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Veröffentlicht am 06.07.2026
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Moin, ich bin Tobi Beyer und ihr hört den Haltungsblog.
Dies ist Episode 4 des ausgekoppelten Haltungsblogs. Es gibt schon ein paar
mehr, aber die sind alle noch im Einschlafen-Podcast drin.
In der letzten Episode ging es um Ayn Rand und Egoismus. Vielen Dank für die
angeregte Diskussion dazu.
In unserem Discord-Kanal mik.fm.discord, wenn ihr auch in den Discord kommen
möchtet und mitdiskutieren möchtet, Da findet ein bisschen was statt und das finde ich super.
Bitte zeigt alle eure Haltungen, entwickelt eine Haltung und tauscht euch aus.
Das ist auf jeden Fall wertvoll.
Ich habe die Bücher von Ayn Rand immer noch nicht gelesen und auch die Filme
nicht geguckt, ist aber auf der Liste. Irgendwann werde ich das tun und ich
weiß auch schon jetzt, dass das nicht kompatibel ist zu meiner Haltung.
Heute soll es allerdings um etwas anderes gehen, denn heute bin ich gebeten
worden, zum Thema Fußball-WM Stellung zu nehmen. Wie ist meine Haltung zur Fußball-WM?
Vielen Dank an die Hörerin, die mich auf dieses Thema aufmerksam gemacht hat.
Und ja, das ist natürlich hochaktuell.
Als sie mich darum gebeten hatte, war Deutschland noch Teilnehmer der Fußball-WM.
Er hat mittlerweile ausgeschieden und Donald Trump hatte noch nicht bei der
FIFA angerufen, um den gesperrten Spieler fürs Achtelfinale entsperren zu lassen.
So wie bei der Telekom-Hotline, wo man anruft, um eine SIM-Karte entsperren zu lassen.
Naja, ein bisschen anders. So, wie ist meine Haltung zur Fußball-Weltmeisterschaft?
Also, ihr wisst alle, alle, die den Einschlafen-Podcast oder den Realität vielleicht
schon gehört haben, wissen, dass ich Fußball-Fan bin.
Ich bin großer Fan und Mitglied vom FC St. Pauli, ein Fußballklub in Hamburg,
Stadtteilklub, jüngst abgestiegen, darum geht es dann.
Im Einschlafen-Podcast, gleich anschließend nicht um den Abstieg,
aber um, wie es mit St. Pauli gerade so bestellt ist und so.
Aber da bin ich seit vielen, vielen Jahren Fan. Also seit der Jahrtausendwende
etwa gehe ich da ins Stadion.
Ich glaube, 1998, 1999 war ich das erste Mal im Stadion.
Mein Kumpel Graven hatte mich mitgenommen. Ist ja auch egal,
hat nichts mit der Fußball-WM zu tun. Ich will nur erklären, ich liebe Fußball.
Ich bin ein großer Fan davon, ins Stadion zu gehen, die Dynamik,
die Stimmung da mitzubekommen.
Zu bekommen. Und das ist natürlich auch etwas, was ich außerhalb vom FC St.
Pauli genieße. Ich schaue auch ab und zu mal Spiele an, wo eben nicht St.
Pauli spielt. Es geht mir nicht nur um diesen Verein und nicht nur um diese Mannschaft.
Der Fußball an sich ist etwas, was mich begeistert. Und solange ich denken kann,
waren Fußball-Weltmeisterschaften auch immer was Besonderes für mich.
Fußball-Europameisterschaften. Übrigens sowohl der Männer als auch der Frauen.
Das fand ich schon immer eigentlich relativ egal, welches Geschlecht da auf dem Platz steht.
Und das habe ich dann irgendwann auch geschnallt, dass die Frauen,
die deutschen Frauennationalmannschaften, viel erfolgreicher sind als die deutschen
Fußballnationalmannschaften.
Zumindest lange Zeit war es ja so. Und aktuell ist es, glaube ich, immer noch so.
