EP 601 ~ Meine Bässe und Goethe

Die Geschichte meiner Bässe. Meinen ersten Bass hab ich nicht mehr, und zwei Akustikbässe die ich mal hatte sind auch weg. Aber 5 Bässe zuhause, braucht man das? Nein, aber 4 sind aktiv regelmäßig in Gebrauch, der 5. ist viel genutzt und Einzelanfertigung und einfach wichtig.
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Toby

Veröffentlicht am 23.06.2026
Meine Bässe und Goethe - Episodenbild

Transkription

Diese Transkription enthält vermutlich ein paar Fehler, hilft aber bei der Suche. Wer das hier liest schläft auch ein!


Hallo ihr Lieben und herzlich Willkommen zum Einschlafen-Podcast Episode 601. Ich bin Tobi.
Ich lese euch heute Goethe vor aus der äthernischen Reise und davor ein bisschen Rainer Maria Rilke.
Ein Gedicht, ich habe gerade noch nicht nachgeguckt, wie es heißt, sehe ich dann nachher.
Und davor erzähle ich euch ein bisschen was, damit ihr abgelenkt seid,
von euren eigenen Gedanken und besser einschlafen könnt.
Solltet ihr neu sein in diesem Podcast und das hier jetzt zum ersten Mal hören,
das mit dem Ja, lasse ich alles drin. Ich drücke auf Aufnahme,
sabbel eine halbe Stunde, drei, vier.
Mal sehen und am Ende lese ich was vor und dann schlaft ihr ein.
Und das habe ich jetzt schon 600 Mal gemacht.
Deswegen ist das hier jetzt Episode 601. Hört gerne mal ins Archiv.
Das findet ihr alles unter einschlafen-podcast.de und da ist irgendwie alles zu finden. Genau.
So, und jetzt geht es back to the roots, denn ich habe in der Vergangenheit
sehr viele Episoden gemacht, wo ich Reiseberichte gemacht habe,
weil ich einfach viel gereist war und ich werde auch wieder reisen demnächst
und freue mich da auch drauf.
Bis dahin gibt es aber keine Reiseberichte, sondern irgendwas anderes.
Dann hatte ich die 600er Jubiläumsepisode und hier und da.
Also es waren irgendwie lauter so Spezialthemen. Früher habe ich mir aber einfach
immer irgendein Thema gegriffen und darüber erzählt und bin abgeschwiffen.
Manchmal hatte ich auch gar kein Thema und habe einfach gelabert,
einfach so, um euch abzuwenden. Und naja, was draus geworden ist 16 Jahre später, hört ihr halt hier.
Das Thema für heute ist Musik. Und zwar geht es heute nicht um Musik in dem
Sinne, wie ich da letztens in meinem Haltungsblock drüber gesprochen habe mit
KI, sondern einfach, ich bin Musiker, ich bin Hobbymusiker.
Ich mache das seit vielen, vielen, vielen Jahren und sehr, sehr gerne.
Und das bedeutet mir sehr viel. Für mich ist Musik machen mit anderen Leuten Teil meiner Therapie.
Ich gehe darin auf, wenn ich Musik mache mit anderen, wir aufeinander hören und.
Aufeinander eingehen und es sich gegenseitig inspiriert und Impulse gibt.
Und das ist einfach grandios.
Und jetzt gerade hat sich ja vor einem guten Jahr meine Metalband wieder gegründet,
also eine meiner Metalbands. Ich hatte viele Bands. Es gibt auch eine Episode,
wo ich von meinen Bands erzählt habe.
Es gibt sogar zwei Episoden, wo ich über meine Bands gesprochen habe.
Weiß ich jetzt gerade nicht, welche Episoden das sind.
Aber die findet ihr, wenn ihr nach meiner Bands sucht, auf eben jener Seite,
die ich gerade genannt habe.
Eine davon hieß zum Beispiel Isolation und die kommt bestimmt auch im Titel drin vor.
Weiß ich nicht. Heute wollte ich aber viel mehr, also aus dem Anlass,
dass es mir gerade so viel Spaß macht, wieder Musik zu machen,
mit diesen Jungs. Wir haben nämlich angefangen, einen neuen Song zu schreiben.
Den könnt ihr noch nicht hören.
Ich weiß nicht, ob ihr den jemals hören könnt. Denn wir sind ja nur eine Hobbyband.
Haben keinen Plattenvertrag.
Und haben auch noch nie... Ich habe mal eine CD aufgenommen mit Isolation.
Und dann hatten wir auch ein Label. Ich weiß gar nicht mehr wen.
Vielleicht Mingo Music von Uwe, das Label. Ich weiß nicht mehr.
Und dann hatten wir irgendwie 1000 CDs pressen lassen.
Davon sind auch noch 980 oder so da. Und hoffentlich gut versteckt.
War ziemlich schräg, was wir damals gemacht haben. Aber es war trotzdem gut. Es war eine gute Zeit.
So und jetzt hat sich diese Band, die sich glaube ich 98 oder so aufgelöst hat.
Vermillion hat sich gerade wieder neu formiert.
Und wir haben erstmal die ganzen alten Songs uns wieder drauf geschafft.
Und das macht wahnsinnig viel Spaß. Endlich wieder laut sein.
Und jetzt schreiben wir Songs und das habe ich wirklich lange nicht gemacht
und das macht mich sehr glücklich.
Und ja, es gibt jetzt KI, es gibt Zuno, man kann mit JetGPT auch irgendwie Songtexte schreiben und so.
Das machen wir aber alles ganz bewusst nicht, sondern lassen es alles so aus
uns rauskommen. Und ja, es ist nicht gut, was wir machen.
Es ist so interessanter Metal vielleicht. Atmospheric Hard Rock, sagen die anderen.
Ich weiß es nicht genau. Aber es macht halt wahnsinnig viel Freude,
einfach daran zu schrauben, Ideen hin und her zu werfen und so weiter und so fort.
Und dadurch bin ich auf die Idee gekommen, mal zu berichten,
was ich eigentlich für Instrumente spiele.
Denn da kann ich richtig abschweifen. Das ist ein sehr guter Anlass,
um mal richtig loszunirten.
Leider weiß ich gar nicht mehr, was mein erster Bass genau war.
Ich hatte einen roten Bass im Fender-Style.
Oh, Fender ist ein Reizwort im Moment, denn die Firma Fender wurde gekauft.
Die gehört nicht mehr dem Herrn Fender selbst, der ist auch längst verstorben,
oder seiner Familie, sondern da gibt es irgendwelche Investoren und Fender verklagt
gerade alle Hersteller und.
Ne, verklagt nicht, aber will jetzt irgendwie Lizenzgebühren haben für die Stratocaster-Form
oder Telecaster-Form oder ich weiß nicht mehr genau, was da war,
sodass die Hersteller von Gitarren, die sich halt an dieser Form orientieren,
die Fender sich ausgedacht hat damals, die Stratocaster-Form,
da geht es um die Form des Korpuses von dieser E-Gitarre und um die Kopfform und so.
Also alle, die das nachmachen oder nachgemachte oder ähnliche Gitarren verkaufen
oder in den Umlauf bringen, sollen jetzt halt Lizenzgebühren an Fender zahlen
oder ja, ihnen droht halt irgendwie was.
Und das führt jetzt dazu, dass ganz viele Gitarren von eben diesen Drittherstellern,
zerstört werden müssen, weil die gar nicht so schnell verkauft werden können.
Und das ist sehr schade und sehr traurig und Instrumente sind wichtig.
Auch günstige Nachbau-Instrumenten sind wichtig. Denn, was ich ja gerade sagen
wollte, mein erster Bass war kein Fender, sondern irgendwas Billiges.
Ich weiß nicht mehr genau was.
Ich glaube, ich habe ihn für 300 Mark oder so gekauft. Das muss so ungefähr 1998.
Gewesen sein.
Ich war damals also 14 Jahre alt, vielleicht 15.
Irgendwie so um den Dreh. So, und ich hatte zu meiner Konfirmation eine Gitarre
bekommen, die hatte ich mir gewünscht, denn jedes Kind,
das gerne harte Musik hört, träumt davon, irgendwann als Gitarrist auf einer
großen Bühne zu stehen und angehemmt zu werden. Und das werden halt meistens die Gitarristen.
Also wollte auch ich natürlich Gitarre lernen. So, und dann habe ich aber im
Metal Hammer ein Interview gelesen mit Joey DeMaio, dem Bassisten von Manowar,
und der hat dann sehr aufschlüssig gesagt,
Es ist viel einfacher, als Bassist berühmt zu werden, als als Gitarrist,
weil alle wollen halt Gitarristen und berühmt werden.
Fast alle. Und bei den Bassisten ist die Konkurrenz viel kleiner.
Das hat mich inspiriert, dann eben auch Bassist zu werden.
Und ich weiß gar nicht, ob ich meine erste Band, Pasca, 1990 haben wir uns gegründet.
Haben die ersten Proben noch in Buchholz im Albert-Einstein-Gymnasium oder so,
gab es einen Raum, wo wir irgendwie proben konnten.
Es war aber keine Schülerband, wir waren zwar alle Schüler, aber ich war halt
kein Schüler dieser Schule und die anderen auch nicht alle, ich glaube zwei, drei von denen.
Genau. Und ich weiß nicht, ob ich da diesen Bass schon hatte.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich den da schon hatte und nicht auf einem
geliehenen Bass gespielt habe.
So, wie gesagt, das war ein sehr einfacher, er war rot.
Er hatte eine ganz normale Fender-Jazz-Bass oder Precision-Bass-Form.
Ich weiß es gar nicht mehr genau, was das war.
Es war nichts Tolles, aber es hat halt gereicht, um anzufangen.
Und wir haben damit Songs gespielt und geschrieben und Konzerte gespielt und
das war toll so, das war mein erster Pass,
Dann habe ich mir einen neuen Bass gekauft und zwar habe ich ein Schülerpraktikum
gemacht im zarten Alter von 16 Jahren, 17 Jahren, ich glaube 17 und zwar bei Number Two.
Es gab in Hamburg ein Musikgeschäft, das hieß Number One. Ich glaube, das gibt es sogar noch.
