EP 591 ~ Lanzarote 1 und Goethe

Okay, jetzt verliere ich mich wirklich. Ich war eine Woche auf Lanzarote, und zwar auf einer Fotoreise mit der Frank Fischer Fotoschule. Wow! Unglaublich tolles Erlebnis, und ich werde "leider" mehrere Episoden brauchen, um das hier im Podcast zu verarbeiten. Heute schaffe ich es gerade mal durch den ersten Tag.
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Toby
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Sabrina

Veröffentlicht am 20.01.2026
Lanzarote 1 und Goethe - Episodenbild

Transkription

Diese Transkription enthält vermutlich ein paar Fehler, hilft aber bei der Suche. Wer das hier liest schläft auch ein!


Hallo ihr Lieben und herzlich Willkommen zum Einschlafen Podcast Episode 591. Ich bin Tobi.
Ich lese euch heute Goethe vor aus der italienischen Reise. Davor gibt es ein
Gedicht von Rainer Maria Rilke.
Und davor erzähle ich euch was, damit ihr abgelenkt seid von euren eigenen Gedanken
und besser einschlafen könnt.
Und eventuell hört ihr es an meiner Stimme. Ich bin ein bisschen angeschlagen.
Also nicht so richtig krank, aber auch nicht so richtig gesund. Es ist eine Erkältung.
Ich habe tatsächlich, seit ich im November aus L.A. wiedergekommen bin,
war ich immer so ein bisschen krank.
Und das war ich letzte Woche auf Lanzarote.
Also war wirklich nur so ganz latent. Und auf Lanzarote, davon werde ich euch
gleich ausführlich berichten, aber da war ich gesund.
Da war ich wirklich richtig, da ging es mir richtig gut. Und mir hat das Licht
und die Wärme und das alles hat mir sehr, sehr gut getan.
Die Seeluft, ich weiß nicht, ich bin da angekommen und ich war sofort irgendwie, bam, super.
Und das war toll. Auf dem Rückflug am Samstag sind wir zurückgeflogen.
Und im Flugzeug fing Halskratzen an. Da habe ich zum Glück irgendwie Halsbonbons in der Tasche gehabt.
Sonst hätte ich die ganze Zeit im Flugzeug gehustet. Aber es haben sehr viele Leute gehustet.
Da ging also irgendwie was um.
Auf Lanzarote. Und ja, jetzt bin ich halt so richtig, habe ich so eine Erkältung und die nervt.
Wahrscheinlich wird die Episode heute einen Ticken kürzer, aber sicherlich lang
genug, dass ihr einschlafen könnt.
Und auch entspannt und langweilig genug. Ich weiß, ich habe in letzter Zeit
sehr viel Reiseberichte gemacht.
Ich habe eigentlich seit langem nichts anderes mehr gemacht als Reiseberichte,
wenn ich mal ganz ehrlich bin.
Können wir hier mal nebenbei das Archiv aufmachen.
L.A. und Goethe, Adobe Max und Kant, Wüste und Goethe, Lightpainting und Kant, Yannes in Nordspanien.
Nee, Polaris war immerhin kein Reisebericht, sondern ein Messebericht.
Potsdam war auch eher ein Event als eine Reise. Yosemite war Reise.
Irland war Reise. Ausflüge und Goethe. Die letzte Episode, wo es nicht um Reise ging, sondern FC St.
Paul, die Sommerpause, war 24.06.
Das ist über ein halbes Jahr her, dass ich mal so eine Episode hatte.
Davor war Garten-Update.
Ja, ich weiß, es ist sehr viel Reise.
Ich weiß auch, dass Reise bei vielen Leuten gut ankommt.
Ich weiß aber auch, dass das nicht alles ist. Und seht es mir nach.
Ich habe halt letztes Jahr sehr viele Reisen gemacht und dieses Jahr geht es
gleich wieder weiter. Und ich mag euch von diesen Reisen erzählen.
Weil ich dabei sehr gut abschweifen kann und darum geht es ja letztendlich,
dass ich gut abschweifen kann.
Vielleicht waren da einige von euch auch Lanzarote, die werden trotzdem gut
einschlafen können, denn in den kommenden Episoden, ich weiß schon jetzt,
dass ich das nicht alles in einer Episode erzählen kann,
wird es um Lanzarote gehen und seht es mir nach. Das ist halt das Ding, was ich da gerade mache.
Es kommen auch wieder Episoden, wo es um ganz andere Dinge geht.
Und während dieser vielen Lanzarote-Berichte wird es übrigens auch viel um Fotografie
und Technik gehen, denn das war ja keine Urlaubsreise, wo ich mich schön irgendwie
an der Poolbar irgendwie auf den Liegestuhl gelegt habe oder so.
Habe ich tatsächlich am Samstagvormittag, als ich gepackt und ausgecheckt hatte,
habe ich mich kurz auf so eine Liege gelegt, weil ich dachte,
einmal muss ich das gemacht haben.
Ansonsten hatte ich dazu gar keine Zeit. ähm, aber ja, nur mal so als Ankündigung,
dass, ähm, die Reiseberichte auch irgendwann wieder weniger werden.
Man weiß es nicht. Aber wenn ich auch aus jeder Reise so viele Episoden machen
kann wie im Moment, dann hält das halt immer vor. Ja.
Gartenupdate brauche ich im Moment nicht zu machen, ist alles weiß.
Naja, also mittlerweile nicht mehr so, aber wir hatten schön Schnee hier oben.
Der ist jetzt schon, jetzt wo ich wiedergekommen bin, größtenteils weggeschmolzen,
aber da, wo die Schneewehen Verwirrungen besonders hoch waren, liegt immer noch was.
Das ist ganz lustig eigentlich. Ähm.
Ja, naja, ich fange einfach mal an mit Lanzarote.
Und wenn ich mit Lanzarote anfange, dann fange ich ganz vorne an.
Das ist vor über einem Jahr gewesen, an meinem 50. Geburtstag,
hat meine Frau mir zum Geburtstag einen Gutschein geschenkt für die Frank-Fischer
Fotoschule, FF-Fotoschule.
Frank ist ein Fototrainer, Fotocoach, Fotolehrer hier aus dem Seebetal.
Also auch südlich von Hamburg, genau wie ich, Nordlicht.
Und ich hatte schon mal einen Workshop über ihn gebucht. Allerdings war das
nicht er selbst, sondern das war jemand anders. Ich weiß gar nicht mehr, wer das war.
Hatte ich, glaube ich, auch erzählt. Da waren wir Tiere fotografieren im Wildpark.
So ein bisschen, naja, so richtig Wildlife-Fotografie ist es nicht,
weil es eben nicht live, also es ist live, aber nicht wild.
Und ja, aber so ein bisschen mit einer langen Brennweite Tiere fotografieren,
sodass sie nicht aussehen, als wären sie im Wildpark oder eben gerade doch.
War auf jeden Fall auch interessant.
So, und jetzt hat man da vor sich gedacht, das macht ihm viel Spaß,
schenke ich ihm da doch nochmal einen großen Gutschein.
Und der Gutschein war so groß, dass es zu viel gewesen wäre,
um so einen einfachen Workshop zu buchen.
Also habe ich mal geguckt, was bietet der denn noch an? Und der Frank Fischer
Fotoschule kann ich auch verlinken, aber könnt ihr auch einfach googeln,
das findet man wirklich schnell.
Www.ff-fotoschule.de Der macht auch ganz viele, er macht auch Webinare,
waren auch nicht teuer genug.
Nee, er macht Reisen, dann gibt es so eine Weltkarte, wo er überall Reisen anbietet.
Island, Schwedisch-Lappland, Berlin, okay, wusste ich gar nicht.
So, Venedig macht er jedes Jahr zum Karneval eine Reise hin und so weiter und so fort.
Also, da gibt es viele Sachen, die er anbietet.
Und ich hatte mir dann gedacht, auch Lanzarote wollte ich auch schon immer mal
hin, also kanarische Inseln, äußerst interessant wegen der vulkanischen Entstehung,
ist eine ganz besondere Landschaft, ganz anders als alles, was ich bisher so gesehen habe.
Also ich mag ja Berge, aber die meisten Berge, die ich bisher gesehen habe,
waren halt nicht unbedingt Vulkane, sondern eher so Wurzeln.
Entmorinen aus der Eiszeit hier in Norddeutschland oder halt so wie die Alpen,
so Kontinentalplattenaufschiebungen und so.
Also das hat mich schon interessiert. Außerdem ist eine Reise in den Süden im
Januar natürlich eine super gute Idee, weil da ist es jetzt natürlich auch vergleichsweise
kalt. Ich glaube im Sommer ist es da unerträglich warm.
Wobei Golfstrom, wahrscheinlich ist es da auch im Sommer nicht so warm.
Egal, zumindest jetzt im Januar war die Vorhersage zwischen 16 und 22 Grad.
Genauso kam es dann auch und das ist eine Sache.
Da hatte ich Lust zu. Außerdem ist es eine Woche mit zwei Lehrern und einem
Model und einer Gruppe von Schülern sehr intensiv.
Und ich hatte vorher gar keine richtige Vorstellung, wie intensiv das wird.
Ich hatte ehrlich gesagt gar keine richtige Vorstellung, wie das alles ablaufen
wird und was wir genau machen.
Aber ihr werdet nach den nächsten zwei, drei Episoden, wenn ich davon berichtet
habe, eine genaue Vorstellung davon haben, denn ich werde da ins Detail gehen.
Ich war überrascht, wie wenig Zeit ich für andere Sachen hatte.
Ich hatte noch Laufsachen eingepackt und nach dem Stundenplan gefragt,
damit ich weiß, wann ich laufen kann.
Und Frank meinte nur so, falls du überhaupt zum Laufen konntest,
dann herzlichen Glückwunsch.
Einfach picke, packe voll.
Aber das ist natürlich gut. Also ich gebe ja nicht ganz viel Geld aus.
Also man kann natürlich auch auf der Webseite nachgucken, was so eine Reise
kostet. Und die Fotoreise nach Lanzarote hat, glaube ich, 1799 Euro gekostet.
Das ist dann mit Flug und Hotel und All-Inclusive, also inklusive Essen und Getränken auch.
Wenn wir natürlich dann tagsüber auf Lanzarote unterwegs waren,
haben wir auch mal durchaus woanders was gegessen, aber das war eher selten.
Also Snacks hat Frank im Auto immer gehabt, kleine Brötchen und Gemüse wollte
ich gerade sagen, eher Obst und sowas.
Aber es kam nicht viel mehr dazu als diese 1799 mit Bahn und Flug und Hotel.
So, und das, wenn man bedenkt, dass dann durchgehend zwei Fotocoaches,
Lehrer, Trainer, ich weiß aber nicht, was das beste Wort ist,
wahrscheinlich Trainer.
Es war eine so intensive Einheit, ja, definitiv Trainer. Das Training war hart,
genau, und ein Model, und ich mag ja auch sehr gerne Menschen fotografieren,
Portraits und Modelfotografie, macht mir richtig viel Spaß, komme ich halt selten zu, mangels Model.
Also mein Patenkind, die Ina, die macht das zwar gerne mit mir und auch oft,
also so zwei, dreimal im Jahr,
aber so richtig zum Üben hat man dann auch nicht viel Zeit, sondern will man
halt gleich performen und in so einer Woche habe ich gedacht,
das gönnst du dir, das machst du mal,
das ist ein guter Zeitpunkt und habe das dann einfach mal gebucht,
auch ohne zu wissen, wie viele Teilnehmer es überhaupt gibt und so.
Also es hätte wahrscheinlich irgendwo gestanden, aber so richtig,
also vorher schlau gemacht und noch andere Reiseberichte hören und so, habe ich nicht gemacht.
Genau, das war die Idee. Außerdem so ganz am Anfang des Jahres, 10. bis 17.
Januar war die Reise, dachte ich, ist ein guter Jahresanfang.
Warum soll man den Urlaub großartig aufschieben, warum soll man es nicht gleich machen?
Dann gibt es noch zu berichten, dass ein paar Wochen vor der eigentlichen Reise
eine WhatsApp-Gruppe entstanden ist, hat Frank eingerichtet, mit allen Teilnehmern.
Ich habe mich, nachdem die WhatsApp-Gruppe entstanden ist, entschieden,
WhatsApp zu löschen. Das habe ich dann natürlich vor der Reise nicht mehr gemacht.
Das wäre jetzt ein bisschen fies gewesen.
