EP 606 ~ Brügge Teil 2 und Goethe

Die Fotos zu dieser und der vorherigen Episode:

(Belfried im Episodenbild von Tabisozai)

Zweiter Teil von meinem Reisebericht unserer Reise nach Brügge. Heute gibt es auch Fotos, die auch die vorherige Episode zeigen. Ist halt so bei analog, nech, das dauert halt. Ach und übrigens: Sonnenfinsternis kommt in EP 607 😉
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Toby
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Bianca

Veröffentlicht am 01.09.2026
Brügge Teil 2 und Goethe - Episodenbild

Transkription

Diese Transkription enthält vermutlich ein paar Fehler, hilft aber bei der Suche. Wer das hier liest schläft auch ein!


Hallo ihr Lieben und herzlich Willkommen zum Einschlafen-Podcast Episode 607. Ich bin Tobi.
Ich bin außerdem verwirrt, denn es ist Episode 606 und nicht 607.
Das ist immer noch diese ganze Verwirrung.
Ich lese euch heute wieder Goethe vor aus der italienischen Reise und davor
gibt es den zweiten Teil von den Zaren von Rainer Maria Rilke.
Und davor erzähle ich euch ein bisschen was, damit ihr abgelenkt seid,
von euren eigenen Gedanken und besser einschlafen könnt.
Und heute am Tag der Aufnahme ist Freitag, der 7. August.
Ich mache das jetzt ein bisschen im Voraus. Ich weiß, diese Episode erscheint
erst Ende August, glaube ich. Oder vielleicht sogar am 1. September.
Also das sind noch gute drei Wochen, bis die erscheint. Aber ich habe ja noch
nicht zu Ende erzählt von Brügge.
Und ich fahre heute Abend los, auf meine dritte Bahnreise in diesem Sommer.
Nach Spanien, also heute Nacht
mit dem Nachtzug nach Paris und dann am Sonntag weiter nach Barcelona,
um dann dort ein Auto zu mieten und mit Raini und Sonka die Sonnenfinsternis
zu beobachten, hoffentlich. Und Skye, mein Sohn ist auch mit dabei.
So, vielleicht treffen wir auch noch Nikolas, wer weiß das schon,
es sind viele Menschen dort und wir schauen mal, wen wir da alles treffen.
Das wird eine sehr intensive Reise und ich komme dann irgendwie an den Wochenende
drauf wieder bin. Also wenn ihr das hört, schon links wieder da.
Und meine Frau kann leider nicht mit, weil die schon wieder arbeiten muss in
der kommenden Woche. Und das ist natürlich dann hinderlich.
Und deswegen kann sie nicht dabei sein, was schade ist. Vielleicht machen wir
mal nächstes Jahr dann die nächste Reise.
Da geht es dann nach Gibraltar oder nach Marokko oder nach Ägypten,
um die nächste Sonnenfinsternis zu sehen.
Also, falls es uns so gut gefällt oder falls es einfach nicht klappt,
nächstes Jahr wieder Sonnenfinsternis-Reise.
Zumindest bin ich jetzt nochmal ein bisschen weg. Und wenn ich dann wiederkomme,
will ich nicht in Stress geraten mit irgendwelchen Aufnahmen.
Deswegen hatte ich die erste Aufnahme schon gemacht. Und ich dachte,
da bin ich auch voll mit Eindrücken aus Spanien und will vielleicht nicht mehr
von Brügge erzählen. Deswegen ziehe ich das jetzt einfach vor.
Ich war in der letzten Episode, 1606, hatte ich von der Anreise und den ersten
beiden Tagen, Dienstag und Mittwoch, nee Dienstag ist immer angereist,
Mittwoch und Donnerstag in Brügge erzählt.
Wenn ihr das also nicht angehört habt und wirklich wissen wollt,
worum es da ging, solltet ihr also das nochmal anhören.
Aber wie ich euch kenne, ist euch das sowieso ein bisschen egal und es ist auch
wirklich egal. Wir haben nichts Weltbewegendes erlebt, es sind einfach nur Reiseberichte.
Aber was ihr dann vielleicht noch mal hören solltet, ist die italienische Reise,
denn ich hatte ja die letzte Episode damit angefangen, dass ich erklärt habe,
warum wir auf Brücke gekommen sind und warum wir nach Brücke gefahren sind,
das hatte mich Holgi im Realitätsabgleich gefragt,
und hatte dann so ein bisschen unsere Beweggründe dafür genannt und gefunden und,
Dann habe ich gestern die Episode 606 aufgenommen und habe dann am Ende Goethe
vorgelesen, die italienische Reise.
Und da ist er gerade in Rom und er ist sehr lange in Rom. Also er ist viel länger
in Rom, als wir in Brügge waren.
Aber er beschreibt da so Sachen, die ich auch wahrnehme.
Wenn man länger als einen Tag in einer anderen Stadt ist, in einem anderen Umfeld,
und so ein bisschen sich dann dort einlebt und ein bisschen sich mehr Zeit nimmt,
dort Dinge auf sich wirken zu lassen und auch mal links und rechts schaut,
dann hat man einen anderen,
Zugriff irgendwie auf das Leben dort, auf die Stadt, auf die Leute. Ich weiß es nicht genau.
Ich habe das in London gespürt, als wir fünf Tage in London waren.
In Oxford nicht so sehr, ehrlich gesagt, weil wir da dann auch so weite Ausflüge
gemacht haben. Da sind wir extra bis nach Brighton runtergefahren, als wir in Oxford waren.
Also ja, aber es macht einen Unterschied, ob man eine Reise irgendwo hinmacht
und dann wirklich nur ein, zwei Tage irgendwo ist oder ob man sich mehr Zeit
nimmt, als man eigentlich braucht.
Dann hat man Zeit anzukommen und das ist gut. Und das hat mich gefreut,
dass Goethe das damals schon aufgeschrieben hat und ich das jetzt gerade lese,
wo ich mir selber Gedanken darüber mache, warum wir diese Reisen machen. Und das ist wertvoll.
Ich weiß, das ist absoluter Luxus. Also ich meine, Goethe war damals einer der
reichsten Deutschen wahrscheinlich. Also es gab halt nicht so viele Menschen
damals in Deutschland, die überhaupt Reisen nach Italien machen konnten.
Deswegen hat er auch extra ein Buch drüber geschrieben.
Und dann so lange und sich so viel Zeit zu nehmen. Also eine kurze Reise wäre
wahrscheinlich noch viel sinnloser gewesen. Da muss man noch reicher für sein.
Aber ja, es ist einfach ein großes Privileg, sich ein bisschen mehr Zeit nehmen
zu können. Und ich genieße das sehr.
Komme ich aber erstmal zum Freitag.
Wir hatten uns vorgenommen, also die Stadt in Brügge ist voll mit Werbung für
Brüsk. Das ist ein Museum.
Ich hoffe zumindest, dass es Brüsk ausgesprochen wird. Vielleicht wird es auch
Brüsk ausgesprochen. B-R-U-S-K.
Das ist ein Museum. Es gibt in Brügge eine ganze Reihe von Museen.
Und einige davon sind auch noch direkt nebeneinander. und das Brüsk ist irgendwie
direkt neben dem Gröninger Museum und der Kirche, die da direkt daneben ist.
Wie heißt die Kirche daneben?
Also da sind so ein paar Sachen irgendwie alles direkt nebeneinander.
Nee, das Haus, das Gröninger Haus oder wie das heißt.
Genau, komme ich gleich dann dazu.
Werde ich gleich rausfinden, wie das Haus heißt bei dieser Kirche.
Vielleicht habe ich mich auch gerade verlaufen.
War da nicht auch dieses Haus?
Nanu? Wo ist denn die Kirche?
Ich bin hier irgendwie am rumgoogeln.
Grothusemuseum, doch, das meine
ich. Wieso habe ich das eben erst nicht gesehen? Achso, weil da, okay.
Naja, also, stimmt, das Brüsk, ich war an der falschen Straße.
Ich hatte die Straße verwechselt.
