Achtung, dieses Mal hat es der Haltungsblock in sich, kann mir nicht vorstellen, dass man zu dem Thema irgendwie einschlafen kann. Also am besten ohne Einschlafziel anhören und beim Einschlafen überspringen! Alle Informationen zu Jasmin Schreiber findet Ihr auf der Homepage, ihr Buch kauft Ihr am besten in der Autorenwelt. Danke, dass Ihr Euch mit dem Thema befasst!
Im Haltungsblock erzähle ich vom Buch "Da wo ich Dich sehen kann" von Jasmin Schreiber. Dazu kann man ganz sicher nicht einschlafen, daher bitte unbedingt überspringen wenn Ihr wirklich gerade einschlafen wollt und erst dann anhören, wenn Ihr Euch damit beschäftigen könnt. Im Entspannungsteil erzähle ich dann weiter von LA. Nix dolles, muss man nicht hin, kann man locker zu einschlafen.
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Veröffentlicht am 06.01.2026
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Diese Transkription enthält vermutlich ein paar Fehler, hilft aber bei der Suche. Wer das hier liest schläft auch ein!
Hallo ihr Lieben und herzlich Willkommen zum Einschlafen-Podcast Episode 590.
Ich bin Tobi, ich lese euch heute Goethe vor aus der italienischen Reise.
Davor gibt es ein Gedicht von Reiner Maria Rilke, davor erzähle ich euch was,
damit ihr abgelenkt seid von euren eigenen Gedanken und besser einschlafen könnt.
Vorher gibt es einen Haltungsblock und den bitte ich euch dringend zu überspringen,
wenn ihr gerade wirklich schlafen gehen wollt. Hört euch diesen Haltungsblock
bitte nur an, wenn ihr gerade nicht ins Bett gehen wollt hinterher.
Könnt ihr höchstwahrscheinlich nicht einschlafen.
Ich weiß, das ist ein bisschen doof, aber ihr kennt das schon.
Mir ist meine Haltung wichtig und manchmal kommen im Haltungsblock eben Themen
dran, die besonders schwierig sind.
Also wenn ihr das nicht hören wollt, wenn ihr gerade wirklich schlafen wollt,
dann überspringt die nächsten zehn Minuten. Ich sag vielleicht.
Gucke ich hinterher nochmal, wie lange es wirklich geworden ist.
Ja, Nachricht aus der Postproduktion.
Tatsächlich sind es eher 11 Minuten 30 geworden mit dem Haltungsblock und noch
zwei Minuten Werbeblock für die Autoren.
Deswegen müsstet ihr jetzt zu der Zeitmarke 16 Minuten springen,
um das hier zu überspringen.
Das ist vollkommen okay. Hört euch das einfach morgen an, wenn ihr von auch
immer ihr Kopf dafür habt.
Und ansonsten kommt jetzt hier gleich der Haltungsblock. Auf jeden Fall gibt es eine Kapitelmarke.
Da könnt ihr jetzt einfach zum übernächsten Kapitel springen.
Die nächste Kapitelmarke ist der Haltungsblock.
Danach geht es dann los mit der eigentlichen Erzählung aus L.A.
Das wisst ihr schon, dass ich was von L.A. erzählen will.
Genau, ich kann ja hinterher nochmal hier reinschneiden, wie viele Minuten ihr
tatsächlich überspringen müsst.
Es geht um Gewalt gegen Frauen. und ein Buch dazu.
Wenn ihr es schon kennt, wisst ihr, welches ich meine. Ich gebe euch hier nochmal
ein bisschen Zeit, falls ihr euch gerade hingekuschelt habt und jetzt panisch
nach der Skip-Taste sucht oder irgendwie euch ärgert, dass ihr nochmal zum Handy
greifen müsst, um vorzuspulen,
müsst ihr genügend Zeit dafür haben.
Denn dies ist der Einschlafen-Podcast und ich möchte wirklich,
dass ihr gut einschlafen könnt.
Trotzdem will ich euch in jeder zweiten Episode mit den geraden Episodenzahlen
will ich mich gerade machen und etwas zu meiner Haltung sagen.
Und wie gesagt, heute ist es ein bisschen schwieriger.
Im heutigen Haltungsblog geht es um das Buch, da wo ich dich sehen kann,
von Jasmin Schreiber, erschienen am 31.
Oktober letzten Jahres, 2025, achso, vores neues Jahr, das ist die erste Episode 2026.
Und in diesem Buch geht es um einen Femizid, ein Roman.
Ist es ein Roman? Ja, ich weiß nicht. Ich glaube schon.
Ich kenne mich mit Buchgenres nicht so aus. Also es erzählt die Geschichte von
den Hinterbliebenen eines Femizids.
Allerdings gibt es auch häufig Rückblenden, als die Frau noch gelebt hat.
Und es ist extrem bedrückend. Also Femizid bedeutet, eine Frau wird umgebracht,
weil sie eine Frau ist. Das ist ein bisschen verkürzt dargestellt.
Eigentlich bedeutet es, eine Frau wird umgebracht, weil ein Mann ein krankes,
falsches, kaputtes Weltbild hat, Frauenbild hat.
Und weil die Frau eine Frau ist.
Und es hat mich richtig fertig gemacht. Also ich habe mehrfach geweint,
als ich das Buch gelesen habe,
weil es geht natürlich um das Leben meiner Frau, was zerstört wird,
aber das Leben aller anderer drumherum wird eben auch zerstört.
Und es werden mehrere Perspektiven eingenommen.
Die Frau hatte eine Tochter, eine beste Freundin und natürlich Eltern.
Ein Mann hatte sie auch, der ist die ganze Zeit über dem Knast.
Seine Perspektive wird überhaupt nicht eingenommen. Es wird ganz am Ende,
ganz kurz, die Perspektive seiner Mutter eingenommen. Ich hoffe,
ich spoiler hier nicht zu sehr, aber ich glaube, wenn es ein Buch gibt,
wo gespoilert werden sollte, dann ist es dieses.
Und das ist halt alles andere als leichte Kost, aber es ist wichtig.
Ich glaube, es ist wirklich wichtig, dieses Buch zu lesen. Und als ich es gelesen
habe, dachte ich schon, hey, das ist wirklich gut, dass Jasmin das aufschreibt,
weil das könnte so sein wie bei Der Schwarm von Schätzing.
Frank Schätzing hat Der Schwarm geschrieben und ich habe dann hinterher gehört,
dass es einen Touristen in Indonesien gab, der am Strand saß,
das Buch gelesen hatte oder kurz vorher das Buch gelesen hatte und dann eben
gesehen hat, wie das Meer sich zurückzieht.
Das war 2003, 2004 bei dem Tsunami, der dort...
Sri Lanka, ich weiß gar nicht, was der alles, also da war ein schlimmer Tsunami
und der konnte sich retten, der hat das gesehen und hat gesagt, alle weg hier,
alle weg, da kommt ein Tsunami und hat sich selbst und wahrscheinlich noch andere gerettet,
weil er halt durch das Buch die Situation erkennen konnte und tatsächlich hat
Jasmin schon auf Instagram Screenshots geteilt,
natürlich anonymisiert von Leserinnen,
die sich selbst in dem Buch wiedererkannt haben, beziehungsweise die Situation,
die beschrieben wird, wie schwierig die Ehe ist mit Gewalt, schon blaue Flecken,
alles mögliche, vor allem psychische Gewalt,
die sich darin wieder gefunden haben in ihrer eigenen Beziehung und dann gesagt
haben, ich gehe jetzt übrigens ins Frauenhaus.
Und ich weiß gar nicht, wie stolz man auf sich sein kann.
Jasmin in diesem Fall auf jeden Fall zu Recht.
