die Gärten besichtigen, wo Monet gewohnt hat.
Das ist so im Norden, nördlich von Paris.
Da ist eben auch genau dieser Garten mit den Seerosen und der Brücke,
wo sein berühmtestes Bild oder eins seiner berühmtesten Bilder irgendwie abgebildet
ist. Das kann man dort besuchen.
Das wäre aber ein bisschen weiter draußen gewesen, ein bisschen mehr Aufwand,
dort hinzufahren. Aber es gibt ein Monet Museum.
Also ihr merkt schon, Sky ist ein großer Kunstfan und er liebt Monet.
Und ich mag das auch total gerne. Und dann haben wir halt Tickets für eine Monet-Führung,
im Monet-Museum gebucht. Das heißt Marmottin oder Marmottin.
Auf Englisch hätte man Marmottin gesagt, aber mit A-N am Ende ist wahrscheinlich
auf Französisch irgendwie anders. Ich kann kein Französisch aussprechen, bitte seht es mir nach.
Im Westen von Paris, also relativ weit weg von dem Hotel, aber mit der U-Bahn ganz gut zu erreichen.
Sind wir hin, gerade rechts sind die noch angekommen gerade soeben,
also tatsächlich fünf Minuten zu spät oder drei.
Und die waren aber total entspannt, da war außer uns nur ein zwei weitere Personen,
ich weiß gar nicht, ob die zusammengehörten, ein Engländer und eine Amerikanerin,
wirkte irgendwie so, als ob sie zusammengehörten aber vielleicht gehörten die
gar nicht zusammen, weiß ich nicht hatten wir diese Führung gebucht und das
war toll, wow wenn ihr Kunst mögt, wenn ihr Monet mögt, Impressionismus.
Dann schaut euch dieses Museum an. Das ist ein altherrschaftliches Haus,
also ein Palast, würde ich jetzt nicht gerade sagen, aber da hat jemand sehr reiches gewohnt.
Und hat zu Lebzeiten, also zu Monets Zeiten gelebt, war auch mit ihm befreundet
und hat auch viele Bilder von ihm bekommen oder gekauft und gehabt.
Und dann hat er, also das war dieser Herr Marmottant und das hat er dann,
als er gestorben war, gesagt, hier soll jetzt mal irgendwie Museum sein.
Das heißt, da sind auch noch andere Stücke aus der Zeit, die er irgendwie toll
fand und das ist irgendwie ganz nett.
Monet ist tatsächlich im Untergeschoss und das sieht mir eher aus wie ein nachträglich
gebauter oder aber ausgebauter Keller, wo halt die Dauerausstellung von den Monet-Bildern ist.
Ich glaube nicht, dass dieser Keller so aussah, als der Herr Marmott noch gelebt
hat. Nee, ganz bestimmt nicht.
Und die Führung ist wirklich wertvoll, denn da wird einem so ein bisschen erklärt,
wie die anderen Räume so zu deuten sind und gemacht sind und man wird eben dann
auch nach oben geführt im Obergeschoss, sind auch Ausstellungen.
Und zwar ist dort auch eine Dauerausstellung, glaube ich,
ja ich glaube das ist immer da von Bert Morisseau eine Impressionessin die auch
zu der Zeit von Monet gelebt hat und auch das waren irgendwie alles so Freunde ähm.
Die hatte ich noch überhaupt nicht auf dem Schirm. Hatte ich noch nie gehört,
den Namen. Bert, B-E-R-T-H-E, Morisot.
Und das sind richtig tolle Bilder. Also da hätte ich mich auch,
also da haben wir uns auch lange aufgehalten.
Sky hat sich da sogar noch hingesetzt und eine Skizze gemacht.
Wirklich schön. Also ergreifend schöne Bilder, die ich noch überhaupt nicht
auf dem Schirm hatte. Eine Entdeckung für mich. Überhaupt natürlich,
also alle, die sich irgendwie mit Kunst ein bisschen auskennen,
sagen, natürlich kennt man die.
Ich nicht. Ich kannte die nicht. Für mich reizt das gerade Van Gogh und Rembrandt,
und Monet. Klar, Manet sagt mir auch was.
Tatsächlich ist Berthe Morisseau auch die Muse von Manet gewesen und glaube
ich mit seinem Bruder oder Cousin oder so verheiratet gewesen.
Ja, und die hat richtig tolle Bilder gemalt, unter anderem von ihrer Tochter,
die sie in den unterschiedlichen Altersstufen immer wieder gemalt hat.
Und da gibt es ein Bild, wie die Tochter gerade Äpfel pflückt und eine andere
Frau oder Freundin hält ihren Korb hoch und sie steht auf einer Leiter.
Ja, unglaubliches Bild. Le Cerisier heißt das Bild von 1891.
Das hängt da und das ist wunderschön.
Da kann man sich eine Weile aufhalten.
Allein bei diesem Bild. Sehr schön. Könnt ihr euch auch angucken auf der marmottant.fr-Webseite.
Man kann sie auf Englisch umschalten. Das ist der absolute Gewinn.
Also, das hat sich sehr gelohnt, dort hinzufahren.
Danach haben wir an irgendeiner Bäckerei ein Croissant gekauft.
Das war der beste Croissant, den ich je gegessen habe.
Wie fast jeder Croissant, den ich jemals in Paris gegessen habe.
Ich weiß nicht, warum die das so gut können. Das ist unglaublich.