Und das schaue ich mir gerne an, auch wenn ich diese Idee von Nationalmannschaften,
nun, da muss ich etwas ausholen, denn ich bin ja kein großer Fan von Nationalstaaten.
Diese Idee, dass man irgendwo willkürlich eine Grenze zieht und sagt,
dies ist meins, das da drüben kann irgendwie deins sein.
Wobei, das wird eigentlich gar nicht gesagt, sondern das ist meins,
wird immer nur gesagt. Und dann gibt es einen Krieg und die Grenze wird verschoben
und das ist jetzt auch noch meins.
Historisch hat es da mehrere Verschiebungen gegeben.
Und das, ja, letztendlich ist das zurückzuführen auf,
die Idee, dass irgendein Fürst irgendwelche Bauern unterjochen will und dann
irgendeine andere Bauern unterjochen will und,
die Felder, die die bestellt haben, die sollten halt möglichst irgendwie alle
zu dem einen Fürsten gehören und daraus sind dann irgendwie Nationalstaaten
entstanden, weil die Bauern ja irgendwie Steuern zahlen mussten und ja,
dann wurden irgendwann Grenzzäune gebaut.
Ist ein bisschen vereintragter dargestellt. Es ist nicht alles schlecht an Nationalstaaten,
also dass es überhaupt Staaten gibt, dass es Verwaltung gibt,
dass man Steuern zahlt, dass es irgendwie Dinge gibt, die staatlich geregelt
werden, Gesetze und Staatsausgaben.
Da bin ich nicht abgeneigt. Ich zahle total gerne Steuern. Ich finde es gut,
wenn die Gemeinschaft zusammenhält und gemeinsam so Dinge tut wie Infrastruktur
aufbauen, für Sicherheit sorgen, sich.
Gute Sachen, Sozialsysteme, total wichtig, bin ich Fan von.
Dass das allerdings auf nationalstaatlicher Ebene passieren muss,
finde ich schwierig, weil.
Was habe ich mit Bayern gemein, ich als Norddeutscher, was ich nicht mit Polen
oder mit Niederländern gemeinsam habe.
Die Idee von Europa als ein gemeinsames Gebilde, dafür fand ich schon immer stark.
Und dass es dann Nationalstaaten gibt, die gleich vier Mannschaften zur Fußball-WM
schicken können oder zur Europameisterschaft,
Sprichwort Vereinigtes Königreich mit England, Wales, Schottland und Nordirland,
das fand ich schon immer irgendwie merkwürdig.
Das sind zwar natürlich dann auch eigene Länder irgendwie, aber Bayern und Niedersachsen
schicken ja nicht getrennte Mannschaften zur Europameisterschaft.
Also da fängt es schon irgendwie an, komisch zu werden. Was mir gefällt an Fußball,
also Nationalmannschaftsfußball bei Weltmeisterschaften oder Europameisterschaften
ist, dass es da eben nicht so einfach geht, dass sich eine Mannschaft alle besten
Spieler zusammenkauft und dann immer gewinnt.
Bayern München in der Bundesliga kaum noch zu schlagen, weil sie einfach am meisten Geld haben.
Dortmund kommt irgendwie manchmal ran, aber das ist ja weltweit im Profifußball
so, dass durch die Kommerzialisierung das dann so ist, dass die reichsten Vereine
dann doch halt am häufigsten gewinnen und.
Dann auch noch mehr Geld bekommen, weil die Gewinner kriegen ja mehr Geld, ist ja logisch.
So, das ist beim Nationalmannschaftsfußball nicht unbedingt der Fall,
weil natürlich gibt es Fälle, wo Spielern dann irgendwie,
der Pass angeboten wird, damit er dann für die Nationalmannschaft spielen kann,
das hat es wohl gegeben, ist aber nicht so weit verbreitet, sondern da geht es halt wirklich darum,
da wo du geboren bist oder da wo deine Eltern geboren sind, im schlimmsten Fall
noch da wo deine Großmutter geboren
ist, da darfst du halt in der Nationalmannschaft spielen und das war es.
Das heißt, einige Menschen können sich das aussuchen, für welche dieser Nationen,
zu denen sie irgendwie dazugehören, sie spielen, finde ich okay.
