EP 588 ~ Wüste und Goethe

Fotos:

Haltungsblock: Stolz, insbesondere Nationalstolz Und es geht weiter in Südkalifornien, am Freitag waren wir in Borrego Springs und dem Anza Borrego Nationalpark unterwegs.
avatar
Toby
avatar
Bianca

Veröffentlicht am 09.12.2025
Wüste und Goethe - Episodenbild

Transkription

Diese Transkription enthält vermutlich ein paar Fehler, hilft aber bei der Suche. Wer das hier liest schläft auch ein!


Hallo ihr Lieben und herzlich Willkommen zum Einschlafen-Podcast-Episode 588. Ich bin Tobi.
Ich lese euch heute Goethe vor aus seiner italienischen Reise.
Davor gibt es ein bisschen Rainer Maria Rilke.
Und davor erzähle ich euch was, damit ihr abgelenkt seid von euren eigenen Gedanken
und besser einschlafen könnt.
Und heute gibt es natürlich den zweiten Teil vom Bericht über meine USA-Reise
wieder mit vielen Fotobeschreibungen.
Ihr müsst die Fotos aber nicht währenddessen oder vorher angeguckt haben.
Ihr könnt sie auch ganz in Ruhe morgen anschauen, wenn ihr wieder aufwacht und
ihr diese Episode gerade zum Einschlafen hört.
Das ist also keine Voraussetzung. Ihr verpasst nichts. Ihr könnt das Ganze in Ruhe machen.
Lasst euch einfach von mir erzählen, was wir fotografiert haben und wie die Bilder wirken.
Und wie sie dann wirklich aussehen, könnt ihr immer noch hinterher sehen.
So, bevor es damit aber losgeht, weil dies eine Episode mit gerader Episodenummer
ist, mache ich mich gerade und es gibt einen Haltungsblock.
Heute möchte ich über Stolz reden im Haltungsblock. Das ist ein Thema,
das ist mir auch irgendwie so, weiß gar nicht, wie in den Kopf gekommen,
wahrscheinlich auch durch meine USA-Reise.
Denn Stolz ist eine Sache, zu der sollte man eine Haltung haben,
finde ich. Das ist eine komplizierte Sache.
Vielleicht sollte man zu allen komplizierten Sachen eine Haltung haben.
Weiß ich jetzt gerade nicht, aber also zu stolz sollte man eine Haltung haben,
denn ich glaube, dass Stolz an sich absolut nichts Verwerfliches ist.
Man kann sehr gut stolz sein auf Dinge, die man selbst geschafft hat oder zu
denen man einen großen Anteil hat und auf diesen Anteil kann man stolz sein.
Ich bin stolz auf meine Kinder, weil die beide total toll geworden sind als
Menschen und noch immer toller werden. und ich bin froh und dankbar,
dass ich der Vater sein darf und dass ich daran teilhaben konnte.
Und natürlich bin ich auch ein bisschen stolz drauf.
Weil ich da einen Anteil dran habe. Also nicht nur genetisch meine Gene drin
stecken, sondern eben natürlich auch in der Beziehung, in der Erziehung,
in dem gemeinsamen Leben.
Und ich glaube schon, dass das ein Beitrag ist, auf den man stolz sein kann
und sollte, glaube ich, als Vater oder Mutter oder Elternteil.
Genauso wie ich stolz drauf bin, wenn ich mit Menschen, mit denen ich nicht verwandt bin,
mir spiegeln, dass sie irgendwas von mir mitgenommen haben, was gelernt haben
oder sich weiterentwickelt haben aufgrund meiner Interaktion,
meiner Gespräche mit mir oder was auch immer.
Darauf kann man stolz sein. Ich bin stolz auf ein paar Sachen,
die ich musikalisch gemacht habe. Ich bin stolz auf einen Einschlafen-Podcast, natürlich.
Da habe ich sehr viel was drauf ist kann man ja kaum also es gibt natürlich
noch andere Leute, die beteiligt sind an diesem Podcast, ganz großen Dank an
dieser Stelle nochmal an,
Sabrina und Bianca, die aktuell die Episodenbilder machen,
wenn ich rechtzeitig Bescheid zeige, worum es in der Episode geht klappt das
meistens und wenn es nicht klappt, dann gibt es halt das Standard-Episode-Bild
also dieses orange Schaf und das ist alles total super.
Ich bin dankbar, dass mir das passiert ist mit dem Einschlaufen Podcast und
stolz drauf, was daraus geworden ist und auch stolz auf meine eigene Leistung,
wie lange ich das schon durchziehe.
Und das ist schon so, dass mich das mit Freude erfüllt und mit Stolz,
wenn ich Postkarten bekomme, dass ich tatsächlich hilfreich bin.
Ich habe jetzt gerade wieder einen Schwung Postkarten aus meinem Postfach geholt.
Eigentlich sollte ich da mal eine E-Mail bekommen, wenn da was drin ist,
das klappt leider nicht.
Und das tut einfach mal gut zu lesen, dass es wirklich sinnvoll ist, was ich hier tue.
Wo ich nicht stolz drauf bin, ist Deutscher zu sein.
Und da wird Stolz dann irgendwie komisch. Also warum sollte ich stolz sein, Deutscher zu sein?
Dazu habe ich keinen Beitrag, der ist, dass es mir so passiert.
Ich bin hier geboren, ich lebe hier, ich bin zum Glück nicht vertrieben worden, ich darf hier sein.