Da geht man in irgendeine Bäckerei rein. Das ist völlig egal,
welche. Ich habe da noch nie einen schlechten Croissant gegessen.
Und ich liebe es. Das ist so geil. Einfach irgendwo Croissant essen.
Mit diesem sind wir dann Richtung Eiffelturm gegangen, weil der ist genau auf
der Linie vom Marmonton Hotel, äh, Hotel, Museum.
Also dem Monet Museum. Achso, ich habe noch gar nicht zu Ende erzählt von dem Museum.
Entschuldigung, Eiffelturm kommt später. Also, in dem Museum,
genau. Oben ist Bert Morisseau und so ein bisschen anderer Kram.
Im Untergeschoss ist.
Monet und auch eine kleine Zusatzausstellung. Habe ich jetzt leider vergessen, wer das nochmal war.
Steht das hier auch auf der Webseite? Ich glaube, ich habe die Webseite von,
dem Museum gerade zugemacht. Nee, habe ich nicht. Collections. Was ist denn da?
Nee, es ist keine Dauerausstellung. Es ist eine Ausstellung gewesen und die,
steht hier leider nicht mehr. Vergangene Ausstellung findet man nicht raus.
Aber was im Erdgeschoss noch war, eine weitere Ausstellung, die.
Man auch nicht mehr auf der Webseite findet, aber ich habe mich daran erinnert. Segan Tini, ein.
Schweizer Künstler aus der italienischen Schweiz, glaube ich,
der nicht Impressionist war, sondern irgendetwas anderes.
Auf Wikipedia steht Pointillismus.
Aber ich glaube, es ging noch um eine andere Maltechnik, die er gemalt hat.
So Giovanni Segantini.
Falls jemand mir das nochmal auf Discord oder so schicken kann oder irgendwie,
was der noch dafür wie der Stil heißt.
Irgendwas mit so ganz feinen Linien. Weil das glaube ich,
Ich habe den Wikipedia-Artikel zumindest vorhin überflogen und irgendwie nicht mehr gefunden.
Zumindest hängen von dem relativ viele Bilder oder hingen dort.
Das war eine zeitlich begrenzte Ausstellung über Segantini mit so einem Triptichon,
das auch auf der Wikipedia abgebildet ist.
Und das Bild, was mir im Gedächtnis geblieben ist, heißt Zwei müde Mütter.
Oder zwei Mütter heißt es, nicht müde, zwei Mütter.
Und das ist eine total schöne Szene in einem Kuhstall, wo eine Frau mit einem,
Baby oder Kleinkind, relativ großes Baby, eher so Kleinkind,
auf dem Arm dort sitzt, dunkle Szene, beleuchtet nur von einer Stalllampe.
Total schönes Licht gezeichnet.
Und genau, ein Kleinkind mit so einer Haube,
sie selber hat auch so eine Haube auf und hat die Augen zu,
und sitzt da mit dem Kind und dann sieht da noch eine Kuh und hat ein Kälbchen
zu Füßen liegen und die Kuh ist am Fressen hat eine Kuhglocke um,
die bimmelt aber hoffentlich nicht, sonst wachen ja Kälbchen und Kind und Frau ständig auf,
total schöne Szene, super tolles Licht.
Hat wirklich Spaß gemacht, das anzugucken. Segar Anteni kannte ich vorher auch
nicht und das hing dort und es ist groß und es ist toll. Ja.
Genau, 1889 hat er das gemalt, Two Mothers.
Sehr schön. So, soviel zu dem Museum, genau.
Dann sind wir weiter Croissant geholt.
Einmal Eiffelturm gucken, wir waren aber gar nicht ganz da, sondern sind dort
über die Sandbrücke, von der Sandbrücke aus, konnte man das denn sehen?
Da war interessanterweise auch gerade irgendein Radrennen oder Schwimmrennen
oder irgendwas war da zu Ende.
Total merkwürdig, da war gerade irgendeine Siegerehrung.
Pont de Lénard war das, glaube ich, die Lénardbrücke? Nein, die ist es nicht.
Warte mal, da ist das Marmotten. Diese Brücke dort war es vielleicht, oder die?
Freiheitsstatue Paris? Nee, die habe ich nicht gesehen.
Ponte-Bier-Arkheim. Ist das die, wo die U-Bahn rüberläuft? Ja, die ist es, glaube ich.
La France Renaissance. Da konnte ich nicht hin, weil da war diese Siegerehrung.
Genau, die Wiedergeburt Frankreichs von dieser Brücke aus. Haben wir kurz den Eiffelturm gesehen.
Das reicht ja auch, wenn man ihn gesehen hat, war man in Paris.
Wenn man den Eiffelturm nicht gesehen hat, war man übrigens gar nicht in Paris.
Habe ich mal so definiert. Weiß nicht, ob das stimmt. Stimmt natürlich nicht.
Aber das ist so meine Definition von in Paris gewesen sein.
Man hat mit eigenen Augen den Eiffelturm erblickt. Das ist ja auch an vielen
Stellen von Paris möglich.
Man muss da gar nicht direkt hin oder in den Park davon, sondern kann ihn auch
aus der Ferne erblicken und dann war man gefühlt in Paris.
Kann natürlich auch Montmartre gesehen haben oder den Triumphbogen,
aber irgendwie ist der Eiffelturm ja doch so das Landmark der Wahl.
Dann sind wir relativ früh ins Bett gegangen, weil am nächsten Morgen ging es
schon wieder relativ früh los.