Und das war tatsächlich auch sehr praktisch. Ich habe noch gefragt,
ob wir auf Signal wechseln können, aber da hatten ein paar Leute was dagegen,
und dann geht das natürlich nicht.
Ich werde in einer der nächsten Episoden, wahrscheinlich in der nächsten,
im Haltungsblog genauer erklären, warum ich WhatsApp löschen werde.
Aber ja, mache ich dann im Februar zum D-Day, Digital Independence Day.
Und habe jetzt erstmal noch WhatsApp behalten. Alle, die mich erreichen wollen,
und das bisher per WhatsApp gemacht haben, haben ja meine Nummer und können
mir einfach eine SMS schicken oder Signal oder was auch immer.
Ja, wie gesagt, dazu dann in der nächsten Episode.
Also WhatsApp-Gruppe mit lauter Leuten, die ich nicht kenne.
Also auch Frank kannte ich ja nicht. Robert hieß der zweite Trainer.
Kannte ich auch noch nicht. Und das Model, die heißt Maria Loporto.
Also könnte man vielleicht, wenn man viel RTL 2 geguckt hat in der Vergangenheit,
sie war Schauspielerin in der Daily Soap Köln.
Irgendeine Postleitzahl, 5, 7, 3, 8, 6, was weiß ich, irgendeine Zahl.
So, ich kannte sie nicht, weil ich eigentlich ja gar kein Fernsehen schaue.
Aber ich habe mich gefreut, mit einem Model arbeiten zu können.
So, die waren alle in dieser Gruppe.
Und da wurden dann halt schon die ersten Pläne ausgetauscht,
Fragen gestellt. Was soll man denn mitbringen?
Standardantwort, alles, was du nicht dabei hast, wirst du vermissen.
Ich habe mich an diese Wege schon mal nicht gehalten. Ich habe zwar fotografisch
alles mitgenommen. Nee, nicht mal das.
Ich habe keine Analogkamera dabei gehabt. Und das hätte ich dann doch ganz gerne.
Ich habe nur meine Nikon Z8 mitgenommen.
Ich habe auch nicht die Z11 mitgenommen, obwohl ein zweiter Body gar nicht so schlecht gewesen wäre.
Die habe ich aber nicht vermisst. Was ich vermisst habe, war tatsächlich auch
mal analog zu fotografieren. Das wäre nett gewesen.
Vielleicht die FM3A, nicht die Hustleblatt. Also die wäre zu groß gewesen, glaube ich.
Aber ja, der Koffer war auch so bei genau 23 Kilo.
Ich habe auch nicht alle Objektive mitgenommen. Das Plenar-Objektiv mit 135
mm 1.8 und 2 Kilo habe ich nicht mitgenommen.
Aber immerhin das 180 bis 600 mm Supertele-Zoom.
Das ist ja auch fast 2 Kilo wiegt irgendwie und das habe ich mitgenommen.
Das war auch gut, dass ich das dabei hatte. Ja, und natürlich mein Lieblings,
immer drauf 24 bis 120 Millimeter, Blende 4.
Das ist einfach ein fantastisches Objektiv.
Und ein Ultraweitwinkelzoom, 14 bis 30 Millimeter, Blende 4.
Aber auch ein S-Objektiv, also auch mit der höheren Vergütung, also ein gutes Nikkor.
Und diese neuen S, also Nikkor Z-Objektive aus der S-Linie, die sind alle über
jeden Zweifel erhaben, was Schärfe und Qualität angeht.
Das war eine gute Objektivauswahl, die ich dabei hatte. Ich hatte mir schon
gedacht, dass ich mehr Weitwinkel fotografieren möchte als Tele.
So richtig viel Wildlife-Objektiv.
Habe ich nicht erwartet, war auch nicht da. Also natürlich gab es Tauben und
Möwen und auch andere Vögel, die ich nicht identifizieren konnte.
Ich bin auch kein Vogelspezialist.
Frank hat immer mal einen Turmfalken erwähnt, aber ich habe ihn nicht gesehen.
Hätte ich auch nicht erkannt. Also Falke, ja okay, vielleicht noch,
aber ob es ein Turmfalk ist oder was, ist auch egal.
Nee, Wildlife war nicht so das Ziel, sondern eher Landschaft und Porträt und
Model und überhaupt lernen.
Deswegen habe ich mich für diese Objektivauswahl entschieden.
Ich hatte noch das 40mm f2 mit.
Ein sehr, sehr schönes Porträtobjektiv, wo man allerdings ein bisschen näher
ran muss. Aber das war kein Problem.
Was hatte ich noch? Ne, das waren so die Objektive, die ich mit hatte.
Ne, wo ich mich nicht dran gehalten habe, bring alles mit, weil du wirst es
brauchen, war ein Computer.
Denn mir war natürlich klar, dass man irgendwie dann auch die Bilder zeigen,
womöglich bearbeiten, zumindest irgendwie vorsortieren möchte.
Ich habe aber gedacht, ich nehme mein iPad mit und mein Telefon und mache das alles mobil.
Immerhin arbeite ich für Adobe an Lightroom Mobile und dachte,
da machst du halt einen kompletten Mobile-Workflow.
Und das geht ja auch.
Theoretisch. wenn man denn Internet hat. Und das Hotel-Internet war so langsam,
dass das zu einem Problem geworden ist.
Aber dazu dann später nochmal mehr. Also Computer habe ich nicht mitgenommen.
IPad ist ja fast ein Computer. Genau.
So, das war die Vorbereitung, glaube ich. Buchung und Vorbereitung.
Hab ich noch irgendwas vorbereitet? Ja, gut, packen. Also ich hab dann tatsächlich
Laufsachen eingepackt in der Hoffnung, dass ich irgendwie ein,
zweimal zum Laufen komme.
Dass ich da einfach 20 Minuten früher aufstehe. Also viel Zeit brauche ich auch nicht zum Laufen.
Also ich hab ja keine Marathon Ideen gehabt, sondern einfach nur morgens ein
bisschen wach werden. Das ging ja schon.
Badehose habe ich auch mitgenommen die habe ich trocken wieder mit zurückgebracht,
bin ich doch nicht zugekommen mal schwimmen zu gehen.
Was hatte ich noch dabei.
Nö, das war es eigentlich. Stativ natürlich. Aber ich habe nur mein kleines
Peak-Design-Reisestativ mitgenommen.
Mein großes, stabiles Stativ ist ein bisschen zu schwer.
Achso, Filter habe ich natürlich noch mitgenommen, weil wir das auch schon gesagt
bekommen haben, wir machen auf jeden Fall Arbeiten mit Filtern.
Ja, gut. So, dann komme ich zum Thema Anreise am 10.
Januar. Samstag ging es dann los, am 9.
War noch Schneekatastrophe, sind schon alle Züge ausgefallen,
der Norden war faktisch abgeschnitten vom Rest der Welt,
Hannover ging gar nichts, in Hamburg sind sehr viele Züge ausgefallen und auch
Flüge sind ausgefallen am 9.
Aber ich hatte die Hoffnung, dass es am 10. irgendwie besser ist und habe dann
meine Frau überredet, dass ich nicht mit der Bahn zum Flughafen fahre, wie sonst immer,
was auch kein Problem ist, weil der Zug von Spritze zum Hauptbahnhof braucht
eine halbe Stunde und dann fährt man nochmal so 20 Minuten mit der S-Bahn bis zum Flughafen.
Das ist fast so schnell wie mit dem Auto reinzufahren.
Allerdings nicht, wenn die Bahn nicht fährt und tatsächlich fuhr die Bahn am 10. noch nicht.
Das heißt, wir sind dann mit dem Auto gefahren und ich war ganz dankbar,
dass meine Frau mich hingefahren hat.
Morgens gleich, glaube ich. Ich glaube, das Flieger ging um 10 oder 11 oder so, ich weiß nicht mehr.
Am Vormittag, also entspannt. Nicht früh morgens, wir sind jetzt nicht mit einer Nacht aufgestanden.
Doch, ich bin sehr früh aufgestanden, weil ich aufgeregt war.
Nicht nervös, aber so freudig aufgeregt. Und dann konnte ich nicht viel einschlafen.
Hab noch überlegt, was ich noch alles vergessen habe.
Bin nicht auf den Rechner gekommen. Aber ja.
Gut, Flughafen. Da habe ich dann die erste Teilnehmerin getroffen,
denn Frank hatte, also ich versuchte hier Namen zu vermeiden,
weil ich nicht weiß, ob ich die Namen alle nennen darf.
Fotos darf ich zeigen, es gibt natürlich auch wieder ein Fotoalbum,
das ich mit euch teile, so ein Leitraumalbum, das könnt ihr euch anschauen,
während ihr es hört oder morgen früh,
wenn ihr gerade einschlaft, das ist überhaupt nicht wichtig,
dass ihr die Fotos seht, während ich von diesen Fotos erzähle.
Vielleicht habt ihr sie vorher schon angehört und jetzt kommen sie euch wieder
in den Kopf, während ihr die Episode hört.
Und ja, also Fotos mit Personen drauf darf ich zeigen.
Und ich versuche aber die Namen zu verfolgen. Ich will auch Persönliches natürlich
und Privates sowieso rauslassen.
Ja, ähm...
Was wollte ich sagen? Achso, genau. Anreisetag. Da habe ich die erste Teilnehmerin getroffen.
Die musste ich auch treffen. Oder nee, musste ich gar nicht.
Aber Frank hatte das Flugticket für uns beide gebucht. Also wir hatten eine
Buchungsnummer für zwei Namen.
Und das war so ein bisschen, hm, weiß Frank, dass wir nicht verheiratet sind? Ja, wusste er.
Aber irgendwie macht er das dann über so eine Reiseagentur.
Und aus irgendeinem Grund war es halt praktisch, etwas so zu machen.
Ist ja auch egal, dann habe ich sie halt mit eingecheckt. Ich habe mich auf
einen Notausgangsplatz gebucht, 27 Euro extra.
Geflogen sind wir mit Eurowings und da stand dann auf einmal so ein Flugzeug,
wo BVB drauf stand, also Dortmund.
Anscheinend gibt es da einen Werbeflieger für den BVB.
War nicht so schlimm, weil am Tag des Hinflugs haben wir gegen Wolfsburg gespielt,
und erst am Tag des Rückflugs haben wir gegen Dortmund gespielt.
Aber über Fußball habe ich im Moment gar keine Lust zu reden.
Warum wohl? Ach so, läuft nicht so gut. Naja,
Fußball ist ein sehr deprimierendes Thema, das lasse ich einfach weg.
Aber ich fand es lustig, dass wir mit so einem BVB-Flieger geflogen sind.
Ja, theoretisch habe ich auch nichts gegen BVB. So, nicht unbedingt.
Wir sind Und ich war überrascht, wie lang der Flug dauert.
Also mir war natürlich bewusst, dass die Kanaren irgendwo so hinter Spanien
sind, also irgendwo im Atlantik.
Und ich wusste ja, nach Spanien fliegt man so zwei Stunden, dann fliegt man
vielleicht drei. So, habe ich gedacht.
Pustekuchen. Fünf Stunden geht der Flug von Hamburg bis nach Lanzarote.
Und das ist ganz schön lang. Wenn man überlegt, bis nach San Francisco fliegt
man zehneinhalb, also von Frankfurt aus.
Ähm, das ist ja ein bisschen mehr als doppelt so viel und ich,
für mich ist San Francisco am anderen in der Welt,
und Lanzarote dachte ich, das ist halt Europa, ne, das ist ja Spanien,
kann ja nicht so wechseln, naja, aber es ist halt wirklich äh,
doch sehr weit, sehr viel weiter südlich als Spanien und eben auch noch weiter westlich,
äh, recht weit weg nochmal vor Afrika, aber, ähm, ja, das war ein erstaunlich
langer Flug, Landeanflug.
Ich saß zwar am Fenster, aber so richtig viel konnte man nicht sehen. War nicht so dolle.
Und dann sind wir da gelandet und Frank hat auf uns gewartet mit dem Bus zum
VW-Bus 90er am Flughafen.
Da haben leider nicht alle reingepasst, weil wir ja noch die Koffer dabei hatten
und Robert, der andere Fahrer und sein Auto noch nicht da waren.
Und dann ist die eine Teilnehmerin und ich sind dann mit dem Shuttlebus zum Hotel.
Auch kein Problem, war auch mit dem Preis drin und die Frau,
die wir ansprechen mussten, wegen des Shuttlebuses, sprach auch Deutsch.