Aber ansonsten muss man halt mit den Leuten leben, die dort geboren sind.
Natürlich gilt auch da, dass man durchaus erkennen kann, Deutschland ist jetzt
ein Land, wo sehr viel Fußball gespielt wird.
Das Vereinsleben ist sehr ausgeprägt.
Und wenn ganz, ganz viele Menschen von jungen Jahren an schon Fußball spielen,
ist auch klar, dass mehr Talente gefunden werden, die dann eben auch in der
Nationalmannschaft spielen können, als in einem Land, wo Fußball eben nicht so weit verbreitet ist.
Trotzdem braucht ein Land natürlich eine gute Infrastruktur und viel Geld,
damit die Mutti den Sohnemann oder die Tochter auch zum Fußball fahren kann.
Daran erkennt man übrigens auch, warum oder damit kann man erklären,
warum der Frauenfußball.
So lange braucht, um wirklich Fahrt aufzunehmen. Denn auch kleine Mädchen müssen
dann ja zum Training gebracht werden.
Es gibt aber keine gute Infrastruktur. Das heißt, die Eltern von kleinen fußballbegeisterten,
Mädchen haben weitere Wege zurückzulegen als die von fußballbegeisterten Jungs,
bis man dann den richtigen Verein findet, wo auch Mädchen gefördert werden.
Und ja, am Ende hängt es dann doch wieder davon ab, wie reich ist eigentlich
eine Gesellschaft, um bei einer Fußball-WM erfolgreich zu sein.
So, und das alles dahingestellt, ist natürlich so ein Ereignis,
wo Länder gegeneinander Fußball spielen, schon irgendwie was Besonderes.
Ich habe das, wie gesagt, schon seit Kindesbeinen, ich habe heute gerade die
neue Esel und Telly-Folge gehört, die erste Fußball-Weltmeisterschaft,
an die ich mich wirklich erinnern kann, ist glaube ich 82,
gewesen und das,
war in,
82 war in Italien. Das war natürlich, nee Quatsch, da ist Italien Weltmeister geworden.
Wo war denn 82? Habe ich schon wieder vergessen.
In Spanien natürlich. Genau, so und dann war 86 in Mexiko, 90 in Italien.
1990 war ich, jetzt muss ich das richtig rechnen, 16 Jahre alt.
Und habe sehr begeistert diese Fußball-WM und unseren Titel natürlich gefeiert.
Da kann ich mich sehr intensiv dran erinnern.
Natürlich habe ich dann auch immer den deutschen Mannschaften die Daumen gedrückt
und war glücklich, wenn sie gewonnen haben und habe mich geärgert,
wenn sie verloren haben.
Allerdings muss ich sagen, ich war nie so traurig, wenn sie verloren haben,
wie ich traurig bin, wenn St. Pauli verloren hat oder wenn sie abgestiegen sind.
Das war für mich immer eine andere Kategorie.
Ich finde, dass Identifikation natürlich wichtig ist. Gerade für junge Menschen
müssen Identifikation finden.
Und wenn Nationalstaatlichkeit ein Weg ist, für Menschen, Identifikation zu
finden und die Nationalmannschaft dabei hilft, ist es wahrscheinlich nicht unbedingt
das Schlechteste. Allerdings...
Ist das dann auch ganz immer nah dran an Nationalismus.
Es gibt ja auch Studien, die belegen, dass nach dem Sommermärchen 2006 der Fußball-WM in Deutschland,
die Anteile der Nationalisten in Deutschland, also das hat sich mal wieder irgendwie
das Fenster verschoben, was man sagen kann und ja,
nur wenige Jahre später hat sich dann ja auch die AfD gegründet und ist jetzt
als nationalistische Partei bis in den Bundestag gekommen.
So, das ist alles nicht ganz problemlos, dann dieser Freudentaumel-Jubel-Nationalismus,
der dann auch, die Unterscheidung zwischen Patriotismus und Nationalismus war
dann irgendwie gerade 2006 ein heißes Gespräch und auch da war mir schon mulmig, ehrlich gesagt.