Und darüber freue ich mich sehr.
Ich finde auch, in der Wikipedia ist unter Nationalstolz findet man auch ganz schnell Patriotismus.
Und bei Patriotismus auf der Seite steht, dass es auch mit Nationalgefühl und
Nationalstolz verglichen werden kann. Ich glaube, Stolz ist ein ganz besonderes Gefühl.
Es geht weit über Freude hinaus. In meiner Wahrnehmung ist Stolz etwas,
wo man irgendwie das Gefühl hat, ich habe was gemacht und das ist geil oder toll.
So und natürlich habe ich auch einen Beitrag zu Deutschland, der ist aber,
sehr, sehr viel geringer als der Beitrag, den ich zu diesem Podcast oder zu
der Erziehung meiner Kinder habe,
also was habe ich denn zu Deutschland beigetragen echt wenig so,
also gibt es natürlich Leute, die haben zu Deutschland sehr viel beigetragen,
ich weiß nicht, ob jemand wie Helmut Kohl stolz auf Deutschland sein könnte oder so.
Irgendwer, der irgendwie sehr viel Zeit seines Lebens in die Gestaltung dieses
Landes gesteckt hat Aber ansonsten bin ich das nicht.
Und das ist aber was anderes, als sich darüber freuen, Deutscher zu sein.
Natürlich freue ich mich, Deutscher zu sein, weil das ein großes Privileg ist.
Es ist sehr leicht, in diesem Land gut zu leben.
Ich weiß, dass viele Menschen auch in diesem Land schlecht leben.
Aber wenn man in einem Land mit weniger Ressourcen, mit weniger Mitteln geboren
wird, dann ist es halt nicht so leicht, so ein angenehmes Leben zu haben.
Deswegen bin ich froh und dankbar. Das ist ein großes Privileg,
aber das hat nichts mit Stolz zu tun.
Also finde ich komisch. So und dann ist es halt so, dass Nationalstolz in anderen
Ländern einen ganz anderen Stellenwert hat als in Deutschland.
In Deutschland ist es ja doch so, wer mit breiter Brust sagt,
ich bin stolz, Deutscher zu sein, der wird in die rechte Ecke geschoben.
Meiner Ansicht nach zu Recht, denn.
Wie maßt sich jemand an, zu sagen, ich bin stolz drauf, weil ich kann stolz
sein, diesen Podcast gemacht zu haben, weil ich ihn halt auch gemacht habe.
Wenn jemand anders sagt, ich bin stolz auf den Einschlafen-Podcast,
dann würde ich das so merkwürdig finden, weil du hast da nichts zu beigetragen.
Also ich weiß nicht, natürlich jede Hörerin, jeder Hörer trägt was zu diesem
Projekt bei und Und jede Hörerin, die mir eine Postkarte schickt und sich bei
mir bedankt trägt, was du diesem Projekt bei... Aber ich weiß nicht, seid ihr da stolz drauf?
Wahrscheinlich eher nicht. Das wäre schon eher komisch. Und wie soll es dann
nicht komisch sein, wenn jemand sagt, er ist stolz auf Deutschland?
Das ist merkwürdig. Aber in anderen Ländern ist das total normal.
In Schweden sind überall Nationalflaggen. In Deutschland gibt es natürlich auch
Deutschlandflaggen. Aber da ist man auch gleich wieder in der rechten Ecke.
In Amerika ist das noch mal viel schlimmer. Also in Schweden ist das ganz niedlich
mit den ganzen langen blau-gelben Fleckchen, die auch an den Häusern hängen
und so. Dänemark ja auch.
Und Frankreich ganz viel Nationalstolz. Und das ist irgendwie total akzeptiert.
In Deutschland ist das halt toleriert, aber nicht gut angesehen bei denen,
die da so ein bisschen...
Bin ich links, wenn ich sage Nationalstolz, das ist blöd?
Ich weiß es nicht, vielleicht, aber ich verstehe es halt einfach nicht.
Also von einer intellektuellen Sichtweise verstehe ich nicht,
wie man stolz darauf sein kann, wozu er nichts beigetragen hat.
Und deswegen gehe ich mit dem Wort Stolz sehr, sehr bewusst um.
Also ich sage meinen Kindern häufig, dass ich stolz bin auf sie und dass ich
mich sehr darüber freue, was aus ihnen wird. Und das ist natürlich so,
dass die einen noch viel größeren Beitrag dazu haben, wer sie sind,
als ich dazu beigetragen habe.
Aber da finde ich es passend und die freuen sich auch, wenn ich denen das sage. Glaube ich.
Kommt zumindest so an.
Aber bei anderen Sachen fällt es mir ganz schwer. Und wenn ich durch Amerika
fahre, die haben ja nicht nur süße, kleine, längliche Landesfleckchen irgendwie
an ihren Häusern hängen, so wie die Schweden das machen, das ist ja eher so Schmuck.
Sondern in Amerika gibt es halt sehr, sehr regelmäßig diese 70 Quadratmeter großen Flaggen.
Also diese riesengroßen Flaggen, die also größer sind als ein Haus teilweise.
Und die hängen dann da mitten in der Wüste an irgendwem.
Und das ist schon also ich weiß nicht, Beflaggung, das ist schon sehr,
das ist schon ein Zeichen von Stolz auch, oder? Oder ist das nur ein Zeichen
von Freude? Ich weiß das nicht.