Ich hatte mich schon auf Spanisch gefreut, aber musste ich Deutsch sprechen.
Also kein Problem. Großer Reisebus. Das Problem war dann eher,
dass der wirklich, also das war so, und der hat halt alle Urlauber, die mit der Maschine,
angekommen sind, nicht alle, aber es waren so 40 vielleicht,
30, 40 Leute in dem Bus und wir waren im letzten Hotel.
Wir haben gewohnt in Playa Blanca.
Ich glaube, Playa Blanca heißt der Ort. Ganz an der Süd-West-Spitze von Lanzarote.
Also Lanzarote ist hier so ein bisschen von Nordost nach Südwest gestreckt.
An der Südkiste in der Mitte ist Arecife, die Hauptstadt.
Und dann sind wir halt einmal ganz da runter und dieser Reisebus ist dann halt
zu sehr, sehr vielen Hotels hingefahren, durch teilweise enge Straßen,
aber er hat das nicht zum ersten Mal gemacht.
Er wusste ganz genau, wie er wo einschwenken muss und hat halt alle anderen
Urlauber vor uns weggebracht. Wir waren die Letzten, die ausgestiegen sind.
Es hat erstaunlich lange gedauert und zwar so lange, bis der Sonnenuntergang
kam, die anderen Teilnehmerinnen,
Und waren schon irgendwie nochmal zum Leuchtturm in Playa Blanca gelaufen,
um Sonnenuntergangsfotos zu machen.
Die eine Teilnehmerin und ich haben dann Sonnenuntergangsfotos vom Parkplatz
des Hotels gemacht, die übrigens auch sehr schön geworden sind.
Habe ich jetzt aber gar nicht mit dem Album drin. Ja, gut. So,
dann haben wir uns aber alle kennengelernt, einen großen Sitzkreis gemacht,
jeder hat sich vorgestellt.
Keiner kannte den Einschlafen-Podcast. Das hat mich tatsächlich gefreut.
Ich war auch schon auf Fotoworkshops, wo man mich kannte, wo man zumindest Realitätsvergleich
oder Einschlafen-Podcast gehört hatte.
Und das ist zwar auch schön und die sind auch alle nett, die Hörerinnen und
Hörer, die ich da kennengelernt habe, aber es ist halt immer komisch,
weil ich dann immer nicht genau weiß, was passiert.
Soll ich jetzt noch erzählen? Also ich erzähle halt gerne. Also sonst würde
ich diesen Podcast nicht machen.
Wenn aber jemand den Podcast kennt, dann weiß diese Person sehr viel über mich.
Und ich weiß nichts über die.
Und dann muss ich die halt zum Reden bringen und nicht selber erzählen.
Weil alles, was ich beim ersten Treffen erzählen würde, erzähle ich ja auch hier im Podcast.
Also ich bin ja dann doch eher aufgeschlossen.
Aber schneide natürlich vieles Privates raus.
Und einer der Teilnehmer oder vielleicht Frank, ich weiß gar nicht mehr, wer es war,
hat dann während der Reise mal in den Einschlafen-Podcast reingehört und meinte, ja, coole Sache,
aber er hatte mich nicht erkannt, weil ich im Podcast halt doch eine ganz andere
Ansprache habe als so im persönlichen Erleben. Das ist ja auch klar.
Ich sitze hier auf meinem Ikea-Ohrensessel, habe die Füße hochgelegt,
sitze allein in einem möglichst leisen Büro und monologisiere eine Dreiviertelstunde
bis Stunde in dieses Mikrofon.
Das ist natürlich eine andere
Situation als man sitzt mit anderen Leuten zusammen und trinkt einen Wein oder
lacht oder was auch immer das mache ich ja alles nicht also weder lachen noch
Wein trinken vielleicht lachen weil sobald die Reise losgeht also jetzt ist
die Reise losgegangen aber es war eine sehr lustige Reise wollte ich nur sagen,
aber jetzt muss ich ja nicht unbedingt im Podcast lachen ich wollte eigentlich
noch vom ersten Tag erzählen Mal gucken, wie ich heute dazu überhaupt komme.
Doch, doch, doch, schaffe ich noch.
Ich rede viel zu lange. Ich schweife ab. Okay, haben uns kennengelernt und auch
so ein bisschen den Tagesplan gelernt.
Also meistens war die Abreise mit den Bussen um 9 Uhr morgens.
Sind wir jemals früher losgefahren? Ich weiß es nicht, ich glaube nicht früher als neun.
Doch ich glaube einmal sind wir früher losgefahren, weil wir unbedingt rechtzeitig
bei diesem Besucherzentrum für den Nationalpark sein wollten.
So, aber meistens um neun, einmal auch erst um zehn, weil wir an dem Abend noch
Nachtfotografieren machen wollen.
Aber meistens so neun Uhr los, das heißt Frühstück irgendwie halb acht ging
das los, also war man zwischen halb acht und acht beim Frühstück.
Und hat dann seinen Rucksack gepackt und dann sind wir losgefahren.
Wir haben tatsächlich vor Ort gar keine Fotografie gemacht. Also sind immer
mit den Bussen zu den Spots gefahren.
Frank war außerordentlich gut vorbereitet. Also nicht nur kennt der auf Lanzarote
die Spots, die man in einer Woche abgeklappert haben muss, um irgendwie coole
Bilder gemacht zu haben und ein bisschen was von Lanzarote gesehen zu haben.
Sondern er hat auch aufs Wetter geachtet und dann halt spontan entschieden,
jetzt machen wir das, jetzt machen wir das. Also das war wirklich exzellent.
Allein das ist diese Reise schon wert, weil man so viele Fotospots,
also drei oder vier Fotospots haben wir pro Tag gemacht, mit einer normalen
Reise einfach nicht macht.
Also weil das ja auch anstrengend ist.
Also ich fand es tatsächlich anstrengend, aber geil, weil man halt ununterbrochen
gute Fotografiemöglichkeiten gehabt hat.
Also ja, Fazit schon vorweggenommen.
Egal, nein, ich wollte nur den Rahmen noch weiter erklären, denn wenn wir dann
fertig waren mit Fotografieren, was dann meistens so kurz nach Sonnenuntergang war.
Lanzarote ist ja recht nah am Äquator, zumindest von hier von Hamburg aus gesehen.
Und der Sonnenuntergang geht vergleichsweise schnell und es ist dann auch sehr schnell dunkel.
Also hier in Hamburg ist es ja im Sommer die ganze Nacht über nicht richtig
dunkel, weil die bürgerliche Dämmerung, nee wie heißt das, also die Abenddämmerung
geht in die Morgendämmerung über.
Aber es wird hier oben im Sommer, also Juli zumindest, nicht mehr richtig dunkel.
Auch wenn die Sonne untergegangen ist, sie geht einfach nicht weit genug unter
den Horizont, um runterzugehen.
Auf den Kanaren geht sie sehr schnell unter den Horizont. Es ist dann auch weit
genug unter dem Horizont, dass es richtig dunkel ist.
Und dann kann man zwar noch Nachtfotografie machen, haben wir auch einmal, aber halt sonst nichts.
Das heißt, wir sind dann nach dem Sonnenuntergang meistens zurück ins Hotel.
Kurz Abendbrot gegessen.
Und dann hieß es, 21 Uhr Treffen in Roberts Zimmer zur Bilderbesprechung.
Das ist so der Tagesablauf gewesen.
Der wurde uns dann am ersten Abend vorgestellt, wie der so läuft. Und...
Ja, das war der Anreisetag.
Am Sonntag sind wir dann, wie gesagt, früh aufgestanden.
Ich bin sehr früh aufgestanden und bin joggen gegangen, weil ich ja extra meine
Jogging-Sachen mitgebracht hatte und ich war eh noch irgendwie aufgeregt und
irgendwie gut drauf und dachte, hey, gehst du kurz joggen?
Um 8.06 Uhr habe ich mein erstes Foto gemacht, weiß ich so genau,
weil ich es jetzt gerade offen habe und das ist das Erste, was auch in dem Album ist.
Ich bin nämlich zum Leuchtturm gejoggt, ich hatte nur mein iPhone dabei,
das ist kein besonders tolles Foto,
aber ich konnte den Leuchtturm fotografieren, wie er seine Lichtstrahlen auswirft
und am Horizont wird es schon ein bisschen heller.
Falsche Richtung eigentlich. Aber ich glaube, wenn ich reinzoome,
dann sehe ich natürlich im Hintergrund, also im Vordergrund sehe ich die Straße
und das Mäuerchen vor dem Leuchtturm. Der Leuchtturm ist auch fast gerade.
Vielleicht sollte ich ihn nochmal gerade machen. Gerade genug.
Doch, der ist gerade. Und dann sieht man einen dunkelblauen Himmel.
Am Horizont sind Wolken, aber unter den Wolken in Dunkel sieht man Fuerteventura.
Die nächste Insel ist nämlich sehr nah dran und aus meinem Hotelzimmer konnte
ich Fuerteventura sehr gut sehen.
Ist kein gutes Foto, ist nicht gut aufgeräumt, ist nicht gut belichtet,
aber was man mit dem iPhone im Dunkeln halt so machen kann. Ja.
Nach dem Joggen bin ich duschen und frühstücken gegangen und dann sind wir alle
in den Bus gestiegen und sind zu unserem ersten Spot gefahren und das war ein
Vulkan, wie überraschend.
Also jeder Berg auf Lanzarote ist ein Vulkan.
Aber das war einer mit so einem Parkplatz, wo man irgendwie so einen Wanderweg
angelegt hatte, dass man da auch mal hingehen konnte und sogar reingehen konnte.
El Cuervo heißt der. und ja, gleich irgendwie toll.
Ich war sofort gefangen von diesem Vulkan.
Gute Bilder sind mir nicht gelungen, ehrlich gesagt. Also da war ich noch in
so einem Urlaubsfotomodus.
Ich wusste noch nicht so genau, wie ich das machen will, was ich machen will.
Aber das erste Bild, also das zweite Bild im Album, das erste Bild von dem Stopp
zeigt halt den Vulkan mit einem Krater, Der ist oben so ein bisschen ausgefranst.
Rechts ist so eine richtige Nase.
Im Hintergrund sieht man auch so eine Nase, die da noch über ist.
Ansonsten so ein typischer Vulkankrater.
Vorne rechts oben drauf ist ein großes Loch sozusagen.
Und das ist halt nicht ein Kometeneinschlag, sondern kommen halt teilweise auch
große Brocken rausgeschleudert aus so einem Vulkan.
Und wenn der irgendwo hinfällt, dann ist da erstmal ein großes Loch.
Wahrscheinlich war das gar kein so großer Brocken, der da eingeschlagen ist.
Aber es sieht schon gigantisch aus, was da so entstanden ist.
Ich glaube, das ist einer der neueren, der jüngeren Vulkane, also vom Ausbruch 1730.
Der letzte Vulkanausbruch auf Lanzarote war 1730 bis 1736.
Minutiös beschrieben von einem Pfarrer.
Der da irgendwie vor Ort war. Und ich glaube, der gehört dazu.
Im Hintergrund, zwei Bilder weiter, sieht man die Feuerberge,
Montañas del Fuego, aus dem Nationalpark, die man feiert, wenn ich jetzt nicht ganz falsch liege.
Genau, und der ist da halt entstanden. Also das ist diese neue Vulkankette.
Die Insel ist ja deutlich älter. Also die ist schon vor 250 Millionen Jahren
oder so als Vulkaninsel da aus dem Meer entstanden.
Und am letzten Tag waren wir auch
noch bei einem alten Vulkan und der sah tatsächlich auch ganz anders aus.
Also der war schon deutlich abgenutzter.
Also klar, wenn man da eine Million Jahre rumsteht, Wind und Wetter,
Vögel, was war immer, die da drauf scheißen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie sich so ein Vulkan entwickeln kann.
Aber das Schwierige an dieser Location war, dass ich erstens gerade erst angekommen
war, noch nicht so richtig wusste, was mache ich denn jetzt eigentlich.
Und dann habe ich gesehen, okay, die Lichtverhältnisse sind wirklich hart. Es war halt morgens.
Also dieses erste Foto ist entstanden um 9.24 Uhr.
Ich habe auch die Metadaten übrigens freigegeben. Das heißt,
wenn ihr euch dieses Album gerade anguckt, rechts ist so ein kleines I im Kreis.
Wenn ihr da draufklickt, seht ihr...
Mit welcher Kamera, welcher Linse, welcher Blende, Brennweite,
Belichtungszeit, ISO, alles könnt ihr sehen.