Als die ganzen Deutschlandfahnen geweht haben.
Und ja, warum dürfen Deutsche die Deutschlandfahne nicht hissen,
während irgendwie in Norwegen oder in Schweden, es ist ganz normal,
also eigentlich überall sonst auf der Welt, es ist ja ganz normal,
dass Nationalfahnen gehisst werden und man ist dann stolz auf seine Fahnen und
stolz auf sein Land und alles ist okay. Und in Deutschland ist es nicht so.
Ich finde eben nicht, dass es okay ist. Ich finde den Nationalismus in den USA
ziemlich eklig, was da, wie die jetzt ihr 250-jähriges Jubiläum gefeiert haben
und die Flagge in 70 Quadratmetern groß irgendwie überhissen.
Das ist irgendwie ziemlich geschichtsvergessen und eine Art von Nationalstolz,
die ich auch für gefährlich halte.
Und in Schweden und Dänemark hier ist es immer für harmlos, dass sie dann auch
ihre Fähnchen gehisst haben mit ihren komischen Königshäusern da.
Aber letztendlich sind es auch Nationen, die Kriege geführt haben gegen andere Nationen.
Es ist auch eine Abgrenzung gegen andere und kann man nicht andere Wege finden,
um Identifikationen zu finden? Ich hoffe doch eigentlich ja.
Nichtsdestotrotz schaue ich natürlich dann auch Fußball-WM.
Und das wird aber noch schwieriger, seit deutlich geworden ist,
wie korrupt eigentlich dieser Laden der FIFA ist.
Das ist ja mit Franz Beckenbauer und der FIFA-WM 2006 in Deutschland,
da war Franz Beckenbauer maßgeblich daran beteiligt, dass sie nach Deutschland gekommen ist.
Und wie man dann später herausgefunden hat, eben nicht immer mit ganz lauteren
Mitteln. Also da sind dann halt auch andere Länder, andere Verbände,
die dann darüber abstimmen mussten, wo die WM stattfindet.
Ich weiß jetzt nicht, ob mit Geld oder mit Präsentkörben oder,
also es ging halt nicht alles ganz sauber zu.
Das war 2006 der Fall. Das wurde damals aber noch gar nicht so laut diskutiert.
Das wurde erst später dann diskutiert.
Ganz klar war aber, dass in 2018 die FIFA-WM in Russland,
und vor allem dann 2022 die FIFA-WM in Katar, die dann im Winter ausgetragen
werden musste, weil es in Katar natürlich im Sommer viel zu heiß ist und man
die Stadien gar nicht genug hätte runterkühlen können.
Die menschenunwürdigen Arbeitsumstände in Katar, mit denen die Stadien gebaut worden sind.
Alles irgendwie nicht ganz koscher.
Jetzt ist die FIFA-WM in den USA, Kanada und Mexiko,
wobei natürlich die USA der wichtigste Ausrichter sind, mit Donald Trump als
Präsidenten, der kurz vorher noch mal passend den neu eingerichteten FIFA Peace
Prize übergeben bekommen hat, bei der Auslosung, welche Mannschaften eigentlich
in welchen Gruppen spielen.
Unfassbar lächerliche Szene.
Und danach hat Venezuela den Iran angegriffen, wollte Grönland annektieren,
also warum der einen Peace Prize, einen Friedenspreis von der FIWA verdienen
bekommen muss, ist nicht ganz klar,
ist eine ziemliche Farce und das ist jetzt zufällig zum 250.
Jubiläum und zufällig irgendwie an Donald Trumps 80. Geburt,
das passt ja irgendwie alles, wie Mal zueinander, dass jetzt gerade die FIFA-WM in den USA stattfindet.
Und jetzt ruft Donald Trump dort an bei der FIFA, weil ein Spieler der US-Mannschaft
gesperrt ist und die Sperrung wird aufgehoben, weil es ja dann doch kein Foul
war. Also Trump hat jetzt wohl gesagt, das war ja gar kein Foul.