Zumindest ist Nationalstolz in anderen Ländern da durchaus sehr,
sehr Und da frage ich mich halt.
Sind wir Deutschen da so kritisch mit, weil es halt diese Geschichte gibt aus
dem Dritten Reich, wo Nationalstolz zu Faschismus geführt hat und Faschismus
war nun mal wirklich schlecht.
Also wir haben das Ausbruch über den Faschismus, war eine der schlechtesten
Ideen, die wir hätten haben können, so als Gesellschaft.
Es ist einer Katastrophe gemündet, ein Weltkrieg, ein Genozid, dem Holocaust.
Ja, das ist die Definition von nicht gut. Also Faschismus, nicht gut.
Kann man sich eigentlich relativ leicht merken.
Ich weiß nicht, warum das so viele heute wieder ausprobieren wollen.
Und Nationalstolz ist ja ein Teil davon. Also natürlich nicht jeder,
der Nationalstolz empfindet, ist auch gleich Faschist, das ist klar. Absolut nicht.
Aber es hat ja dahin geführt und deswegen finde ich Nationalstolz so gefährlich,
und ich glaube, dass es in anderen Ländern nicht so weit verbreitet,
weil die halt nicht so eine Geschichte haben wie Deutschland,
dabei könnten die ja auch aus der deutschen Geschichte lernen ich glaube,
sehr gebildete Menschen in anderen Ländern, die sich damit befasst,
haben, wie die Geschichte so hier gelaufen ist die sind auch weniger Nationalstolz
die haben auch mit dem Nationalstolz ein Problem,
so, worauf seid ihr denn eigentlich Stolz und habt ihr eine Haltung dazu?
Ist es euch wichtig, wie das Wort Stolz verwendet wird?
Ich glaube, da ist Haltung gefragt gegenüber diesem Begriff und ist ja auch völlig egal,
ob man den Begriff Nationalstolz positiv oder negativ oder überhaupt irgendwie
empfindet, sondern mir ist es halt wichtig zu überlegen, was bedeutet das jetzt,
diesen stolz zu empfinden, kann ich wirklich.
Berufe ich mich darauf irgendwie, ergibt sich daraus irgendein Anspruch?
Oder weiß ich nicht, hat das irgendwas mit Leistung zu tun? Das sollte man sich, glaube ich, fragen.
Gut, zehn Minuten geschwafelt über Stolz. Das war der Haltungsblog.
Ich mache mal eine Kapitelmark und es geht weiter mit dem eigentlichen Thema.
Denn ich wollte ja weiter erzählen von meiner USA-Reise.
Ich hatte in der letzten Episode erzählt, wie wir in Ansarborrigo angekommen sind.
Am ersten Tag sind wir angereist. Am zweiten Tag habe ich in der letzten Episode alles erzählt.
Sind wir zur Salton Sea runtergefahren, haben Bombay Beach besucht und Nachtfotos gemacht,
und sind dann am, das war Mittwoch hingefahren, Donnerstag war Bombay Beach
und am Freitag, da geht die Geschichte jetzt weiter.
Denn am Freitag sind wir wieder sehr früh aufgestanden, wir sind sowieso immer
früh aufgestanden, was aber, wenn man gerade in den USA angekommen ist,
gar nicht so schwierig ist, Man hat Jetlag und man wacht sowieso auf.
Auf der Hinreise hatte ich übrigens gar nicht so viel Jetlag.
Also ich habe einigermaßen gut geschlafen.
Ich war halt auch nach dieser Tortur mit der Hinreise so erschöpft,
dass ich einfach gut schlafen konnte.
Und ich glaube, ich hätte auch länger schlafen können. Aber ich bin schon ganz
dankbar, dass ich überhaupt bis 5 Uhr schlafen konnte.
Denn normalerweise, wenn ich rüberfliege, wache ich so um 2 Uhr auf.
Und ab 3 Uhr kann ich nicht mehr weiter schlafen. Also das ist so der Jetlag
auf der Hinreise, der immer ein bisschen schwierig ist.
Aber wie auch immer, wir haben uns verabredet, dass wir uns treffen.
Geschlafen haben wir in Borrego Springs. Wir in einem kleinen,
sehr gemütlichen Hotel.
Das Zimmer war unfassbar groß, also vergleichsweise günstig für amerikanische Hotels.
Naja, es gab sogar auf der Webseite von dem Hotel, wo wir waren,
thepalmsatindianhat.com slash
rooms, da gibt es alle Räume, die es dort gibt, kann man sich angucken.
Ich fahre, glaube ich, mit Johannes & Deluxe Queen 7.
Maximal vier Gäste, steht da auch 400 Square Feet.
Da kommt man rein ist erstmal in ein Wohnzimmer mit zwei Sesseln und einem Sofa und,
dann geht es irgendwie links ins Schlafzimmer, wo dann zwei Queen-Betten stehen
mit reichlich Platz und dann gibt es noch einen Umkleideraum und halt ein großes
Bad das ist wirklich luxuriös viel Platz,
wenn man denkt, dass man sonst irgendwie in Saint-Rosé zahlt man halt so 300
Dollar für eine Nacht in einem ganz normalen Hotelzimmer also nicht ein Apartment
mit irgendwie Wohnzimmer und Couch und so,
sondern in einem normalen Hotelzimmer erwarte ich ein Bett.