Und eben auch Datum, Uhrzeit, Januar 11, war heute so englisch,
11. Januar, 9.24 Uhr ist dieses Bild entstanden.
So, und das Schwierige an dieser Uhrzeit ist, dass es halt harte Schatten gibt.
Also die Sonne steht noch tief und ihr seht das auch im Vulkan,
da ist halt viel Schatten im Krater und ein bisschen was guckt raus.
So könnt ihr euch vorstellen, wenn man dann da drin steht, dann ist das Licht richtig schwierig.
Und ich habe auch kaum Fotos von da drin gemacht, die ich irgendwie akzeptabel fand.
Habe ich auch alle nicht hier mit dem Album drin. Das war irgendwie schwierig.
Ich habe ein bisschen HDR-Belichtungsreihen gemacht, habe dann dummerweise festgestellt,
oh, Lightroom auf dem iPad kann ja gar keine HDR-Bilder mergen. Wovon rede ich jetzt?
Ich rede davon, wenn man... Okay, wird doch eine längere Sendung.
Ich muss ein bisschen ausholen.
Licht. Was ist nochmal Licht? Also Licht sind ja sowohl Teilchen als auch Wellen.
Okay, nee, so weit will ich nicht ausholen. Was ist Helligkeit?
Oder was passiert? Ja, ähm.
Es gibt Dunkelheit. Fangen wir mal so rum an. Es gibt absolute Dunkelheit.
Wenn gar kein Licht da ist, dann ist halt Null und Schwarz und Dunkel.
Das kann man im Wesentlichen erleben, wenn man in einen Berg reinsteigt,
in einer Höhle und alle Lampen ausmacht und nichts leuchtet, auch kein Handy.
Dann hat man mal Dunkelheit. Und draußen, egal ob gerade irgendwie bewölkt ist
oder auch keine Sterne oder kein Neumond.
Ist trotzdem noch hell, weil die Lichtverschmutzung, das verbreitet sich über ganz deutlich.
Es gibt in Deutschland keine dunklen Orte mehr.
Vielleicht, wenn es richtig stark bewölkt ist und man mit einem Schiff,
das keine Lampen hat, mitten auf dem Atlantik ist.
Vielleicht kriegt man dann auch Dunkelheit null.
Aber ansonsten ist es halt schwierig, das überhaupt zu erleben.
So, und nach oben ist diese Skala an Helligkeit, aber quasi unbegrenzt.
Also man könnte sagen, ja, weiß ist doch das Maximum. Naja, wenn man ein weißes
Blatt Papier vor sich hat, dann ist das zwar weiß alle Farben sind miteinander
vermischt, beziehungsweise es gibt keine Farbe,
aber wenn man sich mal dann eine Lampe daneben stellt, dann ist das weiß auf
einmal heller und wenn man direkt in die Lampe guckt, ist es noch mal heller
wenn man dann in die Sonne guckt ist es vielleicht noch mal heller,
Und wenn irgendein Idiot einem mit einem Laser ins Auge leuchtet, dann ist es zu hell.
Also es gibt verschiedene Arten von Helligkeit. Ein ganz großes Spektrum von Null bis Unendlich.
Unendlich weiß ich nicht, wahrscheinlich nicht. Physiker, die anwesend sind, mögen mich hier.
Haben jetzt wahrscheinlich gerade die Hände über den Kopf. Bis Unendlich ist es schwierig.
Wegen geht nicht. Aber ja, es geht bis sehr, sehr hell. So, und jetzt ist die
Frage, wie viel davon kann man eigentlich wahrnehmen?
Und das menschliche Auge, das nennt man den Dynamikumfang.
Also Dynamik bedeutet, wie viel von diesem Spektrum von Null,
ganz dunkel, bis ich schaue in die Sonne und es blendet, kann ich wahrnehmen.
Das menschliche Auge hat einen wahnsinnig großen Dynamikumfang.
Das heißt, wenn ich eine Szenerie mir anschaue, wo Stellen dunkel und Stellen
sehr hell sind, dann kann das Auge das alles abgleichen.
Also ich bin dann weder geblendet, noch sehe ich in der Dunkelheit nichts,
sondern ich kann immer noch Konturen erkennen.
Wenn ich nachts rausgehe, dann öffnet sich die Iris, die Pupille,
die Iris wird kleiner, also ist ja so ein Muskel im Auge, dann fällt mehr Licht
rein und dann kann ich dunklere Sachen gut erkennen.
So, ist immer die Frage, wie viel Licht fällt eigentlich ins Auge?
Und dann muss ich das Auge kurz daran gewöhnen, dass jetzt andere Informationen
kommen, weniger, okay, ich weite meine Pupille, ich sehe mehr.
Ja, und so ähnlich funktioniert ja auch Fotografie.
Am Ende geht es ja darum, wie viel Licht, also natürlich geht es auch um Fokussierung,
um Komposition, um alles Mögliche, aber bei der Belichtung geht es darum,
wie viel Licht fällt eigentlich in so eine Kamera rein auf den Sensor.
Und das wird begrenzt durch die Empfindlichkeit des Sensors,
wird durch ISO ausgedrückt.
Früher gab es unterschiedliche Filme mit unterschiedlichen ISO-Werten,
heute kann man es an der Kamera einstellen, aber letztendlich passiert da auch
nur digitale Nachbereitung.
Die Blendenöffnung, also wie
groß ist das Loch, wo das Licht reinfällt und die Belichtungszeit. Ähm,
Also wie lange ist der Sensor dem Licht ausgesetzt?
Und beim Auge ist es halt dauerhaft. Also eine niedrige ISO. Nein, Quatsch.
Beim Auge ist es halt einfach kontinuierlich, nehme ich halt Licht wahr und
kann das dann irgendwie sehen und verarbeiten und kann auch irgendwie große
Helligkeitsunterschiede schnell ausgleichen.
Kameras muss man halt einstellen auf die richtige Belichtung,
damit eine Szene nicht unter- oder überbelichtet ist.
Allerdings haben Kameras eben auch einen Dynamikumfang.
Also wie viel, also wie groß ist der Ausschnitt, den ich aus diesem Spektrum
von Null, ganz schwarz, bis ich fotografiere direkt in die Sonne.
Was man ohne Filter nicht tun sollte übrigens, dann ist nicht so gut.
Also wie groß ist dieser Ausschnitt an verschiedenen Helligkeitsstufen?
Wenn man sich denkt, das ist ein Kontinuum, ich weiß gar nicht,
ob es linear ist, wahrscheinlich nicht, ist bestimmt irgendwie logarithmisch
oder so, da weißt du schon, Physiker wieder, bitte hervortreten und das genauer erklären.
Aber man kann mit einer Belichtung halt nur eine bestimmte Bandbreite an verschiedenen
Helligkeiten von dunkel bis hell aufzeichnen.
Alles darunter ist halt komplett schwarz man sagt, die Schatten saufen ab,
oder eben überbelichtet, man sagt, es brennt aus und das ist dann halt entweder
nur schwarz oder nur weiß auf dem Bild und es gibt keine Strukturinformationen,
keine Detailinformationen mehr in diesem Bereich,
und das will man natürlich eigentlich vermeiden manchmal ist es okay,
manchmal ist es sogar schön, wenn ein Teil des Bildes komplett schwarz ist,
Aber da ist halt nichts. Das muss man dann als Leerraum oder Weißraum,
wenn es dann weiß ist. Wahrscheinlich sagt man auch Weißraum, wenn es schwarz ist.
Das muss man dann halt als gestalterisches Element in Kauf nehmen.
Ob das schön ist, ist halt jedem selbst zu überlassen. So.
Um das aber quasi ausgleichen zu können, dass man mit einer Belichtung nur einen
bestimmten Ausschnitt dieses Helligkeitsspektrum aufnehmen kann,
kann man sogenannte HDR-Fotografie machen.
HDR steht für High Dynamic Range oder Higher Dynamic Range.
Weiß ich nicht mehr. Also es geht darum, den Dynamikumfang künstlich zu erweitern.
Das ist ja zum Beispiel ganz praktisch, wenn man sich das Bild hinterher auf
einem Display anguckt, was auch heller leuchten kann, als ein normales weißes
Blatt Papier hübsch aussieht, wenn es irgendwie von der Lampe bestrahlt wird.
Und die meisten Displays, die heutzutage hergestellt werden,
können das, also iPhones und auch die neuen Android-Telefone,
die haben alle HDR-Displays, Die können alle heller als weiß darstellen.
Ich habe dazu mal eine Episode gemacht, HDR, weil man das natürlich dann auch dort bearbeiten muss.
Man braucht also weitere Belichtungseinheiten nach oben, die dann heller sind
als weiß. Nennt sich halt HDR-Bearbeitung.
Leitung kann das jetzt seit zwei Jahren. Und ich glaube, als wir es angefangen
haben, habe ich mal eine Episode dazu gemacht.
Ähm, genau, aber damit man diese Informationen überhaupt hatte,
muss man sie natürlich aufnehmen ich glaube, meine Kamera hat einen 14-Bit-Sensor,
16 glaube ich glaube, die Fuji GFX haben 16-Bit oder so, ja, also ähm,
und jedes Bit sagt halt, äh, dann irgendwie, wie viele Helligkeitsstufen es
gibt und 2 hoch 14 ähm 2 hoch 14 ähm.
Online-Tauschenrechner. Ach Gott, Amazon. Nein, ich wollte...
Ich kann gerade 2 hoch 14 nicht rechnen.
Ihr habt die 2er-Potenzen nicht im Kopf. Ist das nicht peinlich?
Wäre doch eigentlich cool. So 16.384.
Genau. Immer verdoppeln und bis 14 mitzählen.
Also 16.000 verschiedene Helligkeitsstufen kann meine Kamera aufzeichnen.
In so einer Situation, wenn man sehr dunkle Schatten hat in diesem Krater und
auch sehr helle Flächen, wo gerade die Sonne drauf knallt, reicht das halt nicht.
Dann hat man auf jeden Fall Schatten, die absaufen oder Lichter, die ausbrennen.
Komplett weiß und komplett schwarz. Und um das zu vermeiden,
macht man eine Belichtungsreihe. Das nennt sich Bracketing auf Englisch.
Ich weiß nicht, wie das auf Deutsch heißt. Wahrscheinlich heißt es auf Deutsch
Belichtungsreihe. Und das ist ein Modus, in dem die Kamera fünf Bilder hintereinander macht.
Man stellt dann auch geschickterweise auf Serienfunktion. Ich habe vor zwei
Jahren mit Jens im Yosemite Nationalpark, der hat auch eine Z8 gelernt,
dass das bei der Z8 total praktisch einzustellen ist, weil die hat links oben
auf der Kamera hat sie so vier Knöpfe,
unter anderem den Modus-Knopf für, mache ich jetzt Belichtungsvorwahl, Priorität,
manuell oder Programmautomatik.
Und da ist vorne der Knopf Bracketing, also so ein extra Knopf für willst du
eigentlich vielleicht eine Belichtungsreihe machen und links der Knopf ist,
Auslöse-Modus der steht bei mir normalerweise auf Single weil ich gerne für
jedes Bild einzeln auslöse aber den kann man natürlich auch auf Serienbild stellen.
Und der Trick ist du drückst halt auf dem Rad vorne Bracketing hältst fest und
drehst an dem hinteren Einstellrad rechts und dann hast du Bracketing eingestellt
auf drei oder fünf Belichtungen, je nachdem, wie du es möchtest.
Und drückst dann auf den Auslöse-Modus und stellst auf Serienbild.
Und das ist dann auch ganz egal, welcher das ist, weil der hört dann automatisch
auf nach dieser Belichtungsreihe.
Also auch wenn der auf Dauerfeuer 20 Bilder die Sekunde steht,
macht er dann halt genau die fünf Bilder der Belichtungsreihe,
wenn ich die Belichtungsreihe auf 5 gestellt habe.
So, das habe ich da gemacht in diesem Krater, Elcoervo,
Und habe ganz viele HDR-Aufnahmen gemacht und habe dann dummerweise festgestellt,
das iPad kann das gar nicht mergen.
Das heißt, während der Reise ging es nicht.
Konnte ich die HDR-Bilder nicht zusammenfügen.
Das ging dann erst hier zu Hause, als ich wieder an meinem Computer war.
Da habe ich dann Lightroom Desktop gestartet. Ich weiß gar nicht,
ob Lightroom Web das kann.
Das hätte ich noch ausprobieren können. Na egal.