Nein, war gar keine Farbe.
Wird wieder freigegeben. Das ist also lächerlich.
Es geht noch lächerlicher weiter, denn in vier Jahren, 2030,
findet die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft der Männer statt in Spanien, Portugal und Marokko.
So, macht das Sinn? Spanien und Portugal hatten sich schon mehrfach gemeinsam
beworben und dass die beiden Länder das gemeinsam ausrichten,
ja gut, ist ja eh eine große Halbinsel, warum nicht?
Marokko ist nicht weit weg, ist ja einfach nur quasi da über den Meerengel rüber. Wie heißt die da?
Bei Gibraltar, Straße von Gibraltar natürlich, genau. So, und.
Es wird ja eh geflogen, also die fahren ja nicht mit der Bahn von Barcelona
nach Madrid, wenn da ein Spiel ist, sondern die fliegen natürlich,
weil das ist ja viel schneller.
Und ob sie jetzt von Barcelona nach Madrid oder von Barcelona nach Rabat fliegen
oder nach Casablanca, ist dann ja auch egal. So, das kann man machen.
Aber nicht nur da, sondern die FIFA-WM 2030 der Männer findet zusätzlich noch
in Argentinien, Paraguay und Uruguay statt.
Warum das denn wohl? Naja, angeblich, also der angegebene Grund ist,
2030 ist das 100-jährige Jubiläum der FIFA-Fußball-Waldmeisterschaft,
und die hat 1930 zuerst stattgefunden in Uruguay und als Jubiläum sozusagen
findet dann eben ein Spiel in Uruguay statt, Paraguay auch,
weil irgendwas, Finalisten oder so, vielleicht,
weiß ich nicht mehr, wie das war,
wie war dann das Finale? Vielen Dank.
Keine Ahnung, steht das hier noch irgendwo? Das Finale...
In, oh Gott, was ist denn das für ein langer Artikel hier?
Steht hier nicht. Doch irgendwo steht es bestimmt Torschützenliste.
Weltmeistermannschaft, da Uruguay gegen Argentinien.
Vielleicht deshalb auch noch in Argentinien. Warum Paraguay,
weiß ich nicht. Achso, weil Paraguay natürlich der Hauptsitz von der südamerikanischen,
Fußball, von dem UEFA-Dingsbums ist sozusagen.
Das ist also mal richtiger Quatsch, dass man in Europa, Afrika und Südamerika,
gleichzeitig eine Fußball-Weltmeisterschaft stattfinden lässt,
auch wenn in den südamerikanischen Ländern jeweils nur ein Spiel gemacht wird.
Die Mannschaften müssen ja hinterher trotzdem zurückfliegen nach Europa oder
nach Afrika, um dann das nächste Spiel zu machen oder hinfliegen,
wenn sie aus Südamerika kommen.
Und dann haben sie Jetlag, Zeitverschiebung, deutlich weniger Erholung und das
ist doch völliger Humbug. Also ich weiß nicht, wie man überhaupt auf die Idee
kommen kann, das so zu machen.
Ja, aber die Idee, es gibt da eine Verschwörungstheorie, die vielleicht auch
keine ist, sondern eine Theorie,
dass es dadurch natürlich möglich ist, dass die,
nächste Fußball-Weltmeisterschaft in 2034 dann natürlich weder in Nordamerika
stattfinden darf, weil sie findet ja jetzt gerade,
in den USA statt, auch nicht in Europa, weil das ist dann ja 2030,
auch nicht in Afrika, weil sie auch 2030 auch nicht in Südamerika,
weil sie auch 2030 so das heißt sie muss dann wieder in Asien stattfinden,
und da ist natürlich Saudi-Arabien bereit diese Fußball-WM auszuführen und das wird mal wieder richtig,
absurd ähnlich wie in Katar,
von den 14 Stadien die gebraucht werden sind 11 noch nicht gebaut gewesen als 2024 das,
die Entscheidung gefallen ist äh.
11 der 15 geplanten WM-Stadien waren noch nicht gebaut, steht hier im Wikipedia-Artikel dazu.