Um 6.50 Uhr oder so fuhr der TGV.
Von Paris nach Barcelona. Leider saßen wir unten und rechts.
Wo man sitzen möchte, ist oben und links, sodass man quasi nach Osten aus dem
TGV rausgucken kann, weil dann sieht man die Alpen.
Also ich habe das so ein bisschen dann durch die Fenster gesehen,
aber richtig schön war der Blick nicht.
Naja, Zugfenster, TGW, die sind ja auch nicht gerade neu, diese Züge.
Das heißt, so einen richtig tollen Blick hat man auch nicht.
Und fotografieren können wir mal ganz vergessen durch diese gebogenen,
zerkratzendreckigen Scheiben.
Aber die TGW-Züge sind ja auch zweigeschossig, also die, die ich kenne zumindest. ist.
Und oben sitzen ist schon toll. Auf der Rückfahrt haben wir auf der richtigen
Seite gesessen. Da war ich ganz glücklich und habe dann nach rechts raus Richtung Osten geguckt.
Und das war schön. Aber dazu dann ja später.
Genau, da fährt man dann durch Lyon und irgendwie durch ganz Frankreich durch
das Rhone-Tal runter und kommt dann quasi an der Mittelmeerküste, an den Pyrenäen vorbei.
Also da fährt man auch nicht durch die Berge, aber so ein bisschen Tunnel muss
man da schon irgendwie durchdringen und ist dann auf einmal in Spanien und ist
dann relativ schnell in Barcelona. Das hat echt super gut geklappt.
Und da sind wir dann am.
Späten Mittag angekommen und waren völlig fertig irgendwie, weil,
naja, die erste Nacht nicht geschlafen war ein Nachtzug, dann irgendwie komisches Hotel.
Das Hotel war eigentlich ganz gut, wo wir geschlafen haben. Da habe ich gar
nicht doof geschlafen, sondern da habe ich nur kurz geschlafen,
weil wir sehr früh aufgestanden sind, um eben diesen Zug zu bekommen.
So und dann waren wir in Barcelona und haben gedacht, ach komm,
wir gönnen uns nochmal wieder ein Taxi, es ist wieder nicht so weit und fahren mit dem Taxi.
Ich hatte einen großen Koffer dabei, Sky hatte auch einen Koffer dabei und hier
dann noch einen Rucksack.
Dazu noch irgendwie eine Tasche mit Verpflegung für unterwegs,
also dick bepackt und das bei irgendwie 40 Grad.
Einfach nur schnell ins Hotel, bitteschön, und einmal duschen und dann irgendwie
noch ein bisschen Barcelona gucken, weil in Barcelona, weil ich das letzte Mal
zwölf war, als ich in Barcelona war, damals war ich noch im Spielmannszug,
habe mit lustiger, schützenähnlicher Uniform Trommel gespielt und wir haben
einen Spielmannszug Ausflug nach Barcelona gemacht, wo ein großer Spielmannszug
Wettbewerb war, wo interessanterweise sehr viele deutsche Spielmannszüge,
aber ich glaube es waren auch andere, ich glaube es waren auch spanische dabei
vielleicht auch ein paar, weiß ich nicht waren wir in Barcelona ich war 12,
das heißt es war wahrscheinlich 1986 oder 87 und,
Und wir haben aus irgendeinem Grund gewonnen. Wir haben sehr gut gespielt.
Wir waren dort sogar in dem großen Stadion vom FC Barcelona und haben dort bei
irgendeiner großen Parade, irgendwas war da, haben wir gespielt. Genau.
Da war ich aber zwölf und so richtig an Barcelona erinnern konnte ich mich auch
nicht. Und deswegen habe ich mich darauf gefreut, dort zu sein.
Taxi hat übrigens nicht geklappt denn ja, da sind wir rausgegangen wollten ein
Taxi und gab halt keins also,
gab so ein paar aber es gab noch viel mehr Leute, die ein Taxi wollten,
die Schlange sah so aus wie, stehen sie bitte eine Stunde hier in dieser Sonne
um ein Taxi zu bekommen und das wollten wir dann nicht,
Da habe ich gesagt, komm, dann nehmen wir halt die U-Bahn. Wird schon irgendwie
gehen, wird schon nicht so schwer sein.
Sind dann mit der Rolltreppe nach unten gefahren, wo der U-Bahn-Kartenschalter war.
Auch dort, genau wie in Paris, kann man nicht einfach mit Tap-in,
Tap-out Visa-Kreditkarte zahlen, wie in London und.
In Brüssel war das gleich auch so. Also es gibt viele große,
moderne Städte. Amsterdam, weiß ich nicht mehr.
Wo man kein Bahnticket braucht, sondern einfach die Kreditkarte irgendwo ranhält,
und dann relativ wenig Geld bezahlt, um mit der Bahn zu fahren.
Vergleichsweise wenig. Ich finde immer Nahverkehr in Deutschland,
also HVV in Hamburg ist sowieso furchtbar komplex mit lauter Preiszonen.
Da musst du pro Zone was bezahlen und so weiter und so fort.
Ich bin so froh, dass es das Deutschlandticket gibt und selbst mit dem teuren
Deutschlandticket bin ich immer noch billiger, als wenn ich irgendwie dreimal
mir ein HVV-Ticket für Hamburg kaufe. Na, egal.