Hatte ich halt ganz viel Fotomaterial, mit dem ich nicht weiterarbeiten konnte.
Letztendlich auch nicht so fruchtvoll, weil ich fand es am Ende gar nicht so gut.
Die Bilder, die ich da gemacht habe. gefallen hat mir dieses Bild,
auch weil es nicht den ganzen Krater zeigt.
Das ist halt rangesoomt, brennweite 120 mm, also das längste,
was diese Linse hergibt.
Mit ein bisschen Vordergrund, der Krater oben und ein bisschen Himmel mit ein paar Wolken.
Könnte fast meinen, diese eine Wolke kommt aus dem Krater raus,
weil der Krater irgendwie gleich Feuer spucken will. Ne, ist nicht der Fall.
Ich habe später noch einen Feuerspuckkrater.
Ja, genau, das war El Cuervo, da konnte man dann hinlatschen.
Ich habe ein Makro-Bild gemacht von dem Lavagestein, weil mich das so beeindruckt hat.
Nach einer Woche auf dem Zeug rumlaufen, fand man es dann irgendwie an, auch normal.
Aber auch interessant, wie da so die Flechten sich drauf entwickeln.
Also Flechten sind ja immer die ersten Lebewesen, die sich so auf dem Mond auch,
nee, auf dem Mond gibt es keine Flechten, Tobi, konzentrier dich.
Nein, also bei Lebewesen,
Bei Neuerschließung von Lebensraum sind Flechten meistens die Ersten.
Das sind ja auch schon die Ältesten.
Das ist übrigens ein echt schlechtes Bild, sehe ich gerade. Viel zu viel Unschärfe,
aber ich mag es trotzdem.
Also Technikpunkte gibt es nicht. Ich mag es.
Genau, das nächste Bild zeigt eine Teilnehmerin. Liebe Grüße,
die wahrscheinlich gerade ein Foto macht.
Ja, sie macht ein Foto von den Feuerbergen.
Die hübsch rot im Hintergrund sind durch die Wolken hatte man ein ganz nettes
Licht die haben dann immer auch Schatten auf diese,
Vulkane im Hintergrund geworfen also das ist nicht El Cuevo sondern das ist
Montañas del Fuego im Hintergrund,
Genau, und die gesamte Fläche von hier vorne, wo wir standen,
bei dem El Cuervo, bis hinten zu den Feuerbergen, ist eine Wüste.
Das reines Lavafeld, also das ist alles nur, ja, sieht auf dem Bild recht hell
aus. Was habe ich denn da gemacht?
Lange Belichtungszeit, offene Blende, also Blende ist F4, das ist schon Offenblende,
ne, Belichtungszeit ist 1250, das ist gar nicht so lang.
Aber ja, wenn da die Sonne draufknallt, dann ist es natürlich nicht schwarz, sondern eher hell.
Vorne sieht man die Kiesesteine, auf denen wir stehen, die waren schwarz.
Das, denke ich mal, ist so ein Lava-Feld da zum letzten Ausbruch. Ja, so sah es da aus.
Genau, und das nächste Bild zeigt nochmal irgendwie links quasi an dem Krater vorbei.
Da kommt dann gerade meine Reisegruppe vom Krater zurück.
Und ich habe im Vordergrund diese schwarzen Kies und wenn Lava schnell erhärtet,
dann zerbricht es und dann wird es so ruppelig und dann sind es sehr scharfkantige, größere Steine,
aber natürlich auch vieles wird komplett zerschmirgelt und das ist dann dieser
sehr scharfkantige kleine Kies, der da entsteht.
Genau, und eine einzelne Palme im Hintergrund, die haben wir auch später nochmal gesucht.
Alleinstehende Palme vor so einem Untergang war die Aufgabe.
Ich habe sie nicht gelöst, weil ich mich in der Palme geirrt hatte.
Dieses hier ist jetzt eine alleinstehende Palme vor einem Vulkan im Hintergrund. Ja.
Also ich glaube, es gibt auch...
Wo geübt wird, entweder für Mondlandung oder für Marslandung mit den Rovern
auf den Kanadischen Inseln.
Keine Ahnung, wo das ist, aber da kann ich es mir gut vorstellen,
dass man es da machen könnte.
Gut, nächster Spot war der Markt in Teguise.
Kleines Dörfchen in der Mitte von Nowhere, also in der Mitte von Nanzarote und
bekannt für seinen Markt. Und der Markt war wirklich schön.
Ich habe ein Foto als erstes hier mit so einer Burg im Hintergrund.
Die war da oben auf dem Hügel und den Marktständen im Vordergrund.
Und da war ordentlich was los. Also viele Touristen, aber auch viele Einheimische,
die da irgendwie was getrunken haben.
Wenig Kinder. Das sind ja auch keine Schulferien. Also waren auch keine Familien
mit Kindern irgendwie dort unterwegs. Aber ein paar Kinder schon.
Aber dann eher spanische Kinder, glaube ich.
Ja, ich habe eine Tür gefunden die,
nicht grün auf einem weißen Haus war, sondern braun auf einem blauen Haus und
das war was besonderes, sodass ich es gleich fotografiert habe, denn,
die ganze Insel ist gestaltet von einem Künstler jetzt habe ich den Namen nicht
parat soll ich den jetzt noch einmal raussuchen wenn ich jetzt wieder anfange
zu googlen, ist ja auch doof kann ich eine Pause drücken.
Ja, also Google sagt César Manrique, von 1919 bis 1992 hat er gelebt,
in Arechife geboren und in Tahische gestorben, auch auf Lansarote.
So und der war Maler, Bildhauer,
Umweltschützer sagt mir, Wikipedia wusste ich auch nicht aber der hat halt einen
großen Einfluss darauf gehabt wie Architektur, Landschaftsgestaltung so passieren soll,
auf Lanzarote, sehr einflussreicher Mensch und es gibt auch ein Manrique Museum
seinen Wohnort, seinen Grab kann man alles angucken, das haben wir nicht gemacht,
weil Frank meinte, das ist irgendwie touristisch so überladen.
Also fotografieren kann man da gar nicht, also nichts Sinnvolles.
Und viel lernen kann man da auch nicht.
Wahrscheinlich nicht mehr, wenn ich den hier diesen Wikipedia-Artikel durchlese.
Aber ist ja auch egal. Zumindest sieht man auf Lanzarote kaum ein Haus, das nicht weiß ist.
Also die meisten Dörfer, an denen man so vorbeifährt, sind komplett weiß, die Häuser.
Und die meisten Türen und Fenster sind grün. Deswegen fand ich das hier ganz
lustig mit dem blauen Haus und der braunen Tür auch ordentlich abgeranzt.
So wie es sich halt gehört.
Genau. Und das nächste Bild ist schon Maria, unser Model.
Maria Laporte. Und da hatte ich diese Statue gesehen. Das ist irgendwie so ein
Teufel. Der hat so Teufelshörner oben auf dem Kopf.
Der hat einen Stabenhand, so einen Kampfstab und irgendwie...
Ich weiß gar nicht, was das für eine Statue ist. Einen komischen Gürtel mit so Glocken.
Sind das irgendwelche? Ich weiß nicht. Irgendein Teufel.
So, und der steht da so in Angriffspose. So, iPad rübergefallen, Entschuldigung.
In Angriffspose steht er da und guckt nach rechts. Im Hintergrund ein weißes Haus mit grünen Türen.
Immerhin noch roten Rahmen um die Türen. Aber, ja, so Standard.
Ganzerrote.
Die Statue steht auf einer Verkehrs-Empflicht. Insel, kurz bevor der Markt anfängt.
Man sieht das Gesicht gar nicht. Aber das war nicht so wichtig,
denn was ich wollte, war, dass Maria sich davor stellt und quasi im Kampf ist mit dieser Statue.
Und das hat sie zuerst gar nicht so verstanden, aber ich glaube, am Ende hat sie es doch.
Und die Pose, die sie da jetzt hat, ist, sie greift dem Teufel ans Horn und
geht mit dem Kopf aber so nach hinten.
Das ist auch gut, weil von hinten das Licht kam.
Und ja, schmerzverzerrtes Gesicht, nicht so ganz. Ein leichtes Lächeln.
Ich glaube, sie fand das ganz lustig.
Das war das erste Mal, dass ich mit Maria gearbeitet habe und wir kannten uns
noch nicht und sie wusste noch nicht, wie ich so drauf bin mit dem, was ich von ihr möchte.
Ich glaube, sie hatte Spaß und ihr gefällt auch das Bild, hat sie gesagt.
Ich glaube, am Ende der Reise wusste sie dann schneller, was ich denn eigentlich möchte. Gut, so.
Ihr rechts Bein schaut so aus dem geschlitzten Rock raus und Und sie trägt ein
lilafarbenes Oberteil.
Genau, Maria ist Sizilianerin, also halb Sizilianerin, halb Deutsche und hat
sehr wilde, lange Locken, richtig tolle Haare und ich finde,
sie sah auch so ein bisschen nach Torero-Kampfposition aus, deswegen hat mir das Bild gut gefallen.
Jetzt greife ich kurz vor, bevor ich zu den nächsten Bildern komme,
denn am Abend war ja dann immer die Bildbesprechung.
So, und ich habe dieses Bild mit in die Bildbesprechung eingebracht.
Wie gesagt, durfte man nur drei Bilder mitbringen.
Klar, wir waren elf Teilnehmer.
Wenn da jeder zehn mitgebracht hätte, hätten wir 110 Bilder besprechen müssen.
Das hätte viel zu lange gedauert. Wir haben auch so schon bis weit nach elf
Uhr, bis nach zwölf, glaube ich, sogar gebraucht, um da fertig zu werden.
Also drei Bilder und ich hatte mich für dieses entschieden, weil ich wissen
wollte, ob das funktioniert, ob das gut ist.
Und ich hatte es ganz rudimentär bearbeitet, bevor ich es eingereicht habe.
Habe schon mal so ein bisschen im Hintergrund aufgeräumt, da ging noch eine
Person und da war noch irgendwie, ich weiß nicht, irgendwas lag da rum oder
ein Mülleimer oder irgendwas habe ich noch weggemacht.
So ein bisschen, dass es so ein bisschen minimalistischer ist.
Und ja, es kam auch gut an. Was mir allerdings gesagt wurde von Frank war,
Tobi, das ist doch ein Model.
Gebt dir mal ein bisschen Mühe, was deine Photoshop-Skills angeht.
Ich arbeite immer bei Tobi.
Was er nicht wusste ist, ich kann gar kein Photoshop. Also ich habe noch nie
großartig mit Photoshop gearbeitet.
Natürlich habe ich das und ich weiß, wie die Prinzipien funktionieren mit Filtern
und Layern und Auswahlwerkzeugen.
Hast du nicht gesehen?
Also ja, theoretisch schon. Aber was es da alles gibt und wie man das genau
macht, wusste ich nicht.
Er sagt dann, hey Tobi, du musst den Liquify-Filter nehmen und den Oberschenkel schmaler machen.
Guck doch mal, das sieht doch nicht schön aus, wie stämmig der ist.
Oder irgendwie sowas hat er gesagt.
Also Maria ist nicht dick, auf gar keinen Fall.
Aber sie sagte auch so, ja, hätte ich mich gefreut, wenn du es gemacht hättest.
Dann dachte ich, na gut, dann übe ich dich jetzt das mal. Und wenn ihr auf dem
nächsten Bild guckt, da habe ich den Oberschenkel dann ein bisschen schmaler
gemacht und auch den Oberarm vom ausgestreckten rechten Arm habe ich ein bisschen schmaler gemacht.
Und die andere Änderung findet ihr vielleicht selber, wenn ihr gerne hinguckt.
Habe ich jetzt zum ersten Mal gemacht. Das habe ich vorher noch nie gemacht.
Irgendwie Körperform mit Photoshop verändern hielt ich nie für notwendig.
Und wenn ich nicht auf diese Reise gefahren wäre, hätte ich es nie gemacht.
Jetzt habe ich es mal gemacht, bestimmt nicht gut.
Der Oberschenkel, wenn man ganz nah ran guckt, dann sieht man,
das sieht jetzt irgendwie merkwürdig aus.
Ich habe mir auch ganze 10 Minuten Zeit gegönnt, um das zu machen.
Also nicht besonders lange geübt.
Bin jetzt sicherlich kein Retusche-Künstler oder so. Aber ich habe es halt mal gemacht.