Dann so ein Sideboard, das man eben auch als Schreibtisch benutzen kann,
vielleicht sogar ein richtiges Brett nochmal als Schreibtisch und einen Stuhl,
und dann so eine ineinander verschränkte Waschnische irgendwie.
Also das, so kenne ich halt Hotelzimmer. Und ich war ja schon in vielen Hotels,
aber das ist halt so eine richtige, weiß ich nicht, das war ein Apartment eigentlich, was wir da hatten.
Deluxe war es auf jeden Fall. Deluxe Queen 7 oder Deluxe Queen 6.
Eins von den beiden war es, glaube ich.
Alles ist nicht mehr. Seht ihr das da? Da gibt es ein Bild.
Sieben. Wir waren in sieben. Sechs ist direkt daneben und genauso groß.
Wahrscheinlich genauso geschnitten. So, da sind wir also angekommen.
Am Donnerstagabend und am Freitag sind wir sehr früh aufgestanden.
Wir hatten uns verabredet an einer Statue.
Es gibt den Anza-Borrego National Park.
Und da gibt es Statuen. Ich weiß gar nicht, wie ich es besser beschreiben soll.
Nein, die sind jetzt nicht Statuen, sondern Skulpturen aus Metall,
aus Blech, rostige Dinger.
Die stehen einfach in der Wüste rum. Also Anza-Borrego ist ein State Park,
also kein National Park, sondern ein State Park vom Staat Kalifornien.
Und das ist halt Natur und Wüste, aber irgendwie auch Kunst.
Und da haben sie halt diese Kunstwerke gebaut. Ich weiß gar nicht, wer die gebaut hat.
Es ist wirklich, kann ich ja mal hier gucken. Under the Sun Foundation.
Supports Creative Space and Coaching Weiß ich nicht genau, was das ist.
Das ist halt eine Foundation, die das irgendwie betreibt. Und wer die aber gebaut
hat, weiß ich ehrlich gesagt nicht.
Mount Avery hat 130 Large-Scale Freestanding Metal Sculptures.
Was ist das? Weiß ich nicht. Es gibt da eine Organisation, die kümmert sich drum.
Also Metallskulpturen, die da einfach so in der Wüste rumstehen,
an so Feldwegen, weit verstreut.
Und dann kann man mit einer Karte
halt rausfinden, wo sind jetzt hier die Dinosaurier, wo ist der Drache.
Es gab einen Drachen. Wir hatten uns beim Drachen verabredet,
morgens zum Sonnenaufgang.
Und dann stellte sich raus, wir Johannes und ich waren zwar rechtzeitig wach
wegen Jetlag, aber trotzdem wieder später da als Russell, weil Russell einfach.
Wenn der Hummeln im Arsch hat, wie man hier in Norddeutschland sagt,
ich weiß nicht, sagt man das in ganz Deutschland, kennt ihr den Begriff,
Hummeln im Arsch haben, das ist, wenn man nicht still sitzen kann.
Klar, wenn ich Hummeln im Arsch hätte, dann könnte ich nicht still sitzen.
Aber es ist ein sehr schönes Sprichwort, das mag ich sehr gerne.
Also Russell hat häufig dann Hummeln im Arsch und muss los. Wenn er die Eingebung
hat, jetzt muss ich da sein, dann ja, bewegt er sich dahin und meistens fährt ihn jemand.
Er fährt auch noch selber, ja.
Aber häufig wird er gefahren. Genau, haben wir ihn da getroffen und haben uns
da erstmal die Skulpturen angeguckt.
Das war auch wieder Scouting, denn wir wollten auch da wieder abends Lichtmalerei machen, ohne Funken.
Das mit den Funken haben wir nur dort am Wasser gemacht, am Strand,
weil da einfach nichts brennen kann.
Ich glaube, im Anza-Borrego State Park wären wir damit negativ aufgefallen.
Also spätestens mit den Fotos wären wir sehr negativ aufgefallen.
Das ist da sicherlich strengstens verboten wegen Brandgefahr.
Es gibt da zwar keinen Wald, es ist halt Wüste, aber da stehen halt,
Kakteen und doch ganz viele Pflanzen und so einen Buschbrand will man da glaube
ich auch nicht haben. Also macht man halt einfach nicht irgendwie Feuermachen
im Nationalpark oder Statepark.
So, ähm, und verboten ist wahrscheinlich auch. Und...
Genau, da haben wir dann geguckt, wo wir dann abends Lichtmalerei machen,
dann natürlich nur mit LED-Lichtern und wir haben auch schon am Morgen in einige
der Skulpturen Licht reingelegt.
Wie gesagt wird es auch für diese Episode wieder ein Fotoalbum geben auf dem
ersten sieht man den Morning Glow hinter hohen Palmen das ist bei uns am Hotel,
und besonders schön war das wenn man reinzoomt sieht man irgendwo neben irgendeiner
dieser Palmen die Venus die stand da im Himmel und die haben wir am nächsten
Morgen nochmal schöner gesehen,
einfach ein kleiner Lichtschleck auf dem nächsten Bild ist es einfach nochmal
näher dran Welche von den Palmen ist denn das?
Seht doch ein anderer Blickwinkel. Ich weiß es nicht. Im ersten Bild sehe ich es gar nicht.
So, also stellt euch vor, man sieht Silhouetten von sehr hohen Palmen,
die nur oben ihre Palmenblätter haben.