Und wir wollten dann schauen, ob wir noch nicht mal dieses Brüsk anschauen,
weil das sehr interessant aussieht.
Die eine Ausstellung, die ausgeschrieben war, die angekündigt war,
war Latent City von Rifik Anadol und das sah sehr digital aus, also.
Digital Art mit so auch Animationen und also es sah irgendwie interessant aus,
dachte ich, kann man sich ja mal angucken und im Busk ist aber auch,
eine weitere Ausstellung Bigger Picture Connecting Worlds und das klang auch
interessant so Und Steff, meine Frau, hat dann gesagt, so ja,
Gröning Museum ist aber auch cool, weil da gibt es Bilder von Bosch.
Hieronymus Bosch war da angekündigt und der ist cool.
Der hat ordentlich einen an der Marmel, also noch doller als Dali,
glaube ich. Und vor allem hatte er 500 Jahre vor, da lieh ein andermar,
aber das ist ja 15. Jahrhundert oder 16.
Weiß nicht, sehr früh.
Und dann haben wir gesehen, es gibt da so Tickets, da kann man entweder nur
eins, Brüsk oder Gröninger Museum oder beide.
Und beide Tickets waren dann schon fast so teuer wie die gesamte Brüggekarte,
wo man dann eben auch noch in alle anderen Museen rein kann.
Also alle, die so zum öffentlichen Raum gehören.
Da ist dann eben auch die Liebfrauenkirche drin mit dem Michelangelo, mit der Madonna.
Wir hatten am ersten Tag, an dem Mittwoch gesagt, wir kaufen mal gar kein Ticket.
Haben aber ein paar Sachen gesehen, hätte man vielleicht gerne mal reingeschaut,
auch dieses St. Jans Hospital.
Und wir haben uns dann einfach relativ spontan am Freitag entschieden,
wir kaufen uns einfach diese Brücke-Card, kostete irgendwie 49 Euro,
statt 30 Euro für nur Brüsk und Gröninger Museum und haben dann,
Ja, einfach versucht, so viel wie möglich davon noch umzusetzen in den letzten
beiden Tagen, ohne uns jetzt völlig verrückt zu machen.
Da haben wir ein bisschen Zeit in Brust genommen. Da sind wir rein.
Ich kann das nicht empfehlen, ehrlich gesagt. Also das Bigger Picture ist ganz
lustig gemacht. Connected Worlds of Bruges, 900 bis 1550 heißt die Ausstellung.
Und da gibt es so ein, ja, also es gibt einen Audio-Guide, der hat da aber gar
nicht für uns funktioniert.
Da wird man irgendwie voll gelabert mit völlig irrelevantem Zeug,
so einschleifen, Podcast-mäßig.
Das war so ein bisschen unübersichtlich. Eigentlich ganz schön,
dass man nicht so klar strukturiert durchgehen muss, aber irgendwie auch nicht
ganz klar, wo man denn überhaupt, also was man nicht verpassen sollte und so.
Und teilweise waren die Exponate gar nicht richtig beschrieben,
was denn da nur ist und so.
So, und Refik Anadol, ein Künstler aus L.A., glaube ich, irgendwo aus Kalifornien.
Das war KI-Kunst, also KI-Erzeugnis, vielleicht sogar Kunst, ich weiß es nicht genau.
Also das war überraschend, dass das jetzt KI generiert war.
Und es hatte so ein bisschen was von, ja, wir erklären auch noch ein bisschen,
wie wir hier, welche Daten wir genommen haben und wie Modelle trainiert worden
sind und so, aber auch nicht so richtig.
Also ich als Mensch, der sich ja durchaus auch beruflich mit KI beschäftigt
hat, hat das nicht verstanden.
So und dann waren da halt so ein paar merkwürdige Netzwerk-Animationen und ein
paar hübsche Überläufe von Bildern, so alles KI generiert und.
Es war nicht meins. Also es war interessant, aber es hat mich überhaupt nicht
abgeholt. Es hat nicht genug erklärt.
Es hat auch diesen KI-Begriff überhaupt nicht. Also ich würde von Kunst erwarten,
dass sie sich dann zumindest damit auseinandersetzt, was diese KI-Modelle für
die Kunst bedeuten, für die Umwelt bedeuten, für die Gesellschaft bedeuten.
Dass es da nicht passiert. Also da habe ich, ja, jemand hat sich durchaus Mühe gegeben.
Also Refik Anadol hat sich anscheinend die Mühe gegeben, etwas optisch,
visuell Ansprechendes zu machen und so ein bisschen Kontext zu geben.
Aber nee, ich weiß nicht. Das war mir nichts. Das kann man sich sparen.
Also brüsk weiß ich nicht, ob ich da nochmal reingehen würde.
Ich werde mir zumindest das nächste Mal genauer angucken, was denn da eigentlich
die Ausstellungen sind, bevor ich da reingehe.
Und dann sind wir weiter ins Gröninger Museum. Da kam die nächste Enttäuschung,
denn von Hieronymus Bosch waren ganze zwei Bilder da.
Aber insgesamt hat mich die Ausstellung ziemlich begeistert.
Also der alte flämische Maler, ganz viele Sachen von wie heißen die alle?
Lass ich eben nachgucken, weiß ich nicht auswendig.
Da steht jetzt Jan van Eyck, Hans Memling, Gerard David.
Ja, ein bisschen René Magritte war sogar da und Raoul de Kaiser.
Also von bis, was den Zeitraum abgeht und auch was Bekanntheit angeht.
So, und die Bilder von Van Eyck und Memling fand ich ganz okay.
Die beiden Bilder von Hieronymus Bosch waren unbeschreiblich gut.
Vor allem das eine, das war so ein Tryptichon. Ich müsste mal eben nachgucken,
wie das heißt, ob ich das rausfinde.
Das jüngste Gericht, so heißt das, das jüngste Gericht...
Das jüngste Gericht, kann man mal googeln, ob man das auch in ganz sehen kann im Internet.
Ich kann es euch aber zumindest mal beschreiben. Es ist ein Tryptychon,
also ein Bild, das aus drei Bildern besteht. Das sieht man häufiger in Kirchen,
an Altaren oder so. Die sind dann meistens auch zum Zuklappen.
Genau, also so ein großes Bild in der Mitte mit einem Bogen oben und dann zwei
Flügel quasi, die man zuklappen könnte. und dann wäre es zugeklappt,
also mit so Halbkreisbögen oben.
Und ja, also das jüngste Gericht ist ein äußerst dystopisches Bild.
In dem mittleren sitzt oben in der Mitte Jesus, glaube ich.
Irgendwie steht er auf der Kugel mit so ein paar Engeln drumherum, mit Trompeten.
Und darunter ist einfach mal Halligalli. Also da werden Menschen,
die Proportionen sind alle ganz merkwürdig dargestellt.
Es sieht furchtbar, also man stellt die Hölle auf Erden und ich glaube rechts
auf dem rechten Seitenstück sozusagen wird tatsächlich dann die Hölle dargestellt.
Menschen, die in die Hölle kommen und dann irgendwie verschlungen werden von komischen Sachen.
Also es ist wirklich nicht zum Einschleifen geeignet, wenn ich jetzt hier die Details beschreibe.
Links allerdings ist der Himmel, glaube ich, also das Paradies dargestellt.
Und so richtig paradiesisch ist das aber auch nicht. Das ist zumindest verstörend,
und ein total geniales Gemälde.
Und der Typ hat das, also Hieronymus Bosch hat gelebt 1450 bis 1516.
Wann er das gemalt hat zwischen 1475 und 1515, sage ich also mit 15.
Bis 16. Jahrhundert genau richtig.
Da in dem Übergang irgendwo hat er das gemalt Und da stand ich bestimmt...
20, 25 Minuten vor diesem Bild und habe mir die Details angeguckt,
habe versucht Details zu fotografieren, was natürlich auch total albern ist,
aber einfach um da noch mehr Eindrücke mitzunehmen.
Jetzt wo ich das Bild auf Wikipedia gefunden habe, da gibt es eine Abbildung davon,
wirkt es gar nicht so sehr auf mich. Man muss halt vor dem großen Ding stehen,
und ganz nah rangehen können. Also man kann natürlich nachher noch zoomen und so.