Ist das Number One? Nee, das ist Just Music. Waren die im Bunker?
Wie heißen denn die in Altona? Ist das nicht Number One? Ich glaube schon.
Naja, so, es gab Number Two. Die hatten ein Geschäft in der Talstraße.
Die gehörten irgendwie zu Number One und haben gebrauchte Instrumente verkauft.
Deswegen Number Two sozusagen.
Und in diesem gebrauchte Instrumente-Laden lag vorne im Schaufenster ein roter
Bass. Der war gar nicht gebraucht. Der war nur irgendwie, keiner wollte den kaufen.
So, der musste irgendwie, war runtergesetzt.
Auf, weiß ich nicht mehr, 800 Mark oder so. Oder 700 Mark.
So, und dann habe ich da zwei Wochen Schülerpraktikum gemacht.
Das war sehr langweilig. Mein Lehrer hat auch meinen Praktikumsbericht nicht
wirklich verstanden, denn im Wesentlichen musste ich Staubsaugen,
Kaffee kochen, was man als Praktikant so macht.
Viel Laufkundschaft war da gar nicht.
Und als Projekt, in großen Anführungsstrichen, durfte ich für die,
die dort Gitarren ausprobieren wollten, in einem 19-Zoll-Rack,
das ist so ein Kästchen, durfte ich halt Effektgeräte einschrauben und verkabeln,
damit diese Effektgeräte ausprobiert werden konnten.
Ja, das war mein Projekt und das
habe ich dann auch beschrieben in dem Projektbericht und meinen Lehrer.
Den ich eigentlich, nee, früher weiß ich gar nicht, ob ich ihn toll fand,
aber er hat mich dann irgendwann mitgenommen nach Irland und dafür habe ich
ihn sehr geschätzt und schätze ihn auch immer noch.
Manchmal treffe ich ihn noch in Tostit und da sage ich immer noch und er weiß
das immer schon, dass ich ihn sehr dafür schätze, dass er mich mitgenommen hat
auf einen Schüleraustausch nach Ireland.
Naja, ich habe ja trotzdem die Schule bestanden und mein Abitur bekommen und
mit dem Lehrer eigentlich nichts mehr zu tun.
Zumindest muss ich bei Irland und bei meinem Schülerpraktikum ab und zu an ihn denken. Liebe Grüße.
Also da lag also dieser Bass. Es war ein Guild-Bass. Es ist ein Guild-Bass,
also Marke Guild und das Modell heißt Pilot.
Was war das Besondere an diesem Bass? Also erstmal, er sieht rattenscharf aus.
Er ist auch rot, genau wie mein erster Bass, aber hat einen Korpus,
also so ein Bass, so eine Gitarre, so eine Bassgitarre, also beides,
bestehen ja aus verschiedenen Teilen. Da gibt es einmal den Hals.
Dieses lange Dings, wo irgendwie oben ist eine Kopfplatte, wo dann Seiten befestigt
sind und auf der anderen Seite ist der Korpus. Der ist bei einem akustischen
Instrument dafür da, dass der Ton überhaupt entstehen kann, dass irgendwie Luft zum Schwingen kommt.
Bei elektrischen Instrumenten ist das eigentlich nicht erforderlich.
Also ja, macht auch irgendwie was, aber an diesem Korpus ist ja im Wesentlichen,
da sind die Tonabnehmer drin verbaut.
Das sind im Wesentlichen Magnete, Magnetspulen, die unter den Seiten angebracht sind.
Und wenn dann die Seiten darüber schwingen, wird in diesen Magnetspulen einen Strom erzeugt.
Und dieser Strom wird dann durch verschiedene Mechaniken, Elektroniken,
durch den Korpus rausgeleitet.
Dann gibt es da irgendwie aktive Geräte, die dann noch einen 9-Volt-Block irgendwie
haben, um den Ton schon mal zu verstärken oder den Ton besonders einzustellen.
Oder passive. Ist eigentlich völlig egal. Weil am Ende schwingen Saiten,
bringen Magnetspulen dazu, Strom zu erzeugen.
Und dann kommt aus der Stromgitarre oder aus dem Strombass ein Signal.
Und im Verstärker kann dieses Signal dann verstärkt werden.
Ja, so funktioniert das. So, und der Korpus bei diesem Gerät,
bei diesem Guildpilot, ist so ein bisschen schief.
Also es gibt ja keine Vorschrift, wie so ein Korpus geschnitten sein muss.
Bei Geigen gibt es so einen ganz klassischen Körper, der dann auch so aussieht,
wie ein Körper, der irgendwie oben schmalt, dann gibt es eine Taille und dann,
unten. Und das hat alles irgendwelche akustischen Gründe, wie sich das entwickelt hat.
Bei Gitarren ist das auch üblicherweise so und diese Form hat man im Groben
dann häufig auch für elektrische Instrumente übernommen aber notwendig ist das
nicht, fühlt sich halt gut an wenn man drauf spielt und bei diesem ist es so,
dass der hinten,
Also wenn man ihn aufrecht hinstellt, dann fällt er um, weil er nicht unten
komplett rund ist dann sozusagen, sondern da ist er schräg.
Ansonsten ist es aber kein Flying V oder sonst wie was, so Sternenexplosion,
sonst wie was, sondern einfach nur ist unten ein bisschen schräg und dadurch
wirkt er viel eleganter, dynamischer,
relativ schmal.
Und das hat mich irgendwie sehr angesprochen, dieses Design von diesem Guild Pilot Bass.
Und außerdem habe ich ihn dann in die Hand genommen und drauf gespielt und dann
ist mir aufgefallen, der Hals von diesem Bass ist erstaunlich schmal.
Also wenn man dann mal so einen Fender Jazz Bass oder Precision Bass geradezu
gespielt hat, die hatten einen relativ dicken Hals.
Das heißt, man musste da weit drum herum greifen. Ich habe jetzt große Hände,
das ist eigentlich gar nicht so schwer.
Aber für mich, das lag einfach viel, viel besser in der Hand.
Und ich konnte mit meinen Fingern viel besser auf dem Griffbrett rumarbeiten,
mit diesem schmalen Hals.
Und das hat mich wahnsinnig angesprochen. Und ich glaube, ich habe dann sogar
noch einen Sonderpreis bekommen, weil ich ja Praktikant war.
Und ach, das war irgendwie für mich dann so ein Traum, der in Erfüllung ging,
diesen Bass zu kaufen am Ende meines Praktikums. Das hat mir große Freude bereitet.
Und den habe ich heute noch und den spiele ich heute noch.
Das war mein zweiter Bass, den habe ich mir quasi mit 16, 17,
das muss dann also so um das Jahr 1990, das muss nach 1990 gewesen sein,
weil am Anfang habe ich bei Pascal noch auf meinem ersten Bass gespielt und den dann auf meinem.
Den Guild-Pass hatte ich dann glaube ich erst gespielt.
Bei Remedy 92 muss das gewesen sein. Aber ich bin ja 74 geboren,
da war ich ja schon fast 18.
Vielleicht bin ich in dem Jahr, wo ich den Bass gekauft habe,
auch schon 18 geworden. Ich weiß es nicht mehr.
Wann auch immer man damals diese Schülerpraktika gemacht hat.
So, das war dann mein Bass. Und der hat mich seitdem begleitet.
Hat einige Modifikationen durchgemacht. Ich habe irgendwann neue Tone reingebaut,
weil die Vorverbauten waren irgendwie so mittel.
Und dann gab es ganz tolle Pickups von EMG, die habe ich da reingebaut.
Und irgendwann, viel, viel später, bin ich auf den Trip gekommen,
noch tiefere Töne als die üblichen Bass-Töne zu spielen und habe dann mir fünf Seiter angeguckt,
und ich weiß gar nicht mehr wann, aber irgendwann habe ich dann auch diesen
Bass umgebaut beziehungsweise ich habe einfach andere Seiten drauf gezogen und
statt der tiefen E-Seite habe ich eine noch tiefere B-Seite und dann statt der
A-Seite die E-Seite, statt der,
D-Seite dann die A-Seite und statt der G-Seite die D-Seite, also H-E-A-D-Stimmung.
Ist jetzt nicht ganz unüblich, da muss man eigentlich auch die Spannung vom
Hals nochmal an das einstellen, habe ich alles nicht.
Dadurch ist er jetzt nicht mehr ganz bunt rein, aber für Rock reicht es, das sage ich mal.
Genau. Macht wahnsinnig viel Spaß, das Ding immer noch zu spielen.
Das war mein zweiter Bass. So, mein dritter Bass.
Und den ersten habe ich dann irgendwann verkauft. Ich weiß aber nicht mehr an
wen und auch nicht für wie viel Geld. Wahrscheinlich nicht so besonders viel.
Und auch relativ bald. Also ich hatte nicht lange zwei Bässe.
Ich war dann aber mit 19 oder 20, war das nach dem Abi, irgendwann war ich mit meinem Kumpel Tia.
Auf Sommerreise. Und damals gab es dieses Niedersachsen-Ticket,
womit man mit allen Zügen in Niedersachsen kostenlos fahren durfte in den Sommerferien,
für Schüler irgendwie sehr günstig.
Und da sind wir irgendwie, wir wollten eigentlich nach Amsterdam.
Ging natürlich nicht mit diesem Ticket, weil das galt nur für Deutschland,
aber wir wollten so weit wie möglich an die holländische Grenze und dann von
da aus trampen. Hat übrigens nicht geklappt.
Wir sind gestrandet in Bad Bentheim.
Immerhin bis dahin sind wir gekommen. Das ist quasi schon Holland.
Nein, es ist nicht. Es ist kurz vor der holländischen Grenze und da sind wir
aber gestrandet und es war gar nicht so schlimm, Denn da habe ich dann eine
Freundin kennengelernt, mit der ich auch eine ganze Weile liiert war. Eine sehr schöne Zeit.
Sandra, ganz liebe Grüße. Falls jemand eine Sandra aus Bad Bentheim kennt, ungefähr 1974 geboren.
Gerne mal ansprechen. Ich habe den Kontakt verloren und auf mich aufmerksam
machen. Ich würde mich total freuen, mal wieder Kontakt aufzunehmen.