Im Vordergrund ein bisschen Weg und dann am Horizont ist es halt leuchtend orange
und dann mit einem wunderschönen Farbverlauf über ein blasseres Orange hin zum
Hellblau und dann ganz oben im Bild Dunkelblau.
Genau, und auf dem nächsten Bild ist die Venus zu sehen.
Beim Drachen haben wir Silhouettenfotos gemacht. Der ist so ganz witzig,
weil das halt mehrere Skulpturen sind, die halt einen Drachen ergeben.
Dadurch wirkt der Drache sehr lang.
Die die Hälfte des Drachens ist aber unterirdisch, das heißt es ist so ein ganz
langer Wurm, wo der Kopf rausguckt und dann so ein Drachen Kopf hat mit langer
gespaltener Schlangenzunge und,
Notedornen und so ein Öhrchen, der ist wohl eher so Hörner,
und dann geht der Wurm unter die Erde kommt aber halt nach 10 wieder hoch macht
nochmal einen Bogen und dann nochmal weiter das ist ziemlich cool,
also das hat mir sehr gut gefallen die Skulptur.
Der Kopf ist noch so abgestützt. Ich habe da noch ein Foto mit ein bisschen mehr Licht.
Ja, auf jeden Fall absolut sehenswert. Sehr cool.
Ein bisschen weiter standen Skorpion und da waren dann die anderen schon am
Licht malen, weil es ja morgens auch dunkel genug und dann hat man einfach mal,
eine rote LED-Lampe in das Maul von dem Skorpion gelegt.
Sieht auch ganz lustig aus.
Auf den Fotos, wenn man dann so eine Silhouette Der Wetter hat von einem Riesenskorpion,
der Mund leuchtet rot und im Hintergrund sieht man halt die Morgenstimmung mit
Orange am Horizont und Farbverlauf über hellblau nach dunkelblau am Himmel.
Genau, sind wir weitergefahren zu den nächsten Skulpturen. Das waren dann die
Dinosaurier, wo wir dann auch abends tatsächlich Lichtmallerei machen wollten,
wo wir dann schon mal die Blickwinkel ausprobieren und Kompositionen ausprobieren wollten.
Weil das ist besser, wenn man das am Tage macht und man kann dann ja gucken,
wo ist denn die Milchstraße, wo wird sie denn sein, wie kann man sie denn hier
positionieren mit den Dinosauriern.
Und auf dem Weg, da haben wir noch einen sehr schönen Kaktus gesehen,
den ich dann auch noch fotografieren musste. Ich weiß nicht genau,
wie die Art heißt, aber, oder die Sorte, ich weiß gar nicht, wie es ist.
Und es sind aber so mit diesen ganz feinen Nadeln. Und wenn da die Sonne durchscheint,
ein ähnliches Foto habe ich auch gemacht.
Auf meiner Reise nach, in den Joshua Tree Nationalpark. Da stehen ganz viele von diesen Kakteen.
Und ja, wenn die dann auch blühen, das war schon sehr schön da.
Und das war einfach nur am Wegesrand. Da hat die Sonne so schön durchgeschehen,
da musste ich ein Foto machen.
Ja, und ich hatte die Kamera gerade in der Hand. Also ich hatte ja meine ZF dabei.
Und die meiste Zeit war diese Nikon ZF auf dem Gimbal.
Aber manchmal hatte ich sie eben auch nicht auf dem Gimbal. Und zu dem Zeitpunkt
hatte ich sie noch nicht auf dem Gimbal. Da konnte ich noch ein bisschen von über 4.
Mit dem 28mm Objektiv. Ich habe die kleinen Festbrennweiten Prime Lenses an
der ZF wieder für mich entdeckt.
Ich habe ganz lange am liebsten mit meinem 24-120mm f4-zoomobjektiv gearbeitet,
weil es eine super gute Qualität hat und so vielseitig ist. Das kann einfach immer drauf sein.
Es ist halt nicht besonders schnell mit f4. Also man braucht ein bisschen mehr
Licht und in dunklen Situationen ist es ein bisschen schwieriger.
Aber das ist eigentlich toll. Aber es ist halt auch groß und gerade an der ZF
will man eigentlich eher kleine Linsen haben. Und meine aktuelle Lieblingslinse
ist tatsächlich dann mal wieder die 40mm f2.
Die war zum Filmen aber schwieriger, deswegen hatte ich hier jetzt schon die 28mm f2,8 drauf.
Und das sind ganz kleine Festbrennweiten, relativ einfach gebaut,
leicht und auch relativ kostengünstig.
Ich glaube, die kosten gar nicht so viel, diese Objektive.
Weiß ich jetzt aber gar nicht. Bevor ich hier Mist erziehe, sollte ich vielleicht mal eben gucken,
was kostet denn bei dem Händler meines Vertrauens das Nikkor 28mm F2,8Z Objektiv.
Das gibt es in zwei Varianten. Ich habe das als Sonderedition.
250,90 Euro kostet so ein Objektiv. Klingt erstmal viel Geld,
ohne Sonderedition, also in dem neuen Look, das unterscheidet sich nur im Gehäuse.
Kostet 209,99 Euro aktuell.
Und das meine ich mit günstig, dieses 120 Euro.
24 bis 120, das ist halt richtig toll, kostet aber halt neu,
wo ist es, da 919 Euro, ist auch gerade im Angebot, 200 Euro günstiger.