In Barcelona braucht man ein Ticket. Wir sind dann runter. Ich stelle es nicht raus.
Die Schlange bei den Nachverkehrstickets war noch länger als bei den Taxen.
Aber na gut, dann waren wir da unten.
Wollten wir nicht gleich wieder hoch. Haben wir uns drei Tagestickets gekauft,
weil wir waren ja zwei Nächte dort.
Und sind dann mit der Bahn zu unserem Hotel gefahren. Das Barcelo Raval in Barcelona.
Ganz schönes Hotel. Leider gab es Komplikationen mit dem Zimmer.
Da war erstmal nicht ganz klar, in welches Zimmer wir denn sollen.
Erst haben wir so ein Doppelbett bekommen. Also so ein Queen-Size-Bett für zwei.
Mit meinem Sohn wäre das ein bisschen eng gewesen. Und dann wurden wir glücklicherweise
nochmal verlegt in ein Zimmer mit zwei einzelnen Betten, die wir auseinanderziehen
konnten und so hatten wir.
Jeder unseren Space.
Das ist ein lustiges Hotel. Wir waren fast ganz oben, ein Stockwerk höher,
gab es 360 Grad Bar, die ist sogar öffentlich zugänglich, also es ist einfach
eine Bar, kann man rausgehen und auf der Dachterrasse quasi einmal rumgehen.
Das ist so ein elliptisches, ein Hotel mit einem elliptischen Grundriss.
Und ganz oben kann man einmal im Kreis gehen. 360 Grad Bar oder so weiß ich.
War schon mal ganz lustig. Genau.
Und ich bin dann einfach losgerannt und hab dann irgendwie, abends sind wir
noch zusammen essen gegangen.
Also Sky und ich. Aber ich glaube, ich bin alleine losgegangen erst mal und
habe so ein bisschen da mal so die Gästchen erkundet, weil es gibt da um...
Also in der Gegend, wo dieses Barcelo-Raval ist, ist dann auch die Rambla,
La Rambla, das ist so eine große Hauptstraße sozusagen, also keine, wo viele Autos fahren,
im Moment sogar gar nicht, weil da viele Baustellen sind,
aber es gibt ja sehr viele Geschäfte.
Und um die La Rambla drumherum, es ist dann auch ganz viele kleine Gässchen,
wo kleine Geschäfte sind und so.
Da ist eine Basilika und dann geht es da auch zur Kathedrale.
Und die Dingsbums, wie heißt das Ding?
Die Sagrada Familia, die ist nochmal ein bisschen weit, aber auch in der Richtung so.
Und dann bin ich da einfach so ein bisschen rumgelaufen, habe fotografiert und,
ja, habe es mir gut gehen lassen, weil es war heiß,
das macht aber nichts, ich hatte aber Wasser und ich hatte eine Kamera mit Filmen
drin und habe sehr viel, achso, es gibt übrigens Fotos, es gibt ein Fotoalbum zu dieser Sendung.
Könnt ihr auch reingucken. Ich werde es einfach verlinken. Und dann guckt ihr
da rein. Ein paar Bilder habe ich da, aber gar nicht mal so viele.
Ich hatte ja noch nicht meine F301, mit der ich sehr viele Bilder mache,
sondern ich hatte meine, was hatte ich denn mit?
Die FM3A hatte ich mit, wo man manuell vorspulen muss und irgendwie führt das
dazu, dass ich sehr, sehr viel weniger Bilder mache, als mit einer Auto-Winder,
selbst transportierenden Filmkamera mache.
Egal.
Genau, also Barcelona, ich mag die Stadt. Ganz viele kleine schmale Gässchen.
Es gibt natürlich das Wasser. Man kann runtergehen zum Strand.
Habe ich glaube ich auch am ersten Abend gleich gemacht und dann dort am Strand
irgendwie ein Bierchen getrunken und den Badenden zugeschaut.
Ich selber hatte keine Badehose mit. Ein paar Tage vorher habe ich Leberflecken
rausgeschnitten bekommen.
Krebsvorsorge, alles gut. Beide, die rausgenommen worden sind,
waren unkritisch, aber ich durfte nicht baden.
Also war ich nur mit den Füßen im Wasser und habe mich gefreut,
dort kurz am Barcelona-Strand gewesen zu sein, Playa de la Barceloneta.
Nee, doch. Bei dem. Oder Plata de San Miguel. Irgendwie da so.
Bin dann nochmal zum W Barcelona, zu dem Hotel gelatscht. Zum Ende dieser Landzunge.
Und dann auf der einen Seite zurück, weil ich diese Seilbahn nochmal sehen wollte.
Es gibt da eine Seilbahn, die von diesem, so eine komische Landzunge, die sie da haben.
Wo die Strände sind. Und ein paar Hotels.
Leider hat die Seilbahn dann gerade zugemacht als ich dann dachte,
vielleicht kann ich ja damit Richtung Hotel fahren.
Aber es wäre sowieso nicht genau die Richtung Hotel gewesen sondern einfach
ein bisschen falsche Richtung,
und deswegen war das ganz praktisch dass ich das nicht gemacht habe ich weiß
gar nicht, wo die andere Institution ist von der Seilbahn,
ist aber eh so ein Touristending glaube ich Egal.
Zweiter Tag in Barcelona. Warte mal, wie spät haben wir es eigentlich?
Oh, ich erzähle noch. Barcelona zu Ende.