Aber ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, Was da im 15. und 16.
Jahrhundert los gewesen sein muss, dass sie sich so irgendwie die Hölle vorstellt.
Und das Paradies, also es war wirklich, hat mich zutiefst beeindruckt.
Gröninger Museum, absolut hin, also absolute Empfehlung, unbedingt hingehen.
Das ist, wenn man in Brücke ist, glaube ich, ein Must-See, wenn man sich irgendwie
für Kunst interessiert oder für Bilder.
So und dann hatten wir aber dieses Ticket und sind dann gleich weiter in das
Gruthuse Museum, also Gruth mit Droll-U Huse Museum,
das war wohl eine sehr reiche Familie, ein sehr reicher Typ,
der da gewohnt hat der Herr Gruthuse oder Gruth vielleicht, was weiß ich wie
der heißt wo man sich anschauen kann, wie sehr reiche Menschen dort im Mittelalter gelebt haben.
Wo natürlich viel Geschirr und so Kram ausgestellt ist, den man nicht sehen will.
Aber alleine das Gebäude, die Architektur, die Innenausstattung,
das ist schon beeindruckend gewesen. Also hat Spaß gemacht, sich das anzuschauen.
Es gibt dann, es gibt ein ähm,
Ein Balkon, wo man rausgehen kann und da kann man dann so ein bisschen auf die
Plätze gucken, auf die Kirche gucken und ein sehr schöner Balkon.
Und es gibt eine eigene Kapelle, also das.
Gruthusemuseum geht quasi über in die Liebfrauenkirche.
Da gibt es also einen Erker, der geht direkt in das Hauptschiff von der Liebfrauenkirche
rein und dann kann man so durch ein Fenster in die Kirche schauen.
Wenn man drin ist in der Kirche, das haben wir dann auch hinterher gemacht,
weil wir hatten ja dieses Ticket, dann sieht man auch aus der Kirche dann quasi
direkt hinter der Kanzel, guckt dann nach so einem Balkon irgendwie in die Kirche rein.
Also Row Zero, würde ich mal sagen, würde man heute das benennen.
Und irgendwie sehr beeindruckend, dass sehr reiche Leute sich dann einfach einen
festen Sitzplatz, für den sie nicht mal das Haus verlassen müssen,
in der Kirche organisieren müssen.
Und dann wahrscheinlich ja auch noch so, dass der Pastor, der Pfarrer,
was auch immer, der Bischof, wer auch immer da immer predigt,
das nicht mal genau sieht, ob die jetzt da sind oder nicht. Also sie können
dann zwischendurch auf Klo gehen und keiner merkt das, keine Ahnung.
Schon irgendwie sehr, sehr reich, sehr privilegiert. Ja, genau,
Liebfranckirche haben wir auch noch gleich mitgenommen, das war irgendwie alles
in einem Rutsch, konnte man da so durch, das liegt alles direkt nebeneinander.
Dazwischen übrigens, zwischen Gruthusemuseum und Gröninge Museum ist ein kleiner
Park und da gibt es die vier Reiter der Apokalypse als Ausstellung.
Da haben wir auch kurz Pause gemacht, dahinter sind dann so Bänke,
wo man ein bisschen sitzen kann.
Als Metallskulpturen sind sie da ausgestellt. Total cool. Nee,
genau, Liebfrauenkirche.
Die Madonna von dem Michelangelo.
Ja, es ist eine Madonna. Wenn da nicht dran gestanden hätte,
dass sie von Michelangelo ist, hätte ich sie als, da steht halt irgendeine kleine
Madonna rum. Die hat eine extra Ecke bekommen.
Und links und rechts davon sind noch weitere Statuen von anderen Sachen,
die auch farblich ein bisschen heller sind.
Also man sieht, das eine Marmor ist anders als der andere Marmor.
Es scheinen dann irgendwie neuere Werke oder andere Werke zu sein,
die das irgendwie flankieren sollten. Die sehen aber halt anders aus.
Irgendwie passt es nicht so richtig. Es ist nicht so beeindruckend,
wie ich das mir von einem Werk von Michelangelo vorgestellt hätte.
Also die extra Münzen ausgeben für die Liebfragenkirche muss man nicht.
Aber wenn man diese Brückekarte schon hat für die Brückemuseen,
kann man da einmal reingehen und sich das anschauen.
Schaden tut das auch nicht, dauert auch nicht lange. Genau.
Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Ausstellungsstücke in dieser Liebfrauenkirche,
wo man nur mit dem Ticket rankommt.
Das ist schon okay. Aber wie gesagt, als einzelnes Ticket würde ich mir das,
glaube ich, auch nicht kaufen.
Wenn man nur ein Einzelsticket kaufen möchte, dann auf jeden Fall Gröninger Museum.
Und wenn man aber Lust hat, mehr Zeit in Museen zu verbringen,
zum Beispiel, weil es einfach sehr heiß ist, dann kann man das ruhig machen.
Und übrigens, in den Museen ist es nicht voll.
Also wir waren jetzt an einem Freitag in sehr vielen Museen und draußen,
die Straßen waren rappelvoll.
Das ist ja alles in der Nähe von allem.
Also das Brüsk ist ganz in der Nähe von diesem kleinen Venezien.
Rosenhütkai, Viewpoint Burgundisch Krus hier, was auch immer das heißt.
Burgundische Kreuze vielleicht, der Kirche, da bei der Basilika.
Das ist zu Fuß fünf Minuten. Und da steppt halt der Bär, also da ist es richtig rappelvoll.
Der Belfort und der Grote Markt ist auch nicht weit weg,
und genau dann geht man da in das Museum rein und da ist es dann auf einmal
super entspannt, also es waren jetzt nicht Schulklassen, die da durchgetrieben
worden sind die ganzen Reisegruppen,
gehen da halt nicht rein die gehen halt vielleicht vorne einmal in die Kirche
rein gucken einmal und gehen wieder raus und wenn man dann aber ein bisschen
weiter drin ist und sich ein bisschen,
genauer Zeit nimmt, dann,
lohnt sich das schon.
Und weil wir dann ja eben dieses Ticket hatten, haben wir dann auch noch das
Museum St. Jans Hospital gemacht.
Also das St. Jans Spital, ein mittelalterliches Krankenhaus sozusagen,
wo ich zum zweiten Mal in eine KI-Ausstellung reingelaufen bin.
Also das war dann nicht der Hauptschwerpunkt. Tatsächlich,
also man kommt rein und geht so durch Gänge, oben offen, das ist ein sehr hoher
Raum und dann geht man so durch,
sehr breite Gänge, wo links und rechts Ausstellungsstücke sind,
die so ein bisschen zeigen, wie wohl im Mittelalter.
Medizin vonstatten gegangen ist. mit so ein paar Hinweisen, an welche Heiligen
man denn auch gebetet hat, um bestimmte Krankheiten loszuwerden.
Ein sehr verstörendes Bild von einer Frau, die ein sterbendes Schwein,
das aber auch irgendwie eine Person ist, auf dem Schoß hat.
Und dann ganz hinten in der Ecke ist so ein bisschen abgetrennter Bereich,
auch so ein bisschen fast schon schamhaft mit einem Sichtschutz versehen,
wo vier, fünf Bilder hängen, wo einfach nur daneben steht, Und diese Bilder
wurden uns von einer KI gemacht. Und so sehen sie auch aus.
Also im Vergleich zu dem, was der Mensch da im Brüsk gezeigt hat,
Anatol oder wie der hieß, das sah wenigstens nicht nach AI-Slob aus.
Die Bilder im Santjans-Hospital.
Spital, das ist halt ganz hässlicher AI-Slob, den sie da ausgestellt haben.
Und ich weiß einfach nicht, warum. Ich stand da und habe mich einfach nur am Kopf gekratzt.
Was soll das? Also was bringt das? Das war so völlig daneben eigentlich.
Weil es nicht mal schön war und zusammenhangslos und ich weiß auch nicht.