Zumindest sagte diese Sandra dann irgendwann zu mir, hey, du musst den und den
kennenlernen. Ich habe leider den Namen vergessen.
Das war einer ihrer Freunde, der laut ihr mir sehr ähnlich sei.
Wir haben uns kennengelernt und wir waren uns nicht ähnlich.
Also hatten wir zumindest nicht gedacht.
Im Nachhinein vielleicht schon, denn wir sind beide durchaus sehr nerdig unterwegs gewesen.
Und er hat sich damals schon, im damaligen Zeiten Alter von 19,
20, also es muss so 93, 94 gewesen sein, hat er gelernt, Gitarren zu bauen.
Er hat also aus Holz ähm.
Sich einen Hals und einen Korpus gebaut und das dann so bearbeitet,
dass da irgendwie ein Griffbrett dran war und Mechaniken und dann konnte er
da halt Gitarren bauen und die waren irgendwie cool. Da habe ich gefragt,
hey, kannst du auch einen Bass bauen?
So, ja, warum nicht? Das ist ja auch nur eine größere Gitarre,
ein bisschen anders und was hättest du denn gern?
Und dann haben wir so ein bisschen rumphilosophiert und ich hatte gerne also
damals schon irgendwie einen Bass mit einem durchgehenden Hals.
Das war mir ganz wichtig und dann war ich gerade irgendwie, da war Da war gerade
die Pearl Jam 10 rausgekommen.
Threadless. Oh ja, man braucht einen Threadless-Bass und einen Fünfseiter,
weil damals wollte ich dann auch schon die tiefen Töne.
So, und dann hat er mir einen fünfseitigen Threadless-Bass gebaut mit einer
schönen, geschwungenen, ich habe gesagt, auf gar keinen Fall Headless.
Ich glaube, er hat vorher im Wesentlichen Headless gebaut. Das heißt,
die Seiten sind oben am Hals einfach direkt festgesteckt, ohne dass auf der
Kopfplatte irgendwie Mechaniken werden.
Denn eigentlich braucht man so eine Kopfplatte bei einer E-Gitarre oder beim E-Pass gar nicht.
Und es gibt es auch relativ häufig, dass dann Instrumente auch ohne Kopfplatte gebaut werden.
Zum Stimmen sind die Mechaniken dann unten an der Brücke.
Heißt das Brücke? Da, wo unten die Seiten befestigt sind? Ich glaube schon. Genau, und das...
Nee, das heißt natürlich Steg. Wie heißt das oben? Das heißt Sattel.
Genau, oben gibt es den Sattel, wo die Seiten quasi von der Kopfplatte über
das Griffbrett rüberlaufen.
Und dann auf der anderen Seite am Korpus ist der Steg. Da sind die Seiten fest.
So, dann kann man das natürlich so bauen, dass die Stimmmechaniken unten mit
in den Steg eingebaut sind. So hat das auch bei meinem Basker gemacht.
Aber ich habe gesagt, ich hätte gerne eine Kopfplatte. Ich finde Instrumente
ohne Kopfplatte nicht so schön. Das ist ja Geschmackssache. Kann man ja sehen,
wie man will. Sohn hat er mir eine sehr schöne Kopflatte gebaut.
Und die ganze Korpusform, die Hörner sozusagen, die da quasi an den Cutouts sind.
Ach, wunderschön. Das ist einfach ein wirklich, wirklich schönes Instrument.
Vielleicht mache ich euch Fotos von meinen aktuellen fünf Bessen in die Show-Notes.
Könnt ihr euch die mal angucken.
Ja, mache ich. Und.
Das ist richtig toll gewesen und das hat er mir für Materialkosten plus 200
Mark, 300 Mark, er wollte nicht viel Geld haben.
Damit hat er sich so ein bisschen unter Wert verkauft, weil es war ein bisschen
mehr Arbeit als er dachte, denn der Hals ist nicht nur durchgehend,
sondern aus fünf Schichten sozusagen zusammengeleimt und dann zum Hals verarbeitet.
Also ziemlich aufwendig gemacht.
Und dann eben den Korpus. Ich weiß nicht mal mehr, was das für Hölzer sind,
aber der Hals ist irgendwie helleres Holz mit zwei Streifen dunklerem Holz und
der Korpus ist dann auch dunkleres Holz.
Ja, mit einem Soapbar-Humbucker-Pickup in der Mitte. Ich habe ihm genau gesagt,
da soll der Pickup sein. Ich will keine mehreren Pickups, sondern nur den.
Und entsprechend hat der Bass auch nur einen Lautstärkeregler und einen Tonregler.
Der Guild Bass hat so ein PJ-Setup mit einem Hamburger und einem Jazz-Bass sozusagen.
Also so ein schmaler Hamburger.
Also kein Hamburger, sondern, wie heißen die dann? Ist ja auch egal.
Also so ein schmaler Gerader und ein P-Precision so ein versetzter was tun hat nicht mehr.
Genau, und den habe ich dann bei Isolation und bei Findelkind und so habe ich
dann diesen Threadless Bass viel gespielt.
Klingt fantastisch, spielt sich super, schöne schmale Halse.
Ich habe mir auch meinen Gild Bass gezeigt, glaube ich, wenn die Halsrundung
so wäre, das wäre perfekt.
Ja, genau.
Das war mein dritter Bass. Und auch den habe ich natürlich behalten.
Ich bin damit mal zu Number One und habe einen Koffer kaufen wollen,
beziehungsweise gekauft. Ich habe einen Koffer dafür gekauft.
Und da habe ich die dann gefragt, oder die haben sich halt gefragt,
was ist das denn für ein Bass?
Kannten sie nicht? Und ich so, überhaupt, habe ich über Umwege bekommen,
was meint ihr denn eigentlich, was so ein Bass wert ist?
Also wenn ich den hier bei euch gekauft hätte, was hätte ich denn zahlen müssen
und die Aussage war ja, das ist mehr,
so 2000 Mark die Kategorie, vielleicht sogar 2500 Mark und ich habe den halt für,
knappe 1000 Mark oder irgendwie was bekommen also deutlich, ich glaube unter
1000 Mark habe ich bezahlt, D Mark damals noch das war 94, 95 um den Dreh.
Ja genau, das war der dritte Pass.
Und dann, nochmal fünf Jahre später, ist unser Schlagzeuger damals nach England
gegangen zum Studieren. Und dann war auf einmal irgendwie die Sache Akustik.
Wir könnten ja mal Akustikmusik machen.
Und dann wollte ich auch einen Akustikbass haben. Also keinen Kontrabass,
weil erstens ist es irgendwie doch ein etwas anderes Instrument und schwieriger
zu spielen als eine Bassgitarre.
Weiß ich gar nicht, wie schwer, habe ich nie gemacht. Aber es ist halt auch
ein sehr großes Instrument und ich wollte nicht,
ich hatte zwar mal Lust auf Kontrabass, aber ich habe da auch ausreichend Respekt
davor, so viel Geld für ein Instrument auszugeben, von dem ich nicht weiß,
ob ich es überhaupt spielen kann oder ob es mir irgendwie in meinen Kram passt.
So, und dann habe ich gesehen, es gab eine Firma, die hieß Ovation und die haben
Gitarren gebaut und eben auch Bässe.
Und der Trick bei Ovation war, dass die so einen Kunststoffkorpus gemacht haben.
Also die Frontplatte war Holz, der Korpus war aber aus einem ganz besonderen,
Kunststoffmaterial und hinten auch rund.
Also das war nicht so die klassische Akustikgitarrenform, wo die Vorderseite
und Rückseite quasi gleich geformt und gleich groß sind. und dazwischen gibt
es dann quasi so den Korpus.
So, und dann haben sie dieses Plastik da hinten dran gemacht.
Und irgendwie fand ich es cool. Also es war irgendwie eine coole Technologie
und ein interessantes Material.
Und dann gab es noch Applause. Das war die Billigmarke von Ovation sozusagen.
Und dann habe ich mir einen Applause-vielseitigen Bass gekauft.
Und dann habe ich mir einen Applaus-vielseitigen Bass gekauft.
Der hatte da überhaupt Bundstäbchen? Ich glaube nie, der war auch noch Threadless, genau.
Ja, weil ich ja Threadless spielen konnte dann schon. Ich hatte ja schon den
5-Seiter elektrischen Bass. So 4-Seiter Ovation Threadless.
Und das Problem an dem Bass war, dass der von sich aus eigentlich gar keine,
also es war ein Akustikinstrument, aber es hat kaum Töne von sich gegeben.
Also es war sehr, sehr leise.
Verstärkt klang das gar nicht so schlecht.
Aber dadurch, dass es Threadless war, waren die Seiten halt,
Threadless bedeutet keine Buntstäbchen.
Dadurch kann man dann also über den Hals gleiten, ohne dass da so einzelne Buntstäbchen
sind, die dann jeweils den Ton immer in Halbtönen auftrennen.
Über die Viertelton-Buntstäbchen von Angine de Poitrine muss ich jetzt hier
nicht abnörden, aber coole Sache.
So, und den habe ich auch lange gespielt. Akustik,
aber war halt nie laut genug, um alleine,
ohne Verstärkung gegen eine Akustikgitarre anzukommen, weil die meisten Leute
dann natürlich in meinem Umfeld auch nicht Konzertgitarre gespielt haben,
sondern Westerngitarre mit Stahlsaiten und die sind halt dann manchmal ganz schön laut.
So, und dieser Akustikbass von Applause, also der Korpus hat nicht viel hergegeben
und in Threadless war da einfach sehr leise.
Irgendwann war der dann auch kaputt, der Ton an ihm war kaputt.
Das war halt auch eine sehr günstige Geschichte.
Also den habe ich gekauft schon zu Euro-Zeiten und weiß ich nicht,
wenn der 300 Euro gekostet hat, dann war es schon teuer, glaube ich.
Also sowas in der Art und Weise.
Aber war auch ein guter Einstieg in den Akustikpass. Also es ist jetzt nicht
so, dass ich sagen würde, das ist ein schlechter Bass, aber das hat halt Und,
man muss halt doch immer den Verstärker mitnehmen.