Zweiter Tag in Barcelona. Da haben wir uns dann zum Frühstück getroffen mit
Sonka und Reini, um den Tag und das weitere Vorgehen so zu planen.
Das war auch total nett. Sonka hatte irgendwie ein Frühstückslokal rausgesucht
in der Nähe von der Sagrada Familie und da haben wir uns getroffen.
Lecker gefrühstückt, uns das erste Mal wirklich länger und in Ruhe unterhalten.
Das war total schön.
Und von dort aus sind wir dann zur Sagrada Familie gegangen.
Denn das war das zweite Ticket, was wir gekauft hatten.
Nach dem Monet Museum in Paris hatten wir uns Ticket gekauft für die Sagrada
Familie. Weil wenn man in Barcelona ist, dann ist die Sagrada Familie,
glaube ich, das gleiche wie der Eiffelturm in Paris.
Das muss man einfach gesehen haben. Ein unglaubliches Gebäude.
Der Architekt Gaudi war bei der Fertigstellung leider schon tot,
denn die Fertigstellung war noch gar nicht. Das Ding ist noch nicht fertig.
Bevor wir hingefahren sind, haben einige gesagt, ja, dann kannst du ja die Sagrada-Familie
besuchen, die ist ja jetzt fertig. Nee, ist sie nicht.
Voraussichtlich im Jahr 2035 ist sie fertig. Also angefangen haben sie im 19.
Jahrhundert, also 1800, wann war hier Grundsteinlegung?
1882 war Grundsteinlegung und Gaudí hat halt irgendwie die eine Fassade gerade mal so erlebt.
Was jetzt gerade fertig geworden ist, ist der höchste Turm.
Da wurde dieses Jahr am 20. Februar 1926 das Spitzenkreuz draufgesetzt.
Der Turm hat eine Höhe von 172,5 Metern. Der größte Kirchturm der Welt.
Das ist tatsächlich ziemlich hoch und dieses Kreuz ist auch sehr beeindruckend groß.
Man muss das gesehen haben. Das ist eine Kirche wie keine andere.
Aber das ist eigentlich auch gar keine Kirche, glaube ich. Das ist natürlich ein Gotteshaus.
Aber es ist irgendwie anders als alle anderen Gotteshäuser, die man sich so,
vorstellen kann. Also ein unglaubliches Projekt.
Und das wollte ich besichtigen. Und da haben wir geguckt nach Tickets,
dass man die dann auch rechtzeitig kauft. Und dann habe ich gesehen,
oh, man kann auch Türme besichtigen. Man kann auf zwei Türme hoch.
Ich wusste natürlich gar nicht, welches jetzt der bessere ist.
Von den beiden, aber dann haben wir einfach gesagt, ist auch egal,
denn es gab schon zwei Monate vorher kaum noch Tickets.
Und es war also wirklich schwierig, an
Tickets ranzukommen, die auch eine Turmbesichtigung mit beinhaltet haben.
Und das Einzige, was wir gefunden haben, was irgendwie in unseren Zeitplanen
gepasst hat, war dann eine Führung auf Katalanisch.
Katalanisch ist ja die lokale Sprache in Katalonien.
Barcelona ist ja, gehört zu Katalonien, im Nordosten von Spanien.
Und die haben eine eigene Sprache. Die ist natürlich dem Spanischen nicht ganz unähnlich.
Es ist schon sehr ähnlich, es ist ähnlich wie Plattdeutsch und Deutsch.
Es ist eine eigene Sprache und kein Dialekt. Aber es ist halt natürlich nicht
ganz unmöglich, katalonisch ansatzweise in Teilen zu verstehen,
wenn man ein bisschen Spanisch kann.
Viele Beschriftungen in Barcelona sind auch auf katalonisch oder katalanisch,
ich weiß gar nicht, wie es richtig heißt, Spanisch und Englisch.
Und dann wundert man sich immer, dass das gleiche Wort zweimal da steht,
aber manchmal unterscheiden die sich dann doch die katalanischen und die spanischen,
Wörter. Und in der Aussprache unterscheidet sich das auch nochmal.
Das ist also ein bisschen kompliziert.
So, jetzt können wir natürlich gar kein Katalanisch, aber es war das Einzige,
was wir buchen konnten, um da reinzukommen.
Und auch den Turm besichtigen oder einen der Türme besichtigen zu können und
haben es einfach gemacht.
Als wir dann dort waren und reingegangen sind, wurden wir dann gefragt,
so ja, könnt ihr überhaupt katalanisch, weil sie es schon gesehen haben,
es sind Touristen, da haben wir gesagt, nö, ja, macht nichts,
macht hier Audio Guide, da kann man sich dann, also es ist gut,
wenn man eigene Kopfhörer mit hat,
da kann man einfach die App runterladen, es gibt auch ein Wi-Fi und dann über
die App kann man sich so lauter Audio-Guides einspielen und zum Teil habe ich
es auch gemacht, aber es waren dann irgendwie zu viele und die App war auch
irgendwie schlecht zu bedienen.
Alles habe ich nicht gehört, aber ein bisschen war es.
Und man braucht auch gar nicht viel, denn es ist einfach ein unglaubliches Erlebnis,
überhaupt reinzugehen.
Also man geht dann rein durch die Geburtsfassade.
Es gibt irgendwie die vier verschiedene Fassaden, also auf jeder Seite eine Fassade.
Und die Geburtsfassade ist halt die, wo die Haupteingänge sind und die ist schon
ziemlich krass, also super stark verziert.
