EP 605 ~ Brügge Teil 1 und Goethe

Brügge sehen und sterben. Hab ich nicht gesehen, aber macht nichts, auch ohne ist Brügge absolut eine Reise wert.
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Toby
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Sabrina

Veröffentlicht am 18.08.2026
Brügge Teil 1 und Goethe - Episodenbild

Transkription

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Hallo ihr Lieben und herzlich Willkommen zum Einschlafen-Podcast Episode 606.
Nein, es ist Episode 605. In der letzten Episode habe ich gesagt,
es sei 605, aber das war 604. Jetzt ist 605 auf jeden Fall.
Ich bin Tobi, ich lese euch heute Goethe vor, wie immer jetzt so, bis das fertig ist.
Und davor gibt es ein Gedicht von Rainer Maria Rilke.
Da fängt heute ein Gedichtszirkus an. Zirkel, Zirkus, genau,
ein Kastballer-Theater,
die Zaren heißt es, mal gucken, ob ich einen oder alle drei vorlese,
je nachdem, wie lang die sind und davor erzähle ich euch was,
damit ihr abgelenkt seid von euren eigenen Gedanken und besser einschlafen könnt.
Ja, es gibt endlich wieder auch von mir einen Reisebericht, nicht nur von Herrn
Goethe am Ende mit Rom und so und Italien, sondern,
ich war unterwegs und zwar mit meiner Frau ohne Kinder für ein paar Tage in Brügge.
Und ich möchte gern anfangen mit einer Frage, die mir Holgi im letzten Realitätsabgleich
gestellt hat. Könnt ihr hören unter vrind.de, da gibt es Realitätsabgleich und die Episode heißt.
Habe ich vergessen. Also eine der letzten, also die ist erschienen gestern,
glaube ich, am 5. August 2026.
Heute Aufnahmetag ist Donnerstag, der 6. August. Die Episode erscheint erst
in knapp zwei Wochen, aber es gibt Gründe, dass ich die jetzt schon aufnehme.
Denn ich bin nochmal in Spanien unterwegs, auch wieder Episodenmaterial sammeln.
Ja genau, findet ihr schon. Realitätsabgleich in Frind Episode vom 5. 8.
26. Und die Frage lautet, warum denn eigentlich Brücke? Also wie sind wir denn
auf Brücke gekommen? Warum sind wir nach Brücke gefahren?
Urlaub. Holgi ist mit seiner Frau auf den langweiligsten Campingplatz in Dänemark
gefahren und hat das auch gebraucht, um komplett auszuspannen und nicht so viel Input zu haben.
Er lebt in Berlin und er sagt, Er hätte gar nicht so Interesse,
Urlaub in einer Stadt zu machen.
Sondern er braucht halt irgendwie ein Nichts. Ich dagegen brauche ein Bett.
Ich mag nicht so gerne Camping.
Ich mag Wände und Betten und Toiletten und so. Das finde ich alles ganz gut.
Und ich finde Städte interessant. Vor allem halt fremde Städte,
in denen ich noch nicht war. Und meine Frau und ich haben letztes Jahr zu Weihnachten,
glaube ich, überlegt, was schenkt man uns eigentlich zu Weihnachten?
Oder was nehmen wir uns eigentlich vor? So gemeinsame Zeit ist ja immer gut.
Und da sind wir auf Brügge und Kopenhagen gekommen, als zwei Städte,
die wir noch nicht kennen und die wir irgendwie spannend finden und interessant,
also von denen wir schon Gutes gehört haben und die wir uns gerne mal angucken.
Ja, warum will man sich Brügge angucken? Also...
Ich wohne zwar auf dem Land, wir wohnen hier in Karkensdorf.
Mehr Land geht nicht, weniger Infrastruktur geht nicht.
Ich denke manchmal, ich würde auch gerne in Karkensdorf rumgehen und fotografieren,
irgendwas typisch für Karkensdorf.
Aber hier ist einfach nichts typisch. Also hier ist irgendwie,
es gibt einen Park, der ist nicht besonders aufregend.
Es gibt einen Gasthof, der ist nicht besonders aufregend.
Und es gibt keine besondere Architektur. Es gibt so ein paar Reta-Häuser,
die sind ganz hübsch, aber jetzt auch nichts Außergewöhnliches.
So, hier ist nichts.
Allerdings bin ich ja oft genug in Hamburg. Ich arbeite in Hamburg,
ich habe lange genug in Hamburg gelebt. Ich fühle mich in Hamburg zu Hause.
Ich fühle mich tatsächlich in Hamburg mehr zu Hause als in Karkensdorf.
Und ich käme auch nicht auf die Idee, in Hamburg Urlaub zu machen oder mehrere
Tage in Berlin Urlaub zu machen.
Ich bin auch gerne in Berlin, ich fahre da gerne mal hin.
Allerdings dann auch relativ gezielt jetzt mittlerweile, um bestimmte Dinge
zu tun, Leute zu besuchen, Museen zu besuchen. Das ist aber für mich nicht Urlaub.
Wir fahren ja öfter mal in Städte. Also wir waren öfter in Amsterdam,
eine Stadt, die wir sehr mögen. Es hat ein sehr angenehmes Flair, schöne Architektonik.
Die Kanäle, die Grachten sind schön.
Aber wir waren ja auch schon in Paris, in Prag und in Wien und in London und in Oxford.
Aber wir machen natürlich auch manchmal Urlaub außerhalb von Städten.
Also letztes Jahr der Sommerurlaub in Doolin. Okay, da waren wir kurz in Dublin.
Das ist auch eine Stadt, aber da haben wir auch nur gezielt ein Museum besucht.
Trinity College, einmal das schöne alte Buch angucken. Und sind dann halt gleich
weitergefahren in den Westen.
In ein Dorf, wo eigentlich nichts ist, außer ein paar Kneipen. Und das war gut.
Und ja, ich mag auch Dorf, ich mag ja auch Landschaft, ich mag ja auch Berge,
allerdings brauche ich dann auch immer Möglichkeiten, spazieren zu gehen,
wandern zu gehen, joggen zu gehen und tolle Sachen zu erleben.
Ich meine, in Doolin bin ich die Cliffs of Moher hochgejoggt und das war schon,
ich glaube, das war die spektakulärste Joggingstrecke, die ich je gemacht habe, einmal da hoch.
Ganz hoch kommt man nicht, weil der Fußweg direkt an der Klippe irgendwann gesperrt
ist und man auch auf der Straße nicht weitergehen darf und auch sinnvollerweise
nicht weitergehen sollte.
Ja, also ich mag auch Land. Den langweiligsten Campingplatz von Dänemark würde
ich mir, glaube ich, sparen, weil da ist nichts viel mit Wandern.
Also kann man, aber man sieht halt stundenlang das Gleiche, also nichts.
Dann kann ich auch hier in Norddeutschland wandern gehen. Also hier sind ja
immerhin noch der Welsederberg. Das ist ja schön.
Hier ist Natur, die ist irgendwie abwechslungsreich und interessant genug sozusagen, denke ich mal.
Also wenn ich hier joggen gehe und über den Brunsberg laufe,
dann ist das auch schön. Und wahrscheinlich findet man auch in der Nähe von
diesem langweiligsten Campingplatz in Dänemark genügend interessante Stellen.
Ne, das reizt mich irgendwie nicht so. Mich reizt dann ja auch immer mal Abwechslung
und neue Dinge kennenlernen, neue Sachen lernen und ein bisschen Kulturschnuppern.
Also nicht nur Kultur im Sinne von Museum und die Kultur für Touristen,
sondern auch, wie leben die Menschen da eigentlich. Genau.
Ja, und Kopenhagen machen wir dann vielleicht nächstes Jahr ein paar Tage.
Wenn ihr da Reisetipps habt für nette Cafés, wo man einfach sitzen kann und,
Frühstücken in den Tag reinbummeln, immer her damit.
Und dieses Jahr war halt Brügge, haben wir uns für Brügge entschieden und das,
war gar nicht so großartig durchdacht, auch gar nicht großartig vorbereitet.
Wir haben jetzt zwar einen Reiseführer gehabt, in den habe ich aber erst irgendwie
eine Woche vorher reingeguckt.
Ich bin davon ausgegangen, dass es in Brügge einfach...
Ja, relativ einfach ist, rumzulatschen, Dinge zu entdecken und vier Tage zu verbringen.
Und das war es auch. In dem Reiseführer stand übrigens im Wesentlichen,
also da stand gar nicht viel drin, da waren so ein paar Tipps für Restaurants
und Museen, aber die Museen sind irgendwie alle offensichtlich und die Restaurants,
weiß man immer nicht, ob es die überhaupt noch gibt, die in so einem Reiseführer drinstehen.
Wir hatten andere Tipps für Restaurants aus der Community und von Freunden,
die auch gut genug waren und,
ansonsten stand da nur fahren sie möglichst im Winter vermeiden sie den Sommer,
und Frühling und Herbst ist auch schwierig, weil es da einfach zu voll ist also
die Stadt ist sehr sehr touristisch sehr sehr voll und das stimmt auch,
allerdings hatten wir längst gebucht und es war Sommer und jetzt waren wir halt
im Sommer dort, wo man eigentlich nicht fahren sollte,
es geht, es geht alles.
Da komme ich dann aber noch im Reisebericht dazu. Wir sind ja noch in der Reiseplanung.
Ich hatte entschieden, dass ich nicht mehr fliegen will. Ich bin dieses Jahr
schon dreimal geflogen, hatte ich erzählt. Und ich mag Fliegen nicht aus ökologischen
Gründen, aber auch aus Bequemlichkeitsgründen. Ich finde Fliegen äußerst unbequem.
Bei meiner Körpergröße ist Fliegen immer eine Qual.
Weil ich mag die Situation an Flughäfen nicht, also deutlich weniger gern als
an Bahnhöfen oder sogar Raststätten sind mir lieber als Flughäfen,
Autobahnraststätten und so.