Und wenn ich jetzt von Weitem auf das Bild gucke, einen direkten Unterschied
sieht man nicht. Also am Oberschenkel vielleicht schon.
Am Arm muss man schon sehr genau hinsehen, um das wahrzunehmen.
Schalte hier gerade zwischen den Bildern hin und her. Und ja,
einen ganz kleinen Unterschied gibt es da. Naja.
Habe ich ihr auch beide Bilder geschickt. Und sie sagt, ja, es ist schön,
es ist okay. Kannst du so machen. Deswegen zeige ich euch beide.
Und ich mag das Bild. Also es war eine witzige Idee mit dieser Kampfpose.
Und es ist mein erstes Bild von Maria sozusagen.
Genau. Und das zweite kommt gleich
hinterher. Denn nach Tegize sind wir nochmal an den Strand gefahren.
Den genauen Spot verrate ich euch nicht, weil ich nicht weiß,
ob Frank das möchte, dass ich euch jetzt alle Spots genau sage.
Weil das ist ja auch Teil seines Konzeptes dass er solche Reisen halt ausgearbeitet
hat wäre nicht fair, wenn ich euch jetzt jeden einzelnen Spot sage,
aber das ist halt wie gesagt am Wasser eine Stelle wo man sehr schön Filterfotografie üben kann,
und wo die Gischt schön, also der Wind war genau richtig um ein bisschen Wellen zu haben,
und da kommen jetzt ganz viele Bilder von Maria da steht sie am Wasser auf diesem
Lavagestein, schwarzes Lavagestein, sehr,
wild und da klappt gerade so eine Welle gegen und sie schaut quasi raus aufs
Wasser und wartet auf den,
Fischermann, der nach Hause kommen soll, um Fisch für die hungrigen Kinder zu bringen.
Sozusagen. Nächstes Bild habe ich mit besonders kurzer Belichtungszeit gemacht.
Ne, vierhundertstel, gar nicht so kurz. Warum sieht das so gut aus?
Achso, sieht gar nicht so gut aus, wenn ich ganz kurz... Aber ja,
viel Gischt habe ich zumindest drauf. Und mache hier so einen Anschnitt.
Keine Ahnung, ob das funktioniert. Ich fand es toll, weil es halt viel Gischt drauf war.
Jedes Mal, wenn die Gischt kam, war es gerade irgendwie komisch.
Und auf dem nächsten Bild war die Gischt am höchsten, also noch über Maria hinaus.
Aber sie war gerade auf dem Weg weg.
War dann am Lachen, dass dann gerade die Gischt kam. Habe ich trotzdem mit drin.
So, dann kommt noch ein Bild von mir, weil ich habe dann meine Kamera dort stehen
gelassen, auf dem Stativ und auf Dauerfeuer eingestellt.
Also einfach Serienbelichtung tausendmal, keine Ahnung.
Ich habe einfach angemacht und laufen lassen, ein Bild pro Sekunde.
Mit der Einstellung, die ich dann da halt so fertig hatte.
Und habe mich da hingestellt, wo Maria stand und habe auch auf Gischt gewartet.
Und eins ist dabei rausgekommen, wo dann auch die Gischt hochkam.
Ihr seht wieder zwei Bilder, denn wenn ich von Maria Photoshoppe,
dann kann ich auch mein Hohlkreuz.
Ich habe natürlich gar nicht so einen dicken Bauch, wie man das auf dem Bild sieht.
Also ich habe meinen hässlichen Sonnenhut auf und stehe da irgendwie so rum
und ein bisschen kommt das Bäuchlein so nach vorne raus.
Und dann dachte ich, wenn ich jetzt weiß, wie der Liquify-Filter geht,
dann habe ich ja noch eine zweite Version von dem Bild gemacht,
wo ich einen ganz flachen Bauch und etwas voluminisere Brust und mein Oberarm.
Das ist natürlich besser.
Es ist Quatsch also das wird jetzt nicht mein neues Hobby dass ich alle Bilder
irgendwie mit Photoshop und Liquify Filter oder wie auch immer irgendwie jetzt
den Social Media Standards von Körperformen anpasse aber es war eine lustige Übung,
wenn man da hin und her schaltet zwischen dem ersten bis dem zweiten Bild sieht
es so aus als ob ich als ob eine attraktive Person vorbeikommt und ich schnell
meinen Bauch einziehe und der Fels hinten Und das verschiebt sich natürlich auch ein bisschen mit.
Naja, alberner Kram gehört für mich dazu, auch mal albern sein zu können.
Ja, das nächste Bild habe ich dann an einem Spot etwas weiter zurück zum Parkplatz
gemacht. Da war ich dann mit Robert unterwegs.
Und Robert hat mir tatsächlich sehr gut geholfen, mit der Filterfotografie besser zu werden.
Also machen wir nochmal weiter mit meinem Technikausflug. Belichtungszeit und
wie viel Licht fällt eigentlich rein.
Es gibt Situationen, da möchte man ganz kurze Belichtungszeiten.
Zum Beispiel, wenn man Sport fotografiert, dann bewegen sich die Menschen oder
Autos oder Bälle schnell und man will dann keine verwackelten oder langgezogenen Sachen haben.
Manchmal will man das, wenn man zum Beispiel fließenden Verkehr fotografiert
und dann so die Rücklichter irgendwie Spuren ziehen, dann will man lange Belichtungszeiten
oder hat sie sowieso, weil es gerade dunkel ist. Manchmal will man sehr kurze.
Bei Wasser kann man beides wollen.
Bei Wasser, wenn man da eine ganz kurze Belichtungszeit hat, dann friert man das ein.
Da kommt auch nachher noch ein Beispielbild, also nicht heute,
sondern in einer der nächsten Episoden, wo ich Wasser eingefroren habe mit einer
sehr kurzen Belichtungszeit, 1600 war das, glaube ich.
Aber manchmal möchte man auch Wasser eher Langzeit belichten.
Wenn man möchte, dass das so ein bisschen seidiger wird bei Wasserfällen und
so, macht man das ganz gerne mal, dass er so neblig aussieht und nicht einfach
nur ein bisschen verwackelt.
Und da habe ich von Robert gelernt, also bisher war immer mein Ansatz,
ja, dann mache ich halt so drei Sekunden oder so oder vier Sekunden.
Und das geht natürlich, dann ist das alles schön glatt und ein bisschen neblig.
Und es gibt Situationen, in denen das gut ist.
Die kamen dann auch später im Verlauf der Reise. Aber in dieser Situation hat
er gesagt, mach mal kürzer.
Das ist viel zu lang. Du hast ja nur eine reine weiße Fläche.
Denn wir standen ganz nah am Wasser. Ich hatte meinen Weitwinkel drauf.
30 Millimeter Brennweite ist jetzt noch nicht Ultraweitwinkel.
Also ich hätte es noch irgendwie auf 14 machen können oder so.
Aber ja, und ich hatte da natürlich zwei Sekunden Belegung gemacht.
Davon habe ich jetzt hier gar keine mit drin. Könnte ich eigentlich noch rein und rein tun.
Da ist dann einfach keine Struktur mehr auf dem Wasser zu erkennen.
Weil das Wasser dort schwappt halt so hinten an. Hinten im Hintergrund sieht
man auch eine Welle, die gerade anrauscht.
Ein paar Schäfchenwolken am Himmel. Das ist wirklich tolles Bild,
muss ich nochmal eben sagen.
Ist das scharf? Naja, scharf genug. So, und im Vordergrund sind halt so Lava-Stein-Formationen
im Wasser und die Wellen laufen halt so da durch und schäumen so ein bisschen,
weil die halt aufgeschäumt werden.
So, und wenn man dann eine etwas kürze, also auch Langzeitbelichtung,
also auch mit Filter, damit, ich sage erst den Satz zu Ende,
sonst verlege ich den roten Faden und komme nicht wieder zurück.
Also mit dieser kürzeren Bildungszeit und hier ist es 13 Zehntel Sekunden also
etwas über eine Sekunde 1,3 Sekunden,
es hätte auch noch kürzer sein können, wenn ich das so sehe ehrlich gesagt wundert
mich das dass das 13 Zehntel sind sieht eher aus wie eine halbe Sekunde naja, zumindest,
13 Zehntel ist doch über. 10 Zehntel wäre eine Sekunde. 13 Zehntel ist etwas
drüber. Genau, 1,3. Habe ich schon richtig gerechnet.
Interessant. Also ich hätte getippt, dass das hier kürzer ist.
Denn wenn man das jetzt kürzer belichtet, als zum Beispiel so ein Wellenrhythmus ist.
Welle kommt rein, spudelt auf, geht wieder raus, ist weg.
So, wenn man diese Zeit misst und dann doppelt so lange belichtet, dann ist alles glatt.
Weil dann ist die Welle hin und zurück und dann mehr passiert dann nicht.
Man kann natürlich noch mehrere Wellen einfangen oder so. Was man in so einer
Situation sehr gut machen kann, ist einfach nur einen Teil des Wellenzuflusses
oder Abflusses zu fotografieren.
Und dann ziehen die Schaumkrönchen auf dem Wasser, ziehen dann hübsche Spuren.
Das sieht man hier in diesem Bild in der linken Mitte zwischen den beiden vorderen
Steinen oder mittleren Steinen.
Da fließt das Wasser durch und dadurch, dass diese Spuren da so ziehen,
entsteht da eine Struktur, so eine Linienstruktur, die hat halt sehr viel Dynamik
und die zeigt halt, hier ist Bewegung.
Wenn man ganz lange belichtet, mehrere Sekunden oder noch länger oder Minuten
sogar, dann ist da keine Struktur mehr, da ist da keine Dynamik, keine Bewegung.
Und so kann man halt die Bewegung noch zeigen, obwohl sie schon hübsch verschwommen
ist und das hatte ich ehrlich gesagt vorher noch nie gemacht und noch nie drüber
nachgedacht, welche Struktur man auf dem Wasser eigentlich haben möchte.
Jetzt haben wir da ausführlich geübt und gelernt und die Kamera ist nass geworden.
Ne, da ist nur der Filter nass geworden, glaube ich. Und die Hose.
Kein Wunder, dass ich mich erkältet habe, wenn ich ständig nass geworden bin.
So, und das war traumhaft. Ein sehr, sehr schöner Spot. Ganz tolle Zeit,
die ich da mit Robert hatte. Sehr viel gelernt. Er hat auch sehr viel Spaß gehabt.
Er macht diese Bilder auch sehr gerne und übrigens auch sehr gut.
Es waren sowieso alle, die da teilgenommen haben. Abends bei der Bilderschau
ist mir regelmäßig die Kinder da runtergeklappt.
Weil es war zwar ausgeschrieben für Anfänger und fortgeschritten.
Ich glaube, auch Anfänger hätten was von dieser Reise gehabt,
aber von den Teilnehmern war niemand Anfänger, also nicht blutige Anfänger,
alles keine Profis, einige schon,
wo ich dachte, okay, die sind dann auch in Fotoclubs und machen auch Ausstellungen und so,
aber also niemand, der professionell sein Geld damit verdient, Fotos zu machen,
wenn ich es richtig überblickt habe.
Aber alle super gut. Ich habe wahrscheinlich genauso viel von den Teilnehmern
gelernt wie von den beiden Trainern, weil man sich einfach ausgetauscht hat.
Es war eine super hilfreiche Gruppe.
Wir sind nett miteinander umgegangen und alle waren hilfsbereit, haben immer geholfen.
Genau, das habe ich da geübt und das war richtig toll. Guck mal,
ich habe ja doch ein zweites Bild. Was rede ich denn hier eigentlich?
Sieht ja genauso aus. ist ja auch die gleiche Überlichtungszeit. Ich bin ja schlau.
Vielleicht nehme ich noch ein anderes Bild mit rein. Jetzt, wo ich es sehe, ist noch ein Bild.
Ach, guck. Wieso habe ich denn da so viele Bilder?
Okay. Wahrscheinlich wollte ich, das alles, was ich gerade erzählt habe,
wollte ich wahrscheinlich irgendwie anhand all dieser Bilder,
also ihr könnt euch die alle anschauen, ähm,
Das erste ist 13 Zehntel, das zweite auch. Da sieht man hinten noch eine größere Welle anschwappen.
Das dritte Bild ist eine Sekunde. Und da ahnt man schon, was passiert,
wenn man sehr lang belichtet, dann wird das halt alles noch viel glatter.
Und deswegen habe ich dann auch wieder kürzer gemacht.