Ja, genau. Und dann war das ganz lange mein Setup.
So, ich bin dann mit diesen drei Bäschen, der Vierseiter, der Guild Pilot,
der selbstgebaute Fünfseiter Threadless und dieser Akustik-Bass,
da kommt man ja auch echt weit.
Und richtig, das war dann auch die Zeit, als ich meinen Bass auf HEAD umgestellt habe,
als Isolation sich umbenannt hat in Horst Blank und wir deutlich rockiger geworden sind,
mit Kata an der Gitarre und Kevin am Schlagzeug und das war dann irgendwie,
ja, dann wollte man auch mal tiefere Töne auf dem Vierseiter in Laut und Hardrock.
Genau.
Das war gut und Und der Akustikpass wurde auch gar nicht mehr so viel benutzt.
Erst als Horst Blank dann vorbei war, beziehungsweise wann denn eigentlich?
Ja, ich glaube. Also irgendwann hat Christian dann eben auch angefangen,
sich tollere Gitarren zu kaufen.
Eine Martin hat er mittlerweile, Triple O, keine Ahnung was.
Dreadnought hast du nicht gesehen, weiß ich nicht. Und...
Dann wollte ich auch irgendwann einen neuen Akustikbass haben,
weil, wie gesagt, der Applaus.
Ich habe den in Zahlung gegeben, glaube ich, in diesem Gitarrenladen,
wo wir den anderen Bass gekauft haben.
Jetzt muss ich mal eben nachgucken, wie heißt denn der eigentlich?
Hamburg Gitarren Number One, vielleicht heißt der ja Number One.
Ja, Number One Guitar Center, das ist der in der Stahltweete, der war früher.
War Number One gegenüber von der Fabrik in Altona.
Und jetzt sind die in der Stahltwitte, genau. Und da bin ich dann irgendwann
mit Christian hin, nachdem er sich dann seine Martin Triple O,
ist das Martin? Ist das Taylor? Ne, ich habe eine Taylor-Gitarre.
Aber über meine Gitarren wollte ich ja gar nicht reden. Martin Triple O.
Ja, genau.
Als er sich die gekauft hat, habe ich gesagt, okay, jetzt möchte ich auch einen
Bass haben, der dazu passt.
Und dann sind wir zu Number One mit dieser Gitarre, um zu gucken,
welcher Akustikbass passt denn dazu.
Und da gab es nicht viel Auswahl, denn ich wollte kein Threadless,
ich möchte einen mit Bundstiefchen, damit er laut genug ist.
Ich wollte einen Fünfseiter und Fünfseiter frettet Akustikbässe.
Ja, wenn man dann in ein Geschäft fährt, dann hat man meistens die Auswahl zwischen einem oder keinen.
Ich glaube, bei Number One gab es sogar zwei oder drei. Das war überraschend.
Davon klangen zwei aber komplett indiskutabel nicht gut. Also das war nicht mein Geschmack.
Und dann hatten die aber einen Ortega, Ken Taylor Signature Bass, Fünfseiter.
Und das war eigentlich genau nach meinem Geschmack. Also das war genau das richtige
Instrument, hat 900 Euro gekostet oder so.
Und war über jeden Zweifel haben, war alles okay.
Also war ein richtig schönes Instrument mit einer sehr guten Fishman Akustik Verstärkung.
Und den habe ich dann auch viele Jahre gespielt. Also vier, fünf,
sechs Jahre habe ich den gespielt, bis ich dann irgendwann gemerkt habe, da fehlt noch was.
Und dann habe ich immer noch mal weiter geguckt, so nach anderen fünfseiter Akustikbässen.
Und da bin ich dann auf einen gestoßen, den ich auch lange im Blick behalten
habe. Und zwar ist das ein Furch Akustikbass.
Furch ist eine Firma aus der Tschechei.
Die bauen im Wesentlichen Gitarren, Akustikgitarren. Und da haben sie einen
sehr guten Ruf. Mein Bruder ist ja Gitarrist.
Der wollte halt berühmt werden und vorne stehen. Nein, der fand einfach Gitarren gut.
Und der hat irgendwann aufgehört, E-Gitarre zu spielen. Also der hat auch früher
Rockmusik gemacht. Ich habe ja auch mit ihm zusammen bei Vendelkind dann mal
gemeinsam Musik gemacht.
Und irgendwann waren seine Ohren zu sehr lädiert, dass er ganz aufgehört hat mit Rockmusik.
Hat er nur noch Akustikgitarre gespielt und hat irgendwann Fingerpicking-Gitarre angefangen.
Da stimmt man die Gitarre nicht in der normalen E-A-D-G-H-E-Stimmung,
sondern macht Open-D, Open-G, Open-Irgendwas ganz besondere Stimmungen, damit man durch,
besonders aufwendige Griff-Tap-Zupf-Klopf-Technik irgendwie besondere Sachen machen kann.
Nennt sich Fingerstyle, glaube ich.
Bin da kein Experte. Ich war durchaus mal auf so einem Konzert,
habe mir das mal angeguckt, weil mein Bruder mich da immer angespitzt hat und
das war sehr beeindruckt.
Die Künstler sind dann meistens allein auf der Bühne oder machen dann irgendwie
allein Musik und klingen halt wie eine komplette Band.
Sehr komplex und sehr schön.
Also und in der Szene, in dieser Fingerstyle-Gitarrenszene, hat Furcht einen sehr guten Namen.
Ja, das bauen sich quasi das Nonplusultra der Fingerstyle-Gitarren.
So, und dann hatte ich einen Furcht-Bass gefunden. Auf der Seite von meinem
Lieblings-Online-Musikhändler Thoman heißt er.
Also Thoman.de ist ein Händler, wo ich schon sehr, sehr viel gekauft habe.
Ich habe da sogar auch einen Affiliate-Link, also ihr könntet sogar irgendwie,
wenn ihr dort was kauft, mir irgendwie, weiß ich nicht, ich kann ja irgendwas
verlinken, aber ich habe da noch nie was bekommen, glaube ich,
also ist auch egal, darum geht es mir auch nicht.
Ich kaufe da tatsächlich sehr gerne einen, Thomas ist sehr fair,
hat gute Preise, 30 Tage Geld-Zurück-Garantie und ich habe da noch nie Probleme
gehabt mit Thomas, das war wirklich ganz gut.
Zumindest diesen Ortega hatte ich ja bei Number One gekauft und jetzt hatte
ich bei Turman diesen Furchtpass entdeckt und habe dann geguckt,
wo gibt es denn in der Nähe Händler, wo man den mal ausprobieren kann.
Das war ein etwas teures Instrument, über 2000 Euro und den einfach so kaufen,
also ja, ich gebe ja manchmal viel Geld aus und ich habe ja auch ein gutes Einkommen
und das ist ja okay, Aber einfach so, das war mir irgendwie so heikel.
Deswegen war er in meinem Thoman-Einkaufswagen oder auf meiner Merkliste,
ohne dass ich da irgendwann.
Den Trigger gezogen hätte, sozusagen. Habe ich einfach nicht gekauft.
Aber immer beobachtet und immer so, ach, den würde ich wirklich gerne mal spielen
und hören und vielleicht haben, aber ich wusste es halt nicht.
Leisten hätte ich mir ihn mehr können, aber einfach bestellen und wieder zurückschicken
wollte ich dann auch nicht, weil so ein Transportweg für so ein Instrument ist ja auch,
nicht ganz ungefährlich also ich will jetzt niemandem bei der Post oder bei
den Versendern irgendwas unterstellen aber es ist halt so, in diesen Riesenkartons.
Die werden halt nicht immer mit äußerster Vorsicht behandelt,
können nicht immer mit äußerster Vorsicht behandelt werden, fallen mal um und
das wollte ich diesem Instrument einfach nicht,
zumuten ohne wirklich zu wissen was ich denn da will und dann kam der Tag.
Ähm, in diesem Frühjahr, glaube ich.
Nein, Moment, ich bin zu schnell. So, das war in meinem, äh,
in meinem Warenkorb. Habe ich aber nicht gekauft.
Äh, dann kam der Tag, äh, letztes Jahr, dass sich Vermilion wieder gegründet hat.
Vermilion, meine Metalband aus, äh, wir haben es 98 aufgelöst und jetzt wieder formiert.
Und, ähm, das war eine Herausforderung für mich, weil ich halt die letzten Jahrzehnte
halt immer nur mit Christian entspannte Kneipenrock-Musik gemacht habe.
Und Vermilion war oder ist anstrengender Metal. Also da muss ich deutlich schneller,
deutlich präziser anders spielen als bei Tobian, wie wir ja mittlerweile heißen.
Also die Band, die früher immer Isolation as Companion und dann Isolation und
dann Horst Blank hieß, die heißt ja jetzt Tobian und sind nur noch Christian
und ich. Aber eigentlich ist es ja immer noch die gleiche Band.
So, und das ist entspannt zu spielen als passest.
Mache ich zwar auch schöne Sachen mittlerweile, weil wir sind ja auch nur noch zu zweit.
Da ist dann Raum für mich, auf dem Bass auch ein bisschen mehr zu machen,
als wenn da zwei Gitarren sich um die Aufmerksamkeit streiten.
Naja, aber also wie gesagt, Metal ist schneller, anstrengender.
Da muss man trainieren. So, und dann hatten wir diesen Auftritt.
Und ich war irgendwie, was war denn da?
Ich glaube, es war der erste Auftritt, wo ich dann gut vorbereitet sein wollte.
Und davor bin ich aber verreist.
Und dann habe ich überlegt, wie trainiere ich denn jetzt meine Finger?
Also sowohl die Muskulatur in der rechten Hand, wo ich halt mit den Fingern
zupfe. Also ich spiele nicht mit Plektron.
Bis auf einen Song, den ich nicht mit den Fingern spielen kann,
wo ich einen Plek brauche.
Ich weiß nicht, das wäre zu anstrengend. Ich kann es nicht ohne Black.
Das ist ein bisschen traurig.
Mit Black geht es aber ganz gut und es ist auch ganz geil, mal mit Black zu spielen.
Ansonsten spiele ich meist mit den Fingern. Aber das muss ja auch trainiert
sein, dass die Finger kräftig und schnell und präzise genug sind.