Und wenn sie auch nur ein paar wenige Frauen davor rettet, dieses traurige Schicksal
erleiden zu müssen und ihre Liebsten, dann ist das großartig.
So, was ist da los? Es ist leider so, dass die Zahlen ändern sich immer mal,
Aber die älteren Zahlen, die ich kenne, ist,
dass pro Jahr über 120 Femizide in Deutschland passieren,
also Frauen, die getötet werden von ihren Männern oder Ex-Männern.
Und ich glaube, es kam Ende letzten Jahres neuere Zahlen, dass es halt eher
so zwei- bis dreimal so viel ist.
Und es handelt sich also nicht um tragische Einzelfälle oder Familienschicksale
oder sonst was, sondern es ist ein systemisches Problem,
dass es einfach sehr viele Männer gibt, die das Leben ihrer Frau oder überhaupt
von Frauen nicht als so eigenständig wertvoll und respektverdienend betrachten,
wie sie es müssten, sondern sie halten Frauen für einen selbstverständlichen
Besitz und wenn die Frau es wagt, irgendwie ein eigenes Leben führen zu wollen
oder eine eigene Persönlichkeit sein zu wollen,
dann greift er halt.
Und das ist leider häufiger, als man es denkt.
Und das führt halt am Ende, muss man sagen, zu Femiziden.
Das führt natürlich schon vorher zu einer ganze Reihe anderer schlimmer Dinge.
Und das ist ein Thema, was in der Gesellschaft einfach viel zu wenig beachtet
wird. Ich habe das Gefühl, in letzter Zeit immer häufiger, und auch Jasmin hat
mit dem Buch dazu beigetragen, dass das Thema mehr besprochen wird,
nicht zuletzt dann ja jetzt auch hier in diesem Haltungsglock.
Und das ist wichtig. Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass Frauen wissen.
Dass das keine Notwendigkeit ist, dass sie Hilfe finden können.
Am Ende von Jasmins Buch gibt es eine Liste mit Telefonnummern und Stellen,
an die man sich wenden kann, wenn man betroffen ist.
Es gibt sogar auch eine Stelle, an die man sich wenden kann,
wenn man als Mann betroffen ist, denn ja, natürlich gibt es auch kranke Frauen.
Aber es ist ja ganz offensichtlich, dass es mehr kranke Männer gibt,
die ihre Gewaltfantasien oder ihre Herrschaftsfantasien da irgendwie wahr werden lassen.
Und das ist ganz wichtig. Ich hatte mich kurz gefragt, wie kann man denn eigentlich
Männern helfen, die vielleicht auch durch das Lesen eines solchen Buches feststellen,
vielleicht sollte ich meine Frau gar nicht schlagen.
Aber ich habe den Gedanken dann auch wieder verworfen. Also ich weiß nicht,
ob Jasmin darüber nachgedacht hatte, die Perspektive des Mannes irgendwie, also des Täters.
Aber ich glaube, das ist wirklich fruchtlos, weil ich nicht glaube,
dass solche Männer sich ernsthaft damit auseinandersetzen,
was bei, dass etwas falsch sein könnte und was bei denen eigentlich falsch ist
und wie sie denn Hilfe bekommen könnten, um wieder auf den rechten Weg zu kommen.
Keine Ahnung. Also ich kann mich da nicht reindenken. Ich...
Ich befürchte, dass solche Täter in einer kaputten Welt, Gedankenwelt leben,
wo sie so nicht rauskommen und das ist sehr traurig.
Ich wünsche natürlich allen Menschen, es geht ja letztendlich um eine Selbsterkenntnis,
eine Selbstreflexion, die notwendig wäre, um festzustellen,
vielleicht sind andere Menschen doch auch Menschen, egal welchen Geschlecht,
sondern ich sollte sie vielleicht nicht.
Schlagen oder Töten. Ich habe keinen Besitzanspruch auf diesen Menschen.
Das ist wahrscheinlich für solche Menschen eine schwierige Erkenntnis,
aber es ist viel wichtiger, dass die Opfer oder potenziellen Opfer sich in einer
solchen Situation finden und erkennen,
das für sich selber benennen können.
Man muss sich das ja auch eingestehen, dass man falsch lag.
Einmal ist eine Beziehung mit jemandem eingegangen und die geht dann kaputt.
Wahnsinnig schwierig, sich selber einzugestehen. Oh Gott, ich muss hier raus.
Ich möchte einfach nur dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen dieses Buch lesen.
Kauft euch das am besten auf autorenwelt.de.
Denn da hat Jasmin ein bisschen mehr davon, wenn ihr das dort kauft,
als wenn ihr es bei irgendeinem anderen großen amerikanischen Versandhandel bestellt. Und,
genau. Passt auf euch auf, während ihr es lest und auch sonst in eurem Leben. Denn das ist wirklich,
Ja, ganz, ein ganz schwieriges Thema, aber ein ganz wichtiges Thema.
Und warum ich das hier im Haltungsblock benenne, ist mir auch nicht ganz klar.
Also die Haltung dazu ist wahrscheinlich wenig überraschend, dass es furchtbar ist,
dass solche Dinge geschehen und dass wir in einer Gesellschaft leben,
in der dieses Männer sind mächtiger als Frauen oder Frauen haben gefälligst
kein eigenes Leben führen zu wollen oder keine eigene Persönlichkeit zu haben. oder Frauen sind.
Das ist furchtbar und das ist äußerst traurig.
Ich finde dann immer lustig, wenn man sich in, nein, nicht lustig,
ich finde eigentlich traurig in dem Zusammenhang,
wenn wir auf andere Gesellschaften schauen, die noch nicht so weit sind,
wie wir Deutschen und dann sagen, oh, die sind aber noch hinterwäldlerisch, in diesem anderen Land,
guck doch mal, wie die mit ihren Frauen umgehen.
Naja, erstens schauen wir mal, wie wir in Deutschland mit unseren Frauen umgehen
oder überhaupt mit Menschen.
Arm könnte man ja auch schauen oder mit Minderheiten, sind wir nicht besonders gut drin.
Zweitens, wenn man mal überlegt, seit wann wir glauben, gut da drin zu sein,
ist ja auch noch gar nicht so lang.
Also noch zu meinen Lebzeiten, ich bin 1974 geboren, hätte meine Mutter meinen
Vater um Erlaubnis bitten müssen, um arbeiten gehen zu können,
weil Ehefrauen nicht einfach arbeiten durften ohne die Erlaubnis ihres Ehemanns.
Doch in den 90ern war Homosexualität strafbar in Deutschland und wir sind einfach
erstens noch nicht weit genug und zweitens da, wo wir sind, noch gar nicht so lange.
Also auch da gilt, anderen Völkern, Kulturen,
Gegenden mehr Respekt entgegenbringen und immer lieber erstmal auf sich selber
schauen, wie weit wir denn eigentlich schon sind auf dem Weg zu einer Gesellschaft,
in der sich alle sicher fühlen können und in der alle sicher sind.
Da sind wir noch nicht, noch lange nicht.
Es hat halt sehr viel mit Selbstreflexion im Kleinen als Einzelperson und im
Großen als Gesellschaft zu tun.
Und Selbstreflexion tut immer weh, weil man womöglich Fehler erkennt,
die man mal gemacht hat. Niemand ist fehlerfrei.
Die Frage ist dann halt immer nur, macht man diese Selbstreflexion?
Schaut man sich, reflektiert man sein eigenes Verhalten, seine eigenen Einstellungen?
Und was macht man mit dieser Erkenntnis? Also wenn man das reflektiert hat,
hat man vielleicht was gelernt und dann kann man ja sich dazu verhalten.
Man kann sich nicht verhalten zu etwas, was man nicht betrachtet oder was man
nicht beachtet oder nicht weiß.