Es sieht so ein bisschen aus, als ob da oben über der Geburtsfassade ein Weihnachtsbaum
steht, was natürlich zur Geburt Jesu passen würde.
Es ist aber gar kein Weihnachtsbaum, sondern es ist irgendwie ein bestimmter
Nadelbaum, nicht der norddeutsche Blautanne, sondern, ich,
habe es gerade vergessen, Aber es hatte irgendeine Bedeutung,
hatte die Baumart natürlich und dann sind da lauter Tauben drin als Symbol des
Lebens oder des Geistes oder keine Ahnung was.
Es ist also kein Weihnachtsbaum, sondern ein Symbol fürs neue Leben.
Die ganze Fassade ist sehr organisch, sehr grün, die Türen sind aus Blättern,
also natürlich irgendwie Kupfer oder Metall, aber in Blattform alles und super aufwendig gestaltet.
Wie gesagt, alles ist riesengroß, also denkt euch eine Kirche,
denkt sie euch größer und dann seid ihr noch lange nicht bei der Sagrada Familia.
Und ja, genau, so ist man schon mal ziemlich platt, wenn man da reingeht.
Und natürlich waren wir auch platt wegen der Temperatur. Wie gesagt,
es war im August Hitzewelle, 40 Grad, Juhai. Aber drinnen war es tatsächlich,
einigermaßen erträglich von der Temperatur her.
Und drinnen war ich, ja, awestruck, wie man auf Englisch sagen würde.
Ich war beeindruckt, zutiefst beeindruckt, denn...
Drinnen ist es längst nicht so doll verziert, wie man das von draußen erwarten würde.
Drinnen gibt es sehr viele Farben, denn die Kirchenfenster sind sehr farbig.
Es wirkt aber eher wie eine Lichtinstallation mit so farbigen Scheinwerferlicht, als wie.
Kirchenfenster mit bunten Bildern. Die Farben sind relativ gut sortiert.
Es gibt ein paar Kleckse noch hier und da, aber es gibt so hier ist der grüne
Bereich, da ist der orangen Bereich, da ist der rote Bereich und alles fließt
wunderbar ineinander über.
Es wirkt sehr, ja nicht klar sortiert, sondern durchaus verspielt,
aber strukturiert, um das mal so zu sagen.
Und dann ist es halt ein riesengroßer Raum.
Die Deckenhöhe weiß ich jetzt gar nicht, aber die Decke ist sehr weit weg und
wird getragen von Säulen.
Es wird sehr viel über die Säulen erklärt, auch im Audio-Guide.
Die Säulen sollen aussehen wie Bäume.
Die sind unten dick und oben verzweigen sie sich, wie ein Baum sich in die Äste
verzweigt und dann halten diese Zweige die Decke.
Und das Ganze wirkt halt sehr organisch. Man fühlt sich eigentlich wie in einem
großen Wald, aber in einem psychedelisch beleuchteten Wald.
Die Säulen sind aus unterschiedlichen Materialien.
Kann man dann irgendwie da lernen, also das Härteste für die größte Säule,
die die meiste Last trägt und den größten Turm aller Zeiten trägt.
Das ist natürlich auch statisch irgendwie eine Herausforderung,
so ein großes Ding zu bauen.
Und ja, das merkt man da drin irgendwie, dass das irgendwie ein.
Eine große Herausforderung ist, sowas zu bauen und das dann irgendwie hinzukriegen,
aber gleichzeitig dadurch, dass es so organisch wirkt, wird man nicht irgendwie wie, weiß nicht,
das Barbekin in London, brutalistischer Bau, da ist halt alles irgendwie gerade
und kantig und eckig und Sichtbeton, davon sieht man halt gar nichts,
Also es fühlt sich an wie einfach ein beeindruckend großer Wald.
So ein bisschen, ja, vielleicht wie im Mariposa Grove im.
Yosemite Nationalpark in Kalifornien, wo die Mammutbäume stehen,
die auch noch älter sind als diese Kathedrale und noch dicker.
Vielleicht nicht höher, aber dicker. Genau.
Und, ja, Wahnsinn, also wirklich toll.
Es gibt leider, oder es ist nicht so eine Kirche, wo möglichst viel Platz für
Gottesdienste gemacht worden ist, sondern es gibt sehr viel Platz außen rum,
wo einfach Touristen durchgehen.
Es gibt durchaus ein paar Sitzbänke in der Mitte. Ich weiß aber gar nicht,
ob da überhaupt Gottesdienste stattfinden oder Messen stattfinden.
Wahrscheinlich ja schon irgendwie.
Aber das Ganze wirkt eher wie eine touristische Installation.
Es ist halt auch komplett durchtouristisiert mit großen Kartenverkaufscenter,
verschiedenen Einlässen für verschiedene Gruppen und so weiter und so fort.
Also während wir dort waren, das war natürlich auch dann ein Montag und kein Sonntag.
War halt, also da wäre ja ein Gottesdienst nicht möglich gewesen.
Aber der ganze Bereich, wo Gottesdienst stattfinden kann, ist halt auch eher
klein. Es gibt dann unter dem Altarbereich gibt es noch irgendwie eine,
nicht Sakristei, sondern die,
Wie heißt denn das?
Unter einer Kirche ist die Krypta.