Flughäfen sind mir immer irgendwie das ist immer Anspannung,
keinen Termin verpassen immer möglichst früh da sein und dann hängt man da rum,
ist schon durch die Security kann dann da nicht mehr raus ist dann da irgendwie nur bei teuersten,
Restaurants und Läden und mag eigentlich gar nichts mehr machen außer auf so
einem unbequemen Sitz sitzen wenn man einen bekommt oder irgendwie rumstehen
und aufs Boarding warten und dann dieses ewige, nee ich mag das alles nicht,
Habe ich schon öfter erklärt. So, und ökologisch ist Fliegen natürlich auch,
äußerst problematisch.
Und ja, genau, innerhalb von Europa muss man das auch nicht, finde ich.
So, deswegen Bahnfahrt gebucht. Relativ frühzeitig, im Januar,
Februar habe ich einen Zug gebucht.
Der Plan war, wir fahren mit dem Auto nach Harburg. Da gibt es ein gutes Parkhaus,
wo man auch mehrere Tage günstig stehen kann.
Und lassen das da stehen, fahren dann mit dem Zug von Harburg nach Brügge.
Da muss man zweimal umsteigen nur, das ist eigentlich ganz cool.
Einmal in Köln, das sind so dreieinhalb, vier Stunden Fahrt bis nach Köln.
Und dann von Köln fährt man nach Brüssel mit dem Eurostar.
Das ist der, der dann auch weiter durch den Tunnel fährt nach London oder weiter
fährt nach Paris. Also die haben da so eine Dreiecks-Verbindung in Brüssel.
Und dann von Brüssel aus fährt man nochmal eine gute Stunde mit der Regionalbahn.
Kann man leider über die Seite der Deutschen Bahn nicht durchbuchen.
Man kann sich die Reiseverbindung zwar zusammenstellen, aber das Ticket,
das man dann dort kauft für diese Reiseverbindung, gilt halt nur von Harburg bis nach Köln.
Glücklicherweise stand aber die gesamte Reiseverbindung auf dem Ticket.
Denn es ergab sich dann in der Zwischenzeit eine neue Baustelle,
irgendein Problem, auf der Strecke zwischen Köln und Aachen.
Und das bedeutet, dass der Eurostar dann gesagt hat, da verschiebt sich irgendwie
alles mögliche im Zeitplan.
Insbesondere der Zug, den wir eigentlich nehmen wollten, der auf unserer Verbindung
drauf stand, von Köln nach Brüssel, ist einfach mal gestrichen worden.
War aber gar kein Problem. Das Eurostar-Ticket hatte ich ja separat gebucht,
direkt bei Eurostar und habe dann dort gesagt, ja, dann buch mich mal um.
Okay, welchen willst du? Den, zack, fertig. Das war gar kein Problem.
Der fuhr dann einfach nur eine Stunde später und dann wollte ich natürlich auch
einen späteren ICE nehmen.
Den hatte ich aber als super Sparpreis
gekauft, da musste ich dann erstmal nachfragen, wie das geht aber,
glücklicherweise weil die gesamte Verbindung über Köln, Brüssel bis nach Brügge
auf dem Ticket drauf stand war die Zugbindung aufgehoben und ich konnte dann
einfach das Ticket für einen anderen,
Zug benutzen, musste nur die Reservierung umbiegen sozusagen genau,
das haben wir dann gemacht sind losgefahren Achso, immer noch Reiseplanung.
Die Verbindung zurück hat sich dann natürlich auch nochmal verschoben.
Das kam dann allerdings später. Und,
ich hatte eh sehr viel Umsteigezeit in Köln eingeplant.
Und da sind wir dann einfach entspannt gewesen, haben uns nochmal eine Reservierung
für einen späteren Zug geklickt. Aber waren da dann so, ja, irgendwas wird schon passieren.
So, dann kommen wir zum Anreisetag. Wir wollten von Dienstag bis Sonntag unterwegs
sein, also Dienstag Anreise, Mittwoch bis Samstag in Brügge und am Sonntag zurück.
Genau, Dienstag Abreisetag, zeitig losgefahren mit dem Auto,
nach Harburg, Parkplatz genommen, runter zum ICE, alles safe,
alles gut und sind auch gut durchgekommen nach Köln.
Und dort hatten wir dann reichlich Zeit, zweieinhalb Stunden oder so.
Und ich habe die Zeit genutzt, diese Dinge, die ich zu Hause vergessen hatte,
nochmal eben einzukaufen. Also zumindest das, was ich kaufen konnte und wollte.
Ich hatte eine Handschlaufe vergessen für meine Kamera. Ich hatte meine analoge,
also ich hatte die Nikon Z8 dabei, meine Digitalkamera.
Und meine analoge Nikon FM3A. Eine ganz wunderbare Kleinbild-Analoge Spiegelreflexkamera.
Die neueste nicht-Profi-Analoge-Kamera von Nikon tatsächlich aus den 90er Jahren,
legendär ist eigentlich die FM2. Die hatte ich auch kurz, aber die FM2,
die ich hatte, die ist irgendwie aus den 70ern, 80ern, die waren leider nicht ganz okay.
Und dann habe ich festgestellt, es gibt noch einen Nachfolger,
die FM3A und die ist noch toller, die hat noch kürzere Belichtungszeiten.
Es gibt auch die FE-Serie von, also falls ihr euch jetzt für analog Nikon-Kameras
interessiert, die FE-Serie sieht ähnlich aus, hat aber den Nachteil,
dass sie keinen mechanischen Verschluss hat.
Das heißt, die FE funktioniert nur, wenn eine Batterie drin ist.
Die FM-Serie hat auch eine Batterie, aber nur für den Belichtungsmesser.
Da wird einem dann in der Kamera im Sucher angezeigt, wie denn die Belichtung ist.
Und sie hat sogar eine Belichtungsautomatik, also eine Blendenvorwahl,
also eine Zeitautomatik sozusagen, dass man quasi die Blende einstellt am Objektiv,
und dann wird die Zeit automatisch ausgewählt, die belichtet werden soll.
Das ist ganz praktisch. Das funktioniert nicht, wenn die Batterie leer oder
weg ist, aber dann funktioniert sie noch komplett manuell.
Also dann kann man einfach Zeit manuell einstellen und dann auslösen.
Alles funktioniert mechanisch. Das ist der große Vorteil an den FM Kameras.
FM3A, ich liebe sie und ich benutze sie viel zu selten.
Und ich habe eigentlich ganz schöne F-Objektive noch aus der Zeit,
die ich die vorherigen, die nicht Z-Kameras hatte von Nikon.
Da gingen die ja nämlich für beide.
Und auch für diese Kamera, wenn das Objektiv den selben Blendenring hat.
Die neueren F-Linsen von Nikon haben ja keinen Blendenring mehr gehabt,
da wurde die Blende immer elektronisch eingestellt.
Großer Nachteil, wenn man sie an so einer Kamera benutzen will,
aber so ein paar sehr schöne Objektive habe ich noch und ich habe tatsächlich
nur das 24mm Blende 2.8 mitgenommen auf diese Reise, weil ich dachte,
ich bin in der Stadt, ich will eh irgendwie hier.
Architektur fotografieren und sowas machen, 24mm reicht. So, schickes Ding.
Schön klein, kompakt und sieht irgendwie sehr Street-Fotografen-mäßig aus, das Setup.
So, aber mir fehlte eine Handschlaufe. Ich hatte einen Gurt,
hatte ich sogar noch, aber eine Handschlaufe. Und dann bin ich in Köln.
Da gibt es ein Fotogeschäft, das heißt Lambertin. Genau, Foto Lambertin.
Die haben sogar zwei Filialen. Die erste ist direkt, also wenn man vom Hauptbahnhof
rausgeht, ist sie direkt am Dom dran, sozusagen, am Kölner Dom.
Hatte ich auch gesehen, also da bin ich dran vorbeigegangen,
auf dem Weg zu dem anderen Geschäft.
Habe oben gesehen, hier steht Secondhand-Kameras, analog und Film und so,
interessant, gibt es da auch.
Bin aber dann vorbei, weil ich zu Foto Lambertin ein paar Schritte weiter wollte.
Denn da hatte ich gesehen, die haben Peak-Design-Handschlaufen.
Und genau so eine wollte ich haben.
Und da bin ich dann hin. Auch ein relativ kleiner, enger Laden.
Aber hat genau das, was ich brauchte, direkt vorne am Eingang hängen gehabt,
nämlich eine Peak Design Handschlaufe in Amber, also in Orange.
Und daneben hing dann noch ein Leash, heißt der Peak Design Leash,
sein Gurt in der Gleihung.
Warum nicht? So, ist nicht ganz günstig, das Zeug, aber Peak Design Gurte und
Handschlaufen sind einfach sehr, sehr gut, haben lebenslange Garantie,
haben dieses wunderbare Klick-System, sodass man sie ganz leicht an die Kamera
ranklicken und abklicken kann und so Sachen austauschen kann.
Mag ich sehr gerne und habe ich dort bekommen, habe mir noch andere Sachen angeguckt,
die hatten ein interessantes Objektiv für den F-Mount, also für die Kamera da noch liegen, aber ja,
Ein Objektiv habe ich jetzt nicht auch noch gekauft. Bin aber noch in den anderen
Fotolambertin direkt am Kölner Dom gegangen. Auch echt interessant und empfehlenswert.
Die haben da ganz viele alte Objektive, auch Großformat, Mittelformat und Kleinbild.
Alles Mögliche. Unter anderem auch Grabbelkisten.
Also die hatten dann auf dem Tresen so große Kisten, wo einfach.
Ganz viele Objektive, Fotolinsen drin sind. Und da stand dann einfach,
jede Linse 10 Euro, kann man da drin rumfühlen, wie in so einer Krabbelkiste.
Und da war sogar eine F-Mount-Linse drin, allerdings keine, die ich hätte haben
wollen. Also das ist dann auch wirklich nur 10 Euro wert.
Ja, da kann man jetzt nicht drauf hoffen, dass man da irgendwas besonders Hochwertiges bekommt.