Lasst uns alle besser werden da drin. Und dieses Buch hilft auf jeden Fall bei der Selbstreflexion.
Es ist so ein Realitätscheck, den man da macht.
Ja, gut, das waren jetzt zwölf Minuten. die übersprungen werden müssen.
Und ich setze jetzt hier eine Kapitelmark und höre auf, von diesem Buch zu reden.
Und ihr habt euch das hier hoffentlich angehört, wenn ihr nicht schlafen gehen
wollt, sondern in einem Moment, in dem ihr bereit seid, diesen Haltungsblock zu hören.
Apropos hören, woher ich Jasmin übrigens kenne, ist der Podcast Bugtales.
Jasmin ist nämlich nicht nur Schriftstellerin, sondern eigentlich auch Biologin
und sie macht einen Podcast mit ihrem Mann zusammen, der heißt bugtales.fm,
da findet ihr das auch, also B-U-G, Bug, also englische Kiffer.
Und da erzählen sie halt Dinge aus der Biologie oder aus der,
ja, ne, Biologie, schon richtig.
So, und ich mag den total gerne, ich mag die beiden total gerne,
die harmonieren gut, offensichtlich hätten sie sich vielleicht nicht geheiratet.
Sie erzählen spannende, interessante Geschichten.
Ich folge Jasmin auch auf Instagram, da heißt sie lavivagabondo oder so.
Naja, findet ihr alles auf Jasmins Homepage.
Und ihr Mann heißt Lorenz Adlung übrigens, sollte ich vielleicht auch noch erwähnen.
Die beiden machen zusammen diesen Podcast.
Jasmin hat schon eine ganze Reihe von Büchern geschrieben, die meisten davon
habe ich auch. Ich muss gestehen, noch nicht alle gelesen.
Aber das ist ein sehr interessanter Mix aus Büchern über Biologie oder über
was man so draußen finden kann.
Ganz besonders mag ich das Buch Schreibers Naturarium, so heißt auch ihr Newsletter,
in dem sie ganz lebensnah die Natur um uns rum, also man muss nicht weit reisen,
man muss nicht in den Yosemite Nationalpark reisen, um Natur zu finden,
sondern das ist auch in jedem Vorgarten, in jeder Stadt findet man Natur mit
kleinen Ecken, wo irgendwas wächst, irgendwas kriecht und es macht einfach Spaß,
Natur zu entdecken mit solchen Büchern.
Kann ich dringend empfehlen, das Gesamtwerk Jasmin Schreiber.
Nein, auch ihre anderen Bücher.
Mal reinzuschauen. Viel Spaß dabei.
Kommen wir zum Entspannungsteil in dieser Episode vom Einschlafen-Podcast.
Ich war dabei, euch zu erzählen von meinem Ausflug nach L.A.
Ich war für die Adobe Max dorthin geflogen und habe dann hinterher das Wochenende
dort noch verbracht. Den Freitag hatte ich schon frei, war beim Griffith Observatory
und bin in mein Airbnb nach Venice gefahren.
Hab abends noch Rogue One geguckt. Genau, das war der Freitag und jetzt kommen wir zum Samstag.
Das war der 1. November und ich hatte ja schon erzählt, ich hatte meine Hasseblatt Kamera dabei.
Und ich habe ja im letzten Jahr erfolgreich meine 12x12 Challenge gemacht.
In jedem Monat, da halt zwölf, einen Film mit der Hasselblatt belichten.
Da sind zwölf Bilder drauf, also zwölf mal zwölf.
Und von diesen Bildern aus diesem ersten Film des Monats vier auswählen und
in ein Two-By-Two-Quadrat anordnen. Es kommen quadratische Bilder raus.
Die sind sechs mal sechs Zentimeter groß. Also die negative sind sechs mal sechs Zentimeter groß.
Und wenn ich da zwei, also so ein Quadrat aus vieren zusammenlege,
sind die Seitenkanten insgesamt zwölf mal zwölf Zentimeter lang.
Zwölf mal zwölf mal zwölf mal zwölf.
Und,
Das war die Challenge und ich bin, wie gesagt, am, weiß nicht,
wann war denn das der 30., nee, wann war der Donnerst, der Mittwoch war der Photowalk, also am 29.
Oktober habe ich den Oktoberfilm gemacht und am 1. November dann eben auch gleich
den nächsten Film eingelegt und ich war irgendwie spontan drauf gekommen,
ich könnte ja mal probieren, fremde Menschen zu fotografieren, das ist schwierig,
da muss man sich überwinden, Menschen zu fragen, darf ich dich fotografieren?
Und dann damit umgehen können, wenn sie antworten.
So, und das ist eine Sache, die wollte ich eh schon länger mal üben.
Ich habe schon fremde Menschen fotografiert.
Manchmal habe ich ihnen hinterher gesagt, Entschuldigung, ich habe dich gerade fotografiert.
Zeigt das dann und fragt, soll ich das löschen? Tut mir leid,
also je nachdem, wie die reagieren. Oder soll ich es dir irgendwie zuschicken?
Und meistens sagen sie, nö, will ich gar nicht haben, kann es machen.
Nur nicht auf Instagram posten sowas, was auch immer sie dann sagen ist zum
Glück noch niemand sauer geworden und einige sagen halt einfach,
nö, lösche mal bitte und dann lösche ich es halt,
mir war empfohlen worden als eine Sache, die man sich anschauen könnte,
die Abbott Kinney der Abbott Kinney Boulevard in,
Venice, also ich habe ja mein kleines Apartment in Venice gehabt Und Venice
ist ein Stadtteil von L.A.
In Amerika sind ja alle großen Städte bestehen aus mehreren kleineren Städten.
Da sagt man eben auch zu Venice, sagt man wahrscheinlich auch Stadt.
Und Venice hat auch noch wieder Stadtteile, Unterabteile sozusagen.
Ist alles nicht so ganz einfach.
Und manchmal komme ich auch durcheinander. Was ist jetzt hier ein Stadtteil
und was ist eine Town und was ist, egal, in Venice.
In der Nähe von Venice ist der Abbott-Kenni Boulevard.
Und da dachte ich, okay, das wurde mir beschrieben als so ein bisschen Szeneviertel,
Sternschanze, coole Läden.
Und dann dachte ich, wenn ich da hingehe, an einem Samstagmorgen,
finde ich vielleicht Leute, die ich fotografieren darf.
Also habe ich mir meine, also ich bin morgens erstmal joggen gegangen,
damit ich auch Venice Beach nochmal am hellen sehe.
Weil am Vorabend war es dann ja schon dunkel. bin also laufen gegangen,
einmal Venice Beach runter und dann irgendwie so quer durch ein bisschen wieder
zurück um da mich schon mal ein bisschen,
zurechtzufinden das ist halt im Wesentlichen so ein langer, gerader Strand mit
einer langen geraden Strandpromenade der Strand ist sehr breit und über den
Strand zieht sich ein sehr breiter Fahrradweg, was ganz geil ist,
der ist halt nicht für Fußgänger, sondern es ist halt,
asphaltiert mit zwei Fahrradspuren, eine Richtung Norden, eine Richtung Süden
also es ist nicht ganz Nord-Süd-Ost gerichtet, so ein bisschen nach Westen gekippt, also Nord-West.
Vielleicht Nord-Nord-West nach Süd-Süd-Ost.
Genau, Fahrradweg und dann sind da auf dem Ocean Frontwalk, also auf der Straße
quasi, das ist auch keine Autostraße, sondern fußfähig sind lauter kleine,
Läden, Stände und Leute, die was verkaufen wollen,
und genau ein breiter Strand ein bisschen grün gibt es auch aber im Wesentlichen Strand und Palmen,
so sieht es da aus Kamera geschnappt und ab zum Abbott Kinney zum Abbott Kinney
Boulevard weil ich da gucken wollte finde ich Leute zum Fotografieren und die gab es auch,
müssen wir nachgucken wo der nochmal genau ist.