Ja, und gute Objektive kosten halt viel Geld, aber wenn man sich von der Festplatte
so eine kleine entscheidet, kann man auch mit weniger Geld, das ist natürlich
immer noch viel Geld, 200 Euro, aber kann man auch tolle Sachen erreichen.
Jetzt müsste ich nur noch mal eben wissen, was kostet denn Nikkor Z40 mm,
mein Lieblingsobjektiv F2, 199 Euro.
Oh, super.
Ein Arbeitskollege von mir hat sich gerade ein Nikon ZF gekauft und nur dieses
Objektiv, nur das 40mm F2 fest drin weiter, hat halt keinen Zoom,
man muss halt mit den Füßen zoomen, aber ich kann es irgendwie nachvollziehen.
Das ist irgendwie total cool, sich da einzuschränken und dann aber aus dieser
Einschränkung Kreativität zu nehmen.
Weil wenn man so einen Zoom von 24 bis 120 Millimeter hat, dafür lebt man schon
wieder Kreativität, weil da, wo man steht, kommt man halt nah genug an.
Das ist irgendwie ein bisschen langweiliger als, wo muss ich denn jetzt stehen,
um das zu fotografieren, was ich eigentlich fotografieren möchte.
Einige Sachen gehen dann natürlich auch nicht. Näher rangehen ist nicht das
gleiche wie Zoom, vollkommen klar.
Wegen der Kompression des Hintergrunds und so. Aber ich finde es gut.
Na, jetzt bin ich ein bisschen abgeschweift. Eigentlich sage ich immer abgeschwiffen,
aber das ist ja falsch. Ich will ja auch richtig reden.
Wir waren dann quasi nach Sonnenaufgang.
Was macht das gewesen sein? 8.20 Uhr, sagt die Uhrzeit. Waren wir bei den.
Dinosauriern. Haben da ein bisschen fotografiert. Die ganze Gruppe war wieder da.
Ein Foto habe ich auch dabei, wo Alice im Wunderland gerade hinterm Dinosaurier längs hoppelt.
Die hat so ein ganz lustiges Reel gemacht, wie sie zur Max gelaufen ist und
hat halt überall, wo sie Zwischenstops gemacht hat,
diese Alice im Wunderland, ich habe sie zur Max Sequenz aufgenommen und dann
zusammengeschnitten. Das war sehr lustig.
Genau, und dann sind wir Frühstücken gefahren. Das war auch sehr gut.
Wie hieß das noch? In Borrego Springs gibt es, glaube ich, gar nicht so viel
an Frühstücksgelegenheiten.
Das war da irgendwo direkt an dem großen Kreise. Es gibt einen großen Kreise
und dann gibt es da Frühstück. Wo finde ich denn hier?
Breakfast. Wenn ich auf der Karte nach Breakfast suche, dann Wreckt Red Okotillo.
Okotillo ist, glaube ich, ein Pflanzer, ne? Eine Plume? Oder was ist denn ein
Okotillo? Weiß ich nicht.
Genau, Red Okotillo. Da kann man sehr gut frühstücken.
Haben uns uns gut gehen lassen und sind dann weitergefahren.
An dem Tag hat einfach nur Russell den Fremdenführer gespielt.
Als erstes sind wir zum Rose Point, glaube ich. War das Rose Point?
Ich glaube, nee, Fonts Point. Fonts Point heißt der, genau.
Das ist so ein, naja, Gipfel ist es eigentlich nicht, aber so ein Aussichtspunkt.
Und von diesem Aussichtspunkt kann man auf den Anza-Borrego-State-Park,
also auf einen Teil davon schauen.
Und das ist ziemlich beeindruckend, das von oben zu sehen. Aber wir sind dann
auch später noch da reingegangen.
Also es gibt da Fotos, die ihr euch anschauen könnt. Wenn ihr aber gerade einschlaft,
beschreibe ich das gerne im Detail. Der Himmel ist blau mit einem leichten Farbverlauf
zum hellblauen am Horizont.
Und da sieht man auch ganz am Horizont ganz schmal die Salton Sea,
also den großen See, wo wir am Tag vorher waren.
Und davor aber ist eine sehr zerklüftete Wüste.
Das sieht aus wie Canyons, also Gesteinsformationen.
Alles ist matschig braun, zerklüftet und es sieht so aus, als sei das da irgendwie
so runtergesackt, ein Abhang runtergesackt und ein unfassbarer Ausblick.
Nach rechts war es so ein bisschen weicher, welliger und nach links war es aber
so richtig fein zerfurcht und wunderschön.
Das Ding ist, das ist aber nicht Gestein, also nicht wirklich,
sondern es ist eigentlich nur Matsch, also getrockneter, nasser Sand sozusagen
und nicht festes Gestein.
Das heißt, wenn da ein Erdbeben kommt, dann verändert sich das irgendwie ständig
und es gibt dort ja durchaus auch Erdbeben.
Und super beeindruckend, also eine Szenerie, wie ich sie auch noch nie gesehen
habe, vor allem noch nicht aus Sonaren.
Wahnsinn. Genau, da haben wir ein bisschen rumgehangen, ein paar Fotos gemacht.
Christina war nicht mehr Alice in Wonderland, sondern hatte ein anderes Kleid an.
Und haben da so ein bisschen verschiedene Gruppenfotos gemacht und den Ausblick
genossen. Aber gar nicht mehr so viel.
Im Wesentlichen sind wir dann mit dem Auto hingefahren. Das war keine großartige Wanderung.