Also das war irgendwie Quatsch. So, darüber hinaus über die Krankenhausgeschichten
sind da aber auch nochmal wieder Künstler ausgestellt. Und zwar vor allem der Memling.
Da gab es einen extra Raum mit Memling-Bildern, wo auch nochmal ein Triptychon
mit auch sehr verstörenden Bildern hing.
Das hat mir auch sehr gut gefallen. Und dann gab es im Obergeschoss auf dem
Dachboden sozusagen nochmal,
eine Memeling-Ausstellung, die so ein bisschen interaktiv, nein,
einfach nur ein großer, projizierter Film, wodurch verschiedene Memeling-Bilder
durchgescrollt wird und die waren so ein bisschen animiert.
Aber das sah nicht nach KI aus, sondern mehr so nach.
Wir kopieren das Bild und bewegen dann irgendwie mal so Step Motion.
Stop Motion heißt das nicht, Step Motion.
Ganz niedlich, ein bisschen unnötig. Aber das Tollste an diesem Museum sind
wieder die Räumlichkeiten.
Also die Architektur, die hohen Decken, die Balken, das ist alles so Fachwerk.
Das ist richtig schön. also da habe ich mich einfach sehr gerne aufgehalten,
was wir nicht gemacht haben ist die Apotheke also zu diesem Museum gehört auch
noch eine Apotheke die sieht auf den Bildern total schön aus und wir haben es
einfach nicht gemacht weil wir auch dann voll waren also das waren etwas sehr
viele Punkte die wir da abgehakt haben,
da steht hier draußen ein großes Auto vor ich hoffe das hört man nicht,
kein Pegel,
Entschuldigung, ich hoffe, man hört das jetzt nicht. War nach dem Bild ab vor,
die eben was einsammeln musste. Keine Ahnung was, wir haben nichts rausgestellt.
Und ja, genau, also die Apotheke haben wir verpasst. Stattdessen haben wir uns,
ein paar Schritte weiter in
einem der vielen belgischen Pralinenläden ein bisschen Schokolade geholt.
Ein paar Pralinchen, relativ kleine Packung. Also war auch nicht mal teuer.
7,50 Euro haben wir, glaube ich, bezahlt.
Und da waren dann irgendwie, keine Ahnung, 8 oder 10 so Dinger drin.
Ich hätte jetzt gedacht, die nehmen mehr Geld.
Weil Touristen. Aber vielleicht kriegen sie so ein bisschen mehr.
Nein, natürlich. Vielleicht waren es insgesamt so 200 Gramm.
Und für 200 Gramm Schokolade 7,50 Euro bezahlt. Das ist ja sehr teuer im Vergleich
zu normaler Schokolade.
Aber es sind halt Pralinen und die sind irgendwie gefüllt und da steckt ein
bisschen mehr Arbeit drin als in der Tafel Schokolade deswegen fand ich das
vollkommen okay ich hätte mit mehr gerechnet,
und damit haben wir uns einfach in den Park gesetzt das Sintians Hospital hat
auch einen kleinen Park wo man sehr schön unter Apfelbäumen sitzen kann,
und da haben wir gelegen gelesen Schokoladchen gegessen Augen zugemacht also
Schattengenossen ehrlich gesagt Und das war total gut.
Einfach mal da ein bisschen im Park abhängen. Da kam dann, es war halt Freitagnachmittag
dann und da kamen dann lauter Jugendliche.
Offensichtlich Locals, junge Menschen, die in Brücke wohnen,
die sich dann da mit anderen Jugendlichen getroffen haben.
Und das war mir ganz niedlich, weil so 15-, 16-jährige Jungs und dann kamen
irgendwie Mädels vorbei und dann wurde es irgendwie laut und dann wurde irgendwie
komisch gegrölt, wie Jugendliche das dann manchmal machen, wenn sie so,
früh reif sind oder halbstark oder wie man auch immer das nennen möchte.
Und dann guckte ich halt rüber und dann hat der eine das gesehen.
Also wir waren bestimmt so 20, 30 Meter entfernt auf der Wiese und die saßen auf einer Bank.
Und dann hat das eine aber gemerkt, dass ich so rüber gucke,
als die gerade irgendwie am Blöken waren.
Da hat er sich tatsächlich entschuldigt und dann waren die ruhiger.
Ich habe nicht böse geguckt, ich habe einfach nur so rüber geguckt.
Was ist denn da los? Warum schreien die?
Und dann hat er gemerkt, das war vielleicht ein bisschen unangemessen jetzt
gerade hier im öffentlichen Park.
Und hat Sorry rübergerufen und ich habe nur kurz gefunken, alles gut.
Das war nett. Ich weiß nicht, die Jugendlichen in Brügge, das waren bestimmt
keine Touristen. Ganz bestimmt nicht.
Die haben sich auf holländisch, flämisch unterhalten und da kamen halt ständig
irgendwie noch andere Leute dazu. Es sah nach Schulis vorbei aus oder keine
Ahnung was. Freitagabendvorbereitung.
Sehr nett.
Genau. Mittag gegessen haben wir übrigens wieder in dem Laden,
den ich schon erwähnt hatte, das tägliche Brot.
Ich versuche es jetzt nicht nochmal auszusprechen, es ist französisch.
Da gibt es, wie gesagt, auch einen leckeren Mittagstisch. Wir haben Quiche gegessen
mit Spinat. Total lecker.
Am Abend bin ich dann joggen gegangen, weil ich irgendwie, also normalerweise
gehe ich immer morgens joggen, aber an dem Morgen ging es mir nicht so gut,
noch wegen den Muscheln am Vorabend und am Abend ging es mir halt wieder spitze,
und dann habe ich versucht einmal um die gesamte Innenstadt rum zu joggen.
Das wurde dann aber ein bisschen weit.
Ich weiß gar nicht mehr. Ich glaube, ich war insgesamt acht Kilometer dann unterwegs,
und habe dann, als ich endlich die Windmühlen gefunden hatte.
Also wir haben immer mal wieder so Bilder von Windmühlen gesehen oder Werbung für hier.
Ganz toll, in Brücke gibt es Windmühlen. Und ich war ja schon am Mittwoch früh
joggen gegangen und bin einmal so quer durch bis zur anderen Seite am Wasser,
wo ich dachte, dass die sind, aber da waren sie gar nicht.
Die stehen noch ein bisschen weiter nördlich also wenn man so quer durch geht,
an der Ostseite sind sie nicht sondern von da aus muss man noch weiter nach
Norden und da stehen dann drei alte Windmühlen,
eine davon hätte man nochmal besuchen können, besichtigen können haben wir aber gar nicht ähm.
Also beim Joggen sowieso nicht, aber beim Joggen habe ich wenigstens ein paar Fotos davon gemacht.
Und das war auch sehr schön, war sehr heiß, bin sehr langsam gejoggt,
aber da habe ich nochmal andere Ecken gesehen.
Also wenn man so ganz außen um diesen Kreis an dem Kanal längs läuft,
dann kommt man auch an Ecken vorbei, wo es nicht so super touristisch ist.
Also wie gesagt, alles was innerhalb von diesem Kreis liegt,
ist glaube ich denkmalgeschützt und darf nicht großartig verändert werden.
Und da sind keine fehlenden Dächer, das soll irgendwie so erhalten bleiben.
Aber man kann von da aus halt auf die andere Seite rüber gucken und da ist dann
ganz normal Tankstellen, Schnellstraße, Wohnhäuser, wie man das aus so einer,
kleineren Großstadt, größeren Kleinstadt kennt.
Was auch gut tut. So, ganz im Norden gibt es dann irgendwie so eine Hafenanlage,
da geht dann ja auch der Kanal nach Seebrücke los und,
da habe ich mich aber auch nicht länger aufgehalten, bin ich aber auch dran
vorbeigelaufen bis zu den Windmühlen und dann quer durch zurück.
So, und dann sind wir abends nochmal essen gegangen und da muss ich euch was
empfehlen, denn das war ein Sushi.
Ich weiß gar nicht, wie wir auf die Idee gekommen sind, Sushi zu essen,
aber das war richtig gut und es war nicht mal irgendwie besonders versteckt,
sondern es war in einer Straße, wo sehr viele Restaurants sind.