Ja, ich habe in der Flower Avenue gewohnt und von da musste ich so eine ganze Ecke nach Süden gehen,
6th Avenue runter und dann kam ich da zum Abbot-Kinney-Boulevard und das war
tatsächlich wie beschrieben, relativ breite Straße, ein Boulevard und keine
Avenue oder keine Street.
Und nein, nicht jeder Boulevard ist breit, aber naja so und dann sind da halt
links, rechts sind lauter Läden Restaurants, Cafés, aber eben auch so schicke
Klamotten Brillenläden und sowas alles,
Und der erste Laden, in den ich gleich reingestolpert bin, war der Peak Design Laden.
Das ist ja die Firma, die sehr gute Kameragurte, Stative und vor allem Rucksäcke,
Taschen und so herstellt.
Großer Fan, nicht ganz günstig, aber lebenslange Garantie auf die Rucksäcke.
Ich habe schon mal einen kaputt bekommen, der wurde mir relativ anstandslos.
Ich musste mir ein paar Sachen beweisen und so.
Wurde mir der ersetzt durch einen nagelneuen Rucksack.
Und also weil sie einfach sagten, wir haben noch keinen Prozess in Europa,
um Rucksäcke reparieren zu lassen, also schicken wir dir einen neuen.
Ja genau, also ich mag die Firma, ich mag die Sachen, die sie produzieren.
Bin ich da erstmal rein, auch großes Hallo in so ein Fotofachgeschäft mit einer
Hasseblatt um den Hals rum reinzugehen.
Ich hatte meine Nikon auch dabei, aber die Nikon ZF, die sieht ja auch aus wie
eine Analoge mit den ganzen Rädchen oben.
War sehr nett. Genau, ja, dann bin ich raus und habe irgendwie Leute gesucht.
Und die erste Person, die ich angesprochen habe, hat auch gleich Ja gesagt.
Das war ein Typ, könnt ihr euch auch anschauen.
Er kommt aber natürlich auch in die Shownotes. Gibt es einen Link zum Fotoalbum.
Oder ihr gebt mik.fm, also Martha Ida Konrad, Punkt Konrad Martha.
Konrad, nee, Quatsch, nicht Konrad Martha, Friedrich Martha.
Freddy Mercury, sage ich ja immer.
Schrägstrich EP95 Fotos mit F.
Und da werdet ihr die Bilder dann auch sehen. Der erste war der Typ mit der
leicht getönten Sonnenbrille und der Jeansjacke.
Der stand da vorm Geschäft. Ich glaube, der war da auch beschäftigt. Der hat da gearbeitet.
Und hat vor dem Geschäft auf Kundschaft gewartet. Und er hat mich auf die Kamera
angesprochen und gesagt, nice camera.
Und dann ja, ein bisschen geklönt. Und dann habe ich gesagt,
übrigens, ich suche gerade irgendwie Leute, die ich fotografieren darf.
Darf ich dich fotografieren? Ach ja, klar.
Dann habe ich gesagt, hier lehne dich mal dagegen, hier mit Scheibe,
Reflexion, super, ging relativ schnell.
Und sollte dann nur quasi verbergen, für welcher Laden das denn ist,
weil die Firma nicht genannt werden sollte.
Nicht, dass er irgendwie Ärger kriegt, dass er eine Fotoshoot-Session während
seiner Arbeitszeit gemacht hat.
Aber das war ja wirklich eine Minute oder so. Ich glaube nicht,
dass er dafür Ärger bekommen hätte. Wer weiß das schon. USA.
Ist halt komisches Fuck. so davon,
beschwingt und motiviert es hat übrigens relativ lange gedauert ich bin erstmal ganz,
ans eine Ende von diesem Abbott-Kinne-Boulevard gelaufen,
habe ein paar Leute gesehen, habe mich aber nicht getraut die anzusprechen,
dann war da eine Gruppe aus vier Personen dachte ich, auch wenn ich die anspreche
dann kann ich vielleicht alle vier fotografieren, bin fertig weil meine Idee
war, vier Personen zu finden, von jeder drei Fotos zu machen und fertig ist die Kiste,
aber habe mich nicht getraut, war einfach irgendwie zu komisch als einzelner
komischer Tourist mit zwei Kameras im Hals.
So eine Gruppe, zwei Pärchen waren das, glaube ich, ein bisschen jünger als
ich oder deutlich jünger als ich. So vielleicht 30, keine Ahnung.
Ich bin ja schon alt, über 50, genau.
Und ja, habe ich halt nicht gemacht. So stattdessen.
Habe ich,
Warte mal, das suche ich hier gerade noch. Genau, habe ich ihn dann angesprochen
nach einer ganzen Weile.
Ich gucke mal, in die Uhrzeit war es schon 11.37 Uhr, als ich ihn angesprochen habe.
Sehe ich hier gerade, weil ich habe immer auch erst ein Bild mit der ZF gemacht
und die hat dann ja auch den richtigen Zeitstempel.
1. November, 11.37 Uhr, Ortszeit, L.A.
Das erste Bild gemacht. So, dann bin ich halt einfach weitergegangen,
weil jetzt war ich beschwingt, jetzt habe ich das erste Mal geschafft und sehe
gleich den nächsten Typen, der irgendwie nett aussieht, aber der hatte sein
Handy in der Hand und winkte ab und sagte, nee, sorry, ich habe hier gerade
einen Call mit meinem Papa angefangen,
also er war, weiß nicht 40 und sein Papa war.
Älter, habe ich nicht gesehen und der wollte sich nicht unterbrechen das ist ja auch klar,
habe ich auch nicht weiter unterbrochen und dann bin ich heute erstmal weitergelatscht
hab einen Abstecher gemacht zu ähm,
wieder zum Strand, habe dort dann zwei Rapper angesprochen sozusagen und also
da sind halt ganz viele Musiker, die dann einem CDs zureichen.
Das sieht immer erstmal so aus, als wollen sie die einem schenken, aber wenn man sie nimmt,
dann wird halt um Bezahlung gebeten und wenn man dann nichts zahlen will,
dann werden sie halt also nicht unhöflich, aber erfordernd und beschweren sich halt.
Und ich habe dann gesagt, na gut, dann gebe ich denen halt Geld für so eine
CD, ich wollte die CD aber gar nicht haben, stellt sich hinterher heraus,
waren auch gar keine Rapper, haben ganz andere Musik gemacht.
Und hatte aber kein Bargeld und habe dann gesagt, ich kann nicht irgendwie mit
Karte zahlen, ja nee, aber da ist ein Bankautomat und ich zum Bankautomat da kam mal nichts raus,
kam ich raus und dachte, sorry, das ist kaputt, ja nee, dann musst du zum nächsten
und irgendwie wurde es dann schon so ein bisschen hektisch weil sie dachten,
ich will jetzt mit ihren CDs durchbrennen und dann doch nichts bezahlen.
Als ich beim zweiten Geldautomaten dann auch nichts geworden bin,
habe ich mich schon unwohl gefühlt, dass da so in windigen kleinen Souvenirläden,
merkwürdige Geldautomaten standen und ich da meine Karte reingesteckt habe.
Ist ja auch komisch, aber kam kein Geld raus. Und wo jetzt mein,
ich weiß gar nicht, hatte ich meine Pins schon eingegeben?
Ich glaube, ich hatte meine Pins schon eingegeben und dann hat er gesagt,
kommt nichts. Naja, zumindest ist immer noch nichts großartig abgebucht worden
von meiner Kreditkarte.