Eins davon soll sich in der geplanten Megastadt Neom befinden.
Also Neom ist ein Bauprojekt in Saudi-Arabien, das läuft auch schon,
wo einfach mal eine neue Riesenstadt gebaut werden soll.
Und es gibt noch nicht mal die Stadt, wo dieses Stadion gebaut werden soll,
geschweige denn das Stadion.
Und kann man ja machen, wenn man genug Geld von Saudi-Arabien bekommt.
Übrigens, der Hauptsponsor der FIFA ist seit 2024 der saudi-arabische Energiekonzern Aramco.
Sehr komisch, ne? Naja.
Kann man mal gucken. Wenn man jetzt WM-Spiele guckt, ist da immer Al-Ramco-Werbung.
Ich wusste vorher gar nicht, was das ist, bis ich jetzt nachrecherchiert habe,
was da eigentlich in Saudi-Arabien los ist.
Genau, das ist an Korruption und Verlogenheit kaum zu übertreffen.
Bedeutet das jetzt, dass man die FIFA-WM boykottieren soll?
Ich denke schon. Also ich schließe mich dem FC St. Pauli-Präsidenten Oke Göttlich
an. Es wäre besser gewesen, wenn Deutschland gar nicht erst hingefahren wäre,
zur FIFA-Fußball-WM nach Amerika, um mal ein Zeichen zu setzen.
Es ist natürlich eine Forderung, die nicht passieren wird. Es ist Quatsch,
sowas zu fordern, wenn man schon weiß, dass es nicht passieren wird.
Aber ich denke, dass das sinnvoller wäre, als wenn jetzt einzelne oder gar viele
Leute sagen, ich gucke mir das nicht an.
Weil ob sich die Leute das jetzt am Fernseher angucken oder nicht.
Ich glaube, der Hebel ist genauso groß wie, was hat Teddy heute in der Episode gehört?
Wie wenn am Freitagmittag alle Leute nicht bei Aral tanken, um gegen Aral zu protestieren.
Das bringt einfach nichts, weil das wird dann ja doch nachgeguckt und dann gucken
sich die Leute auf Kicker irgendwie die Zusammenfassungsvideos an und schon
ist doch wieder genug Werbeumsatz irgendwie da, weil das ja am Ende doch irgendwie alles angeguckt wird.
Die Begeisterung für den Fußball ist halt da und auch ich habe jetzt bei dieser
Fußball-WM in Nordamerika.
Etliche Spiele im Live-Fernsehen geguckt. Nicht alle und auch nicht alle deutschen
Spiele und auch nicht alle deutschen Spiele live.
Aber ich habe da ein bisschen reingeguckt, weil es eben doch ein Sport ist, der mich begeistert.
Zum Beispiel gab es in der Vorrunde das Spiel Kroatien gegen England,
was England 4 zu 2 gewonnen hat und das war ein mega spannendes Spiel.
Es hat echt Spaß gemacht, sich das anzugucken und ich habe da Freude dran gehabt, das zu schauen.
Und Deutschland gegen Paraguay, das 16. Finale, habe ich mir tatsächlich auch
angeguckt, auch in ganzer Länge, auch wenn das bis um halb zwei ging.
Und es war auch spannend, es war kein gutes Spiel, weil Paraguay halt nur defensiv,
gespielt hat und dann ab und zu mal einen langen Ball.
Und die Deutschen hatten keine Idee, dagegen anzukommen.
Es war ein wirklich schlechtes Fußballspiel von beiden Seiten.
Natürlich hat Paraguay verdient gewonnen, weil sie mehr Tore gemacht haben und
ja, man kann sich über den Schiri aufregen, dass da ein Tor nicht gegeben worden ist, was…,
angeblich ein Foul am Torwart war. Ich habe da auch keinen Foul gesehen.
Viele Leute haben da keinen Foul gesehen. Kann man sich jetzt genauso aufregen,
wie bei der Europameisterschaft vor zwei Jahren, seitdem der spanische Spieler
Kukureya ausgefiffen wird.