Ist es die da? Ich muss mal eben nachschauen.
Irata Sushi, genau. Ähm.
War sehr gut bewertet auf Google und das, obwohl ich noch gar nicht bewertet habe.
Also wirklich ganz, ganz tolle Sushi. Nicht übertrieben teuer,
aber sehr, sehr hohe Qualität.
Man kann sich da so ein Schiff bestellen, so ein kleines Holzschiffchen,
so ähnlich wie bei Henssler & Henssler in Hamburg, nur halt irgendwie zum halben Preis.
Und sehr, sehr gut. Hat richtig Spaß gemacht. Wir hatten uns nicht so ein Schiff
bestellt, weil wir wollten gar nicht so groß essen.
Mein Magen war ja noch nicht so. Und dann haben wir erstmal ganz vorsichtig
angefangen mit zwei Rollen und irgendwie noch so Teigtaschen oder so.
Irgendwas hatten wir bestellt. Und
das war super. Kam irgendwie auf einer Holzplatte, wie man das kennt, mit.
Großen Klecks Wasabi und,
Ingwer. so, dann hatten wir es aufgegessen und uns ging es gut und dann habe
ich dem Kellner uns da vorbeigeflitzt gefragt, hey Joel, kann ich mal eben eine
Rolle nachbestellen, wir haben noch ein bisschen Hunger und dann,
ja, weißt du, was wir ja, genau die, okay, alles klar und kann ich das schon
mitnehmen, ja dann hat er die Platte mitgenommen, guckt drauf und sieht,
dass wir die halbe Portion von dem Wasabi aufgegessen haben und fragt mich den
Wasabi mochtet ihr ja nicht, oder?
Ich so, hä? Ja, mögt ihr nicht so gerne Wasabi? Ich so, was?
Wir haben nur die Hälfte davon aufgegessen.
Also, das war wirklich eine großzügige Portion und ich esse gerne Wasabi.
Das ist ja auch recht scharf, aber ich habe es halt nicht aufgegessen.
War ein bisschen zu viel für zwei Rollen.
Und dann hat er gesagt, wollte dann bei der nächsten Rolle kein Wasser?
Ich so, doch, doch. Ja, dann machen wir eine kleine Portion.
Ich hätte auch gesagt, lasst mir doch halt die halbe Portion noch hier.
Dann deck eben noch nicht ab. Dann nehme ich das halt für die nächste Rolle.
Das hätte dicke gereicht.
Aber nee, wir haben dann was bekommen. Aber es war eine lustige Situation.
Und in dem Moment kam auch gerade noch ein weiterer Gast, der sich dann an den
Tisch neben uns gesetzt hat. Wir saßen draußen an der Straße.
Irgendwie habe ich mit dem noch rumgeschert, dass er aufpassen muss,
dass da den Wasabi auf ist, sonst kriegt er da nie wieder recht.
Und es war irgendwie absurd, aber irgendwie nett und lustig und auch überhaupt nicht schlimm.
Hat er sein Wasabi nicht aufgegessen, habe ich ein bisschen mit ihm geschimpft.
Und dann hat er den Wasabi irgendwie auf seinem Teller verteilt,
damit man das nicht so sieht.
Irgendwie, weiß nicht, sehr albern, aber irgendwie ausgelassen und lustig und nett.
Und ich habe ja nochmal Wasabi bekommen. Aber wenn wir bezahlen,
habe ich dann auch mal gesagt, hier geht nur Hälfte vom Trinkgeld.
Nein, habe ich nicht gesagt.
Irgendeinen Spruch habe ich noch gebracht. Aber nichts mit dem Trinkgeld.
Ich gebe immer gerne Trinkgeld und ich gebe auch immer gerne viel Trinkgeld.
Erstens, weil ich es kann. Zweitens, weil ich das eine schöne Art von Anerkennung
finde für die Arbeit. Wenn die Leute sich Mühe geben und nett sind,
dann haben sie es auch verdient.
Das war der,
Freitag. blieb noch der Samstag und wir hatten eigentlich gar nicht mehr so
viel auf dem Zettel. Also wir.
Ich sehe gerade,
Ich habe den Samstag schon erzählt. Ich bin ein bisschen durcheinander gekommen.
Denn natürlich haben wir nicht am Freitag Brüste, Krönige, Grote,
Hus und alle anderen auch noch gemacht, sondern da sind wir nach dem Grote-Hus-Museum
in den Park gegangen und haben uns entspannt.
Sonst wäre das ja auch viel zu viel gewesen. Nee, wir haben am Samstag wieder
bei Camille gefrühstückt, da wo wir auch im Café Camille am Ersttag schon waren,
weil das einfach super lecker ist.
Sind dann kurz zum Bahnhof gegangen, um zu klären, ob unsere Tickets Das hatte
ich in der letzten Episode erzählt, dass ich irgendwie über so ein komisches
deutsches Portal, Trainline oder so, hatte ich mir Tickets gekauft. Und.
Da wollten wir aber nur nachfragen, ob die dann auch für den IC gültig sind,
weil wir das nicht so richtig erkennen konnten.
Und dann sind wir zum Bahnhof gegangen, zur Bahnauskunft und die hat uns dann
doof angeguckt und gesagt, ja wieso, es fährt ja nur der IC.
Also wie willst du denn sonst nach Busse kommen?
Und tatsächlich sind wir dann am Sonntag auch kontrolliert worden und natürlich
hat das Ticket geholfen.
Dieses hektische noch Nachkaufen hätte ich mir am Dienstag auch sparen können,
zumal die ja eh auch teurer waren als die originalen Tickets.
Es war so ein bisschen doof alles, aber egal, so wussten wir Bescheid.
Danach haben wir das St. Jans Hospital angeguckt und die Liebfrauenkirche mit der komischen Madonna,
und sind dann aber nochmal wieder Richtung Norden gegangen, denn Steff hatte
die Windmühle noch gar nicht gesehen,
und der Samstag war wirklich richtig voll in der Innenstadt,
also im Zentrum der Innenstadt war am Samstag dann der ganze Wochenendtourismus,
der dann eben aus Brüssel und aus Paris und aus Amsterdam und überall her,
kamen irgendwie Leute mit Bussen,
mit Bahnen angekarrt und das war also allein schon der Weg zum, ähm,
Zum Bahnhof war, also da war Stau. Da kamen uns Menschenmassen entgegen,
schoben sich dann durch die Straßen und dann haben wir auch gedacht,
dann gehen wir halt noch ein bisschen aus dem Weg und sobald man quasi nördlich vom großen Markt ist.
Ein bisschen Highlight ist dann noch, aber da ist man dann relativ schnell raus.
Oder gibt es irgendwie noch eine schöne Bäckerei bei St. Paulus,
bei der St. Pauluskirche, die Bakkeries sind, Paulus heißt die auch,
ist bei so einem Konzertgebäude.
Da ist eine Papageno-Statue und gegenüber ist ein kleiner Platz,
wo man so auf Bänken sitzen kann. Da ist dann auch ein bisschen Mozart-Noten
und Text vom Vogelfänger. Also schöne Ecke. Da gibt es einen sehr guten Bäcker.
Baccaris sind Paulus. Und um die Ecke in der Niklas-de-Pars-Straht gibt es einen
sehr guten Café, AVI 38 Specialty Coffee Bar Bruges,
da haben wir dann auch ein Stück Kuchen gegessen am Nachmittag und da ist es
auf einmal dann nicht mehr voll, also da ist dann wieder alles entspannt genau und,
wo es nicht so entspannt war, war übrigens bei den Windmühlen da war erstens
irgendwie ein großes Zelt aufgebaut mit einer Dartmeisterschaft oder so,
Und dann war da ein Flohmarkt und da war so sehr viel Leben.
Aber das waren, glaube ich, dann wieder Locals. Das war schon nicht.
Tourismus, sondern da waren, glaube ich, irgendwelche Aktivitäten für Menschen,
die einfach dort wohnen.