Man kann da aber durchaus mal gucken, wenn man Bock hat, irgendwas Experimentelleres
zu machen, wo es eben nicht auf maximale Schärfe und Qualität ankommt,
sondern wo man so ein bisschen mit Licht spielen, ein bisschen künstlerisch unterwegs sein will,
dann kann man sich da vielleicht eine alte Linse kaufen.
Sowieso eine gute Idee, wenn ihr einsteigen wollt in die Analogfotografie.
Letzte Episode ging ja um Großformat. Da habe ich jetzt noch nicht so viel Feedback zu bekommen.
Vielleicht, wenn ihr mit Fotografie anfangen wollt, fangt nicht mit dem Großformat
an, also analog, dann doch lieber Kleinbild. Und es gibt wunderschöne,
günstige, alte Kleinbildkameras,
Entweder eine alte Nikon FM, die sind aber ein bisschen teurer.
Minolta X700 ist ja mein Erbstück von meinem Vater. Es gibt alte Minolta Kameras.
Unter weit unter 100 Euro kriegt ihr eine ordentliche Analog-Kleinbildkamera,
und dann irgendwie ein, zwei Linsen dazu.
Ihr könnt auch eine Point-and-Shoot nehmen, also so eine Kompaktkamera,
wo das Objektiv drin verbaut ist zum Einstieg. Reicht das allemal?
Ich mag ja so wechselobjektiv dann doch auch bei günstigeren Sachen total gerne,
Minolta X700 oder X300 oder was auch immer und dann irgendein altes Minolta
Rocker oder einen alten Nikon Body und ein 50mm 1.7,
ist bei Rocker und Minolta 1.8 Lichtstärke.
Bei Nikon oder 1.4. Das kostet alles nicht die Welt, damit kann man gut anfangen.
Kleinbild, Schwarz-Weiß-Filme von FOMA. Los geht's.
Kriegt man alles bei Lambertin. Kann ich empfehlen, den Laden.
Sehr nett. Und ja, hatte genau das, was ich brauchte. Noch was gegessen in Köln
und dann zum Kölner Hauptbahnhof wieder, um mit dem Eurostar loszufahren.
Interessanterweise hatte der Eurostar dann schon von Köln aus Verspätung.
Also der kam da schon 20, 30 Minuten zu spät am Hauptbahnhof an.
Obwohl das der Startpunkt war, haben sie dann gesagt, ja, die Verspätung liegt
jetzt an Problemen im deutschen Schienen. Und dann die Franzosen,
also Eurostar ist eine französische Firma, glaube ich, haben dann gleich die
Schuld auf die Deutsche Bahn geschoben. Ist ja auch einfach.
Kann ich mir aber schlecht vorstellen, weil der kam ja, also der ist ja da gestartet.
Vielleicht kam der zu spät dort an, aber weiß ich nicht. Also irgendwie fand
ich das merkwürdig, dass schon der Startbahnhof Verspätung hat und das Deutsche
Schienen jetzt war schuld.
Die Weiterfahrt über Aachen war dann teilweise sehr langsam und über so Strecken,
die man nicht erwartet hätte, irgendwie durch die Wallachei.
Dass es dann nochmal Verspätung gab, das war ja vorher angesagt,
alles okay. Okay, allerdings haben wir dann so ein bisschen Bammel bekommen,
wie wir denn dann von Brüssel noch nach Brügge kommen.
So, und da hatte ich mir ein Ticket über so ein.
Trainline.de oder so, so ein Portal geklickt, wo man so internationale Bahntickets kaufen kann.
Und das sah irgendwie vernünftig und günstig aus, aber halt nicht das offizielle, die belgische Bahn.
Und da stand dann drauf, keine Schnellzüge.
Und dann habe ich nochmal auf meine Verbindung von Bahn.de geguckt und also
die Verbindung, die ich rausgesucht hatte, da stand IC Nummer,
was weiß ich, 94 irgendwas. Ach nee, 94, weiß ich nicht.
Irgendeine IC-Verbindung. So, IC in Deutschland ist es Intercity, ist also Schnellzug.
Dann habe ich über Bahn.de, über die Bahn-App nochmal geguckt,
kann ich denn noch eine Verbindung von Brüssel nach Brügge ohne Schnellzug, kann man da ja filtern.
Ja, geht, allerdings mit dreimal, viermal umsteigen in irgendwelchen kleinen Käffern in Belgien.
Und dann habe ich geguckt, wann sind wir denn so ungefähr in Brüssel jetzt,
schon irgendwie um 8 oder so oder weiß nicht, halb 8, 8.
Welchen Zug kriegen wir denn da? Boah, dann waren wir irgendwie so halb 12 nachts
oder so in Brügge mit diesen Nahverkehrszügen,
und dann habe ich mal geguckt, was kostet denn eigentlich auf der belgischen
Bahnseite ein Schnellzugticket von Brüssel nach Brügge mit diesem IC,
stellt sich heraus 20 Euro pro Person.
In der ersten Klasse. Und ich hatte bei trainline.de auch erste Klasse gebucht
und 38 Euro pro Person bezahlt.
Das war komisch. Und dann dachte ich, ja, da habe ich mich wohl von Trainline
über den Tisch ziehen lassen.
Habe ich auch, weil hätte ich mal direkt bei den Belgiern gekauft und 20 Euro bezahlt.
Aber dann dachte ich, ja, wenn das dann aber nicht gilt für Schnellzüge,
dann habe ich halt nochmal irgendwie 40 Euro ausgegeben, 2x20 Euro für Stefan
und mich, dass wir dann mit dem Schnellzug nach Brügge fahren können.
Haben wir auch gemacht, wurden überhaupt nicht kontrolliert.
Das ist aber trotzdem, ohne Ticket fahren ist ja doof.
Und dann waren wir also schon um, weiß nicht, neun oder so in,
nee, es muss ein bisschen früher gewesen sein, es war noch kurz vor Sonnenuntergang,
waren wir in Brügge, haben das Hotelzimmer bezogen.
Wir waren im Hotel Portinari, das ist so an der Westkante der Innenstadt und
nicht so weit vom Bahnhof entfernt, also zu Fuß war das,
Keine Viertelstunde.
Und ja, also sehr praktisch. Nicht das günstigste Hotel.
Ich glaube, vier Sterne oder so. Aber auch nicht das teuerste Hotel.
Und ich fand das total gut. Also es war sehr ordentlich. Wir haben da leider nicht gefrühstückt.
Ich mag ja auch immer gerne mal Hotelfrühstück machen. Aber irgendwie hat das
nicht in unseren Plan gepasst. Wir haben einfach immer auswärts gefrühstückt.
Ich weiß also nicht, wie das Frühstück ist. Und das finde ich immer einen wichtigen Faktor.
Aber das Zimmer war super, nach
hinten raus sehr ruhig haben immer nur den komischen Glockenturm gehört,
und das war okay und dann sind wir noch irgendwo in die Stadt gelatscht an dem
Abend Richtung großer Markt und da dann irgendwo kurz vor dem großen Markt gab es ein kleines Café,
das hieß wie hieß denn das,
äh
Bahn hieß das. Bar apostroph N.
Bahn. Genau. Da gab es lecker Bier und Süßkartoffelfritten.
Und ich bin ja nach Belgien gefahren. Unter anderem um Brücke kennenzulernen.
Aber auch um belgisches Bier zu trinken und belgische Fritten zu essen.
Ich war insgesamt sehr enttäuscht von den belgischen Fritten.
Die Süßkartoffelfritten haben sehr gut geschmeckt, aber waren labberig.
Und alle Fritten in Belgien waren labberig. Ich habe keine Krossen Pommes bekommen
in Belgien. Das fand ich ein bisschen enttäuschend. Naja gut.
Aber das Bier war gut und die Stimmung war nett und wir saßen an der Straße,
und haben was gegessen, sind dann aber auch bald schlafen gegangen.
Genau das war der Tag der Anreise.
Bisschen aufregend mit diesem Bahnverspätungs-Dings und so, aber die Deutsche
Bahn, naja, vielleicht die Baustelle, ich weiß nicht genau, was da mit dem Eurostar los war.
Ich mag übrigens den Eurostar eigentlich ganz gern, aber irgendwie ist der auch
schon ganz schön alt und ranzig. Also die Wagen, da sitze ich schon lieber im
ICE als im Eurostar. So richtig bequem fand ich den Eurostar jetzt nicht mehr.
Und richtiges Restaurant gibt es auch nicht. Es gibt so ein Bistro,
wo man sich irgendwie eine Tüte, Chips und ein kaltes Bier holen kann,
aber da ist das Bordbistro im ICE schon irgendwie ein bisschen geiler.
Naja, funktioniert. Hat alles funktioniert. Wir sind angekommen.
Dann am Mittwoch haben wir uns überlegt, komm, wir nutzen den ersten Tag,
um nichts zu machen. Also Schritte, ja, also rumlatschen schon,
ein bisschen was sehen, ein bisschen was kennenlernen.
Aber wir haben ganz bewusst gesagt, wir machen keinen Museumsbesuch,
wir machen keine Führung durch irgendwas.
Einfach nur bummeln und Sachen sehen und entspannen.
Und genau das haben wir gemacht. Und gefrühstückt haben wir im Café Camille.
Das ist in einer Straße, die heißt Silverpant.
Also Brügge gehört ja zu Flandern.
Ja, also Flamisch spricht man da, Flandern, genau. West-Flandern ist das, glaube ich.
Und in Belgien gibt es ja mehrere offizielle Sprachen und in Brügge ist das
Flamisch und Flamisch ist eigentlich Niederländisch.
Also ein Dialekt, glaube ich, vom Niederländischen.
Vielleicht auch eine eigene Sprache. Ich weiß es nicht, aber es ist sehr ähnlich dem Niederländischen.
Entsprechend ist dort natürlich Französisch eine Sprache wegen Belgien,
aber eben auch Niederländisch wegen Flandern. Und ich weiß jetzt nicht,
wie man Kamiel richtig ausspricht.
K-A-M-I-E-L.