Das heißt dann immer so Trailhead und so, aber der Trail ist dann nur 300 Meter lang.
Ja genau, dann sind wir runtergefahren Slot Canyon hieß der dann da heißen die
wahrscheinlich alle aber wenn man dann nach Slot Canyon sucht in der Nähe von
Anza Borrego, dann findet man wahrscheinlich nur genau den,
Slot Canyon Trail Kalifornia ähm.
78, genau, der war das. Also unterhalb von Fonts Point kann man dann auf so
einem Parkplatz stehen und dann quasi direkt in so einen Canyon reinsteigen.
Also der Abstieg war tatsächlich ein bisschen schwierig.
Und dann war man aber in diesen Canyons drin.
Und dann ist da unten ein Weg, wo man längst gehen kann, auf festem Matsch.
Also es ist da auch nicht nass oder so.
Das ist halt tatsächlich sehr trockene Wüste. und man geht dann durch diese
Klüfte und rechts und links gehen dann so sehr interessant aussehende Matschstrukturen hoch.
Durchaus so 4-5 Meter, also es ist jetzt nicht unfassbar tief dieser Canyon,
es ist auch hell genug da unten drin.
Auf den Fotos, die ich hier habe, sieht es teilweise so aus,
als sei es mega dunkel da unten und ganz hell oben.
Das ist aber nur dieser Dynamikunterschied, den ich da eingefangen habe.
Und man konnte da unten sehr gut gucken. Also man brauchte zwar oben eine Sonnenbrille
und unten nicht, aber ansonsten war das ganz okay.
Und diese Strukturen, diese manchmal weich geschliffenen, manchmal ganz harten,
bröckeligen, nicht Gesteinsschichten, sondern Matsch, so Kleckerburgen.
Ich weiß nicht, ich war früher mit meiner Familie häufiger am Strand,
weil meine Eltern gerne Strandurlaub gemacht haben.
Mein Papa lag den ganzen Tag unterm Sonnenschirm und hat Jerry Cotton Bücher gelesen.
Meine Mutter hat auch viel gelesen, glaube ich. Und wir Jungs,
ich habe ja zwei Brüder, haben halt abwechselnd gebadet, haben nach irgendwie
ein bisschen Geld gequengelt, damit wir uns ein Eis kaufen konnten.
Oder auch gelesen. Oder eben am Strand einfach gespiegelt.
Und die Kleckerburgen bauen, das fand ich immer gut. Da nimmt man sich halt
Sand, also möglichst feinen Sand, macht den nass, macht halt Matsch.
Aber sehr dünnen, flüssigen Matsch und kleckert dann so und dann kann man quasi,
wenn der Matsch dann schnell trocknet, kann man daraus Skulpturen bauen.
Eben eine Kleckerburg. So haben wir das zumindest genannt. Ich weiß gar nicht,
ob das ein offizieller Begriff ist.
Und der Slot Canyon, also der ganze Anso-Borrego-Nationalpark ist so eine riesen Kleckerlandschaft.
Das ist wirklich toll. Also das war ein Wahnsinnserlebnis, da durchzustiefeln.
Falls ihr mir auf Instagram folgt, da habe ich ja auch Videos gepostet.
Das war ja auch Teil meines Jobs für die Woche, da Videos zu posten.
Und ich habe auch dort Videos aufgenommen und dann dort gepostet.
Die findet man, wenn man auf mein Profil geht, instagram.com slash Tobi Bayer.
Tobi mit Y und Bayer mit A-I.
Dabei mache ich gar nicht so viel mit A-I, aber mein Name wird mit A-I geschrieben.
Und da findet ihr, wenn ihr ein bisschen runterscrollt, so lauter Reels,
die mit einem roten Rahmen versehen, also eine rote Startlandschaft und das sind die,
Videos, die ich da gepostet habe. Auf LinkedIn findet ihr auch,
wenn ihr lieber auf LinkedIn sein wollt, als auf Instagram.
Ich finde ehrlich gesagt beide Plattformen ziemlich unangenehm,
weil es am Ende doch alles nur Werbung ist.
Auf Instagram ist es Werbung für Leute, die dort Instagram bezahlen und auf
LinkedIn ist im Wesentlichen Werbung für die Leute, die dort sind.
Also es ist irgendwie alles so.
Ja, ich weiß nicht. Ich bin da nicht so richtig gerne.
Aber Teil meines Jobs. Hey, was soll's.
Genau. So, Slot Canyon. Der war ziemlich cool.
Danach sind wir zurückgefahren ins Hotel.
Ein bisschen Nachmittagsschlaf gemacht. Und sind dann in der Abendstimmung wieder
rausgefahren zu den Dinosauriern.
Also die Dinosaurier waren von dem Hotel irgendwie so 10 Minuten entfernt oder
so. Slot Canyon und dieser Point, jetzt habe ich schon wieder vergessen,
wie der Point hieß, ich habe eben gerade gesagt, wie hieß der Point?
Fond. Könnte ich mir auch mal merken. Es gibt doch von meinem Arbeitgeber Fond als Produkt.
Also, ja, Fondspoll. Da waren wir.
Genau, abends dann wieder die 10 Minuten rausgefahren. Irgendwo haben wir wahrscheinlich
auch was gegessen. Ich weiß aber gar nicht mehr was.
Wahrscheinlich mexikanisch. Gibt es da viel und ist auch lecker.
Ja, genau. Und dann haben wir Nachtfotos gemacht. Wie gesagt,
diesmal dann ohne Feuer.