Egal, wo er spielt und für wen. Also nicht nur, wenn er für Spanien spielt,
sondern auch für andere Staaten. Da habe ich auch schon mal meine Haltung zu
geäußert. Ich weiß aber nicht, wo.
Finde ich total peinlich, wenn Deutsche extra zu einem Fußballspiel hingehen,
um Kukureya auszupfeifen, weil er ja Hand gespielt hat. Und es hätte doch einen
Handelfmeter geben müssen für Deutschland.
Der arme Kerl, was soll er denn machen? Also der Schiedsrichter hat damals irgendwie Fehler gemacht.
Aber es lag auch nicht an dieser Schiedsrichterentscheidung,
dass Deutschland ausgeschieden ist. Und Kukureya kann da mal gar nichts für.
Also es passiert halt ab und zu als Abwehrspieler, dass man Hand spielt.
Ob das jetzt Absicht war oder nicht, ist auch völlig egal. Wenn der Schiedsrichter
da keinen Elfmeter pfeift, den Spieler werde ich sehen, der dann hingeht und
sagt, ja doch, ich habe hier mit Absicht die Hand rangehalten.
Guckst du dir lieber nochmal an, weil es könnte ja Elfmeter geben.
Bitte entscheide doch auf Elfmeter. Das macht keiner. Das hat auch Kucurea nicht gemacht.
Ich weiß gar nicht, wie man ihn korrekt ausspricht. Wahrscheinlich Kucurea. Ich weiß es nicht.
Ich schäme mich dafür, dass der danach dann beim Halb- und beim Finale in München,
da waren sehr viele Deutsche im Stadion, die über jedem Ballkontakt von Kucurea gepfiffen haben.
Das ist beschämend. Also da empfinde ich null Nationalstolz,
da empfinde ich national Scham, wenn ich sowas höre und erlebe.
Es ist wirklich erbärmlich, wie die Deutschen sich da aufgeführt haben.
Denn auch Fehlentscheidungen gehören dazu. Ich wäre sehr glücklich,
wenn der Videoassist-Referee wieder abgeschafft wird.
Damit es einfach mehr Fehlentscheidungen gibt, die auch Bestand haben.
Nicht, weil ich Fehlentscheidungen so gut finde, sondern weil dieses Warten
auf den Videoassist halt,
das macht so viel kaputt, dass da manchmal wird der Videoassist eingeschaltet
und dann muss man irgendwie warten und dann gibt es eine Entscheidung,
die aber auch immer noch nicht ganz notwendigerweise richtig ist,
so wie beim Spiel Deutschland gegen Paraguay.
Und es wäre einfach besser, wenn es den Videoassist nicht gäbe.
Dann gäbe es immer noch Fehlentscheidungen, vielleicht sogar ein paar mehr als mit Videoassist.
Aber dieses ganze Warten auf den Videoassist und zum Monitor gehen,
das ist alles für den Arsch. Also da halte ich nicht viel von, das ist bescheuert.
Ihr merkt also, meine Haltung zur FIFA-Fußball-WM der Männer ist äußerst ambivalent.
Ambivalenz ist etwas, was man immer mal wieder aushalten muss.
Ich denke, es wäre besser, solche Turniere zu boykottieren, weil die FIFA-Halten
ein korrupter, verlogener Dreckshaufen ist und weil natürlich die FIFA am meisten
davon profitiert, dass solche,
Turniere abgehalten werden. und.
Das ist aber nicht so und das ist, ja, was ist nicht so?
Also man, dieser Protest, den muss man laut machen, aber genau zu einem wirklichen
Boykott wird es halt nicht kommen.
Dafür ist das ganze Konstrukt, dass Länder gegeneinander Fußball spielen,
das ist einfach tief in der Kultur verankert und ich glaube, es wäre gut,
wenn man dem etwas anderes daneben stellt, aber was, also eine Alternative FIFA gründen,
so wie es die deutschen Frauenclubs gemacht haben, die jetzt eine eigene Liga
gegründet haben, war das nicht so,
um gegen die DFL zu protestieren.