Wahrscheinlich so. Und wie man Silverpant ausspricht, weiß ich erst recht nicht.
Vielleicht auch das ist Silverpant mit Z am Anfang.
Sind wir auch am Abend vorher schon dran vorbeigegangen an diesem Silverpand.
Das sah aber aus wie ein Laden. Das ist ganz interessant. Das ist eine Straße,
die führt so ein bisschen durch eine Häuserzeile durch.
Und dann ist da so ein Innenhof mit lauter Geschäften.
Und ich dachte, Silverpand wäre ein Laden, aber die Straße heißt so.
Und ich glaube, es gibt dann weiter hinten auch noch irgendwie ein Parkhaus, das Silverpand heißt.
Oder das ist halt einfach alles nach dieser Straße irgendwie benannt.
Vielleicht gibt es auch ein Einkaufszentrum. Selberpan, das weiß ich auch nicht so genau.
Zumindest gibt es da das Café Kamil und das kann ich von ganzem Herzen empfehlen.
Kann man frühstücken und Mittagessen und das ist wirklich nett. Also wir saßen draußen.
Gibt auch einen großen Innenbereich, aber es gibt eben große Terrasse.
Wird freundlich bedient. Es gibt guten Kaffee.
Sehr lecker Frühstücksbuffet. so einen Avocado-Toast gegessen und ja, absolut.
Empfehlenswert, kann man machen.
So, und von da aus sind wir dann einfach durch die Stadt getorkelt.
Wir sind in viele Kirchen reingegangen, direkt die erste Kirche,
direkt neben dem Café sozusagen, ist die Kathedrale, St. Salvatore-Kathedrale.
Auch da kann man dann noch irgendwie, haben wir gleich gesehen,
sich ein Ticket kaufen, um noch mehr zu besichtigen, als einfach nur den öffentlichen
Bereich, wo man so reingehen kann.
Das haben wir aber nicht gemacht, weil wir ja nichts besichtigen wollten.
Also in Kirchen reinschauen und einen Eindruck bekommen, immer gern.
Aber jetzt ein Ticket kaufen wollten wir dann nicht. Und ich war trotzdem,
also allein schon von dem kostenlosen Bereich sozusagen von der Kirche,
äußerst beeindruckt. Ich fand das sehr, sehr schön.
Große Fenster, schöne Fenster, Kirchenorgel und tolle Kunstwerke.
Also da sind ganz viele Bilder. und das hat mir sehr gut gefallen.
War ich gleich mal irgendwie erfreut, in Brücke zu sein, einfach nur um diese
Kathedrale zu besichtigen.
Sind wir weitergegangen und ich kann den Weg, den wir genommen haben,
gar nicht mehr so genau sagen.
Wir sind dann irgendwie zur, war ich nicht am Morgen sogar noch joggen?
Genau, ja, nee, am Mittwochmorgen war ich sogar noch joggen und hatte da so
ein bisschen was gesehen.
Unter anderem dann das alte wie heißt das? Ähm,
Ein Hospital, also eine Klinik, also ein Krankenhaus, das St. Jans Hospital.
Da bin ich so irgendwie dran vorbei gejoggt und das war ganz schick.
Und dann wollten wir da halt auch zu Fuß hingehen.
Und das haben wir auch gemacht und da kann man so ein bisschen durch die Gebäude
streifen. Und ja, also letztendlich die ganze Stadt.
Also Brügge ist natürlich groß und es gibt ganz viele ganz normale Wohngebiete.
Haben wir auch einmal dann am Abend reingeguckt, dass wir ein bisschen mal nach
Westen quasi aus diesem Inner Circle rausgegangen sind. Wenn ihr euch die Karte.
Von Brügge anschaut, seht ihr sofort, da ist so ein Kreis.
Da geht so ein Fluss und Kanäle, die machen so einen Kreis um die Innenstadt.
Und alles da drin ist halt einfach alt und ich glaube sogar historisch geschützt
und es darf keine Antenne aufs Dach geschraubt werden, kein Solar angebracht
werden, es sei denn, man sieht es nicht und so und das ist alles sehr geschützt.
Sobald man da rauskommt, ist es natürlich eine ganz normale.
Naja Großstadt jetzt auch nicht, aber ganz normale Wohngebiete gibt es ja eben auch.
Da drin ist aber alles irgendwie nicht normal, da drin ist alles irgendwie alt
und klein und Kopfsteinpflaster und besonders.
Natürlich ist auch dieses alte St. Jans Hospital nicht mehr in Betrieb, sondern ein Museum.
Und die Gebäude sind einfach fantastisch. Das ist einfach wunderschön,
ein alter Backstein mit hübschen Giebeln.
Und es ist einfach sehr, sehr schön.
Ich erzähle übrigens die ganze Zeit hier ohne Fotos. Hat einen Grund,
denn ich habe ja meine Analogkamera mitgehabt und sehr viele analoge Bilder gemacht.
Und der erste Film, der ist noch nicht entwickelt. Und der zweite Film,
den habe ich anscheinend falsch eingelegt und nicht weit genug eingespannt.
Und dann habe ich den halt nicht richtig transportiert. Das heißt, ich habe irgendwie.
Ja, 36 Mal das gleiche Bild belichtet. Das ist dann also weiß wahrscheinlich.
Und die anderen 35 Bilder auf dem Film habe ich einfach gar nicht belichtet.
Das heißt, ich kann den Film einfach nochmal belichten.
Das habe ich noch nicht. Und ich hatte noch einen dritten Film eingelichtet,
ein paar Bilder gemacht.
Den musste ich jetzt erst noch voll fotografieren, bevor ich jetzt die Bilder zum Labor bringe.
Und ja, die sind halt noch nicht entwickelt. Weil ich so viel analog fotografiert
habe, habe ich sehr wenig digital fotografiert und deswegen habe ich ganz wenig Bilder.
Das heißt, bevor ich jetzt ein Album zusammenstelle zu diesem Urlaub,
warte ich noch auf die Analogbilder, die sind noch nicht entwickelt.
Vielleicht gibt es zum Erscheinungsdatum dieser Episode dann die Bilder,
wenn sie denn dann entwickelt sind weiß ich noch nicht und.
Ja bis dahin habe ich halt einfach keine also die Analogbilder habe ich,
aber das sind einfach auch so wenige dass sich das eigentlich gar nicht lohnt,
die jetzt schon irgendwie zu veröffentlichen und zu erklären,
genau und deswegen also meistens wenn ich so Urlaubsberichte mache,
dann hangele ich mich auch ein bisschen an den Bildern entlang,
um zu erklären, wo ich denn überall war.
Und das kann ich jetzt gar nicht. Beim Joggen habe ich so ein bisschen Bilder
gemacht während des Joggens.
Aber ja, die weiß ich nicht.
Das habe ich auf Strava zu dem Lauf veröffentlicht, aber ansonsten muss ich
das ja auch nicht unbedingt machen.
Die Großformatkamera hatte ich dann übrigens auch nicht mitgenommen.
Hatte ich noch überlegt.
So Architekturfotografie in Brügge mit Großformat wäre natürlich lustig gewesen.
Habe ich dann aber mir geknickt, weil das wäre dann doch zu viel Geschleppe
gewesen. Ich wusste ja noch gar nicht, ob sie richtig funktioniert und so.
Jetzt weiß ich, dass sie richtig funktioniert. Nach Spanien nehme ich sie trotzdem nicht mit.
Obwohl es sehr cool wäre in Barcelona
die Sagrada Familia im Großformat zu fotografieren. Ne, mach ich nicht.
Genau, ich sehe hier gerade, also ein paar Bilder habe ich ja.
Was ich ganz lustig fand ist, wir sind so durch die Straßen hin und her,
kreuz und quer, ohne richtig Plan und auf einmal sehen wir ein großes Wandgemälde,
so eine Art Graffiti, aber eigentlich eher ein Kunstwerk,
mit so vier merkwürdigen Aliens, die so ganz, ganz lange Beine haben.
Also sehr männlich anmutende Körper, muskulös breites Kreuz,
ganz komischer Kopf mit so Sachen zu den Seiten, so Antennen in verschiedenen
Farben, vier solche Dinge.
Und die haben halt sehr, sehr lange Beine, also so zehn Meter lange Beine,
na fünf vielleicht, und sind an so einer Häuserwand dran gesprüht.
Da habe ich dann später herausgefunden, der Ort, wo wir da waren.
Ich hatte mir gar nicht aufgeschrieben, wo das war. war quasi direkt bei unserem Hotel.
Falls ihr euch das angucken wollt, das ist, das Gebäude ist direkt beim Hotel
Putje beziehungsweise Maro.
Zand heißt die Straße, also T-Zand. Und wenn man da die Straße hoch geht,
kommt man halt zu unserem Hotel.
Wir sind also dann sehr häufig an diesem Gemälde vorbeigekommen.
Wir haben das nur auf dem Weg zum Hotel gar nicht gesehen, weil man da quasi
von der Rückseite her ranläuft. Ich fand es ganz cool.
Ich dachte so, oh, schnell fotografieren, bevor wir hier nicht wieder hinkommen
und dann waren wir die ganze Zeit da.
Ich hatte wirklich die Orientierung verloren bei diesem ersten Spaziergang und,
naja, das war ganz witzig.
So, dann sind wir noch zum Beginenhof.
Der ist auch da, gleich um die Ecke, also direkt hinterm Hospital sozusagen ist der Beginenhof.
Virginen ist so ähnlich wie Nonnen, allerdings kein wirklicher Orden, sondern eher so...
Also, die verschwören sich da nicht ein und müssen dann für mal Nonnen bleiben,
sondern es ist eine Frauengemeinschaft, eine religiöse, eine christliche,
die aber halt, wie gesagt, nicht ganz so streng ist wie Nonnen.
Es sieht alles ein bisschen ähnlich aus, aber ja, und das ist eine relativ alte
Angelegenheit, die hatten irgendein.