Da waren dann so ein paar Bänker, aber da kam man gar nicht rein,
da konnte man nur gucken. Und quasi hinter dem Altarbereich, also,
in der Spitze des Schiffes sozusagen, da war sogar ein Bereich,
wo man gar nicht reingehen durfte, wo ich auch so ein bisschen angeschnauzt
worden bin, als ich da um die Ecke gucken wollte.
Da sind dann Security-Leute, die dich da wegjagen, damit es nicht zu laut wird.
Die machen das allerdings sehr laut.
Das ist irgendwie eine ganz komische Situation. Aber so ist es dann eben.
Genau. So, und ja.
Ein paar Bereiche zum Beten gibt es davor schon. Aber ich glaube,
es ist eher ein, also größeren kirchlichen Terrorismus habe ich noch nicht erlebt.
Es ist aber trotzdem wirklich, wirklich beeindruckend. Also es hat wirklich Spaß gemacht.
So und dann hatten wir auch Tickets für den, also genau erstmal untenrum alles rum.
Man kann auch die gegenüberliegend von der Geburtsfassade gab es noch die, wie heißen die?
Wo sind denn hier die Fassaden?
Momentan besitze ich es ja gerade von mir zwei Schaufassaden.
Nach Nordosten ist die Geburtsfassade und dann äh.
Die Passionsfassade gegenüber, genau nach Südwesten ist die Passionsfassade.
Krass, wie unterschiedlich die sind, weil die Geburtsfassade ist wie gesagt sehr Geburt, Leben,
Heiliger Geist, Natur, Wachstum und die Passionsfassade, also die Passion ist ja die Trauer, also die,
Jesu Tod sozusagen wird dort dargestellt.
Und das ist halt genau das Gegenteil. Da ist es sehr kantig,
sehr brutal und schon eher Barbecken als die Geburtsfassade, ehrlich gesagt.
Da wird es so ein bisschen gruselig sozusagen, wie die anderen beiden Fassaden
heißen sollen. Also im Bau befindliche Glorienfassade und Fassade der Herrlichkeit,
Die sind noch nicht fertig.
Wie gesagt, die Kirche wird noch weiter gebaut. Da fehlen auch noch etliche
Türmchen und Dome. Und hast du nicht gesehen?
Da wird noch ordentlich, auch drumherum, glaube ich, Gebäude abgerissen.
Warum auch immer die da hingebaut worden sind? Weil die waren ja noch nicht
da, als sie angefangen haben, die Sakala-Familie zu bauen. Da war ja auch schon
klar, dass da noch was hinkommt. Also den Plan des Gesamtausbaus,
den hat Gaudi, glaube ich, noch fertig gemacht.
Ist übrigens vor genau 100 Jahren gestorben 1926 der Herr Gaudi und.
Warum da jetzt Häuser stehen wo eigentlich noch weitere Türmchen hin sollen
habe ich nicht so ganz verstanden naja sei es drum,
Also in der Nordwestecke, glaube ich, da sollen noch vier weitere kleine Türmchen
hin. Und auch irgendwie bei der Geburtsfassade rechts sollen noch so ein Türmchen hin und so.
Naja, was man immer so bauen möchte. Die haben ja noch ein bisschen Zeit, bis es fertig sein muss.
Keine Termine. Nee, also wirklich toll. Kann ich nur empfehlen.
Sagrada-Familie sollte man besuchen.
Und auch mit Turm, weil es gibt dann einen Fahrstuhl, der einen hochfährt.
Da muss man natürlich auch nochmal anstehen, auch nochmal Rucksäcke abgeben,
bis man dann mit dem Fahrstuhl hochfahren kann.
Und dann geht man wieder runter.
Und das halt teilweise auch außen. Und es ist schon ziemlich abenteuerlich.
Also schwindelfrei sollte man schon sein.
Vor allem der letzte Teil des Abstiegs.
War dann über eine Wendeltreppe. Und diese Wendetreppe hat halt kein Geländer
in der Mitte, sondern ich habe mich dann immer festgehalten an der gegenüberliegenden
Treppenseite, dass man da irgendwie so ein bisschen Halt hat.
Also es war wirklich sehr abenteuerlich, diese Wendetreppe runterzugehen.
Falls es schon mal auf dem Kölner Dom war, da muss man ja an der Wendetreppe
hoch und auch wieder runter.
Es ist ähnlich eng, nur irgendwie noch unsicherer, weil man in der Mitte auch
runtergucken kann. Das kann man im Kölner Dom, glaube ich, nicht.
Da ist irgendwie gemauert, die Mitte dicht gemauert.
Entschuldigung, jetzt sind wieder einige Leute wach geworden,
die nicht schwindelfrei sind.
Tut mir leid. In der letzten Episode haben sich Leute beschwert,
dass ich zu viel wissenschaftlichen Kram erzählt habe, dem hätte man nicht folgen
können und deswegen nicht einschlafen können.
Es gibt immer irgendwas. Also wenn ich hier nichts erzählen darf,
wo irgendjemand nicht so einschlafen kann, dann kann ich halt gar nichts erzählen.
Kann ich Gute Nacht sagen. Dann gibt es Leute, die haben Angst vor Gute Nachtsagen. Ist so.
Genau, das war die Sagrada-Familie. Kann ich dringend empfehlen.
Danach waren wir dann noch Abendessen, ein bisschen rumbummeln gewesen,
die Stadt genießen. Einfach aufhalten in Barcelona ist eine gute Sache.
Kann ich nur empfehlen.