Eigentlich ganz nett. Und wenn man dann aber sitzt irgendwie auf einer Bank,
da ist so ein Radweg und Fußweg an dem Kanal links, quasi im Nordosten,
da bei den Windmühlen, da muss man schon aufpassen, dass man die Füße nicht
zu weit rausträgt von der Bank, weil da ist wirklich Schnellstraße für Radfahrer.
Also da ist wirklich ein Betrieb.
Unglaublich. Und die rasen da auch längst mit ihren E-Bikes und so richtig wohl
haben uns da gar nicht gefühlt.
Zurück sind wir durch das St. Anna Quartier, also das Viertel,
das St. Anna Viertel durchgegangen. Und.
Das kann ich auch total empfehlen, denn da bin ich sogar alleine.
Also ich steffe es kurz mit rein, aber die St. Anna-Kapelle-Kirche,
irgendwo ist da eine kleine Kirche noch, die St. Anna-Kirche, genau, so heißt sie.
Ich wollte einfach nochmal kurz abkühlen. Es war wahnsinnig warm und wir sind
weit gelaufen und es war irgendwie auch ein bisschen staubig.
Und Kirchen sind immer ein bisschen kühler. Da bin ich rein und was mich als
erstes komplett erwischt hat, war, da war niemand anders dran.
Es war komplett leise. Also kein Straßenlärm, kein Fahrradgeklingel,
keine Menschen, keine Stimmen, nichts.
Also wirklich absolute Stille. Und dann kam ein Mitarbeiter,
also nicht im Talar, sondern in Engelbert-Strauss-Klamotten und hat irgendwie
gezählt, wie viele Kerzen schon irgendwie gekauft worden sind.
Aber das fand ich nicht schlimm. Steff ist wirklich nur ganz kurz rein und gleich
wieder raus. Ich bin einmal bis hinten hin.
Einfach um nochmal irgendwie mehr die Kirche weiter, die ist so ein bisschen
lang gestreckt, genau. Und in den zweiten Teil der Kirche reingucken zu können,
bin ich immer durchgegangen.
Und dann bin ich umgedreht und bin völlig von den Socken gewesen,
denn in dieser Kirche, in der St. Anna-Kirche in Brücke, hängt das größte Gemälde von ganz Brücke.
Also über dem Eingang ist die gesamte Kirchenwand mit einem,
Gemälde versehnt. Jetzt muss ich mal nachgucken, von wem das ist.
Das heißt übrigens zufällig genauso wie das.
Von Herrn Bosch, nämlich das jüngste Gericht. Hendrik Herregut, etwa 100 Quadratmeter.
Wahnsinn. Also ich habe dann zu Stab gesagt, da musst du mal reingehen,
das musst du dir angucken.
Sie hatte aber einfach überhaupt keine Lust mehr, weil wir wirklich ein Museum
nach dem nächsten, eine Kirche nach dem nächsten und sehr viele Kunstwerke gesehen
haben. Aber ich finde, da hat sie was verpasst.
Ich war völlig hin und weg also das war ein total schöner Ort,
also einfach weil es auch so leise war, weil es so still und kühl war und dann
dieses Riesengemälde Wahnsinn, also,
es hörte einfach nicht auf mich zu beeindrucken was es da alles zu sehen gibt,
genau, von da ist man dann aber auch schon relativ bald wieder im Getümmel von dem Zentrum und,
ich weiß gar nicht, was wir noch gemacht haben am Samstag.
Haben sie irgendwas gegessen wahrscheinlich. Achso, nee, dann sind wir noch,
auf den Belfried hoch. Genau.
Das Ticket hatten wir ja und dann habe ich gesehen, man kann da tatsächlich hochgehen.
Es gibt 366 Stufen und dann kann man sich da dieses Glockenspiel und,
dieses Riesenspielwerk, diese Riesenspieluhr kann man sich anschauen und das
läuft ja eh auch alle Viertelstunde also man erlebt auch auf jeden Fall da oben,
wie es denn klingt, wenn man direkt drunter steht es ist laut und es gibt da auch,
eine Infotafel wo man nachlesen kann, welche Stücke denn dort gespielt werden,
wenn man sich denn dafür interessiert ich hab's irgendwo fotografiert wo ist es denn?
Was ist das? Ne, das ist eine Truhe, da ist eine Glocke.
Ich habe so ein paar Bilder, die brauche ich gar nicht zu veröffentlichen.
Von oben kann man schön fotografieren übrigens. Also das ist wirklich ein schöner Blick über die Stadt.
Da kann man dann viele Sachen erkennen. Ich habe versucht, unser.
Haus,
unser Hotelzimmer zu finden. Entscheint habe ich das mit meinem Handy fotografiert.
Ich habe es hier noch gar nicht in meinem Lightroom-Katalog drin.
Naja, sonst hätte ich euch jetzt auch nur vorgelesen, welche vier Lieder denn da gespielt werden.
Morgen kommt der Weihnachtsmann, ist nicht dabei, das habe ich verwechselt.
Aber ja, da kann man hoch. Das ist durchaus lohnenswert. Man müsste sich eigentlich
ein Zeit-Ticket buchen.
Also auch wenn man sich diese Brügge-Card holt, muss man sich trotzdem noch
eine Zeit buchen, weil einfach nicht so viele Leute gleichzeitig da hoch dürfen.
Denn diese 366 Tufen sind im Wesentlichen Wendeltreppe, die halt auch schon
500 Jahre alt ist oder so,
ein bisschen durchgelaufen und sehr eng und es gibt keinen Fahrstuhl und es
ist wirklich so ein bisschen knifflig da hoch zu kommen, vor allem bei Gegenverkehr
und damit da einfach nicht sich Menschenmassen aneinander vorbeidrängeln müssen, das wäre wirklich,
gefährlich, sondern ich bin auf dem ganzen Weg irgendwie zwei,
dreimal Leuten begegnet und habe mal kurz gewartet.
Deswegen werden halt nicht so viele Leute gleichzeitig reingelassen,
aber als wir da waren an dem Samstagabend um kurz vor Schließung, 19 Uhr oder so,
da waren zwar die Dinger alle verkauft, die Slots, aber die Schlange war nicht
lang, also da waren wohl viele No-Shows und deswegen durften wir dann trotzdem hoch.
Ja, also auf jeden Fall machen. Kann man machen.
Wenn man Treppen steigen mag, wenn man keine Angst hat vor Wendeltreppen.
So, und das war's. Was für abends gegessen? Achso, doch, richtig.
Wir haben noch was Nettes gefunden. Und zwar direkt,
neben dem Sushi, wo wir gegessen haben, gleich am Anfang der Straße,
ist ein Italiener. Casa di Caspi heißt der.
Und der war uns aufgefallen, weil, also das ist halt so eine Fußgängerzone,
kleine Straße mit lauter Restaurants, alle auf den.
Was wollte ich sagen, auf der Straße quasi, also auf dem Weg sind,
draußen kann man sitzen und ja, nett,
essen und Italienisch ist ja nicht ganz verkehrt und bei diesem Casa di Caspi gibt es dann,
natürlich irgendwie Spaghetti und es sah aus wie Pizza, aber es ist gar keine Pizza, sondern Pinza.
Und da machen sie auch einen Unterschied draus.
Pinza scheint irgendwie der Teig nochmal anders vorbereitet werden.
Letztendlich ist es ein flaches Brot mit Belag. Aber es schmeckte wirklich sehr
gut. Irgendwie scheint weniger Salz dann zu sein.
Ich habe es so ein bisschen, also es wird ausführlich erklärt in der Karte.
Es gibt eine englische Karte.
Und ja, äußerst lecker, guter Wein.
Und das Restaurant war uns aber vor allem aufgefallen, weil draußen über den
Sonnenschirmen an der Fassade sitzen ganz viele Teddybären.
Große Teddybären.
Das hat uns irgendwie irritiert und als ich dann eigentlich sind wir nur reingegangen,
um auch fragen zu dürfen oder zu können, was hat es denn mit den Teddybären auf sich?
Ich bin dann auch, nachdem wir bestellt haben, rein, kurz zur Toilette,
Hände waschen, weil Pizza und ähm.