Bin ich da zumindest nicht betrogen worden, aber dann hatten sie auf einmal
einen, der dann so ein Sum-Up oder irgendwie ein mobiles Gerät dabei hatte,
womit er Kartenzahlung entgegennehmen konnte und habe ich halt per Karte bezahlt,
wollten relativ viel Geld haben, 40 Dollar oder so,
für ihre komischen CDs und dann habe ich gesagt, will ich auch ein Foto haben,
ja klar, und dann durfte ich Fotos machen, auch die sind in meiner Challenge
mit drin, eins davon zumindest, der andere dann doch nicht.
Ich habe da nur eins und zwei Bilder von denen gemacht.
Musste dann auch schnell gehen. War so ein bisschen hektisch.
Eins und drei sehe ich gerade. Genau, der, der mit reingekommen ist,
der hat drei Bilder bekommen. Der andere nur eins.
Und deswegen musste ich dann am Ende noch ein Opfer finden.
Na gut, also das war dann der zweite quasi für meine Challenge, den ich gefunden hatte.
Und bin ich wieder weitergegangen, habe dann herausgefunden,
warum es eigentlich Venice heißt.
Denn es gibt dort, also sieht überhaupt nicht aus wie Venedig.
Also der Name Venice kommt natürlich von der Stadt Venedig, englischer Name Venice.
Und da gibt es so Kanäle.
Das sieht ja überhaupt nicht aus wie Venedig oder so von der Architektur oder
sonst wie was. Das ist halt typisch kalifornisch.
Aber dieser Venice Canal Historic District der hat halt immer Kanäle mit so
Brückchen drüber die sehen alle nicht aus wie die Brücken in Venedig,
aber es sind Kanäle mit Brücken und links rechts stehen Häuser,
die Häuser sind aber doch eher so Villen oder so,
Einfamilienhäuser und so was also ja genau und überall liegt natürlich ein kleines
Paddelboot oder Tretboot oder Ruderboot.
Und Und alles ist grün und Palm und Hecken, kleine Vorgärtchen,
alles noch natürlich für Halloween geschmückt, denn es war ja gerade der 1.
November aller Heiligen.
All Hallows Eve war ein Abend vorher natürlich und dann waren dann noch so ein
paar Skelette und Pumpkins, wie heißen die auf Deutsch, Kürbisse.
Dort habe ich dann auch eine Person gefunden, mit der ich mich auch kurz unterhalten
hatte, beziehungsweise wir sind uns begegnet auf so einer Brücke,
beziehungsweise ich stand auf der Brücke und sie kam dann halt über die Brücke.
Und da habe ich kurz geschnackt und dann gesagt, übrigens ich mache irgendwie
Fotos, darf ich ein Foto von ihr machen? Nein, lieber nicht.
Und dann ging sie auch schnell weg. Ich glaube, da hat sie sich dann auch kurz
nicht wohlgefühlt, das tat mir auch total leid und dann dachte ich,
okay, es ist einfach wirklich schwer Leute zu finden, die sich fotografieren lassen.
Aber letztendlich bin ich dann wieder zurück zu diesem Boulevard,
Albert Kinney Boulevard und bin da dann wieder auf die Kamera angesprochen worden
von einem Typ, der ein paar Jahre älter war als ich, wahrscheinlich, keine Ahnung.
Coole Mütze, coole Sonnenbrille auf dem Fahrrad.
Und der sprach mich auch auf die Kamera an. Ja, cool, ich meine,
ich muss einfach warten, bis Leute mich auf die Kamera ansprechen und die lassen
sich da, also der hat dann auch ein Foto von sich machen lassen,
hat sich voll gefreut und war sehr nett.
Und ja, vielleicht sind es auch einfach eher Männer, die sich von Männern fotografieren
lassen als Frauen, was ich auch vollkommen nachvollziehen kann. Und.
Dann ist es halt so. Ich habe dann aus dieser Lehre, habe ich irgendwie gedacht,
okay, Frauen spreche ich vielleicht einfach nicht nochmal an.
Wollte auch nicht übergriffig sein und habe dann auf dem nach Hauseweg noch
einen jüngeren Mann gefunden, auch mit Sonnenbrille und Jeansjacke und irgendwie
passte das so zu den anderen, die ich schon fotografiert hatte.
Ähm, und äh, der hat sich dann auch noch mal ablichten lassen.
Und ich bin sehr zufrieden mit allen, äh, Models, die ich da hatte.
Der Rapper mit dem türkisen, hellgrünen Pulli, wo Goat draufsteht,
greatest of all times, mit so einem Ziegenschädel, äh, war, war,
der war anstrengend, aber ähm,
auch, äh, auch nicht, also der war nicht schlimm, der andere war so ein bisschen
ein anstrengender, von dem habe ich kein Bild veröffentlicht.
So, und am coolsten finde ich das Bild von dem hälteren Doppelbart mit der hellen Mütze.
Also da bin ich echt stolz auf das Foto. Das ist wirklich toll geworden.
Irgendwie hat er den Eindruck gemacht, als ob er das schon mal gemacht hat.
Vielleicht ist er ein Model, vielleicht ist er auch ein Star.
Ich habe den einfach nur nicht erkannt. Ja.
Genau. Christian, mein Bandkollege, hat auf dem Foto dann den roten Ring seiner
Apple Watch Ultra entdeckt.
Ich dachte vorher, er wäre so ein bisschen runtergekommen. Er meinte,
nee, das ist ein 500 Dollar Hemd und das ist eine Apple Watch und der ist reich.
Hat er erkannt. Ich habe das nicht erkannt. Vielleicht ist das auch ein Star.
Vielleicht, wenn jemand von euch erkennt, also das Bild ist auch mit veröffentlicht
und in diesem Album könnt ihr euch ja mal anschauen.
Vielleicht erkennt ihr ihn. Vielleicht war es Steven Spielberg.
Irgendjemand anders aus der Filmszenen. Ich kenne die alle nicht.
Ich kann ja mit der Filmindustrie nicht so viel anfangen. Natürlich ein bisschen, aber nicht so viel.
Genau, das war mein Fotoausflug. Und dann hatte ich noch eine Empfehlung bekommen, für was man in L.A.
Dann mal so machen konnte. Das war auch nicht so weit weg. Und zwar das Museum
of Jurassic Technology.
Und das war durchaus nochmal wieder so eine halbe Stunde mit dem mit dem Fahrrad.
Und dann habe ich mir halt wieder so ein Fahrrad gemietet oder einen Roller
oder ich weiß nicht mehr und bin damit dann dorthin gefahren.
Das war sehr langweilig.
Also die Fahrt dorthin war fürchterlich. Es geht die ganze Zeit über die 187
Venice Boulevard durch lauter so kleine Towns durch.
Marvista, Calver City ach ne genau, das Museum ist dann in Calver City also,
ein Drittel der Strecke wieder bis nach Downtown sozusagen oder?
Ja, ich glaube schon da ist Mid-City wo ist denn hier?
Downtown, Downtown ist weg, Downtown L.A. ist weg da macht nichts ja ne da,
CryptoCom Arena da ist Downtown haben.
Da war ich ja. Oder? Ach, was weiß ich.
Nicht auf der Karte rumscrollen und suchen, während ihr mir zuhört.
Aber ihr solltet auch einschlafen.
Egal. Zumindest das Museum of Jurassic Technology.
Das ist halt ein bisschen wie der Land einwärts. Lange, gerade Straße dorthin.
Und das war wirklich, also, es ist so langweilig, da längst zu fahren.
Man sieht einfach nichts Interessantes.
Links, rechts so zweigeschossige Gebäude mit irgendwelchen Sachen drin.
Teilweise Wohnbebauung, aber dann eben auch so, weiß ich nicht,
Best Buy oder Banken oder was weiß ich was, Tacos, Geschäfte,
irgendwelche Märkte, aber auch nichts, wo ich denke, da will ich jetzt mal reingucken
und mir irgendwas kaufen oder weiß ich nicht, das war so sehr merkwürdig.