Bei der linken Hand geht es weniger um Kraft, also ein bisschen um Präzision und Schnelligkeit.
Aber da geht es mehr um Hornhaut.
Auch rechts, da wo ich zupfe, geht es um Hornhaut. Also wenn ich da lange nicht
gespielt habe und dann irgendwie den ganzen Abendbass spiele,
dann kriege ich da auch Blasen an der Hand von vielen Zupfen.
Aber links noch mehr. Also links rutsche ich halt auch mit den Fingern auf den Seiten rum.
Wenn ich da oben auf den Finger gucke und keine Hornhaut habe,
dann kriege ich relativ schnell eine Blase oder Blasen an allen Fingern.
Das ist dann doof, weil das geht dann ab. Und dann,
Ja, ist das schlecht. So, und dann wollte ich für meine Reisen mir irgendwas mitnehmen.
Da war ich dann irgendwie zwei Wochen in den USA und mit der Familie und halt
geschäftlich, privat, alles mögliche, war ich viel unterwegs,
wisst ihr alles, weil ich berichte ja hier von jeder Reise und,
hatte dann Sorge um meine Hornhaut und um meine.
Wie heißt es, meine Ausdauer mit den Fingern. und habe dann geguckt,
was kann man denn noch machen.
Da gibt es diese Fingertrainer, wo ich mittlerweile sogar auch einen habe.
Den habe ich mir dann irgendwann bei einem Music Store in Köln gekauft,
als ich mit meiner Tochter letztens habe.
Aber hatte ich halt da noch nicht und der hilft ja auch nicht beim Thema Hornhaut.
Sondern dachte ich, vielleicht nehme ich einfach einen alten,
kaputten Hals und spann da ein paar Bassseiten drauf. Die müssen ja nicht mehr gestimmt sein.
Einfach nur, nur damit ich greifen und rutschen kann und Rona trainieren kann
sozusagen und ein bisschen zupfen.
Und dann hatte ich schon einen Plan, wie ich das bauen will mit irgendwie Sachen aus dem Baumarkt,
und wollte dann aber doch zumindest mal gucken, ob es nicht so billige Mechaniken
gibt, Bassmechaniken, um mir sowas zu bauen und bin dann zum Schalloch gefahren.
Schalloch ist ein Musikladen. Ich glaube, da habe ich sogar den Ovation,
den Applause Bass gekauft.
Die sind an der.
Ecke Feldstraße, wenn du nach Osten rausfährst, aus der Feldstraße links hoch.
Wie heißt denn das da? Da steht diese komische Kirche und da ist so ein Platz.
Weiß ich gar nicht, wie der Platz heißt. Hat bestimmten Namen.
Und wenn man dann gleich wieder links geht, kommt die Karolinenstraße, also Karo Viertel.
So und da auf der Stirnseite ist Schaloch. Da kommt dann erst die Werkstatt und dann der Laden.
Und da bin ich rein, ich dachte, bei der Werkstatt kann ich auch vielleicht,
alte Mechaniken, keine Ahnung.
Bin da rein, hab gefahren, so hier, ich hab vor mir was zu basteln, habt ihr da was?
Und dann sagt er, ja, ich hab Bassmechaniken, aber das sind halt die guten,
kosten irgendwie 50 Euro das Stück und dann hast du 200 Euro schon für Mechaniken
ausgegeben, das ist kein günstiges Experiment, was du da machen willst.
Warum nimmst du nicht einfach einen kleinen Bass? Ich so, was?
Und dann führt er mich in den Keller, wo halt die besser hängen bei Schalloch.
Und zeigte mir einen und das war ganz merkwürdig da hängt dann also an der wand,
Zwischen den ganzen Bässen oder daneben. Ein Instrument, das sah aus wie eine
Mischung aus E-Bass und Mandoline oder so.
Von der Größe her war es eher größer als eine Ukulele.
Aber von der Form her sah es halt fast aus wie ein Bass. Und dann gibt er mir
die Nummer und sagt, das ist ein richtiger Bass.
Heißt Tiny Boy. Tiny Boy Bass. Vielleicht heißt die Firma sogar Tiny Boy.
Und das ist ganz merkwürdig. Kommen wir nochmal zurück zum Thema Theorie.
Also die Höhe eines Tones. Wenn man so eine Saite zupft und dann schwingt die
Saite und dann sind da irgendwo Tonordnümer verbaut, also diese Magnetspulen,
und dann fließt ein Strom.
Wie hoch der Ton ist, der da erzeugt wird, hängt ja im Wesentlichen von der Länge der Saite ab.
Das merkt man schon daran, weil wenn man dann greift auf dem Griffbrett,
dann verkürzt man ja einfach nur die Saite sozusagen.
Deswegen sind da diese Buntstäbchen auf den meisten Instrumenten,
die dann auf eine definierte Länge den Ton verkürzen.
Und die meisten Instrumente haben halt Halbtöne auf diesen Bünden.
Und wenn man dann zwölf Töne, also in den zwölften Bund greift,
dann ist die Saite genau halb so lang und der Ton ist eine Oktave höher.
Sprich, je kürzer die Saite, desto höher der Ton. Und jetzt ein Instrument zu
sehen, was kleiner ist als eine E-Gitarre.
Und dann zupfe ich die Seiten und das ist halt einfach ein ganz normaler Basston.
Die Buntstäbchen sind natürlich deutlich näher zusammen, weil zwölf Bünde auf
so einem kurzen Hals sind natürlich dann weniger, man hat weniger Platz als auf einem langen Hals.
Es ist natürlich nur die Hälfte der Wahrheit, dass der Ton von der Länge der
Seite abhängt, denn es kommt auch noch auf die Dicke der Seite an.
Also wie schnell kann die Seite schwingen, hängt ja davon ab,
wie dick die Seite ist. und wie doll sie gespannt ist.
Und jetzt kann man natürlich sagen, okay, wir machen ein ganz kleines Instrument
und spannen die Seiten einfach nicht so doll. Wir machen sie einfach ganz labberig.
Aber dann kann man nicht mehr drauf spielen.
Das heißt, so ein Instrument zu bauen ist wahnsinnig kompliziert,
dass dann die Seite nicht zu dick ist, sodass man sie auch noch spielen kann,
aber auch nicht zu lasch, sodass sie noch irgendwie klingen kann.
Und das ist wirklich beeindruckend, Und dass ich dann ein Instrument in der
Hand hatte, er meinte, das ist studiotraglich, damit kannst du im Studio aufnehmen.
Ich meine, ich wüsste nicht, warum.
Das ging irgendwie. Und dann habe ich dann nochmal das Maß genommen und mir
nochmal meinen Koffer vorgestellt. Ich habe einen sehr großen Koffer.
Wenn ich zwei Wochen in die USA fliege, habe ich immer sehr viele Sachen dabei
und auch noch Equipment.
Deswegen habe ich einen sehr großen Koffer und habe mir vorgestellt,
dass der Buster tatsächlich reinpasst.
Und es ist tatsächlich so, also ich habe die, es gibt diese normalen Kofferreihen,
wo dann irgendwie, ja hier ist der ganz kleine, hier ist der fürs Handgepäck,
hier ist der etwas größere und dann irgendwie gibt es so einen Jumbo-Koffer.
Und die sind ja bei den meisten Herstellern ähnlich groß. So und ich habe einfach,
den größten, was ist das, American Tourist da, keine Ahnung was,
Samsonite-Verschnitt hast du nicht gesehen, so einen Schalenkoffer.
Und wenn ich den Bass da diagonal reinlege, dann passt er da rein.
Das ist halt wirklich ein Reisebass. Ich habe einen Arbeitskollegen.
Der spricht mich regelmäßig darauf an, wie es meinem Reisebass geht,
weil Reisebass klingt ja fast
so wie Reisepass und damit haben wir dann Wortspiele gemacht natürlich.
Und das ist natürlich ganz lustig und irgendwie hat er großen Spaß daran,
dass ich einen Reisebass habe.
So ist es aber, das ist mein Reisebass, der Tiny Boy. passt ja auch zu mir.
Ich bin ja auch nur 1,96 Meter, wiege 105 Kilo.
Also bin ich ja auch Tiny Boy sozusagen.
Verglichen mit was ich will.
Und das Ding ist Wahnsinn. Das Ding hatte ich mit in den USA,
das hatte ich mit in Spanien.
Das nehme ich halt mit auf Reisen, wenn ich länger als 4-5 Tage weg bin,
damit ich was spielen kann.
Ich habe mir einen ganz kleinen Verstärker gekauft. Den steckt man eigentlich
nur, also das ist eigentlich nicht nur der Stecker und ein kleines Plastikteil.
Und einen USB-Anschluss und einen Kopfhörer-Anschluss. So, und wenn man da dann,
einen Kopfhörer anschließt, dann kann man quasi über den USB-Kanal auch noch
irgendwie einen Rechner dazu bringen, Musik darüber abzuspielen,
also das quasi als Abspielgerät zu benutzen und kann dann dazu Bass spielen.
Ich glaube, man kann sogar direkt aufnehmen mit dem Ding oder so.
Wahnsinn, und klingt wirklich toll. Und damit mit Kopfhörer und dem Ding zu
üben, das macht recht Spaß.
Es ist wirklich anders drauf zu spielen. Ich habe darauf sehr viel von Joe Dart,
von Wolfpack, wie heißt es, Dean Town geübt.
Das ist ein Bass, also das ist ein Song, der im Wesentlichen auch ein Bass-Solo
besteht, so eine Bass-Melodie, relativ komplex zu spielen und das ist ein sehr
tolles Übungsstück. Also ich kann es noch nicht in Originalgeschwindigkeit spielen.
Es macht wahnsinnig viel Spaß, das zu spielen. Fingersatz ist interessant.
Und das habe ich im Wesentlichen auf diesem Instrument geübt.
Und da ist es ein bisschen einfacher, weil die Bünde halt enger beieinander
sind. Da muss man nicht so weite Wege zurücklegen. Also ein ganz tolles Übungsinstrument.