Jubiläum gerade und weiß ich gar nicht, also viele hundert Jahre gibt es da
diesen Beginnenhof, wo Frauen geschützt irgendwie leben konnten,
mit einer eigenen kleinen Kirche, einem Hofpark, wo hübsche Bäume drin stehen.
Das gibt auch, also es ist quasi ein Landmark ein Wahrzeichen dieser Beginnenhof
für Brücke, neben so ein paar anderen Sachen.
Und da fotografiert man dann immer so weiße, hübsche Giebelhäuser vor so einem großen Park mit,
sind das eigentlich für Bäume weiß ich gar nicht, was das für Bäume sind ich
glaube es sind Puchen oder so vielleicht sind es Puchen ne, es sind Eichen Von
der Rinde her sind es eher Eichen,
die dann da so stehen und im Frühling wachsen dazwischen lauter Narzissen.
Es ist sehr malerisch, sehr hübsch.
Wir sind natürlich nicht im Frühling da gewesen, sondern im Sommer,
das heißt dabei war nur eine Wiese zwischen den Bäumen.
Ja, und hinter dem Beginenhof ist dann Mindewater, Mindewater,
so ein See oder Teich mit einem sehr hübschen Kastil, was jetzt mittlerweile
ein Restaurant oder ein vielleicht auch ein Hotel ist, weiß ich gar nicht.
Und da ist auch ein Park, der Minderwaterpark da haben wir da einfach ein bisschen
abgehangen also einfach dann da im Park waren hübsche Bäume mit Bänken drunter,
in ganz Brügge stehen Stühle, das ist ganz lustig also da stehen überall so Stühle,
also Metallstühle die dann nicht irgendwem gehören, sondern die haben eine Nummer
drauf und da steht irgendwie Brügge drauf und die sind einfach öffentlich und
stehen da rum. Die sind auch nicht festgekettet oder so. Davon haben sie einfach sehr, sehr viele.
Das ist nämlich ganz lustig. Finde ich ganz gut.
Genau, da kann man über diesen See gucken. Von der anderen Seite kann man über
den See auf dieses Kastel gucken, Minderwater Kastel.
Sehr hübsch. So, und dann habe ich da irgendwie ein bisschen fotografiert,
Stefan ein bisschen gelesen.
Auf der anderen Seite ist gerade eine Fotoausstellung eben zu diesem Jubiläum von dem Beginnenhof.
Da ist so ein breiter Fußweg sozusagen an dem See vorbei und total tolle Fotos,
unter anderem Großformatfotografie, also das sind halt wirklich alte Fotografien,
wo dann irgendein Prinz da zu Besuch war und so und man sieht schon anhand der
Bilder und anhand des altes der Bilder dass die mit Großformatkameras gemacht
worden sind und auf dem einen Foto ist sogar ein anderer Großformatfotograf
mit drauf das ist lustig,
dass man sich das angucken kann Ich glaube, die hatten aber 8x10 Kameras.
Ich habe ja nur eine 4x5 Kamera. Nur.
Genau. Und dann sind wir nochmal Richtung Norden gestiefelt in der Stadt,
sind im Osten an so einer Drehbrücke vorbeigekommen. Ganz lustig.
Also da ist eine Brücke über den Kanal,
die man so drehen kann, damit die Schiffe dran vorbeifahren können. und sind.
Zur Magdalenenkirche gekommen. Das ist auch wieder ein Park,
Königin Astrid Park, den wir eigentlich angucken wollten. Am Anfang von diesem
Park war dann die Magdalenenkirche.
Die war toll.
Auf Französisch heißt sie Madeleine Kirk. Oder auf Holländisch.
Was weiß ich. Nee, auf Holländisch Magdalenerkirk, glaube ich.
Auf Französisch ist Madeleine. Naja, also da ist kein Kirchenbetrieb mehr,
sondern die ganze Kirche ist ähm,
umgebaut in einen Ausstellungsort und die aktuelle Ausstellung dort heißt To
Be and Not To Be. That is the answer.
Es geht also um Vergänglichkeit, um Geburt, um Tod, um Erschaffen und Zerstören,
und das ist quasi das Thema dieser Kirche, dieser Ausstellung.
Und mitten in der Kirche, also ein schönes, hohes Kirchenschiff mit,
so einer blauen Decke und hohen Säulen und alles ist hübsch und in der Mitte
ist so ein Holz Bereich, also da ist dann unten auf den Fliesenboden,
da wo normalerweise die Kirchenbänke stehen würden,
war dann so eine Holzkonstruktion, also nur so ein Eintritt hoch und dann bis
ganz oben zur Decke Seile gespannt mit einer Schaukel, da war ein großer Baum.
Scheibe, so eine Stammscheibe als Schaukel eingerichtet.
Und dann konnte man in dieser Kirche, konnte man schaukeln. Natürlich immer
nur eine Person, aber es war gar nicht so viel Betrieb, dass man da nicht dran
gekommen wäre. Also habe ich mich da hingesetzt und gewartet,
bis dann alle, die vor mir dran waren, irgendwie geschaukelt haben.
Interessanterweise im Wesentlichen Erwachsene, das waren zwar auch Kinder,
die das auch ganz geil finden.
Aber einige Kinder haben sich auch gar nicht getraut, irgendwie da zu schaukeln,
aber ich natürlich. Ich wollte dann da schaukeln und dann schaukelt man auf
so einen Text zu und kann den dann lesen, wenn man möchte.
Wo es um Vergänglichkeit ging, kann man auch lassen, einfach dieses Schaukeln.
Ich finde ja, Schaukeln mit so besonders langen Seilen, finde ich immer toll.
Und das aber in dieser Kirche zu machen, wo dann irgendwie ringsherum noch bunte
Kirchenfenster waren und so Ausstellungssachen und so.
Der Phönix, der aus der Asche geboren wird, war da irgendwie noch ein Thema.
Also durchaus mythologisch auch, dafür, dass es eine katholische Kirche ist, ganz cool. Ja, und,
Hat uns sehr, sehr gut gefallen. Und wenn man dann weiter durch diesen König
Astrid Park geht, dann kommt da
noch irgendwie ein kleiner Teich mit einem bisschen Springbrunnen und so.
Und dann kommt die Villa Bota. Das hatte ich auch überhaupt nicht gerechnet.
Das ist ein Radiosender. Aber anscheinend so ein Community-Radiosender.
Also wir sind da hingekommen und dachten, okay, hier kann man vielleicht mal
kurz ein Happenessen und was trinken. Da waren halt so Tische mit irgendwie Cola-Schirmen.
Ja, wir haben da auch eine Cola bekommen. Aber das ist ein Radiosender und ein
Veranstaltungsort, wo auch Konzerte stattfinden.
Die Bar hatte geöffnet, wir konnten also, hätten eine Tüte Chips kaufen können,
aber wir wollten dann doch lieber etwas anderes essen später.
Und ja, es ist so ein bisschen so Community, ein bisschen Punk,
ein bisschen, ja, weiß ich nicht.
Und eben halt ein Radiosender. Und das hat mir sehr gut gefallen.
So ein bisschen Schanze oder so. Und das halt mitten in so einem super touristischen,
altertümlichen Touri-Hochburg-Stadt war dann auf einmal so ein Ort für Punks,
für Jugend, für, weiß nicht, da
saßen dann Leute und haben irgendwie Brettspiele gespielt im Park und so.
Aber es war so eine Art Jugendtreff.
Sehr angenehm. Bisschen alternativ, bisschen wild.
Habe ich mich total wohl gefühlt. Sehr cool.
Genau, Villa Bota kann ich empfehlen und einer der schöneren Orte,
die wir da entdeckt haben.
Genau, und dann auf dem Rückweg sind wir dann nochmal wieder auf den großen
Markt. Also der große Markt heißt so, weil es ein großer Marktplatz ist.
Da ist auch ein Rathaus und so, das aber glaube ich relativ neu gebaut worden
ist, in einem alten gotischen Stil.
Aber vor allem ist da die Tuchhalle.
Und das ist ein Gebäude, wo halt unten ein Tuch gehandelt worden ist.
Also Lüneburg ist ja reich geworden durch Salz, Brügge ist reich geworden durch
Tuch, natürlich auch durch andere Sachen, durch Gewürz und so,
die haben international gehandelt.
Aber Tuch war wohl irgendwie ganz wichtig. Es gibt ja auch die Brügger Spitze,
da wurde also viel Spitze geklöppelt und das sieht man auch noch ganz viel.
Sowieso, also touristisch ist Brügge halt im Wesentlichen belgische Pralinen,
also Schokolade kann man ganz viel kaufen, belgisches Bier und belgische Fritten.
So, das sind die Turi-Abzock-Dinger, die man da so machen kann.
Und eben auch Spitze, aber davon nicht ganz so viel, aber auch ordentlich.
Und auf diesem großen Markt gibt es dann, als wir angekommen sind an dem Dienstabend,
war da, stimmt, war da noch irgendwie ein großes Stadtfest aufgebaut.
Da wurde gerade irgendwas auf irgendeiner Bühne aufgeführt mit einem Chor.
Das war also so, aber so Background-Pop-Musik wurde in der Chor zugesungen.
Und man hat den Chor überhaupt nicht gehört.
War jetzt nicht so der Knaller. Am nächsten Tag war dann zum Glück das alles wieder abgebaut.
Aber dadurch ist es nicht viel weniger touristisch geworden.
Da gibt es dann diese Pferdekutschen, die anscheinend durch jede Stadt mittlerweile fahren müssen.
Damit da Touristen durchkutschiert werden können. Und den Belfried oder Belfort.
Ich glaube, der deutsche Begriff ist Belfried, aber ich sage mal,
Belfort ist so das Üblichere, was man so sagt. Das ist ein Turm.
Der sieht aus wie ein Kirchturm, hat oben eine große Uhr dran und ein sehr penetrantes,
sage ich mal, Glockenspiel.
Alle Viertelstunde wird da halt eine Melodie gespielt.
Und die ist wirklich in der gesamten Innenstadt zu hören. Die Innenstadt ist
ja auch nicht besonders groß.
Aber dadurch, dass der Turm so hoch ist, hört man das einfach überall.