Ja, und wie es dann weiterging am nächsten Tag mit dem Leihwagen buchen und
der Rückreise, erzähle ich dann in der nächsten Episode. Jetzt bin ich schon
wieder eine Stunde hier am Sabbeln.
Und deswegen kommt es jetzt zur Lesung.
Wie in der Kirche kommt ja auch eine Lesung. Ich war mal Lektor,
das wisst ihr auch, wenn ihr diesen Podcast schon länger hört.
Wisst ihr, dass ich Lektor in der Kirche in Tosted war und dort die Lesung gemacht habe.
Jetzt lese ich aber gar nichts aus der Bibel vor, sondern aus dem Rainer Maria
Rilke. Sämtlich rede ich in einem Band vollständige Ausgabe.
Wir sind bei Positionen 2483 von 6883.
2463 sind wir. Entschuldigung, nicht 83. Bei 36 Prozent.
Die Zaren, römisch 4.
Es ist die Stunde da, dass Reich sich eitel in seines Glanzes vielen Spiegeln sieht.
Der blasse Zar des Stammes letztes Glied träumt auf dem Thron davor,
das festgeschieht, und leise zittert sein beschämter Scheitel und seine Hand,
die vor der Purpurlehnen,
mit einem unbestimmten Sehnen ins wirre Ungewisse flieht.
Und um sein Schweigen neigen sich Bojaren in blanken Panzern und in,
Pantherfällen wie viele fremde fürstliche Gefahren, die ihn mit stummer Ungeduld
umstellen, tief in den Saal schlägt, ihre Ehrfurcht wellen.
Und sie gedenken eines anderen Zaren, der oft mit Worten, die aus Wahnsinn waren, ihnen die Stirnen
an die Steine stieß, und denken also weiter, jener ließ nicht so viel Raum,
wenn er zu Drohne saß, auf dem verwelkten Samt des Kissens leer.
Er war der Dinge dunkles Maß, und die Bojaren wussten lange nicht mehr,
dass Rot der Sitz des Sessels sei.
So schwer lag sein Gewand und wurde goldenbreit.
Und weiter denken sie, das Kaiserkleid schläft auf den Schultern dieses Knaben
ein, auch gleich im ganzen Saal die Fackeln flackern,
sind bleich die Perlen, die in sieben Reihen wie weiße Kinder knien um seinen
Nacken und die Rubine an den Ärmel zacken, die einst Pokale waren,
klar vom Wein sind schwarz wie Schlacken,
und ihr Denken schwillt.
Es drängt sich heftig an den blasten Kaiser, auf dessen Haupt die Krone immer
leiser und dem der Wille immer fremder wird.
Er lächelt, lauter prüfen ihn die Priester, ihr Neigen nähert sich,
sie schmeicheln heiser und eine Klinge hat im Traum geklirrt.
So, das war's. Römisch 5 gibt es auch noch, aber dann in der nächsten Episode. Ich schreibe nebenauf.
608 ist die heutige Episoden-Nummer.
Und dann sind wir schon beim Herrn Goethe.
Wieso öffne ich nochmal Rainer Maria Rilke? Weil ich doof bin.
Nein, weil ich mich verklickt habe.
Da ist der Herr Goethe. Italienische Reise, Johann Wolfgang von Goethe.
Wir sind am 29. Dezember 1786.
Immer noch in Rom. Augen zu und zugehört.
Von Tischbein muss ich noch vieles erzählen und rühmen, wie ganz original deutsch
er sich aus sich selbst herausbildete, so dann aber dankbar melden,
dass er die Zeit seines zweiten Aufenthalts in Rom,
über für mich gar freundschaftlich gesorgt hat,
indem er mir eine Reihe Kopien nach den besten Meistern fertigen ließ,
einige in schwarzer Kreide, andere in Sepia und Aquarell, die erst in Deutschland,
wo man von den Originalen entfernt ist, an Wert gewinnen und mich an das Beste erinnern werden.
Auf seiner Künstlerlaufbahn, da er sich erst zum Porträt bestimmte,
kam Tischbein mit bedeutenden Männern, besonders auch zu Zürich,
in Berührung und hat an ihnen sein Gefühl gestärkt und seine Einsicht erweitert.
Den zweiten Teil der zerstreuten Blätter brachte ich mir hierher und war doppelt willkommen.
Wie gut dieses Büchlein auch bei wiederholtem Lesen wirkt, sollte wohl Herder
zu seiner Belohnung recht umständlich erfahren. Tischbein wollte gar nicht begreifen,
wie man so etwas habe schreiben können, ohne in Italien gewesen zu sein.
So, hier ist ein Absatz. Weiter geht es auch am 29. Dezember.
Aber ich bin so müde, dass es jetzt gar keinen Sinn ergibt, weiter vorzulesen.
Sonst schlafe ich hier direkt ein. Und die Episode ist auch lang genug.
Ich hoffe, ihr seid alle gut eingeschlafen. Ich wünsche euch einen guten Schlaf.
Schlafen ist sehr zuträglich für die Gesundheit. Man schläft besser,
wenn man nicht spätabends noch schwer gegessen hat oder Alkohol getrunken hat.
Es gibt aber sehr viele Faktoren, die hier rein zählen in gesunden Schlaf.
Die zähle ich euch jetzt hier nicht auf.
Achtet darauf, dass ihr guten Schlaf findet.
Ich habe euch alle lieb. Bis zum nächsten Mal. Gute Nacht.