Erstmal habe ich noch länger, genau zwei Sekunden. Dann bildet sich quasi,
da ist dann wirklich ganz viel Wasser auch über diese Felsen rübergeschwappt.
Und die bilden dann so einen Nebel, genau.
Ich glaube, das eine Bild kann ich noch mal rausnehmen, das ist komplett wertlos,
das da drin zu haben. Das nehme ich da gleich noch mal raus, das 18.
Braucht kein Mensch zu sehen.
Genau, das nächste heißt 2518, also Nummer TZ8, das heißen alle meine Bilder
aus Tobis Z8 und dann Bild Nummer 2518.
Das hat zwei Sekunden Belichtungszeit und das ist halt so ein bisschen nebliger
und das danach hat nur eine Vierte.
Das ist also viel, viel kürzer als alle davor.
Am Anfang hatten wir 13 Zehntel, also 1,3 Sekunden.
Und jetzt sind wir bei einer Viertelsekunde. Und ich finde, da ist die Linienzeichnung
wirklich am schönsten geworden.
Ihr könnt also quasi miterleben, wie ich hier mein bewegtes Wasserskill weiterentwickelt
habe. Genau, jetzt haben wir das gemacht.
Jetzt habe ich es schon gesagt, dass es Filterfotografie ist.
Komme ich nochmal wieder zurück zu dem Technikausflug, denn ähm.
Wenn man lang belichten will, dann wird das Bild ja auch immer heller.
Ich habe ja gesagt, ISO, Blende, Belichtungszeit.
Wenn die Belichtungszeit sehr
lang ist, klar, muss man die Blende zumachen oder die ISO runterdrehen.
Aber so weit geht das gar nicht zu. Also ich habe jetzt hier natürlich auch nur Blende 8 oder so.
Aber wenn man wirklich lange belichten will, dann muss man aller Voraussichts
nach einen ND-Filter benutzen. ND steht für neutrale Dichte.
Man sagt auch Graufilter, denn die sind einfach nur grau. Also die nehmen aus
dem gesamten Farbspektrum ein bisschen Licht weg.
Und die gibt es in unterschiedlichen Stärken. Die gibt es auch in Variablen,
da kann man dann dran drehen und dann werden sie dunkler oder heller.
Die gibt es auch mit Verlauf. Dann sind sie zum Beispiel oben dunkel und unten hell.
Wenn man zum Beispiel einen hellen Himmel mit einem dunkleren Vordergrund hat,
dann kann man sowas benutzen.
Ich habe nur diese einfarbigen ND-Filter, die dann ermöglichen,
dass viel weniger Licht in die Kamera fällt und man dadurch viel länger belichten
kann, ohne dass man noch weitere Tricks,
die Blende kann man dann selber wählen und ISO muss man auch nicht in diesen
künstlichen, niedrigen Bereich reinziehen.
Genau, da habe ich ein Filterset, was ganz gut zu diesem Ultraweitwinkel-Objektiv passt.
Das schraubt man vorne drauf und dann schiebt man da so 10x10 Platten rein.
Ähm, das macht Spaß. Und schützt noch die Kamera, wenn dann das Wasser zu doll spritzt.
Ich bin da natürlich sehr nah über der Wasseroberfläche.
Ähm, dieses letzte Bild aus der Reihe mit der Bildnummer 2541 habe ich ja mit
14 Millimeter fotografiert.
Das davor auch. Das davor auch. Ich habe dann eher 14 gemacht. Die ersten sind mit 30.
Und danach bin ich auf 14 runtergegangen, weil das einen super tollen Effekt
hat, dieses Ultraweitwinkel.
Wenn man dann jetzt ganz nah an diese Steine rankommt und ganz dicht an das
Wasser, dann sieht das so toll aus.
Allerdings ist man dann halt auch ganz nah am Wasser. Wenn das dann zu schnell
ankommt und schwappt, dann wird es halt auch mal nass.
Naja, kann man alles sauber machen und trocken machen. Und meine Kamera habe
ich jetzt tatsächlich eingeschickt zu Nikon zum Service, weil am letzten Tag,
waren wir nochmal an so einem schwarzen Strand, nee, am vorletzten Tag und da
ist dann auch Wasser mit diesem schwarzen Sand irgendwie auf die Kamera gekommen und jetzt,
schnappt das Bajonett nicht mehr ein.
Also wenn ich ein Objektiv wechsle, dann rastet es nicht ein.
Das kann eigentlich nur daran liegen, dass da ein bisschen Sand im Getriebe
ist. Dann muss das mal sauber gemacht werden.
Aber ja, kann eh mal im Service das Ding. Drei Jahre alt.
Ist zum ersten Mal im Service. Macht nichts.
Gut, das waren die Langzeitbelichtungen und dann immer kürzer werden die Belichtungen.
Ich mag solche Bilder total gerne. Ich weiß nicht, ob ich es mir jemals ausdrucken
und an die Wand hängen würde, aber ich finde das künstlerisch äußerst interessant
und macht sehr viel Spaß.
Gut, und dann sind wir schon beim letzten Spot für den Tag. Ist ja auch schon der vierte Spot.
Zum Sonnenuntergang waren wir am Mirador del Rio, ganz oben im Norden der Insel, Nordwesten.
Also man schaut so ein bisschen nach Westen, will man ja auch,
wenn man den Sonnenuntergang fotografieren will.
Denn, wie wir alle wissen, geht die Sonne im Westen und nicht im Osten.
Auch wenn der Verlauf der Sonnenfinstern ist, wo ich im August hinfahre.
Von Island über die Biscaya und Spanien zu den Balearen, also nach Osten läuft.
Wenn man sich also diese Animation auf Wikipedia anschaut von der Sonnenfinsternis vom 12.
August, ich sage das ausführlich, aber ich habe das ja schon mal erzählt,
in dem Moment dachte ich tatsächlich, die Sonne zieht von Westen nach Osten.
Ich war völlig irritiert und bis ich dann gestaltet habe, nein,
das ist nur der Ort der Finsternis, der im Verlaufe von Westen nach Osten zieht.
Was natürlich daran liegt, dass sich die Sonne und der Mond,
also im Wesentlichen, dass der Mond sich um die Erde dreht und die Erde sich um sich selber dreht.
Und dadurch wirkt das halt so, als würde der Spot.
Eigentlich liegt es nur daran, dass der Mond sich um die Erde dreht, glaube ich.
Weil dadurch wandert dieser dunkle, sonnenfinstrende Spot.
Egal, also die Sonne geht in der Regel im Westen unter. Und auch am 12. August.
Und das tat sie auch an diesem Abend und da haben wir oben, das ist ziemlich
hoch, man steht oben auf einer sehr schönen Klippe, man sieht leider die Klippe
nicht, wenn man oben drauf steht, ist ja klar man traut sich auch nicht ganz
weit nach vorne zu gehen und runter zu gucken.
Aber man sah die Klippe dann später aus anderen Blickwinkeln weiß nicht,
ob ich ein Foto davon habe, wo es gut drauf wirkt aber sehr tolle,
beinduckende Klippen und man schaut dann rüber,
auf so zwei vorgelagerte Inselchen. Die hintere ist so ein bisschen verdeckt,
aber die vordere ist ganz schön.
Und da ist auch vorne wieder so ein weißes Fischerdörfchen mit einem Hafen,
wo eine Fähre rüberfährt und so.
Da oben haben wir uns die Zeit genommen und einen Panorama-Workshop gemacht,
wie man Panoramas korrekt macht.
Also ich kannte schon den Workflow, dass man mehrere Bilder nebeneinander macht,
die so ein bisschen überlappen. und dann kann man in Lightroom sagen,
mach mir daraus oder auch in anderen Tools.
Ich rede jetzt immer über Lightroom, weil das ist das, was ich benutze.
Aber natürlich kann man auch in anderen Tools.
Panorama-Merges machen, Stitchen sagt man auch, zusammensetzen,
also ein Panorama aus mehreren Bildern zusammensetzen.
Das haben wir da geübt. Da habe ich auch was gelernt, nämlich den Begriff Nodalpunkt.
Ich war überrascht.
Dass ich das noch nicht kannte. Es ist ja eigentlich vollkommen klar.
Aber wenn man die Kamera so in der Hand hat und sich dann so dreht,
dann verschiebt sich immer die Perspektive.
Das war mir bewusst, dass ich, wenn ich die Kamera quasi vor meinen Kopf halte
und mich um meine eigene Achse drehe, dass ich dann die Perspektive ändere und
dass das kein gutes Panorama wird, wenn Sachen im Vordergrund sind.
Überrascht war ich, dass dieser Punkt, um den sich die Kamera eigentlich drehen
sollte, eben nicht der Sensor ist. Also das dachte ich.
Habe aber auch nie großartig drüber nachgedacht. Ich habe dann gedacht,
na gut, dann nehme ich den Stativ und drehe die Kamera so, dass der Sensor halt
in der Mitte ist und sich die Kamera um den Sensor dreht.
Weil da fällt das Licht ja drauf und dann kann sich ja die Perspektive nicht
ändern. Ist aber falsch.
Der Punkt, um den sich die Kamera drehen sollte, damit sich die Perspektive nicht verändert.
Also ihr könnt ja mal eure Hände benutzen, also jetzt beim Einschlafen nicht,
aber wenn ihr morgen wach seid, ihr kennt ja den Effekt.
Wenn man die eine Hand ganz weit weg hält und die andere ganz nah dran und dann
den Kopf so ein bisschen bewegt, dann bewegen sich die Finger gegeneinander.
Also man kann die Finger übereinander legen, aber wenn sich dann der Kopf so
ein bisschen dreht, zur Seite schwenkt, dann sieht man da eine perspektivische Veränderung.
Das möchte man beim Aufnehmen von so einem Panorama vermeiden.
Und der Punkt, um den sich das drehen sollte, ist nicht der Kopf,
nicht der Sensor, sondern der heißt Notalpunkt.
Und den muss man tatsächlich pro Objektiv bestimmen.
Er hängt halt vom Objektiv und auch von der Brennweite, also bei Zoom-Objektiven
natürlich nochmal von der Brennweite ab.
Bei Festbandweiten gibt es nur eine, da gibt es dann nur einen Notalpunkt.
Und den muss man rausfinden und Frank hat uns gezeigt, wie man das macht mit
so einem Notalpunkt-Adapter zu einer Schiene und das habe ich da zum ersten
Mal gemacht und fand das ganz cool.
Jetzt überlege ich, ob ich mir so einen Notalpunkt-Adapter kaufe,
damit ich auch mal richtig gut Panoramen machen kann.
Das Panorama, was ich dort mit diesem Notalpunkt-Adapter von Frank gemacht habe,
ist jetzt also auch in diesem Album.
Es ist sehr breit, wenn ihr mal die Info aufmacht, dann seht ihr,
dass es 114 Megapixel hat.
Ich glaube, es ist zusammengesetzt aus vier Bildern oder so.
15.230 Pixel breit und 7.516 Pixel hoch.
Das ist also sehr, sehr hoch. Man könnte es locker auf eine Torpete drucken,
wenn es denn schön genug wäre und wenn man ein sehr breites Haus hat.
Es sei eine sehr breite Wand für diese Torpete. Ich finde es nicht schlecht,
das Bild. Ich mag die Wolken. Es ist irgendwie ein nettes Lichtschirm.
Ganz links ist es ein bisschen viel.
Da ist auch der Übergang von dem ersten zum nächsten Bild, glaube ich,
nicht ganz so gut geworden, weil da schon so ein bisschen viel Dunst auf der
Insel liegt, Weil Sonnenuntergang und die Sonne stand schon ein bisschen tief.
Aber es passt schon. Ein bisschen Vordergrund ist mit drauf mit der Klippe,
auf der wir stehen. Aber nicht viel.
Macht eine hübsche geschwungene Linie.
Vielleicht hätte ich ganz rechts den Huckel noch abschneiden sollen.
Aber weiß ich nicht. Ist es denn da noch? Ach, noch ein kleiner Fels.
Ja, es ist...
Es ist ein Foto. Es ist ein Panorama. Da ging es mir halt eher um die Technik,
die ich da lernen konnte.
Und das hat Spaß gemacht. Ich bin eigentlich gar nicht so der Panorama-Fotograf.
Andererseits, wenn ich mir vorstelle, ich bin im Yosemite-Nationalpark und stehe
auf dem Glacier-Point und könnte da ein richtiges Panorama machen.
Vielleicht brauche ich doch einen Notalpunkt-Adapter.
Hm, weiß es nicht.