Und in einem von diesen Gebäuden direkt in den Outburger ist halt dieses Museum komplett unscheinbar.
Also nichts mit einem großen Schild vorne dran oder so, sondern einfach nur
an der Tür direkt stand halt, ja, das Museum ist geöffnet und da kannst du reinkommen.
Und dann geht man rein und ist in einem extrem dunklen Raum,
relativ kleiner Raum gleich so ein bisschen Beklemmung bekommen,
dass es ein bisschen eng war auf einmal war es dunkel, draußen strahler Sonnenschein,
das war dann ja auch schon am Nachmittag,
Also früher Nachmittag war ich dort und ich musste mich erstmal orientieren.
Der kleine Eingangsraum war gleichzeitig dann der Shop, wo man irgendwie Bücher
und so Kram kaufen konnte und ein kleiner Tresen, wo eine Spende von 10 Dollar erwartet wurde.
Irgendwie sowas, also relativ günstig, kostenlos rein kam man nicht.
Oder wäre man wahrscheinlich auch gekommen. Die haben halt um eine Spende,
haben gesagt, eine Spende wird erwartet oder sowas haben sie.
Und 10 Dollar fand ich auch nicht so schlimm. Habe ich dann bezahlt,
weil ein Arbeitskollege das empfohlen hat.
Und hier werde ich jetzt nicht spoilern, denn solltet ihr jemals nach L.A. kommen.
Also das hat mich doch ziemlich geflasht, dieses Museum. Das war sehr cool.
Im Sinne von völlig unerwartet. Ich konnte mir nichts vorstellen unter Jurassic Technology.
Kann ich auch immer noch nicht. Und es ist halt kein klassisches Museum.
Im Sinne von, hier sind Exponate und ihr könnt euch sie angucken und ihr findet
Informationen, sondern es ist ein bisschen anders.
Es ist noch so mit Kunst und mit, also, ja, es gibt auch Kunstmuseen,
aber es ist halt kein historisches Museum, kein Kunstmuseum.
Es ist so eine Mischung aus allem und komplett abgefahren.
Ich bin beim Rausgehen, habe ich dem Typen noch gesagt, Ich bin gerade total
verwirrt und das war das Abgefahrenste im Museum, das ich je besucht habe. Und ich finde es super.
Ich weiß nicht, ob er das als Lob akzeptiert hat. Er war auch irritiert von meiner Aussage.
War nicht zu voll, war relativ leer. Lauter irritierte Menschen da drin.
Und ja, ich kann es nur empfehlen. Es ist sicherlich eine Alternative zum...
Getty oder was man auch sonst irgendwie dort sich dort anschauen wollte.
Ich hatte Spaß. Also das war wirklich ein Highlight von diesem Samstag,
was ich mir auch verdient hatte nach dem anstrengenden Vormittag mit den Fotos. Oder Mittag.
Genau, dann bin ich zurück. Ich bin da schon relativ früh wieder ins Bett gegangen,
weil ich meinen Rhythmus schon wieder umstellen wollte. Also irgendwie,
hatte ich so eine App ausprobiert, die Arbeitskollegen mir empfohlen haben,
die nicht richtig gut funktioniert hat, die auch hinterher noch irgendwie rumgezieht
hat, deswegen habe ich sie schon wieder gelöscht.
Die soll einem aber helfen, sich schon bei so Interkontinentalflügen mit Zeitverschiebung
schon vorher darauf einzustellen, dass man nicht allzu viel Jetlag hat.
Hat für mich leider nicht funktioniert, Im Wesentlichen, weil ich die Ansage,
okay, jetzt bist du im Flugzeug, jetzt musst du acht Stunden schlafen.
Das kann ich dann halt nicht, weil das Flugzeug zu unbequem ist oder weil das
Essen zu spät kommt und ich noch nicht schlafen kann, ohne was zu essen.
Irgendwie weiß ich nicht, das war halt einfach nicht, hat nicht funktioniert
für mich. Und mein Jetlag war schlimm wie immer.
Trotzdem habe ich es probiert und bin früh ins Bett gegangen und habe mich auf den Sonntag gefreut.
Am Sonntag habe ich dann nämlich eine noch längere Wanderung als am Vortag gemacht.
Also schon die dieser Spaziergang zum Fotografieren war eine ganze Strecke.
Also ich bin ja morgens schon gelaufen, irgendwie so 5-6 Kilometer und habe
dann eben diesen Fotospaziergang gemacht und der war auch 9 Kilometer also ich
war über zwei Stunden unterwegs um,
um diese Fotos zu machen. In meiner Zeit hat es ja funktioniert.
Und am nächsten Tag habe ich dann gesagt, okay, jetzt weiß ich,
wie gut ich hier zu Fuß vorankomme und ich möchte auch schön müde sein,
weil ich ja noch früher ins Bett wollte und bin dann einfach mal Richtung Norden
gegangen, einfach immer die Küste lang, immer den Strand entlang,
weil ich dachte, vielleicht schaffe ich es ja zu Fuß zur Getty Villa.
Das Getty ist ein Kunstmuseum eine private Sammlung aber man kann die halt besuchen,
und dann gibt es noch die Getty Villa die ist näher am Wasser,
und irgendwie dachte ich da kann ich zu Fuß hingehen ohne dass es zu langweilig
wird, weil ich gehe immer am Wasser längs und das ist bestimmt interessant,
und habe dann versucht da hin zu gehen.
Ja das war schön, dieser Spaziergang Da hatte ich dann auch die Hasseblatt wieder
zu Hause gelassen und bin dann nur mit dem kleinen Besteck sozusagen,
kleine Tasche, kleine Kamera.
Ich hatte zwei Objektive dabei. Ich weiß aber gar nicht mehr,
warum. Ich hatte das 40mm und mein Zoom-Objektiv dabei.
Genau, das Erste, was man sieht, wenn man von Venice aus nach Norden am Strandlängs
geht, ist natürlich Santa Monica, Santa Monica Pier.
Weltberühmt. kommt auch immer mal wieder in Filmen vor,
auch in dystopischen Filmen, ich habe letztens gerade wieder irgendwas gesehen,
wo ein völlig zerstörter Santa Monica Pier gezeigt worden ist,
so nach dem Weltuntergang, was davon übergeblieben ist.
Das ist halt ein sehr breiter Pier, also ein Steg ins Wasser rein, wo,
Vorne an sind lauter Läden, unter anderem Baba Gump Shrimps Company.
Weiß ich gar nicht, ob es die schon gab, als Forrest Gump gedreht worden ist
oder ob das dann nachdem Forrest Gump gemacht worden ist,
da quasi als Pseudo hier hat Forrest Gump mit Baba zusammen seine Shrimps verkauft.
Weiß ich nicht weiß ich auch nicht mal ich glaube ich hatte kurz nachgeguckt
aber nichts gefunden dazu ist ja auch egal,
zumindest ist das da und dann kommt halt ein Vergnügungspark auf diesem Pier
mit einem kleinen Riesenrad und einer Achterbahn und noch irgendwas,
keine Ahnung und als ich dort ankam.
War der Vergnügungspark aber noch gar nicht geöffnet stattdessen waren da ganz
viele Helfer die sich gerade darauf vorbereitet haben, dass der bald öffnet.
Und ich glaube, da waren viele dabei, die zum ersten Mal dort als Helfer gearbeitet haben.
Ich glaube, der macht um 10 auf und ich war so halb 10 war ich dann da.
Genau, also ich habe noch kein Popcorn bekommen. Ich bin noch nicht Achterbahn
oder Riesenrad gefahren.