Da saßen dann noch mehr Teddys rum, also in jeder Nische riesige Teddybären.
Und dann, okay, jetzt muss ich fragen, was hat es hier mit den Teddybären?
Anscheinend ist so ein Teddybär das Wahrzeichen von Brügge. Ich habe das nirgendwo sonst gesehen.
Und der Kellner meinte aber, ja, nee, das Maskottchen von dem Fußballverein,
von Brügge ist auch so ein Teddybär.
Ja, mag sein. Ansonsten habe ich es nirgendwo gesehen. Vielleicht haben sie
die Betreiber von diesem italienischen Restaurant auch verschaukelt.
Und es ist gar nicht das Maskottchen von Brügge, sondern nur das vom Fußballverein. Wer weiß das schon.
Aber die Pinza war sehr, sehr lecker. Wir hatten uns noch einen gemischten Salat
dazu bestellt. Aber die Pinza ist riesig.
Macht den Fehler nicht noch irgendwie. Also wir hatten halt so ein bisschen,
Bedürfnis nach Greens und haben einen Salat dazu bestellt. Der war auch lecker,
aber es war einfach insgesamt viel zu viel.
Aber lecker. Aber viel. Aber lecker. Und mein Bauch war wieder okay. Alles gut.
Ja, das war's. Das war unser Brückeaufenthalt am Sonntag. Mussten wir gar nicht so früh raus.
Ich glaube, unser Zug ist um 10 oder so ab Brücke gefahren.
Deswegen haben wir uns fertig gemacht, die Koffer noch im Hotel gelassen.
Da mussten wir erst um elf raus und sind noch mal zum täglich Brot auf Französisch
frühstücken gegangen, weil es da wirklich nett ist und weil die auch am Sonntag
schon sehr früh aufhaben, sieben Uhr dreißig oder so.
Wir sind halt um acht dahin zum Frühstück, haben schön draußen auf der Terrasse
gesessen, relativ allein, da
war noch nicht so viel los und nett gefrühstückt und sind dann am Abend.
Zum Bahnhof in den ICE. Wie gesagt, wir sind kontrolliert worden.
Das Ticket hat gegolten, was wir da gekauft haben.
Aber es war trotzdem noch fast doppelt so teuer.
Doppelt so teuer, wie wenn wir es direkt in Belgien gekauft hätten.
Also online bei den Belgiern.
Und in Brüssel ist dann der Eurostar pünktlich losgefahren.
Und war dann doch so pünktlich in Köln, dass wir dann doch den ursprünglichen
Fahrplan wieder einhalten konnten. Also eigentlich hatte ich da.
Relativ viel Puffer gelassen, wenn man so zwei Schnellzüge miteinander verbindet in Köln.
Man weiß, dass es da zu Verspätung kommen kann. Und ich glaube,
ich hatte eine Stunde oder anderthalb Stunden Puffer eingeplant.
Und dann kam ja noch die geplante Verspätung durch die Baustelle zwischen Aachen und Köln dazu.
Und trotzdem haben wir den ursprünglich gebuchten ICE von Köln zurück nach Hause
bekommen. Also, alles gut gegangen.
Wir waren vor der Zeit in Hamburg, glaube ich.
Also, da muss man mal sagen, auch die zweite Bahnreise in diesem Sommer,
erst nach Otterfingen zurück und jetzt nach Brügge und zurück,
hat beides sehr gut geklappt.
Also, klar, Autofing ist vielleicht nicht ganz so steil wie Brücke,
weil man eben keine zwei Schnellzüge miteinander verbinden muss,
sondern nur in München den Anschluss an die Regionalbahn bekommen muss und die fährt ja alle Stunde.
Dafür dann aber mit Mama am Gepäck sozusagen ein bisschen schwieriger.
Nee, das war eigentlich alles gut.
Und nicht eigentlich, sondern wirklich alles gut. Auf dem Rückweg habe ich im...
Im Bordbistro vom ICE mir dann noch Pommes geholt, weil ich das ja jetzt schon
gewohnt war, labbrige Pommes zu essen.
Ne, da gab es dann Kartoffelecken, genau, es gab keine Pommes.
Eigentlich wollte ich Chips oder irgendwas, ich brauchte irgendwas Salziges,
weil wir hatten morgens halt ausgiebig gefrühstückt und dann irgendwann so ein,
was weiß ich, Proteinriegel oder so.
Aber wir hatten halt in Köln keinen Aufenthalt, sodass man da noch was hätte essen können.
Und irgendwann, nachmittags um vier oder so, hatte ich dann doch so ein bisschen
Kohldampf und ich brauchte irgendwie was Herzhaftes, Salziges.
Ich dachte vielleicht Tüte Chips und eine Mezzomix oder so. Oder eine Spezi.
Und gab es aber keine Chips mehr. Stattdessen hatten sie Kartoffelecken mit
Knoblauchsoße. Total gut.
Also ich bin, ich entwickle mich noch zum richtigen ICE-Fan.
Ja, hat alles super funktioniert. Auto war noch da.
Und damit war die Brücke-Reise abgeschlossen. Mein Fazit.
Goethe hat recht, haltet euch immer ein bisschen länger, als ihr denkt,
dass es notwendig ist, an den Orten auf, die ihr kennenlernen wollt.
Weil sonst lernt man die nicht kennen, sonst macht man da irgendwie ein Programm.
Das Programm, das alle machen, wird einmal durchgeschleust.
Wenn man aber sich Zeit nimmt und auch mal am Nachmittag einfach am Park abhängt
und dann irgendwie sieht, wie sich die Jugendlichen dort verhalten,
das ist natürlich jetzt kein Umfassen. Ich habe jetzt keine Sozialstudie gemacht.
Ich bin noch nicht in Brügge zu Hause. Aber ich glaube, ich habe ein bisschen
mehr Eindrücke mitgenommen, als wenn wir nur ein Wochenende da gewesen wären.
Also definitiv habe ich das. Und das fühlt sich gut an.
Ich habe einen guten Eindruck von Brügge bekommen. Ich weiß jetzt nicht,
ob ich nochmal eine Woche dorthin fahren würde.
Vielleicht, denn ich habe mich durchaus wohl gefühlt. Vielleicht sollte ich
mir mal diesen Film anschauen, Brügge sehen und sterben.
War ja vor 20 Jahren ein ziemlicher Erfolg, soll echt gut sein.
Ich habe den aber nicht. Falls den jemand von euch auf DVD oder Blu-ray rumliegen
hat und nicht mehr braucht, kann er ihn mir mal ausleihen.
Am besten vorher nachfragen, wie viel ich davon schon bekommen habe,
wenn ich das jetzt hier im Podcast sage.
Aber ist auch nicht nötig, also nur wenn er irgendwo über ist.
Ich würde den schon ganz gern sehen und aktuell kann man den ja nirgendwo streamen.
VHS. Wir haben sogar ein VHS-Abspielgerät. Ich weiß nur nicht,
ob ich das noch anschließen kann, weil unser Fernseher kein SCART hat.
Müsste ich dann erstmal...
Wie kriegt man denn ein Video-Signal von SCART auf... Naja, worüber rede ich?
Im Jahr 2006 oder 2008 oder wann da rausgekommen ist, gab es ja auch schon DVDs.
So alt ist das dann ja doch nicht, dass man VHS-Kassetten bräuchte. Nun gut.
Ich denke, wenn man den Film schaut und dann Plätze wiedererkennt,
dann vielleicht doch nochmal da hin möchte, wäre es ja vielleicht ganz nett.
Und was wir nicht gemacht haben, ist so eine Grachtenfahrt auf dem Bootchen irgendwie rumeiern.
Das haben wir allerdings in Amsterdam auch noch nie gemacht.
Das reizt mich auch überhaupt nicht. Aber im Reiseführer steht, man muss das.
Das ist so ein bisschen wie Cablecar fahren in San Francisco.
Das habe ich ja auch erst, als ich das vierte, fünfte, sechste Mal da war,
bin ich dann endlich irgendwann Cablecar gefahren, weil man das da ja muss.