Also bei unserem Hotelzimmer hat man es sehr laut gehört.
Nachts ist dann irgendwann mal Feierabend. Aber den Tag über,
alle Viertelstunde, wird was gespielt. Vier verschiedene Melodien.
Irgendwann weiß man, okay, wenn das Lied kommt, dann ist es jetzt Viertel vor.
Das hier klingt so ein bisschen wie, morgen kommt der Weihnachtsmann,
jetzt ist es irgendwie volle Stunde oder was. Und das war irgendwie.
Ja, erst irgendwie amüsant, dann auch irgendwann nervig und dann ist es irgendwie
so in den Hintergrund gerückt.
Und das ist halt kein Kirchturm, sondern das ist ein Turm oben auf dem Tuchhaus,
also ein Wirtschaftsgebäude.
Und der Turm mit diesem Glockenspiel, also da war früher, als sie den gebaut
haben, nur eine Glocke drin, die war im Wesentlichen, um die Arbeiter zur Arbeit zu rufen.
Als noch nicht jeder eine Armbanduhr hatte, also als es Armbanduhr noch nicht
gab und als Zeit sowieso noch schwierig zu messen war, hat es halt damit angefangen.
Und dann wurden nach und nach mehr Glocken eingebaut und dann eben auch so ein
Glockenspiel. Mittlerweile ist das eine richtige Spieluhr.
Also ihr kennt ja diese Spieluhren, wo man an der Seite so eine Kurbel hat zum Drehen.
Und dann ist da eine Walze mit ein paar Pins und die klimpern dann an so Lamellen eine Melodie,
Genauso funktioniert der Belfried oder der Belfort das Glockenspiel da drin.
Nur halt mit echten Glocken und nicht mit Lamellen, die dann einfach klingen,
sondern sind halt eine riesige Trommel,
über einen Meter Durchmesser auf jeden Fall und ganz breit mit eben diesen Pins
für wann soll welche Glocke gespielt werden.
Ich glaube 47 Glocken oder so und dann kann man da halt irgendwie Songs komponieren
durch irgendwie Setzen von Pins auf dieser Trommel und die werden dann alle
Viertelstunde automatisch abgespielt.
Alles voll mechanisch und die Pins ziehen dann eben an Seilen,
die dann in diesen Glocken kurz irgendwie schlagen. Ziemlich coole Technik.
Haben wir am Samstag noch besichtigt, deswegen kann ich das jetzt so ausführlich
schon erzählen. Eigentlich hatte ich gar keinen Bock da hoch.
Turi Gedöns. Wir wussten auch gar nicht, ob man auf den Turm hochkommt.
Das konnte man irgendwie nicht so richtig erkennen.
Aber ja, kann man, und da kann man ein bisschen was drüber lernen.
Und dieser Turm ist schon sehr prägnant. Ist auch absolute Sehenswürdigkeit natürlich.
Der ist interessanterweise sechskantig. Also der Grundriss des Turms ist unten,
normal quadratisch, würde ich sagen. Also viereckig.
Und dann oben so sechseckig.
Das sieht ein bisschen besonders aus und irgendwie ganz geil hat mir schon gut
gefallen rein optisch das Gebimmel alle halbe Stunde reicht auch, oder?
Alle vierte Stunde fand ich echt ein bisschen viel genau,
drumherum ganz viele Restaurants auf diesem Markt und so ein bisschen Touri,
Touri Hochgegend so, touristisch stand ja neben dem Reiseführer nicht im Sommer, sonst ist es zu voll.
Und das stimmt, es war sehr voll. Es gibt vor allem sehr viele Reisegruppen,
die mit Bussen dahin gekarrt werden, also die so eine Bustour machen,
was weiß ich, Amsterdam, Brügge, Brüssel, Paris an nur drei Tagen.
Und dann hat man da halt irgendwie ein paar Stunden Zeit, sich durch Brügge führen zu lassen.
Da gibt es dann die Reisegruppen, die mit irgendwie 20, 30 Leuten und einer,
Reiseführungskraft mit einem Regenschirm, der man folgen muss und Audio-Guide,
die Reisegruppe trottelt hinterher mit Kopfhörern und Empfängern.
Das gibt es schon sehr viel. Also das ist wirklich, das war sehr voll.
Und wenn man in so eine Reisegruppe reingerät, ist das auch kurz unangenehm.
Also 30 Leute klingt das nicht schlimm, aber wenn man zehn solche Reisegruppen
gleichzeitig an dem Markt hat, dann ist da halt echt was los.
Und da muss man halt überlegen, muss ich denn jetzt gerade hier an diesem Platz
sein? Muss ich unbedingt auf dem großen Markt sein? Muss ich mir diesen Belfried angucken?
Oder hier sage ich doch immer Belfried, eigentlich wollte ich Belfort sagen,
aber irgendwie ist Belfried doch das lustigere Wort. Ich sage Belfried.
Auch wenn hier auf Google Maps Belfort steht.
Und ja, dann geht man halt einfach ein Stückchen weiter.
Dann gibt es dann noch den Rosenhütkai, wo auch irgendwie alles voller Touristen ist, weil das,
so ein bisschen Amsterdam oder Venedig oder so, oder beides,
wo dann irgendwie ein schöner Blick auf die Basilika ist.
Da gibt es irgendwie so ein Blut von Jesus Christus, Sakrament,
Sakrileg. wie heißt das? Ist ja auch egal.
Aufbewahrungsort einer Ampulle, die ein Tuch mit dem Blut von Christi enthalten soll.
Weiß ich gar nicht, wie viele solche Tücher es gibt. Ob das jetzt echt ist oder
nicht, ist immer so ein bisschen fragwürdig. Aber es ist ein heiliger Ort für,
katholische Menschen und das ist dann ja auch okay.
So, und da guckt man halt so durch so Kanäle dahin und also kleinen Kran und
gibt irgendwie, weiß nicht.
Das ist schon ein schöner Blick. So, und da ist natürlich irgendwie rappelvoll. Also da ist wirklich.
Wirklich was los mit so Viewpoints und da wird dann einfach fotografiert,
safies gemacht, hast du nicht gesehen ohne Ende.
Muss man sich nicht aufhalten, kann man, aber ist dann halt auch voll. Ja.
Genau. Dann habe ich endlich meine Fritten bekommen, also die original belgischen Fritten.
Allerdings dann eben genau dort, also in diesem Touri-Hotspot,
irgendwo da in der Wollestrad, glaube ich, gab es dann Fritten.
Und die waren erstaunlich schlecht. Also es war wirklich labberig und nicht
befriedigend. Also es hat geschmeckt. Der Geschmack war schon okay.
Aber ich frage mich, gibt es denn in Belgien keine knusprigen Pommes?
Ich hatte zwar in dem Reiseführer noch gelesen, dass sie nicht mehr so dunkel
werden dürfen wegen Acrylamide. Da gibt es irgendwie neue Bestimmungen.
Ist ja auch okay. Aber trotzdem kann man ja Pommes knusprig kriegen.
Weiß ich nicht. Vielleicht hätte ich zu McDonalds gehen sollen. Aber habe ich nicht.
Und das war dann irgendwie auch okay.
Okay, jetzt merke ich gerade, die Zeit schreitet viel zu schnell vor,
aber ich erzähle ja auch hier echt.
Irgendwie von links nach rechts und hast du nicht gesehen.
Ich mache mal den Donnerstag ein bisschen kürzer, damit ich das wenigstens in
zwei Episoden reinkriege, diese Brückereise.
Das war der Mittwoch, am Donnerstag hatten wir dann vor, das Dali-Museum zu
besichtigen, es gibt zwei und in dem St.
Jans Hospital gibt es so eine 3D-Experience, wo man so eine Virtual Reality-Brille
aufsetzen muss, das mag ich ehrlich gesagt nicht so gern,
nicht weil ich 3D nicht mag oder weil da irgendwie KI-Kunst ist,
sondern weil diese Brillen nicht über meine Brille rüberpassen und dann kann
ich das nicht richtig sehen was da irgendwie passiert und das ist unbequem.
Ich mag schon 3D-Kino nicht und diese Virtual Reality-Brillen.
Ich wollte immer mal so eine Apple Vision mit meiner Sehstärke ausprobieren, wie geil das denn so ist.
Aber Apple Vision war ja auch ein ganz schöner Rohrkrepierer.
Schade eigentlich. Ich hatte mal eine auf, aber halt eben ohne meine Sehstärke
und eigentlich war das ganz cool, so die Experience.
Ne, also VR-Museen brauche ich nicht. Wir sind dann an dem Groten Markt, also tatsächlich in dem,
Tuchhaus ist unten drin eine Dali-Ausstellung, die wir uns dann angeguckt haben, die richtig gut war.
Also erst haben wir gefrühstückt in einem anderen Frühstückslokal, Le Pain Quotidien,
französisch ausgesprochen, keine Ahnung, das täglich Brot, habe ich es mir übersetzt,
so grob, ja, und da war ich kurz aufgeregt, denn da stand irgendwie, wer hier Mitglied im.
Die hatten so ein Bonusprogramm, wo man Punkte sammeln kann,
offenbar eine Kette, und dieser Bonus-Club heißt Tartin,
Und Tartin ist nun die beste Bäckerei der Welt in San Francisco,
meiner Ansicht nach. Habe ich auch schon mehrfach von berichtet.
Wenn man in San Francisco ist, sollte man, wenn man dem Brot nicht komplett
abgeneigt ist, zu Tartin.
Das ist eine Bäckerei, in die Bäckerei selber habe ich nie geguckt,
aber es gibt ein Hauptgeschäft, wo man dann irgendwie dieses Brot kaufen kann
und sich auch eine Stulle und so andere Gebäckteilchen holen kann.
Mit einer ewig langen Schlange draußen vor. Zurecht, weil es einfach das beste
Brot von der ganzen Welt ist. Ich habe noch nie besseres Brot gegessen als bei
Tartin in San Francisco.