Ich kann mir nicht vorstellen, das im Studio zu benutzen. Aber ich bin ja auch
nicht so auf dem Studio. Deswegen ist es eigentlich auch egal.
Also zum Üben und auf Reisen. Ziel absolut erreicht. Das war dann eben Bass
Nummer 4 in meiner Sammlung. Also der Gild Bass ist geblieben,
der 5. hat der selbstgebaute.
Den Ovation hatte ich ja ersetzt durch den Ken Taylor Ortega Bass.
Und ja, Bass Nummer 4.
Akustik, ja genau. So und...
Den Furcht hatte ich halt noch nicht gekauft. So, und dann habe ich aber online
gesehen, dass mein Lieblingsbassist, nämlich Joe Dart von Wolfpack,
von dem ich jetzt gerade gesprochen habe, dass ich Deantown nachspielen will.
Das ist ein unfassbar guter Bassist.
Macht wahnsinnig viel Spaß, ihm zuzuschauen, zuzuhören.
Und sehr genial. Es gibt von Wolfpack auch eine Platte, die heißt Dart.
Das ist eine Dartscheibe, sozusagen. Und da sind halt im Wesentlichen Songs
von ihm und mit Hauptrolle Bass drauf.
Wahnsinn. macht sehr viel Spaß und der hat dann Werbung gemacht für einen Signature-Bass,
und zwar spielt er gerne Music Man und Music Man hat auch eine,
naja, abgespeckte oder Billigmarke die heißt so wie so einen.
Wie die Seiten wie heißen die denn?
Sterling heißen die Sterling bei Music Man und die haben dann mit Joe Dart gemeinsam
haben den Joe Dart Signature Bass rausgebracht.
Den ersten davon habe ich sogar noch verpasst. Der war auch vergleichsweise
teuer und dann Versand aus den USA.
Also, was heißt vergleichsweise teuer?
Es war halt kein Music Man, sondern Stirling war ein Music Man und der hat irgendwie
700 Dollar, 800 Dollar irgendwie sowas gekostet.
So, und dann kam der neue, also der neue Joe Dart Signature Bass und der sollte
dann nur 400 Dollar kosten.
Gab es in drei verschiedenen, also in zwei Farben, in Holz und in Schwarz oder so.
Und dann noch mit drei verschiedenen Pickup-Konfigurationen.
Aber wenn schon Music Man, dann muss da auch der große Hamburger rein.
Und passive Elektronik. Also keinen 9-Volt-Block und keine aufwendige Verstärkung,
Soundbearbeitung und sonst irgendwas.
Ein sehr einfaches Instrument. Aber Joe Dart hat den vorgeführt.
Und ich fand den so cool. Dann habe ich mir den einfach bestellt.
So, 400 Dollar plus Versand plus Steuern und Zölle waren natürlich am Ende auch
irgendwie 800 Euro oder so aber dafür ist es ein richtig tolles Instrument.
Ich hatte, nachdem ich den bestellt habe, das hat dann irgendwie ein Jahr gedauert
oder so, bis ich den bekommen habe, man konnte den vorbestellen und dann hat
das halt ewig gedauert habe ich einen.
Basskollegen von früher wieder getroffen, John genau, und John spielt professionell
Bass, gibt Bassunterricht in Hamburg.
Falls ihr also Bass lernen wollt, kann ich euch einen Basslehrer empfehlen.
Und John hatte den ersten John Dart Signature Bass.
Ich glaube, das war vor dem Konzert, genau, vor dem ersten Metal Band Revival
Konzert war ich bei John im Proberaum, der war dann nämlich um die Ecke und hab Hallo gesagt und,
wir hatten uns auch ewig nicht gesehen, ein bisschen geschnackt und dann hab
ich diesen Bass gesehen und kurz drauf gespielt und gesagt, ja,
ich hab mir auch einen bestellt okay, dauert halt noch.
Und stimmt, er wollte meinen Guild Bass auch noch ausprobieren,
weil er immer davon gehört hatte.
Legendärer 90er Jahre Guild Pilot Bass. Und den hatte ich natürlich mit,
um damit auf dem Metal-Konzert zu spielen.
Hat mich natürlich gerügt dafür, dass er nicht bunt rein ist.
Das heißt, wenn ich da im 12. Bund greife, ist es eben nicht genau eine Oktave,
sondern ein bisschen höher. Und das ist natürlich nicht gut.
Weil ich auch sehr viel oben greife, ist das alles nicht so sauber sieht das
Spiel tonal, aber naja wie gesagt, für Rock reicht's,
So, habe ich mich schon drauf gefreut.
Das heißt aber, dass ich im ganzen letzten Jahr dann erst den Tiny Boy,
den Ortega hatte ich noch gar nicht so lange, aber dann habe ich den Tiny Boy gekauft und dann.
Diesen Stingray by Music Man Joe Dahr Signature Bass.
Und dann war ich bei Thomann, habe irgendwas anderes gebraucht.
Wahrscheinlich irgendeine Tasche für den Stingray. Nee, da war eine Tasche bei
bei dem Stingray. Ich weiß gar nicht mehr, wofür.
So, und habe dann gesehen, der Furcht-Bass ist ausverkauft. Also dieser Akustik-Bass,
ich hatte ja den Ortega, der war ja auch okay.
Aber der Furcht hatte mich halt immer so gereizt. Und dann war der standab,
gibt es nicht mehr, ist ausverkauft.
Wurde auch nicht angekündigt, dass danach geliefert wird. Und dann bin ich auf
die Webseite von Furcht gegangen.
Die hatten sogar, glaube ich, eine englische Übersetzung, weiß nicht mehr.
Und da stand auch Discontinued, diesen Bass, der wird nicht mehr hergestellt.
Den gibt es einfach nicht mehr.
Und da war ich traurig. Meine Güte, was für ein Ärger. Und habe dann irgendwie
die Händler, die da gelistet waren, noch angeschrieben hier in der Nähe.
Und keiner hatte mehr diesen Bass. Also sie hatten den ja sowieso nicht zum Anspielen.
Sehr schade, hat sich wohl nicht durchgesetzt, die Bassreihe bei Furcht.
Und dann habe ich ganz verzweifelt auf Kleinanzeigen gesucht,
ob jemand den irgendwie gebraucht anbietet oder so.
Und habe dann ein Musikgeschäft in Karlsruhe entdeckt.
Die haben den in Neue geboten. Also die hatten wohl alle Variationen der Furchtbässe.
Also den gibt es in vier- und fünfseitig, mit und ohne Buntstäbchen und in zwei
verschiedenen Varianten. Einmal mit Fichtenholz, einmal mit irgendetwas anderem.
Und da habe ich ihr angeschrieben, so ja, hier, ich habe Interesse.
Fünfseiter mit Buntstäbchen. Ihr habt da zwei verschiedene.
Berat mich mal. So, und dann habe ich da Beratung bekommen. Das war richtig gut.
Ich müsste jetzt nochmal eben raussuchen, wie das Musikhaus hieß,
damit ich euch das auch empfehlen kann.
Äh, Schleile, genau. Wenn ihr aus Karlsruhe kommt, dann wusstet ihr es wahrscheinlich
sofort. Schleile mit AI.
Also nicht mit KI, AI, sondern mit Buchstaben AI. Ich bin ja auch Tobi Beyer mit AI.
Und ich habe auch nichts mit KI zu tun. Also doch, aber nicht.
Also Musikhaus Schleile, schleile.de.
Die hatten den. Und der Herr Hill aus der Gitarrenabteilung,
der hat mir geantwortet.
Und dann haben wir halt uns ausgetauscht. Da habe ich ihn gefragt,
okay, ich brauche einen Akustikpass, der richtig laut ist. So,
ja, ja, fuhre ich absolut gut. Und welcher von den beiden ist lauter?
Ja, der mit Wichter. Ja, und welcher Tonantnehmer?
Gab es eben auch zwei verschiedene Ausbaustufen, in teuer oder in sehr teuer?
Ja, was soll's. Also da hat er mich halt so gut beraten und ich hatte echt das
Gefühl, das ist das Instrument, das passt und habe den dann einfach bestellt.
Das heißt, ich habe letztes Jahr,
Drei neue Bässe gekauft. Einmal den Tiny Boy, einmal den Furch und den Joda Second Chabas.
Das ist viel zu viel. Das ist eigentlich Quatsch. Jetzt habe ich fünf Bässe.
Aber alle fünf machen Sinn. Den Ortega Akustik Bass habe ich dann verkauft.
Und tatsächlich hat ein Hörer, ich glaube eher Realitätsabgleich Hörer,
falls du hier auch zuhörst, ganz liebe Grüße, wollte mich eh gerade fragen,
welchen Akustik Bass er sich denn mal kaufen solle, weil er Interesse an Akustik-Bass hat.
So, und dann habe ich, er hat halt mitbekommen, dass ich den Bass verkaufe,
hatte ich im Realitätsvergleich erzählt und haben uns auf einen günstigen Preis
geeinigt und ist gut angekommen und er ist glücklich.
Also er hat da auch schon mir das erste Video aus dem Proberaum geschickt,
wie er mit seiner Band oder hat seinen Auftritt sogar, ich weiß nicht mehr.
Und klingt gut, also der Ortega-Bass ist nicht schlecht.
Der Nachteil an dem Ortega-Bass-Verkauf war, dass Ortega irgendwie kurz vorher
sich gedacht hat, wir machen mal eine zweite Version.
Da haben sie einfach gesagt, okay, Ken Taylor's Signature Model ist ein tolles
Instrument, aber haben dann das Design ein bisschen geändert,
eine hässlichere Kopfflatte rangebaut und ein anderes Tonleitern System,
also auch aktiv, aber eben nicht Fishman,
was so fast das Nonplusultra ist, sondern Marke Eigenbau, also keine Ahnung.
Was das dann ist.
Und jetzt kostet der Bass halt neu nur noch 500 irgendwas, 550 oder so.
Aber eben nur die zweite Variante und die alte Version vom Kentailer Signature
Bass, die hat halt wie gesagt neu 900 oder irgendwas gekostet.
Ja, wie kann ich denn jetzt diesen gebrauchten drei Jahre, vier Jahre alten
Akustikpost dann irgendwie verkaufen.