Habe halt nur dort irgendwie mich kurz umgeschaut. Bin einmal rumgelatscht und habe Fotos gemacht.
Die dann auch mit ins Album kommen. Genau, von Baba Gump habe ich auch ein Foto gemacht.
Und von Tauben. Mein Neffe mag Tauben. Ich weiß nicht warum.
Irgendwie hat er ein Taubendings und immer wenn er Tauben sieht,
fotografiert er die und freut sich dann. So, dann habe ich dort Tauben rumsitzen sehen.
Die sehen genauso aus wie bei uns. Einfach so...
Grauer Kopf, grüner Hals, rötliche Brust, schwarz-weiße Flügel.
Ihr kennt diese Tiere. Und die saßen da und sahen malerisch und hübscher.
Deswegen habe ich die auch fotografiert.
Aber ich habe mich da auch nicht lange aufgehalten und bin dann einfach weitergegangen.
Auf dem Fußweg sieht man im Wesentlichen, da sind so ein paar höhere Häuser.
Also auch so Hotels, die dann irgendwie so zehngeschossig sind oder so.
Alles mit Palmen natürlich. Palmen sind da anscheinend ganz wichtig. Und Strelizien.
Ich habe sehr viele Strelizien gesehen. Das sind diese Blumen,
die so ein bisschen aussehen wie Papageien.
Ich glaube, die heißen auch Papageienblumen in Deutschland, kann man sie auch so nennen.
Genau, immer weitergelatscht. Dann kam ich auch an der Statue der Santa Monica,
der heiligen Monica, vorbei.
Hätte ich auch drauf kommen können, dass da sowas steht. ansonsten war es halt
einfach ein sehr entspannter Sonntagmorgen auf einmal auf dem Parkplatz am Strand standen dann mehrere,
Feuerwehrautos ich habe mich gefragt, was machen die denn hier und dann war
aber am Strand eben auch ein Beachvolleyballfeld und die Feuerwehrleute haben
einfach gerade Beachvolleyball gespielt, warum nicht also Sport ist da am Strand in L.A.
Ganz groß, in Venice gibt es ja auch diesen großen,
Outdoor-Gym also Kraftsportgeräte ich weiß gar nicht, ob die freizugänglich
waren oder ob man da eine Mitgliedschaft in irgendeinem,
Fitnessverein haben muss, zumindest
haben da ein paar Leute ihre Muskeln gestellt und ach, überall gibt es.
Pickleball ist eine Sportart, die in den USA gerade bei Älteren sehr beliebt
ist, weil man nicht so weit und viel
rennen muss Beachvolleyball und alles mögliche kann man da halt machen,
Ja, genau. Irgendwann ging es dann am Wasser nicht mehr weiter.
Da kam dann irgendwie so ein Felsenstrand und auch ein bisschen was Privates.
Da bin ich dann so ein bisschen wieder quasi vom Strand weg und dann war ich
aber auch schon relativ nah dran.
Also kurz bevor ich rechts hoch wollte zur Getty Villa, kam diese Stelle,
wo es aussah, als käme man da gar nicht durch.
Da habe ich mich dann auf dem Parkplatz noch mit jemandem unterhalten,
der da einen ziemlich fetten BMW gerade fotografiert hat.
Stellt sich raus, der hat einen Autoverleih, also privat oder weiß nicht, also nebenbei.
Er meinte, er ist eigentlich, macht da irgendwas anderes und dann verleiht er
aber eben auch noch Luxusautos und den hätte man leihen können.
Da habe ich ihn gefragt, kannst du mich 20 Minuten in die Richtung fahren?
Da hat er gedacht und mir gesagt, schade.
Also musste ich mich da über die Felsen und das war so ein bisschen doof,
da irgendwie durchzukommen. Aber ging.
Und dann dachte ich, okay, jetzt hier rechts hoch und dann bin ich gleich da.
Da gab es dann auch noch irgendwie ein Starbucks und sowas, wo man dann nochmal
auf Toilette gehen konnte, weil das war schon irgendwie, hatte ich schon über
fünf Kilometer da gelatscht.
Und dann ging es den Berg hoch und also Google Maps ich hatte Google Maps angegeben
und Getty Villa angegeben und die hat mich da längst geführt,
kam ich an einer komischen Kirche vorbei so ein Methodisten oder weiß nicht irgendwas komisches,
und hinter dieser Kirche war dann der Eingang zur Getty Villa aber da war Security
und dann habe ich gesagt, hier ist kein Eingang ich sah die Villa schon da oben
und nee, das hier ist nur für Lieferanten.
Aber ich bin ja ohne Auto und es macht nichts, du kannst hier nicht rein.
Na gut. Musste ich wieder umdrehen und war so ein bisschen genervt und hatte
auf einmal auch gar keine Lust mehr auf die Getty Villa. Ähm.
Obwohl das, glaube ich, echt ganz interessant gewesen wäre, da noch mit einer
Parkanlage und allem Möglichen.
Aber nee, ich hatte eine lange Wanderung hinter mir. Es hätte noch die Möglichkeit
gegeben, da in so einen Canyon reinzugehen.
Also da direkt da, wo diese Kirche ist, auch der Trailhead, da geht es halt
los, dass man so eine Wanderung machen kann.
Und das hatte mich dann auch nochmal kurz angeguckt, aber ich dachte so,
oh nee, jetzt wird es auch heiß.
Los Leones Canyon wäre das dann gewesen.
Das war mir dann aber auch zu viel stattdessen bin ich einfach irgendwo mit
der Reste gegangen und übrigens da auf dem Weg da hoch zu diesem Trailhead vom Los Leones,
da sah man tatsächlich noch so Brandspuren von den großen Bränden die ja nicht
mal ein Jahr vorher dort stattgefunden haben und sehr viel zerstört haben also
da war schon noch einiges verkohlt ja,
ich denke mal, dass das von diesen Bränden war.
Kann natürlich auch sein, dass es noch andere Brände waren, aber ja, nicht schön.
Genau, dann bin ich halt wieder runter, hab irgendwo ein Italiener gefunden, Spruzzo-Restaurant,
und hab da Mittag gegessen. Das war sehr lecker übrigens und gar nicht so teuer.
Bisschen merkwürdig, das Ambiente, aber war ganz okay und dann bin ich von da mit dem.
Taxi zurückgefahren, habe ich den Uber genommen und bin die meiste Strecke wieder zurückgefahren.
Ich gucke gerade mal, ob ich mit den Entfernungen richtig lag.
Ja, genau. Nee, das war dann schon das Ende dieser Wanderung.
Also bis dahin waren es nicht sechs Kilometer, sondern das waren schon dann die 15. Genau.
Da war ich fast vier Stunden unterwegs, bis ich dann beim Mittagessen war.
Das war die Wanderung, genau, dann bin ich mit dem Taxi zurück und hatte irgendwie
noch Lust auf einen Drink und hab mich einfach ganz dekadent am frühen Nachmittag
noch in eine Bar, ich hab eine Bar in der Nähe von zu Hause gesucht,
möglichst nah am Strand und hab dann da noch ein,
was hab ich getrunken? Irgendeinen Cocktail. Ja. und bin dann nach Hause getorkelt.
Nach einem Cocktail war ich nicht betrunken, aber nach der langen Wanderung.
Ich habe zwar gut gegessen und ausreichend getrunken, aber irgendwie war ich
halt ganz schön alle so am Ende dieses Tages und bin dann einfach nur noch zurückgegangen
und tatsächlich sehr, sehr früh eingeschlafen. Ich meine, nach so einer langen Wanderung,
ist man dann auch erschöpft genug. Ich glaube, ich habe noch irgendwas zu essen
geholt. Habe ich noch Abendbrot gegessen?
Ah ja, ich glaube, ich habe mir noch das Sushi gegönnt. Da war ein...