Und dann war ich kurz aufgeregt, oh, gibt es ja Tartin-mäßiges Brot,
das ist ja toll. Und habe dann aber festgestellt, erstens das Brot war so mittel,
das war nicht schlecht, aber es war auch nicht besonders gut.
Und habe dann nachgeguckt, was Tartin eigentlich heißt. Das ist ein französisches
Wort und es heißt nichts anderes als Stulle.
Und also belegtes Brot.
Und das ist der Kontrast zu Sandwich Sandwich ist halt ein belegtes Brot,
wo noch eine Brotscheibe oben drauf gelegt wird, das haben sie in England erfunden,
das ist irgendwie bahnbrechend dass man auf eine Stunde noch eine Scheibe Brot
drauf legt, also ich weiß nicht,
für mich ist eine Scheibe Brot mit ein bisschen Belag halt das normale belegte
Brot, damit bin ich aufgewachsen Das gab es bei uns abends, zum Abendbrot gab es das halt immer.
Sandwich, dass man sich eine Klappstulle macht. Ja, zur Schule hat man eine
Klappstulle mitgenommen. Da hat man das belegte Brot in der Mitte durchgeschnitten
und zusammengeklappt. Da hatte man eine Klappstulle. Da habe ich dann später
immer gelernt, dass Sandwich nichts anderes ist als Klappstulle.
Beziehungsweise man kann natürlich auch zwei Brote übereinander legen.
Aber ja, so und Tartin, dass das jetzt der französische Begriff ist für ein
einseitig belegtes Brot.
Total lustig, für mich war Tartin einfach immer nur diese Bäckerei in San Francisco,
ich habe mich immer gewundert, warum die einen französischen Namen hat,
aber das weiß ich nicht jetzt weiß ich es, Tartin ist ein französischer Begriff für Stulle,
fand ich sehr gut aber ja, gut, das Brot war okay lecker Kaffee,
alles gut da kann man auch mittags hingehen und sehr sehr gut genau, dann waren wir bei Dalí.
Sehr coole Ausstellung. Wie gesagt, die am Grotenmarkt, nicht die VR-Ausstellung,
sondern die mit den Bildern.
Hat mir sehr gut gefallen. Mit Audio-Guide sind wir durchgegangen.
Kosten 10er oder so. Also der Eintritt, nicht der Audio-Guide.
Mit Audio-Guide kosten 10er, ohne 8 oder so. Keine Ahnung. Sehr günstig.
Sehr tolle Ausstellung.
Nicht besonders groß, aber man kann da schon eine Stunde durchschlendern und
sich alles mögliche angucken. Dali hat ja auch ordentlich einen an der Klatsche
gehabt. Und das mag ich ja.
Total cool sehr wirres Zeug,
ein bisschen mehr über Dali gelernt als ich lernen wollte, scheint auch ein
sehr unangenehmer Zeitgenosse gewesen zu sein also super überheblich habe ich ihn
irgendwie kennengelernt also mehr von sich selbst überzeugt als man das gesünderweise
sein soll aber naja, er hat da ein bisschen eine Marmel,
und das kann man sich als Künstler wahrscheinlich,
erlauben also wirklich toll und,
da kann man dann original Dali Drucke bekommen.
Also man bekommt während der Ausstellung auch erklärt, was ein Originaldruck ist.
Da gibt es dann irgendwelche Regeln, was noch als Original anerkannt wird und was nicht.
Und ja, da kann man dann am Ende nicht, also da gibt es natürlich einen Shop,
wo man irgendwie Bleistifte mit DALI-Schriftzug und sowas kaufen kann,
aber eben auch Original-DALI-Drucke.
Das ist ein bisschen teurer, als wenn man einfach ein Poster kauft,
wo man kein Echtheitszertifikat dazu bekommt. Also von 300 bis 3000 Euro kann
man dann dann lassen für so einen Druck.
Allerdings gab es dann Seiten von Alice in Wonderland Illustrationen.
Die sahen schon ziemlich toll aus.
Wo dann auf der einen Seite steht der Text und auf der anderen Seite dann ein
Originaldruck. Ziemlich groß.
Das kostete dann aber 3000 Euro, haben wir Abstand von genommen.
Genau, und ansonsten haben wir an dem Tag noch eine Hörerempfehlung befolgt.
Ich hatte auf Mastodon gefragt, was gibt es denn da für Tipps?
Und also welches Bier sollte ich nicht verpassen? Und es gibt eine Brauerei,
eine alte Brauerei in Brügge, die noch aktiv ist. Es gibt, glaube ich,
mehrere, aber in der Innenstadt gibt es halt halbe Mahn, der halbe Mahn.
Und die brauen.
Zwei, also die Biere haben noch zwei Markennamen sozusagen, Strafe Hendrik,
das sieht man überall an den Restaurants und so, die haben dann Strafe Hendrik,
Regenschirme und sowas, so Sandenschirme,
meine ich natürlich und dieser komische Clown, wie heißt der noch?
Buchses Zot.
Ein sehr zotiges Bier, also ein Clown als Symbol.
Und von jedem dieser, also Buchses Zot und Strafe Hendrik gibt es dann verschiedene Ausführungen.
Blond, Dubbel, Bock.
Oh, den Bock habe ich gar nicht getrunken, fällt mir da mal gerade ein.
So, und Strafe Hendrik gibt es Triple, Quadruple und Heritage Fass ausgebaut
und hast du nicht gesehen.
Zot gibt es auch als Sport. Zot dann in Alkoholfrei.
Ja, und war dann irgendwie die Empfehlung, sich das anzugucken.
Unter anderem, weil man, wenn man eine Führung macht in der Brauerei,
auch auf das Dach der Brauerei kommt, um einen schönen Blick über die Stadt
zu haben. So, und dann dachte ich, das machen wir.
Haben wir dann auch gleich an dem Donnerstag gemacht.
Die Brauerei-Besichtigung ist okay. Kann man machen.
Wenn man noch nie eine Brauerei gesehen hat, lernt man da auch so ein bisschen,
wie Bier gebraut wird. Wie das so geht.
Mit Maische und Gärtanks. Und hast du nicht gesehen?
Ich wusste das jetzt alles schon. Ich habe nicht viel über die Technik des Bierbrauens gelernt.
Was aber interessant ist, ist, dass die eine Bier-Pipeline haben.
Und zwar in die Abfüllanlage. Also der Platz dort am Stammhaus ist begrenzt.
Haben auch ein großes Restaurant, was sehr gut läuft, halt als Ausschank dann
auch. Ich glaube, für den Tourismus ist das ganz gut, da lieber ein großes Restaurant
zu haben, als eine Abfüllanlage, um das Bier auf Flaschen zu ziehen.
Und stattdessen haben sie eine Abfüllanlage jetzt außerhalb der Innenstadt, hinterm Krankenhaus.
Und um das Bier dorthin zu transportieren, haben sie dann eine Pipeline gebaut.
Also anstatt dann in einen Tankwagen oder so das Bier dorthin zu bringen,
um es dann abfüllen zu lassen, haben sie eine über drei Kilometer lange Pipeline
gebaut, auch als Community Funded Edition.
Wenn man da irgendwie eine bestimmte Menge an Geld investiert hat,
dann gehört einem ein Teil dieser Pipeline und ausgezahlt wird man natürlich in Bier.
Das fand ich schon ganz beeindruckend. Und ganz lustig, halbe Mahn dachte ich
übrigens, der halbe Mahn heißt der halbe Mann, M-A-A-N,
aber wenn man sich dann das Logo anguckt an dem Laden, da ist ein Mond drauf,
eine Mondsichel, halbe Mahn heißt halber Mond oder halb Mond drauf.
Der astronomisch bewanderte Mensch erkennt natürlich gleich,
dass das Symbol dieser Brauerei eher ein Sichel ist, also ein Viertelmond und
kein Halbmond, aber es heißt darum.
Es geht schon Richtung Halbmond, also das kann man wahrscheinlich durchgehen lassen.
Ein sehr deutliches Gesicht drin zu erkennen und vielleicht ist einfach nur
ich weiß, ich will mich darüber nicht aufregen mir ist es nur aufgefallen dass ich zuerst diesen,
diese Mondsichel und halbe Mann und nicht zu halb Mond übersetzt als der halbe
Mann vielleicht auch weil ein sehr deutliches Gesicht in den Mond reingemalt ist ja,
zur Brauereiführung gehört dann ein Gutschein dazu, dass man sich ein Bier holen
kann in der Verkostung und,
Und das haben wir natürlich auch am Abend dann gemacht, also die Besichtigung
haben wir am Nachmittag gemacht und sind am Abend wieder hemmen,
um dort dann auch zu essen.
Und ja, da habe ich mich dann nicht an das eine gehalten, sondern irgendwie,
ein paar mehr Biere probiert.
Alles, was sie da vom Fass hatten. Also es gibt in der Brauerei dann das Bier,
das eben nicht durch die Pipeline zur Abfüllanlage befördert worden ist, sondern direkt dort,
auf die Fässer gezogen wird, um das dann dort auszuschenken, in unfiltriert.
Das gibt es nur dort und das habe ich da natürlich auch alles probiert mit Triple
und Double und weiß ich nicht, was alles ähm.
Habe Muscheln gegessen. Anscheinend ist Flandern auch berühmt für kulinarisch Muscheln essen.
Ich war als Kind mit meinen Eltern mal auf Mallorca und da haben wir Muscheln
gegessen bei Pedro in Can Picafort.
Und das habe ich geliebt. Da kamen die Muscheln in so einer sehr knoblauchscharfen Tomatensauce.
Und das habe ich sehr, sehr lange nicht gegessen. Und dann dachte ich,
na gut, esse ich halt mal Muscheln.
Und bei der Knoblauchsoße konnte sie mir nicht sagen, bei der Tomatensauce,
ob da Knoblauch drin ist. Also habe ich einfach gesagt, ja, dann bringen wir hier mit Knoblauch.
Und war auch lecker, war sehr, sehr viel.
Allerdings ging es mir die Nacht über nicht gut. Ich weiß nicht,
ob das an zu vielen Bier lag oder an den Muscheln oder an dem Knoblauch.