Also Panoramakopf, Panoramaschiene heißen die Dinge auch. Ja,
genau, das war das. Und im Hintergrund saß Maria und hat auf uns gewartet,
dass wir nicht mal fertig werden mit dem Panorama-Workshop und hat sich mit
einem Raben angefreundet.
Da habe ich noch zwei Bilder von Maria mit dem Raben gemacht.
Ja, sehr nett. Ich glaube, sie mochten sich gegenseitig.
Ich befürchte, Maria hat den Raben mit Nüsschen gefüttert. Und dann ist man
natürlich schnell befreundet mit so einem Raben. Das nächste Bild hatte ich
auch eingereicht für die Bilderschau.
Das ist ein Pärchen, das ich nicht kannte. Habe ich als Scherenschnitt Silhouette
vor dem Sonnenuntergangswasser.
Also man sieht da sehr deutlich, wie weit es runter geht.
Denn der Hintergrund ist unscharf. Obwohl ich hier, da hatte ich dann meinen
Super-Tele-Zoom rausgepackt mit 100, ich muss das überhaupt,
die unterste, das ist gar nicht die längste, sondern die unterste Brennweite,
ja, Brennweite 180 Millimeter.
War ich viel zu dicht dran an denen. Aber ich mag wie die Sonne,
so ein Rimlight auf die Haare vom, ich glaube links ist ein Typ,
rechts ist ein Mädchen, Mann und Frau.
Ich hätte natürlich noch hingehen können und sagen, Entschuldigung,
können Sie mal bitte den Arm um die Folge?
Aber nee, sie sitzen da einfach nur. Und das ist ein ganz schöner Scherenschnitt.
Genau, und dann ging natürlich noch die Sonne unter. Die habe ich dann mit 600
Millimetern aufgenommen.
Das ist quasi auch ein Testfoto für die Sonnenfinsternis.
Denn ich werde ja am 12.
August nach Spanien reisen. Übrigens mit der Bahn, ganz brav,
weil ich ja nicht so gerne fliege.
Fahre ich nach Paris mit der Bahn und dann zwei Tage später weiter nach Barcelona
und dann nehme ich dann ein Mietauto und fahre dorthin, wo ich die Sonnenfinsternis fotografiere.
Und ja, da habe ich auch schon einen Filter für genau dieses Objektiv,
ein großer Sonnenfilter von Bader, den ich dann da vor dieses 600mm Objektiv spanne.
Und dann wollte ich schon mal wissen, wie groß ist denn eigentlich die Sonne
bei 600 Millimetern, kann ich natürlich überall ausprobieren,
aber sie wird auch dort in der Nähe vom Horizont sein,
wenn sie untergeht, wenn sie bedeckt ist, also wenn die Sonnenfinstern ist und
ich muss halt irgendeine Komposition finden,
erstmal muss ich hoffen, dass keine Wolken sind, aber dann, ja,
genau, so das das wird der Plan dann da, also da wird es dann auch eine kurze
Belichtungszeit geben, weil die Sonne sehr hell ist, ja, hier habe ich eine
800 Zill, Blende 11, da werde ich wahrscheinlich ich dann,
ja, mit dem Filter. Ich weiß, mal sehen.
Leider dauert die Sonne 15, das
hier nur 2,5 Minuten. Ich muss halt ausprobieren, wie es am besten geht.
Aber es wird schon. Wir werden es schaffen.
Genau, das war Tag 1. Mit sehr viel Lernen, sehr viel ausprobieren. Ich hatte.
Über 1000 Bilder gemacht an dem Tag. Und ihr seht jetzt hier 26,
vielleicht 25, wenn ich das eine Bild noch rauslöschen, dass ich das nicht vergesse.
Das ist wirklich überflüssig. Ich habe da zu viel davon. Entschuldigung.
Stattdessen könnte ich vielleicht noch mal,
ein anderes Bild mit reinnehmen. Mal sehen. Schaut euch die Bilder an,
wenn ihr morgen wach seid.
Gebt mir gerne Feedback, ob ihr auch was gelernt habt heute aus dieser Sendung.
Oder ob euch das gefällt. Wenn euch das nicht gefällt, überspringt mal die nächsten
drei, vier Episoden, weil offensichtlich schaffe ich, Gott, Stunde 20,
schaffe ich nicht so viel von dieser Reise pro Tag zu erzählen. Und es war so voll.
Es war wirklich bereichernd auf ganz vielen Ebenen.
Ich habe sehr viel mitgenommen, vor allem Fotos, Eindrücke, Learnings.
Richtig, richtig toll. Jeder Cent hat sich gelohnt für diese Reise.
Und ich bin zwar erkältet, aber glücklich.
Ich habe jetzt noch nicht zu Ende erzählt, wie eigentlich HDR-Merge funktioniert.
Ich habe vorhin angefangen, Belichtungsreihe, Kamera macht automatisch die Blende
ein bisschen weiter auf bei jeder Belichtung.
Man hat dann, um das ganz kurz zu Ende zu bringen, man hat also fünf verschiedene
Bilder, die sehr schnell hintereinander gemacht sind, wo sich hoffentlich nicht
so viel bewegt hat im Bild, die also alle gleich sind bis auf die Belichtung.
Entweder Belichtungszeit oder Blende, da kann man meistens einstellen, was sich ändern soll.
Und kommt darauf an, ob man.
Mit der Tiefenschärfe ein Problem bekommt, wenn man zu doll aufblendet,
oder ob man eine kurze Belichtungszeit braucht wegen Bewegung,
aber mit Bewegung wird sie eh kein HDR machen, also meistens Blende und diese
fünf Bilder sind halt unterschiedlich hell klar, die Blende ist unterschiedlich weit auf,
man hat also ein sehr dunkles ein etwas helleres und je nachdem wie viele man
einstellt hat, bis zu einem überbelichteten Bild.
Aber auf dem überbelichteten Bild sind die dunklen Bereiche erkennbar.
Und auf dem unterbelichteten Bild, auf dem dunkelsten, sind die hellen Bereiche
gut erkennbar. Zum Beispiel der helle Himmel oder so.
Also ich habe an einem anderen Abend einen Sonnenuntergang fotografiert,
da war der Himmel halt noch sehr hell und der Vordergrund war sehr dunkel.
Und mit der HDR-Belichtungsreihe konnte man dann fünf Bilder zusammenfügen Und
der Mechanismus in Lightroom oder irgendeinem anderen Tool eurer Wahl,
der nimmt dann also die hellen Bereiche aus den dunklen Belichtungen und die
dunklen Bereiche aus den hellen und setzt das so zusammen,
dass es ein Bild gibt, wo nichts über- und nichts unterbelichtet ist.
Das kann richtig schief gehen. Also mit Tonmapping hat das dann auch nochmal was zu tun.
Welche Helligkeitswerte mache ich denn zu welcher Farbe?
Und ursprünglich waren solche HDR-Bilder, vor allem aus so Handykameras und
so, sehr schnell sehr bunt und sehr hässlich.
Jetzt hat sich der Begriff Clown-Kotze dafür etabliert. Den hat auch Frank benutzt
und ich weiß gar nicht, wer den geprägt hat, aber ich habe den schon von sehr vielen Leuten gehört.
Ja, also sehr bunt, also quietschbunt. Also unnatürlich bunt,
übersättigt und nicht so schön.
Aber das muss gar nicht sein. Also HDR-Bilder müssen nicht Klauenkotze sein.
Das kommt dann eben auf den richtigen Mechanismus, Algorithmus und eben auch
auf die richtige Bearbeitung an.
Und dann können HDR-Zusammensetzungen auch ganz gut sein. Das kann auch die Kamera intern.
Als ich dann gesehen habe, mein iPad kann das ja gar nicht, ich habe meinen
Rechner nicht dabei, habe ich meine Kamera dann auch mal so eingestellt,
dass sie das intern macht.
Sie behält dann auch die RAW-Bilder, also die eigentlichen Aufnahmen,
und rechnet dabei aber in der Kamera ein HDR-JPEG allerdings.
Also das ist dann ein JPEG, also komprimiert.
Und die Kamera macht das leider nicht besonders gut. Also nicht klar und kurzer
bunt, aber so ein bisschen merkwürdig sah das dann schon aus.
Und mit einem JPEG kann man dann eben auch nicht mehr so viel dran drehen,
wie bei einem HDR-Merge in Lightroom, wo dann die gesamte Information da ist.
Genug Technik, Gebabbel. Ihr merkt, ich habe eine sehr, sehr tolle Zeit gehabt
und ich bin sehr zufrieden mit dem, was mir da widerfahren ist.
Und ich habe deutlich überzogen und ich lese euch jetzt ganz kurz Rilke vor
und ein ganz kleines bisschen Goethe, weil das das ist, was ich am Ende einer jeden Episode mache.
Früher habe ich immer gesagt, Rilke der Woche. Das war, als ich ihn auch wöchentlich
aufgenommen habe, also vor vielen, vielen Jahren.
Aber irgendwie ist mir dieses Rilke der Woche immer noch im Gedächtnis geblieben.
Deswegen denke ich manchmal, jetzt kommt der Rilke der Woche.
Aber es ist der Rilke von zwei Wochen.
Und ich habe ihn gleich, ich habe hier noch Jack Reacher auf, auf meinem Kindle.
Wir sind bei 33 Prozent, Position 2279, nein, 2283.
Das Gedicht heißt Abend.
Der Abend wechselt langsam die Gewänder, die ihm ein Rande von alten Bäumen
hält. Du schaust, und von dir scheiden sich die Länder, ein Himmelfahrendes und eins, das fällt.
Und lass dich zu keinem ganz gehören, nicht ganz so dunkel wie das Haus,
das schweigt, nicht ganz so sicher ewiges beschwörend, wie das,
was Stern wird jede Nacht und steigt.
Und lassen dir, unsäglich zu entwirren, dein Leben bang und riesenhaft und reifend,
sodass es bald begrenzt und bald begreifend abwechselnd Stein in dir wird und Gestirn.
Stein und Gestirn, das gefällt mir, das ist schön, das hat der Rainer Maria aber schön gemacht. So,
kommen wir jetzt zu Herrn Goethe. Johannes Wolfgang von und zu Goethe.
Er ist immer noch in Rom am 8. November. Wir sind bei Position 1911.
23% in dem Buch. Die italienische Reise. Augen zu und zugehört.
Auch witzig, ich mache den Einschlaufen-Podcast jetzt seit über 15 Jahren.
Ich habe irgendwann angefangen, vor dem Vorlesen Augen zu und zugehört zu sagen.
Das war aber noch, als die Episoden 20 Minuten lang waren und zum größten Teil
aus Vorlesen bestanden.
Also wer jetzt noch nicht die Augen zuhört, weiß ich auch nicht. Augen zu und zuhört.
Mein wunderliches und vielleicht grillenhaftes Halbinkognito bringt mir Vorteile,
an die ich nicht denken konnte.
Da sich jedermann verpflichtet zu ignorieren, wer ich sei und also auch niemand
mit mir von mir reden darf, so bleibt den Menschen nichts übrig,
als von sich selbst oder von Gegenständen zu sprechen, die ihnen interessant sind.
Dadurch erfahre ich nun umständlich, womit sich ein jeder beschäftigt oder was
irgend Merkwürdiges entsteht und hervorgeht.
Hofrat Reifenstein fand sich auch in diesem Grille.
Da er aber den Namen, den ich angenommen hatte, aus einer besonderen Ursache
nicht leiden konnte, so baronisierte er mich geschwind und ich heiße nun der
Baron gegen Rondannini über.
Aber dadurch bin ich bezeichnet genug umso mehr, als der Italiener die Menschen
nur nach den Vornamen oder Spitznamen benennet. Genug.
Ich habe meinen Willen und entgehe der unendlichen Unbequemlichkeit von mir
und meinen Arbeiten Rechenschaft geben zu müssen.
Ach wie schön, das ist ein sehr kurzer Abschnitt und ich habe jetzt schon viel
zu lange gesprochen dafür, dass ich zu erkältet bin.
Habe ich mich tapfer gehalten, denke ich. ihr auch.
Ich wünsche euch allen eine gute Nacht. Ich hoffe, ihr findet alle ausreichend
viel Schlaf. Schlafen ist wichtig.
Schlafen ist für die Gesundheit. Ich gehe auch gleich schlafen.
Ich muss ja auch gesund werden.
Ich habe euch alle lieb. Bis zum nächsten Mal, wenn es dann weitergeht.
Auf Lanzarote. Gute Nacht.