Ein Sushi-Laden in der Nähe von meinem, da wo ich gewohnt habe, in der Rose Avenue.
Wir werden gucken. Genau, Rose Avenue.
Der sah richtig gut aus und der war auch richtig gut. Allerdings war der auch richtig teuer.
Warby, genau. Warby und Rose, genau.
Da habe ich mir dann abends noch ein bisschen Sushi, also wirklich nicht viel.
Es war sehr teuer. aber war auch richtig gut.
Ja, sehr gut. Ja, das war es dann aber auch schon.
Also den Sonntag bin ich im Wesentlichen gewandert, habe erfolglos versucht,
in die Getty Villa zu kommen.
Ich hätte einmal nach außen rum gehen müssen. Also der Security-Mann war auch hilfsbereit.
Er hat gesagt, du musst hier wieder runter und dann ein bisschen weiter und dann hoch.
Aber das wäre dann halt für mich auch einfach zu anstrengend gewesen.
Also wie gesagt, da hatte ich dann schon fast 15 Kilometer und nochmal wieder
Hügel runter und Hügel woanders wieder hoch, wäre irgendwie...
Ja, war nicht drin. So hatte ich einfach auch dann keine Lust mehr zu. Schade.
Vielleicht muss ich ja nochmal nach Los Angeles. Da kann ich es dann nochmal probieren.
Aber ich hoffe eigentlich nicht. Denn so toll war Los Angeles nicht.
Am Ende habe ich da eine gute Zeit gehabt. Ich habe sehr viel erlebt und gelernt.
Aber die Stadt reizt mich einfach nicht. Also vielleicht würde ich das nächste
Mal, wenn ich dort bin, dann doch nochmal mir irgendwelche Filmstudios anschauen.
Oder nochmal woanders wandern gehen.
Aber ich weiß nicht, dieses Hollywood-Sein, da kann man ja auch hochwandern
und das ist bestimmt auch ganz cool.
Aber für mich ist es nicht so wie Wandern im Yosemite-Nationalpark.
Es ist halt Wandern in der Stadt.
Da ist dann zwar auch Grün und Park und so, aber trotzdem ist man unter der großen Dunstkuppel.
Man hat natürlich nicht so gute Luft wie also auch wenn man irgendwie dann eine
Meile weg ist von der Stadt, hat man ja trotzdem keine frische Luft weil es
ja alles irgendwie weiß ich nicht.
Das ist halt einfach Luftverschmutzung, Lichtverschmutzung also auch nachts,
das was ich in New Summit erlebt habe mit Nachthimmelfotografie im August das geht halt in L.A.
Nicht, da musst du halt richtig weit fahren bis du einen dunklen Himmel hast,
also eigentlich in die Wüste.
Ja, genau.
Zumindest,
Kann man machen, muss man nicht. Ich würde tausendmal lieber wieder nach Palm
Springs und dann Joshua Tree Nationalpark machen.
Thornton Sea, Anza-Borrego war auch schön, aber nicht so beeindruckend wie das.
Und ich kann ja immer wieder nach Yosemite.
Also in den Yosemite Nationalpark könnte ich jeden Sommer einmal,
wenn ich könnte, weil es einfach so schön ist.
Ja und dann Utah also immer wenn ich dann über,
über Utah drüber fliege denke ich halt Zion Nationalpark, diese ganzen Sachen
würde man eigentlich auch gerne mal sehen aber da bin ich halt leider noch nicht
hingekommen und einfach aus Jux dahin fliegen ist mir dann doch eine Nummer zu hart.
Ja, soweit dazu. Nun würde ich jetzt sagen, lese ich euch was vor.
Natürlich lese ich euch zuerst einen Rilke vor.
Rainer Maria Rilke aus Sämtliche Gedichte in einem Band bei Position 2276.
33 Prozent, ein Drittel von Rilke haben wir hinter uns gebracht.
Und das heutige Gedicht heißt Abend in Skone.
Der Park ist hoch und wie aus einem Haus trete ich aus seiner Dämmerung heraus in Ebene und Abend,
in den Wind, denselben Wind, den auch die Wolken fühlen, die hellen Flüsse und
die Flügelmühlen, die langsam mahlen, stehen am Himmelsrand.
Jetzt bin auch ich ein Ding in seiner Hand, das Kleinste unter diesen Himmeln.
Schau, ist das ein Himmel?
Seliglicht ist blau, in das sich immer reinere Wolken drängen und drunter alle
weiß in Übergängen und drüber jenes dünne große Grau, warmwallend,
wie auf roter Untermalung und über allem diese stille Strahlung sinkender Sonne.
Wunderlicher Bau, in sich bewegt und von sich selbst gehalten,
gestaltenbildend, Riesenflügel, Falten und Hochgebirge, vor den ersten Sternen
und plötzlich da, ein Tor in solchen fernen, wie sie vielleicht nur Vögel kennen.
Das nächste Gedicht, das ich in der nächsten Episode vorlese,
heißt Abend. Und ich habe das Gefühl, das hatten wir schon.
Also hat er mehrere Gedichte, die Abend heißen? Man weiß es nicht.
Auf jeden Fall kommt jetzt Herr Goethe, Johann Wolfgang von Goethe.
Italienische Reise, da sind wir bei 22% Position.
1896, und zwar sind wir immer noch in Rom. Am 7. November Augen zu und zugehört.
Die Logen von Raphael und die großen Gemälde der Schule von Athen usw.
Habe ich nur erst einmal gesehen und da ist es, als wenn man den Homer aus einer
zum Teil verloschenen, beschädigten Handschrift heraus studieren sollte.
Das Vergnügen des ersten Eindrucks ist unvollkommen. Nur wenn man nach und nach
alles recht durchgesehen und studiert hat, wird der Genuss ganz.
Am erhaltensten sind die Deckenstücke der Logen, die biblische Geschichten vorstellen.
So frisch wie gestern gemalt, zwar die wenigsten von Raphaels eigener Hand,
aber doch aber gar trefflich nach seinen Zeichnungen und unter seiner Aufsicht.
Immer noch den 7. November. Ich habe manchmal in früherer Zeit die wunderliche
Grille gehabt, dass ich mir sehnlichst wünschte, von einem wohlunterrichteten Manne,
von einem kunst- und geschichtskundigen Engländer, nach Italien geführt zu werden.
Und nun hat sich das alles indessen schöner gebildet, als ich hätte ahnen können.
Tischbein lebte so lange hier, als mein herzlicher Freund erlebt,
Er lebte hier mit dem Wunsch, mir Rom zu zeigen.
Unser Verhältnis ist alt durch Briefe, neu durch Gegenwart. Wo hätte mir ein
werterer Führer erscheinen können?
Ist auch meine Zeit nur beschränkt, so werde ich doch das Möglichste genießen und lernen.
Und bei allem dem sehe ich voraus, dass ich wünschen werde anzukommen, wenn ich weggehe.
Ach, wie schön. Der 8. November geht dann mal anders weiter.
Gut, in diesem Sinne mache ich mir noch eine Notiz, wo ich das nächste Mal weiterlesen muss.
Ich hoffe, es geht euch allen gut. Ich hoffe, ihr konntet ausreichend Schlaf finden.
Und ich wünsche euch ein gutes neues Jahr, falls ihr es noch am Anfang des Jahres
habt. Eigentlich wünsche ich euch immer ein gutes Jahr.
Machen wir das Beste draus. Die Zeiten sind nicht leicht für alle.
Für viele sind sie schwer.
Wir können uns das ja nicht aussuchen, aber wir können versuchen,
uns selbst zu reflektieren und das Beste für uns und für unser Umfeld hinzubekommen.
Ich habe euch alle lieb. Bis zum nächsten Mal. Gute Nacht.