Zumindest hatte ich ordentlich Magen.
Also mein Bauch hat ordentlich Rohmord die Nacht. Nicht so gut geschlafen.
Also, ja, Einschlafen, Podcast, Schlaftipps, nicht so viel Alkohol trinken und
vielleicht keine Riesenportionen Muscheln am Abend mit ganz viel Bier. Das ist kein guter Tipp.
Aber Spaß gemacht hat es, lecker war es und das Bier grandios, also wirklich toll.
Es gab zwei Biere, die mich sehr begeistert haben dort in Brüssel.
Einmal war das das Strafe Hendrik Trippel.
Ganz grandioses Bier und Trippel Karmelit.
Ich weiß nicht, wo das gebraut wird. Auch in Flandern, glaube ich.
Könnte ich eigentlich mal suchen.
Triple Karmelit Bier. Wo wird
denn das eigentlich gebraut? Kann man kaufen bei Bierlinie, Belgo Shop.
Ich will eigentlich wissen, wo das gebraut wird. TripleKarmelit.com Vielleicht finde ich es daraus.
Jetzt muss ich sagen, wann ich geboren bin. Ach komm, dann ist es mir auch egal.
Gehört zu Anhäuser Busch. Straffer Henrik ist unabhängig.
Trinke ich lieber auf Straffer Henrik. Aber Triple Carmelid kann man auf jeden
Fall sehr, sehr gut trinken.
Vor allem natürlich vom Fass in Brüssel. In Brügge, in Belgien.
Genau. Das war ein schöner Tag. Sehr strukturiert mit Vormittags Dalí,
nachmittags Bier, abends noch mehr Bier und ansonsten nicht so viel,
einfach ein bisschen rumhängen, Stadt genießen.
Und das hat mir sehr gut gefallen. Das war,
ein guter zweiter Tag in Brügge und na gut, die Nacht war dann halt nicht so toll, aber sei es drum.
Ich habe ja überlebt. Alles nicht so schlimm.
Komme ich doch jetzt mal zum Vorlesen, oder? wir sind bei.
Wie heißt er? Rainer Maria Rilke. Sämtliche Gedichte in einem Band bei Position 2433 von 6883.
35 Prozent.
Die Zaren. Ein Gedichtkreis 1899 und 1906 hat es geschrieben. Römisch 1.
Das waren Tagen, da die Berge kamen. Die Bäume bäumten sich,
die noch nicht zahmen und rauschend in die Rüstung stieg.
Der Strom, Entschuldigung, habe ich jetzt Schluckauf, weil ich von Bier erzählt habe? Nein.
Zwei fremde Pilger riefen einen Namen und aufgewacht aus seinem langen Lahmen
war Ilja, der Riese von Murom.
Die alten Eltern brachen in den Äckern an Steinen ab und an dem wilden Wuchs,
da kam der Sohn ganz groß von seinen Weckern und zwang die Furchen in die Furcht des Pflugs.
Und er hob die Stämme, die wie Streiter standen, und lachte ihres wankenden Gewichts.
Und aufgestört wie schwarze Schlangen wanden die Wurzeln, welche nur das Dunkel
kannten sich in dem breiten Griff des Lichts.
Es stärkte sich im frühen Taue die Mähre, in deren Adern Kraft und Adel schlief.
Sie reifte unter ihres Reiters Schwere, wie ihr Viren war, wie eine Stimme tief,
und beide fühlten, wie das Ungefähre sie mit verheißenen Gefahren rief und reiten,
reiten viele tausend Jahre.
Wer zählt die Zeit, wenn einmal einer will? Vielleicht saß er auch tausend Jahre
still. Das Wirkliche ist wie das Wunderbare.
Es misst die Welt mit eigenmächtigen Maßen. Jahrtausende sind ihm zu jung,
weit schreiten werden, welche lange saßen in ihrer tiefen Dämmerung.
Ja, das passt doch. Dann kommen die Zaren Römisch 2 in der nächsten Episode.
Ich mache hier mal eine Notiz, 606 und gehe rüber zu Herrn Goethe.
Wir sind in der italienischen Reise des Johann Wolfgang von Goethe bei 26%, Position 2128 von 8276,
im Jahre 1786 in Rom am 13.
Dezember. Augen zu und zugehört.
Wie herzlich freut es mich, dass ihr mein Verschwinden so ganz,
wie ich wünschte, genommen habt.
Versöhnt mir nun auch jedes Gemüt, das daran Anstoß genommen haben.
Ich habe niemanden kränken wollen und kann nun auch nichts sagen,
um mich zu rechtfertigen. Gott behüte mich, dass ich jemals mit den Prämissen
zu diesem Entschlüsse einen Freund betrübe.
Ich erhole mich nun hier nach und nach von meinem Salto Mortale und studiere
mehr, als das ich genieße.
Rom ist eine Welt und man braucht Jahre, um sich nur erst drinnen gewahr zu
werden. Wie glücklich finde ich die Reisenden, die sehen und gehen.
Heute früh fielen mir Winkelmanns Briefe, die er aus Italien schrieb, in die Hand.
Mit welcher Rührung habe ich sie zu lesen angefangen? Vor 31 Jahren,
in derselben Jahreszeit, kam er, ein noch ärmerer Narr als ich, hierher.
Ihm war es auch so deutsch-ernst um das Gründliche und Sichere der Altertümer und der Kunst.
Warte mal. Winkelmann. Also nicht Tischbein.
Gut, ich wollte nur mal eben nachgucken. Es ist so, wenn ich vorlese und mir
selber nicht zuhöre und dann abgelenkt bin, weil ich schon wieder darüber nachdenke,
wann ich das hier wie hochlade und so weiter und so fort,
dann kommt man mal durcheinander, hört sich nicht zu und muss dann wieder zurückblättert.
Geht euch das auch so, wenn ihr euren Kindern vorlest? Mir geht es so,
wenn ich es euch vorlese. Aber es liegt vielleicht daran, dass sie das jetzt schon so lange machen.
Kinder sind ja irgendwann raus aus dem Alter, wo man ihnen vorliest,
oder? Habt ihr erwachsene Kinder, denen ihr vorliest?
Lasst es mich wissen. mig.fm.discord Wie brav und gut arbeitete er sich durch.
Und was ist mir nun aber auch das Andenken dieses Mannes auf diesem Platze?
Außer den Gegenständen der Natur, die in allen ihren Teilen wahr und konsequent
ist, spricht doch nichts so laut als die Spur eines guten, verständigen Mannes,
als die echte Kunst, die ebenso folgerecht ist als jene.
Hier in Rom kann man das Recht fühlen, wo so manche Willkürlichkeit gewütet
hat, wo so mancher Unsinn durch Macht und Geld verewigt wurden.
Eine Stelle in Winkelmanns Brief an Franken freute mich besonders.
Man muss alle Sachen in Rom mit einem gewissen Phlegma suchen,
sonst wird man für einen Franzosen gehalten.
Okay, das wäre natürlich schlimm. In Rom, glaube ich, ist, das habe ich,
das ist natürlich Ironie, Entschuldigung, kann man vielleicht nicht hören,
wenn ich das hier so eben beisage.
In Rom, glaube ich, ist die hohe Schule für alle Welt und auch ich bin geläutert und geprüft.
Das Gesagte passt recht auf meine Art, denn Sachen hier nachzugehen und gewiss,
man hat außer Rom keinen Begriff, wie man hier geschult wird.
Man muss sozusagen wiedergeboren werden und man sieht auf seine vorherigen Begriffe
wie auf Kinderschuhe zurück. Der gemeinste Mensch wird hier zu etwas.
Wenigstens gewinnt er einen ungemeinen Begriff, wenn es auch nicht in sein Wesen übergehen kann.
Dieser Brief kommt euch zum neuen Jahre. Alles Glück zum Anfange.
Vor Ende sehen wir uns wieder und das wird keine geringe Freude sein.
Das Vergangene war das Wichtigste meines Lebens.
Ich mag nun sterben oder noch eine Weile dauern. In beiden Fällen war es gut.
Jetzt noch ein Wort an die Kleinen.
Den Kindern mögt ihr folgendes Lesen oder Erzählen.
Man merkt den Winter nicht. Die Gärten sind mit immergrünen Bäumen bepflanzt.
Die Sonne scheint hell und warm. Schnee sieht man nur auf den entferntesten Bergen in Norden.
Die Zitronenbäume, die in den Gärten an den Wänden gepflanzt sind,
werden nun nach und nach mit Decken von Rohr überdeckt.
Die Pomeranzenbäume aber bleiben frei stehen.
Es hängen viele hunderte der schönsten Früchte an so einem Baum,
der nicht wie bei uns beschnitten und in einen Kübel gepflanzt ist,
sondern in der Erde frei und froh in einer Reihe mit seinen Brüdern steht.
Man kann sich nichts Lustigeres denken als einen solchen Anblick.
Für ein geringes Trinkgeld isst man Tieren so viel man will.
Sie sind schon jetzt recht gut. Im März werden sie noch besser sein.
Neulich waren wir am Meere und ließen einen Fischzug tun. Da kamen die wunderlichsten
Gestalten zum Vorstein an Fischen, Krebsen und seltsamen Unformen.
Auch der Fisch, der dem Berührenden einen elektrischen Schlag gibt.
Gut, in diesem Sinne mache ich mir hier noch eine Notiz, das ich bis dahin vorgelesen habe.
Das sage ich nur, damit ich irgendwas sage, während ich das tue.
Eigentlich ist das für euch vollkommen irrelevant.
Ich wünsche euch allen eine gute Nacht. Schlaft recht gut.
Ich wünsche euch ausreichend viel Schlaf, denn Schlafen ist wichtig.
Ich hoffe, ihr kommt gut durch die Hitze, durch den Sommer oder ihr hört diese
Episode, wenn es gar nicht mehr heiß ist.
Auf jeden Fall habe ich euch alle lieb. Bis zum nächsten Mal. Gute Nacht.