Ja gut, hat er halt irgendwie günstig bekommen und alles in Ordnung.
Ich bin froh, dass er benutzt wird. Ich habe jetzt sogar Beweisvideo,
dass der benutzt wird und das freut mich sehr.
Und der Furcht-Bass, was soll ich euch sagen? Also das ist so ein tolles Instrument.
Falls ihr Bass spielt und einen
Akustik-Bass sucht, versucht noch irgendwo gebraucht einen zu finden.
Bei Schleile sagte er, ja gut, dass du den jetzt kaufst, weil den anderen habe
ich jetzt gerade verkauft, der wollte aber auch den haben, also da war ich gerade rechtzeitig noch.
Es gibt davon einfach nur noch ganz wenige in den Läden, das ist quasi Resteverkauf.
Es ist ein wunderbarer, es kommt tatsächlich von der Lautstärke her gegen die,
Gitarre von Christian an.
Und hat einen wahnsinnig guten Tonantnehmer von Ella Braggles.
Und das macht einfach wahnsinnig viel Spaß, diesen Bass zu spielen.
Ja, und sieht gut aus. Der hat das Schallloch nicht in der Mitte unter den Seiten,
wo normale Gitarren das verbaut haben, sondern so ein bisschen nach oben links versetzt.
Das gibt dem Ganzen eine etwas andere Dynamik.
Klingt fantastisch. Und macht es viel einfacher, an die Batterie ranzukommen.
Weil das ist auch wieder eine aktive Tonabnehmer-Geschichte und die braucht
halt eine 9-Volt-Block-Batterie und die ist dann ja im Korpus quasi versteckt.
Bei dem Ortega war oben so ein.
Plastikteilchen, wo dann die Batterie drin steckte und die ganzen Knöpfe zum
Lautstärke und so drin stecken.
Und bei dem Furcht ist das alles im Korpus versteckt sozusagen.
Sowohl die Mischung von dem Mikrofon und dem Piezo-Turner als auch die Batterie.
Ja, ganz, ganz tolles Instrument. Damit ist meine Instrumentensammlung jetzt aber auch vollständig.
Nein, natürlich nicht. Ist ja wie bei der Fotografie. Irgendwann findet man
etwas, wow, damit hatte ich nie gerechnet und jetzt möchte ich das auch noch haben.
Es fühlt sich aber vollständig an also ich habe den besten Akustikbass den ich
mir vorstellen kann 5-Seiter, fettet, laut, zack, alles gut das ist genau das
Instrument, was ich spielen mag,
mit Tobian, also das ist halt mein Tobian-Instrument dann habe ich den den Guildbass
in der tiefen HERD-Stimmung,
für die Metal-Songs und den neuen Song den ich jetzt aber gerade schreibe Da
kommt kein Ton tiefer als E drin vor und den spiele ich tatsächlich auf dem,
Joe Dart Signature Busters, auf dem Sterling by Music Man.
Weil der sich auch sehr, sehr gut spielt. Der hat einen sehr ordentlichen Ton,
ist ein bisschen lauter als der Pilot Bass, weil das irgendwie ein sehr brachiales Instrument ist.
Music Man baut ja auch diese unfassbaren, da kommt einfach wahnsinnig viel raus an Signal.
Obwohl der halt nicht, ich glaube in dem gilt, genau die EMGs sind aktiv,
da steckt eine Batterie drin.
Der Music Man ist passiv, kommt trotzdem mehr raus, das ist irgendwie echt unglaublich.
Sehr, sehr cool. Oder ist der auch aktiv? Ich glaube, der ist nicht aktiv.
War ich da mal dran? Doch, der ist auch aktiv. Ich kann mich erinnern. Doch, richtig.
So, und die Batterie war nicht besonders frisch. Da habe ich letztens die Batterie
getauscht. Da musste ich dann zum ersten Mal da die Klappe aufschrauben.
Batterie tauschen. Ich korrigiere mich.
Der Sterling bei Music Man ist auch aktiv.
Oder liege ich da jetzt komplett falsch? Wo habe ich denn letztens die Batterie
getauscht? Das war der. Ja, ja, sicher. Ja, na klar.
So, der Einzige, was da gerade nicht so intensiv bespielt wird,
aber 20 Jahre lang sehr intensiv bespielt worden ist,
Bei allen Bands, bei Isolation, bei Findelkind, bei Horst Blank und bei Vermilion
habe ich den glaube ich nie gespielt.
Das ist der Fünfseite Threadless, also dieser selbstgebaute.
Das ist das besonderste Instrument, was ich habe, ganz bestimmt.
Und das werde ich niemals weggeben oder verkaufen, das kommt überhaupt nicht in Frage.
Auch der Guild Pilot Bass, das ist zwar kein besonderes Instrument,
nicht besonders häufig, aber auch nicht besonders selten und das ist halt so
ein 90er Jahre Standarddings irgendwie der ist okay, der ist gut und ist halt
meiner, der bleibt auch meiner,
der Joe Darts ist.
Halt, weiß ich nicht, weil ich Joe Darts Fan bin wenn der sich irgendwo mal
daneben benimmt oder irgendwie, weiß ich nicht,
da liegt mir jetzt nicht besonders viel dran an dem Instrument da habe ich noch
keine besonderen Erlebnisse mit, aber es ist ein schönes Instrument und es ist
eine gute Ergänzung und dadurch kann ich halt einen Vierseiter auf HEAD Stimmung, also tief,
und den Jodat Pass kann ich halt in der normalen EADG Stimmung lassen,
sodass da auch, dass da alles richtig ist.
So, und dann der Furcht und der Reise Bass, so das sind die fünf Dinger.
Den Reise Bass, den spiele ich halt tatsächlich nicht nur auf Reisen,
sondern Und der ist halt auch einfach mal eben zu greifen. Ist sehr leicht.
Wenn man sich den um den Hals hängt, dann spürt man den kaum.
Und ich bin mit diesem Setup, was meine Bässe angeht, äußerst glücklich.
Ich hatte immer mal den Wunsch, äh,
Tja, seit wann eigentlich? Die Marke Sandberg.
Das ist Ola Sandberg. Sind das Deutsche? Weiß es gar nicht.
Zumindest gibt es eine Bassistin. Tell Wilkenfeld. Jetzt wollte ich gerade Pause
drücken, damit ich googeln könnte oder nachgucken könnte. Mache ich übrigens manchmal.
Hört ihr vielleicht, wenn meine Stimme anders wieder reinkommt.
Dann drücke ich Pause, wenn ich gerade auf Klo muss oder die Tür geht oder so.
Tal Wilkenfeld, eine Bassistin. Ich glaube, die kommt aus Australien.
Und die spielt Sandberg und ESP-Verstärker. ESP? Nein, das sind Gitarren.
Wie heißen die? EBS.
Jetzt habe ich übrigens gerade in Pause. Karton steht ja noch neben mir. EBS.
Und Sandberg EBS. Und die hat einen wahnsinnigen Sound. Die spielt natürlich auch ganz toll.
Aber seitdem wollte ich immer Sandberg haben. Ich war im Music Store in Köln
mit meiner Tochter vor kurzem und habe da den Sandberg 5-Seiter Fretted Bass angespielt.
Teures Instrument, 3000 glaube ich oder so.
Und ja, ist cool. Aber die Saiten sind sehr dicht beieinander und das ist schwierig
zu spielen und das ist nicht mein Instrument. Und ich bin sehr froh,
dass ich mir den nie irgendwie blind gekauft habe, einfach nur,
weil es ein Sandberg ist.
Einen vierseiter Sandberg hätte ich genommen, wenn ich nicht den Joe Dart irgendwann
mal gekauft habe. Und der Joe Dart kostet halt irgendwann nur die Hälfte von einem Sandberg was.
Sandberg ist toll, also das ist eine ganz, ganz tolle Qualität.
Aber, ja, war auch nicht. IBS habe ich mittlerweile, habe ich gerade gesagt,
habe ich in den Karton gestehen, einen Vorverstärker, so einen kleinen Fußtreter.
Den habe ich mir gekauft, weil ich letztes Jahr, als ich in den USA war,
auf der Messe, da habe ich auch meinen Bass dabei gehabt.
Und dann war da die Chance, in der Messehalle auf der Adobe Max Bass zu spielen,
weil Russell Brown hat irgendwie einen Musiker mit da gehabt,
einen Fotolehrer da gehabt, der dann Vorträge gehalten hat bei der Pre-Conference.
Der auch Musiker ist und der dann Klavier gespielt hat und ein anderer,
der auf der Pre-Conference geholfen hat, war Tänzer, also Balletttänzer und,
hatten die schon was geplant und habe gesagt, überhaupt, woher spiele ich Bass,
kann meinen Bass mitbringen und haben dann beim Abholen des E-Pianos haben wir
uns noch einen Verstärker ausgeliehen für den Bass, damit ich da auch laut werden kann.
Und der war sehr teuer. Das hat glaube ich 500 Dollar gekostet für einen Tag
Bassverstärker ausleihen.
Naja, Los Angeles. So, und damit ich das nicht nochmal machen muss und weil
mein kleiner Mini-Stecker zum Üben halt nicht ausreicht, um dann irgendwie in
die PA zu gehen, habe ich mir ein EBS, wie heißt das Ding?
Micro Bass 3. Das ist ein kleiner Fußdreter mit zwei Schaltern.
Da ist ein Stimmgerät drin, hat irgendwie zwei Kanäle und klingt fantastisch.
Also da kommt halt ein Signalrad, das gilt dann auch eben als die iBox.
Also man kann den natürlich vor den Amp klemmen, aber kommt eben auch ein XLR-Signal
raus, was man direkt in die PA schicken kann. Und.
Das wäre genau das Gerät gewesen, was ich dort gebraucht hätte.
Habe ich mir dann danach dann erst gekauft für den nächsten Auftritt in L.A.,
den ich aktuell nicht plane, weil ich aktuell nicht in die USA fliege,
weil solange Peter Thiel noch entscheiden darf,
wer dort in der Regierung ist, und ich aber weiterhin gegen Faschismus bin,
möchte ich da nicht hin. Mal gucken.