Ähm, ja, das kann man vielleicht machen, äh, wenn es halt, wie gesagt,
noch nicht so stark in der Kultur, äh, der Bevölkerung verankert ist,
bei der FIFA-Fußball-WM ist das, glaube ich deutlich schwieriger,
es wäre gut, wenn der ganze Verband mal irgendwie durchgerüttelt wird und vielleicht
passiert das ja durch so Spiränzchen wie jetzt, äh, in den USA oder dann in acht Jahren,
in Saudi-Arabien, ja ähm.
Ich schaue mir die Spiele an, nicht mit schlechtem Gewissen oder so,
auch nicht mit irgendwelcher Häme, dass Deutschland so früh ausgeschieden ist.
Ich habe mit Erstaunen beim Schauen von Deutschland gegen Paraguay gespürt,
dass ich mich freue, wenn Deutschland ein Tor schießt.
Mir ist es völlig egal, dass sie ausgeschieden sind. Und als das Spiel vorbei
war und auch dieses dramatische Elfmeterschießen dann durch war.
War ich nicht traurig, hat mich nicht so doll gekratzt, wie als St.
Pauli gegen, war das Düsseldorf oder was im Pokal ausgeschieden ist? Ne, weiß ich nicht mehr.
Wo war ich denn im Stadion? Gab es auch ein Elfmeterschießen und Hartl hat irgendwie,
den Elfmeter verschossen und dann durfte er nochmal, nach dem Ende sind wir
dann doch ausgeschieden. War das gegen Düsseldorf?
Ich weiß es nicht mehr. So, da war ich wirklich traurig. Da war ich sehr enttäuscht
und hatte ich sehr gehofft, dass wir weiterkommen.
Dass jetzt Deutschland ausgeschieden ist, kratzt mich nicht wirklich.
Ich finde es schade für die Spieler, die jetzt keine Chance haben auf so einen
Weltmeisterschaftstitel. Es ist schon toll, irgendwie Weltmeister zu sein, glaube ich.
Aber haben halt jetzt andere Leute die Chance, Weltmeister zu werden.
Und ich habe ehrlich gesagt bei der Fußball-Weltmeisterschaft mehr auf die Nationalmannschaften
geschaut, wo St. Pauli-Spieler dabei sind.
Also Bosnien-Herzegowina hat Vassil im Tor. Der ist zwar jetzt kein St.
Pauli-Spieler mehr, weil der halt da ist der Vertrag geendet mit dem Abstieg,
aber dem habe ich den Daumen gedrückt.
Dann hat Erik Smit für Schweden gespielt.
Ja, die sind leider auch schon ausgeschieden und dann haben Jackson Irvine und
Conor Metcalf für Australien gespielt.
Die sind jetzt auch im Elfmeterschießen tragisch ausgeschieden,
obwohl Jackson Irvine, der Kapitän vom FC St. Pauli, natürlich seinen Elfmeter versenkt hat.
Ja, da habe ich live zugeguckt. Das fand ich ganz cool. Das war gerade letzten...
Donnerstag, nee Freitag, letzten Freitag war das. Genau.
Also, meine Haltung ist, Veränderung ist notwendig.
Die sollten sich was schämen bei der FIFA. Und wenn man es trotzdem guckt,
muss man sich aber nicht schämen.
Ein Boykott, weil man eh zu wenig Interesse an Fußball hat, ist kostenlos Mut. Braucht man nicht.
In diesem Sinne diskutiert diese Haltung mit mir auf mic.fm auf dem Discord-Channel,
mit Hashtag Haltung und ich freue mich drauf eure Meinung dazu zu hören wie haltet ihr es mit,
FIFA Fußball-WM mit Nationalmannschaften, mit Nationalstolz mit Identifikation,
und wo sollte die Fußball-Weltmeisterschaft 2038 abgehalten werden.
Vielleicht in Nordkorea. Wer weiß das schon.
Gute Nacht. Nee, das sag ich am Ende vom Einschlafen-Podcast.
Viel Spaß beim Einschlafen-Podcast. Erscheint dann auch bald.