Und es ist auch lustig, ich glaube, Cablecar ist auch geiler als Grachtenfahrt,
weil man halt nicht niedriger ist, sondern höher ist und einfach gut gucken kann.
Wenn man durch seine Gracht fährt, dann ist man ja zu tief, man sieht die ganze
Zeit nur die Kaimauer und na gut, die übrigen Teile der Gebäude.
Sicherlich eine interessante Perspektive, aber auf Dauer glaube ich langweilig
und dann wird man noch vollgelaut von irgendeiner Reisebegleitung.
Will man ja nicht.
Ich will euch aber vorlesen, und zwar von Herrn Rilke.
Wir sind in der Gesamtausgabe Sämtliche Gedichten, ein Band von Rainer Maria
Rilke bei Position 2433 von 6883, 35 Prozent,
im Gedichtkreis Die Zaren,
Römisch 2.
Noch drohen große Vögel allen halben und Drachen glühen und hüten überall.
Der Wälder Wunder und der Schluchten Fall und Knaben wachsen an und Männer salben
sich zudem Kampfe mit der Nachtigall.
Die oben in den Kronen von neun Eichen sich lagert wie ein tausendfaches Tier
und abends geht ein Schreien ohnegleichen, ein Schreien des bis an das Ende
reichen und geht die ganze Nacht lang aus von ihr.
Die Frühlingsnacht, die schrecklicher als alles und schwerer war und banger
zu bestehen, ringsum kein Zeichen eines Überfalls und,
dennoch alles voller Übergehen hinwerfend sich und ein Stück für Stück und Stück
für Stück sich gebend, ja jenes etwas, welches um sich Griff anrufend noch,
am ganzen Leibe bebend und darin untergehend wie ein Schiff.
Das waren Überstarke, die da blieben, von diesem Riesigen nicht aufgerieben,
das aus Kehlen wie aus Kratern brach.
Sie dauerten und alternd nach und nach begriffen sie die Bangnis,
der Aprille und ihre ruhigen Hände hielten viele und führten sie
durch Furcht und Ungemach zu Tagen, da sie froher und gesünder die Mauern bauten
um die Städtegründer, die über allem gut und kundig saßen.
Und schließlich kamen auf den ersten Straßen aus Höhlen und Verhassten hinterhalten.
Die Tiere, die für unerbittlich galten.
Sie stiegen aus ihren übermaßend beschämte und veraltete Gewalten und legten
sich gehorsam vor die Alten.
Die Zahlen.
6, 0, 7. Gut, dann sind wir jetzt angekommen bei Johann Wolfgang von Goethe,
der italienischen Reise.
Kann ich mal bitte ein bisschen Wörter aussprechen?
In Italien, in Rom, im Jahre 1786, am 20.
Dezember. Augen zu. Und zugehört.
Und doch ist das alles mehr Mühe und Sorge als Genuss. Die Wiedergeburt,
die mich von innen heraus umarbeitet, wirkt immer fort.
Ich dachte wohl, hier was rechts zu lernen, dass ich aber so weit in die Schule
zurückgehen, dass ich so viel Verlernen ja durchaus umlernen müsste, dachte ich nicht.
Nun bin ich aber einmal überzeugt und habe mich ganz hingegeben.
Und jetzt kommt eine kleine Ivy-Katze und möchte kuscheln. Komm her.
Ich muss aber vorlesen. Kommt auf meinen Schoß, guckt sich an,
wie auf dem Rechner die Waveform voranschreitet. Sie kommt mit ihrem Schwanz ans Mikrofon.
Du musst doch jetzt nicht die Leute aufwecken. Ja, dreh dich ein paar Mal,
leg dich hin. Eigentlich bist du kein Hund.
Das war der Schwanz. Leg dich hin.
Wo war ich denn? Nun bin ich aber einmal überzeugt und habe mich ganz hingegeben
und je mehr ich mich selbst verleugnen muss, desto mehr freut es mich.
Ich bin wie ein Baumeister, der einen Turm aufführen wollte und ein schlechtes
Fundament gelegt hatte.
Er wird es noch bei Zeiten gewahr und bricht gern wieder ab,
was er schon aus der Erde gebracht hat.
Seinen Grundriss sucht er zu erweitern und zu veredeln, sich seines Grundes
mehr zu versichern und freut sich schon im Voraus der gewissen Festigkeit des künftigen Baus.
Gebe der Himmel, dass bei meiner Rückkehr auch die moralischen Folgen an mir
zu fühlen sein möchten, die mir das Leben in einer weiteren Welt gebracht hat.
Ja, es ist zugleich mit dem Kunstsinn der Sittliche, welcher große Erneuerung leidet.
Dr. Münter ist hier, von seiner Reise nach Sizilien zurückkehrend,
ein energischer, heftiger Mann, seine Zwecke kenne ich nicht.
Er wird im Mai zu euch kommen und mancherlei zu erzählen wissen.
Er reiste zwei Jahre in Italien. Mit den Italienern ist er unzufrieden,
welche die bedeutenden Empfehlungsschreiben, die er mitgebracht und die ihm
manches Archiv, manche geheime Bibliothek eröffnen sollten,
nicht genugsam respektiert, sodass er nicht völlig zu seinen Wünschen gelangt.
Schöne Münzen hat er gesammelt und besitzt, wie er mir sagte,
ein Manuskript, welches die Münzwissenschaft auf scharfe Kennzeichen wie die
Linneischen sind, zurückführt.
Und Herder erkundigt sich wohl mehr darum, vielleicht wird eine Abschrift erlaubt.
So etwas zu machen ist möglich. Gut, wenn es gemacht ist und wir müssen doch
auch früh oder spart in dieses Fach Ernstlicher hinein.
Das ist hier eine Zeichnung. Goethe am Fenster seiner Wohnung in Rom.
Tusche Zeichnung von Tischbein.
Okay, und schon ist die Katze wieder runter vom Schoß. Falls ihr was schnurren gehört habt.
Dann war es Ivy. Die war schon wieder eine Woche weg und ist gestern zurückgekommen.
Braucht jetzt ganz viel Körperkontakt und Futter.
Ich weiß gar nicht, wovon sie sich ernährt, wenn sie eine Woche weg ist. Wahrscheinlich Mäuse.
Vielleicht Vögel. Keine Ahnung. Vielleicht Futter bei den Nachbarn.
Ich hoffe nur, sie geht nicht irgendwo rein.
Weiter geht es am 25. Dezember ersten Weihnachtstag also nicht mit diesem Podcast,
sondern mit Goethes Bericht,
von seiner italienischen Reise,
das lese ich euch dann in der nächsten Episode vor, ihr könnt mir mal Feedback
geben, wie es euch gefällt, dass ich jetzt nicht mehr abwechsel,
weil die letzten 16 Jahre, als ich Kant vorgelesen habe,
hatte ich ja irgendwann genug von Kant und habe dann immer abgewechselt.
Kant oder Alice im Wunderland. Und in jeder Episode gab es dann was anderes.
Falls ihr hier noch zuhört und überhaupt mitbekommt, was ich vorlese,
dann kommt doch mal in den Discord, mcfm.discord und sagt mir, ob ihr das.
Besser findet oder schlechter findet, aber auch egal, wenn ich Bücher einfach
am Stück vorlese. Bei der In der italienischen Reise fällt es mir viel leichter
als bei Kant. Kant war einfach lang und langweilig und schwierig vorzulesen.
Deswegen habe ich da halt immer,
mich abgewechselt. Aber bei Goethe gefällt es mir eigentlich ganz gut.
Wenn es euch auch gefällt oder egal ist, dann mache ich damit einfach weiter.
Bis dahin wünsche ich euch guten Schlaf.
Wenn ihr das hört, ist es schon bald Herbst. Oder vielleicht ist es schon längst
Herbst gewesen, wann auch immer ihr das hört.
Ich hoffe, ihr findet ausreichend viel Schlaf. denn Schlafen ist gesund und wichtig und schön.
Und ich habe euch alle lieb. Bis zum nächsten Mal. Gute Nacht.