Vielleicht muss ich irgendwann, aber aktuell muss ich ja nicht.
Deswegen benutze ich den EBS-Vorverstärker hier, ganz glücklich auch mit meinem
Verstärker bei den Bandproben.
Und hier zu Hause für Aufnahmen und so. Das ist ein schönes Setup.
Ich habe außerdem noch einen weiteren Fußtreter. Das ist ein Verzerrer.
Den hat hier der Cousin von unserem Bedraumvermieter.
In Buxtehude gebaut und Groovetones heißt der, glaube ich.
Muss ich das jetzt auch googeln? Groovetones Buxtehude.
Groove Tone. Effekte für Gitarre und Bass. Groove Tone.de Genau, die gibt es.
Genau, das ist er auch. Kim Schrader heißt er. Der hat einen in uns...
Was habe ich denn da? Effekte Basskönig? Bass Solution. Genau,
Bass Solution. Den habe ich.
Nicht Nummer 6, wie dort abgebildet, sondern Nummer 13 oder so.
Das sind alles Einzelgeräte.
Der lebendige Sound einer großen Röhrenanlage ist in der Regel riesig schwer,
wartungsintensiv, unflexibel, unersetzbar, ehrlich und heute selten, praxisnah.
Genau. Vollständiges Zweikanalsystem.
Sehr gut.
Ja, das ist ein sehr gutes Gerät. Kauft euch das, wenn ihr das braucht.
Bass-Solution von Groovetone.
Macht viel Spaß.
Ja, das ist mein Boss-Setup. Verstärker, ich habe einen alten.
Wie heißt denn der eigentlich? Ach, ist auch egal. Ich habe euch über die Instrumente
erzählen wollen und nicht über meine Verstärker.
Verstärker sind auch eh ein Thema für sich.
Ich habe nie Ampac gehabt. Ich spiele ab und zu im Bandraum über eine Ampac-Box.
Da steht eine schöne klassische 8x10-Zoll Ampac-Boss.
Box, allerdings nicht mit einem MPEG-Verstärker, sondern mit einem Fender Bassmann
100 heißt er, glaube ich.
Es gibt auch diese kleinen Fender-Dinger, so Kombos, die sind nicht so gut,
haben mir nicht so gut gefallen.
Aber das ist so ein Top-Teil 100 Watt Röhren, Bass, mit der 8x10,
das ist unfassbar, dass man da an Luft bewegt wird, das ist richtig stark.
Also ganz toller Verstärker. Genau, gehört Nils, unserem Vermieter sozusagen im.
Bandraum und darf ich halt mitspielen. Ich habe aber Hardcore heißt der,
genau, Hardcore 3500, 350, wie heißt denn der?
Egal, so ein Standard 90er Jahre Verstärker. Der hat, glaube ich,
eine kleine Röhre, sogar mit eingebaut ist, aber halt ein MOSFET Transistor Verstärker.
Der kann auch was, der ist schon okay.
Ja. Ja gut, genau. Das soll es eigentlich gewesen sein zu meinen Instrumenten.
Und wie lange habe ich jetzt eigentlich geredet?
Wo ist denn hier mein Aufnahmetool? Da. Oh, Stunde sieben. Dann wird es jetzt
Zeit, dass ich euch mal was vorlese.
Kommen wir also zu...
Rainer Maria Rilke, muss ich erstmal aufschlagen.
Hatte ich vorhin noch gar nicht. Ich lese gerade die Nebelgeborenen von Brandon Sanderson.
Habe ich zumindest angefangen. Meine Frau hat die gekauft und ich dachte auch,
klingt interessant, schon mal rein, aber bin ich noch nicht reingekommen.
So, ich habe zuletzt das Wort Türkis vorgelesen, sehe ich gerade.
In Episode 600. Das heißt, jetzt kommt in der Zertosa.
Kertosa? Ich weiß nicht, was eine Kertosa ist. Vielleicht lernen wir es anhand dieses Gedichts.
Ein jeder aus der weißen Bruderschaft vertraut sich pflanzend seinem kleinen
Garten, auf jedem Beete steht wer,
jeder sei, und einer hart in heimlichen Hoffarten, dass ihm im Mai die ungestümen
Blüten offenbarten, ein Bild von seiner unterdrückten Kraft und seine Hände
halten, wie erschlafft sein braunes Haupt,
das schwer ist von den Säften, die ungeduldig durch das Dunkel rollen,
Und sein Gewand, das faltig voll und wollen, zu seinen Füßen fließt es stramm
gestrafft und um seinen Armen die gleich starken Schäften die Hände tragen, welche träumen sollen.
Keine Misere und keine Kyrie will seine junge, runde Stimme ziehen.
Von keinem Fluche will sie fliehen.
Sie ist kein Reh, sie ist ein Ross, man bäumt sich im Gebiss.
Und über Hürde, Hang und Hindernis will sie ihn tragen, weit und weggewiss,
ganz ohne Sattel will sie ihn tragen.
Er aber sitzt und unter den Gedanken zerbrechen fast die breiten Handgelenke.
So schwer wird ihm der Sinn und immer schwerer. Der Abend kommt,
der sanfte Wiederkehrer. Ein Wind beginnt, die Wege werden leerer und Schatten,
sammeln sich im Talgesenke.
Und wie ein Kahn, der an der Kette schwankt, so wird der Garten ungewiss und
hangt wie Wind gewiegt auf lauter Dämmerung. Wer löst ihn los?
Der Frate ist so jung und lange, lang ist seine Mutter tot.
Er weiß von ihr. Sie nannten sie La Stanza.
Sie war ein Glas, ganz zart und klar. Man bot es einem, der es nach dem Trunk
zerschlug wie ein Krug. So ist der Vater.
Und er hat sein Brot als Meister in den roten Marmorbrüchen.
Und jede Wöchnerin in Pietra Bianca hat Furcht, dass er des Nachts mit seinen
Flüchen vorbei an ihrem Fenster kommt und droht.
Sein Sohn, den er, der Donner Dolorosa geweiht, in einer Stunde wilder Not sind
im Arkadenhofe der Zertosa,
sind wie umrauscht von rötlichen Gerüchen, denn seine Blumen blühen alle rot.
Komischer Satzbau am Ende, aber ey, ist ein Gedicht, ist Kunst und der Herr
Rilke darf ja machen, was er will. Ist ja schon groß.
Ja, gut.
Wie dem auch sei, wir sind in der italienischen Reise,
bei Herrn Goethe, italienischer Reise auf Position 2055 von 8276,
25 Prozent, ein Viertel haben wir geschafft.
Wir sind in Rom und zwar am 24. November. Augen zu und zugehört.
Von der Nation wüsste ich nichts weiter zu sagen, als dass es Naturmenschen
sind, die unter Pracht und Würde der Religion und der Künste nicht ein Haar
anders sind, als sie in Höhlen und Wäldern auch sein würden.
Was allen Fremden auffällt und was heute wieder die ganze Stadt reden,
aber auch nur reden macht, sind die Totschläge, die gewöhnlich vorkommen.
Viere sind schon in unserem Bezirk in diesen drei Wochen ermordet worden.
Heute war ein braver Künstler Schwendimann, ein Schweizer Medailleur,
der letzte Schüler von Hedlinger, überfallen völlig wie Winkelmann.
Der Mörder, mit dem er sich herumbeigte, gab ihm an die 20 Stiche und da die
Wache hinzukam, erstach sich der Bösewicht selbst.
Das ist sonst hier nicht die Mode. Der Mörder erreicht eine Kirche und so ist es gut.
Und so sollte ich denn, um auch Schatten in meine Gemälde zu bringen,
von Verbrechen und Unheil, Erdbeben und Wasserflut einiges melden.
Doch setzt das gegenwärtige Ausbrechen des Feuers des Vesuvs die meisten Fremden
hier in Bewegung und man muss sich Gewalt antun, um nicht mit fortgerissen zu werden.
Diese Naturerscheinung hat wirklich etwas Klapperschlangenartiges und zieht
die Menschen unwiderstehlich an.
Es ist in dem Augenblick, als wenn alle Kunstschätze Roms zunichte würden.
Die sämtlichen Fremden durchbrechen den Lauf, ihre Betrachtung und eilen nach Neapel.
Ich aber will ausharren, in Hoffnung, dass der Berg noch etwas für mich aufheben wird.
Das nächste ist sehr kurz, den 1. Dezember. Moritz ist hier,
der uns durch Anton Reiser und die Wanderung nach England merkwürdig geworden.
Es ist ein reiner, trefflicher Mann, an dem wir viel Freude haben.
Und dann später am 1. Dezember schreibt er noch was, das war dann in Rom.
Und das lese ich euch dann nächstes Mal vor. Bis jetzt aber mache ich mir hier
eine Notiz, damit ich weiß, hier habe ich vorgelesen.
601.
Ich wünsche euch allen eine gute Nacht. Aktuell ist es hier in Deutschland,
auch in Norddeutschland sehr heiß.
Wir haben heute Montag, den 22. Juni, morgen am 23. erscheint die Episode.
Ich glaube für Mittwoch oder Donnerstag sind 38, 39 Grad vorhergesagt.
Heute war es ganz erträglich mit 25, aber immer noch warm.
Und die letzten Tage waren halt deutlich über 30 Grad.
Und das führt dazu, dass ich schlecht schlafen kann. Das geht,
glaube ich, allen Leuten so. Wenn es zu heiß ist, fällt es schwerer einzuschlafen.
Das heißt, mir fehlt Schlaf und ich merke das, dass meine Konzentrationsfähigkeit sinkt.
Ich merke gerade am eigenen Leib, wie wichtig Schlaf ist. Und ich gehe auch gleich schlafen.
Genau. Ich bin jetzt auch müde genug. Es ist auch schon halb elf.
Ich wünsche euch, dass ihr genügend Schlaf findet. Denn Schlafen ist wichtig
für die Gesundheit, das Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und wahrscheinlich
das Bruttoinlandsprodukt.
Aber das ist mir von all diesen Sachen am wenigsten wichtig.
Ich habe euch alle lieb. Bis zum nächsten Mal. Gute Nacht.

2 Kommentare zu „EP 601 ~ Meine Bässe und Goethe

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