Sondern nur mit LEDs und dann haben wir die halt teilweise in dem Mund positioniert
von dem von einem Dino oder mit einem Laserpointer.
Mit einem sehr hellen Laserpointer kann man auch auf ein Auge malen.
Also eins der Bilder, das erste von dem Abend, was ihr seht,
ist einfach nur die schmale Mondsichel über dem Horizont. das ist quasi dann
über den Bergen da wo wir am nächsten Tag rüber gefahren sind schon mal Spoiler,
und dann das nächste Bild ist halt ein Dino mit einem leuchtend roten Auge und
das ist einfach nur mit einem Laserpointer Laserpointer drauf gehalten und dann,
ist das ja eine Langzeitbelichtung,
das hier habe ich mit dem Handy gemacht, mit der Indigo App auch von Adobe,
kann man sagen, ich belichte jetzt einfach mal 50 Sekunden das ist ja gar nicht lang.
Glaube ich gar nicht, dass ich da nur eine 50. Sekunde belichtet habe.
Na, kann sein. Mit F1,8 und ISO 800 kann das sein, dass es wirklich nur eine 50. ist.
Aber ja, das sieht halt schick aus, wenn man dann so einen roten Fleck auf dem Auge hat.
Man kann den natürlich auch noch bewegen, dann kann man noch was malen.
So, aber gemalt haben wir dann im nächsten Bild.
Der Dino ist von unten rot angestrahlt und dann hat,
habe ich wieder mit der Nikon fotografiert, Shutter Speed 13 Sekunden,
also eine 13 Sekunden lange Belichtung, damit das nicht zu hell wird,
muss ich dann auch abblenden, F10.
Ach, guck mal, und ich hatte die Ultraweitlinse noch dabei, 14 bis 30 mm, genau, 14 mm.
Die hatte ich auch noch mit dabei, das ist gar nicht eine Prime-Lens,
mit der ich das hier gemacht habe. Interessant.
Genau, nee, stimmt, ich wollte ja auch die Milchstraße fotografieren und dafür
braucht man eine möglichst kurze Brennweite, also einen ganzen dollen Weitwinkel,
so einen Ultraweitwinkel, damit möglichst viel von der Milchstraße drauf passt. sehr schwierig.
Ich finde Ultraweitwinkelfotografie äußerst schwierig, weil man halt so einen
ganz weiten Blickwinkel hat.
Also nochmal ganz kurz, die Brennweite vom Objektiv bestimmt ja,
wie weit der Blickwinkel ist.
Und Blickwinkel könnt ihr euch vorstellen, wenn ihr eure Hände in einem Winkel
vor euer Gesicht haltet.
Ein schmaler Blickwinkel ist, wenn man die Hände nah zusammen nimmt und dann
durchguckt und dann sieht man halt einen ganz schmalen Ausschnitt und das ist
quasi eine lange Brennweite, ein Tele oder halt Zoom, sagt man dazu manchmal.
Zoom ja einfach nur, das bedeutet, dass man unterschiedliche Brennweiten hat.
Das Objektiv, was ich hier benutzt habe, hat einen sehr breiten Blickwinkel, 14 bis 30 Millimeter.
Das heißt, man kann fast irgendwie 180 Grad Blickwinkel, ich weiß gar nicht,
wie viel 14 Millimeter sind, ne 180 bestimmt nicht.
Aber man kann die Hände, die man gerade vor das Gesicht hat,
ganz weit auseinander alles mit drauf auf dem Foto.
Und das ist halt gut, wenn man einen breiten Hintergrund haben will.
Und das will ich ja, wenn ich viel von der.
Milchstraße mal drauf haben möchte. Wenn ich die Milchstraße mit einem Tele,
also mit einem langen Brennweite, also mit weit geschlossenen Händen fotografieren
würde, dann hätte ich nur einen ganz kleinen Ausschnitt von der Milchstraße.
So, aber wenn man eine kurze Brennweite hat, also ein Ultraweitwinkel,
dann ist halt das Objekt, was man fotografieren will, dann muss man sehr nah
dran, schwierig zu positionieren dann.
Die meisten Handys haben im Wesentlichen Weitwinkel, die sagen dann zwar,
hier ist ein Telezoom, aber die Brennweiten, die dann da Tele genannt werden,
die sind dann vielleicht irgendwie 80 oder 120 Millimeter.
Das ist noch kein langes Tele und die Normalbrennweite ist bei einem Handy dann meistens eher so,
weiß ich nicht 28 Millimeter umgerechnet oder so das liegt daran,
dass die Sensoren in den Handys halt einfach sehr sehr klein sind und die Linsen
natürlich auch nicht besonders groß gebaut werden können naja,
das heißt mit Handys kennt ihr euch dann schon mit weitermin Fotografie aus
Es sei denn, ihr sucht immer rein.
Aber bei den Handysystemen, ich weiß nicht, ich will jetzt gar nicht über Handyfotografie sprechen.
Kann man gut machen, ist aber schwierig und ist ein ganz anderes Thema.
Kann ich vielleicht mal eine Episode dazu machen, fotografieren mit dem Handy.
Könnte aber in Werbung ausatmen. Das habt ihr dann davon.
Beziehungsweise Werbung für meinen Arbeitgeber. Und ich versuche ja im Wesentlichen,
Werbung für andere Produkte zu machen, wo ich nicht direkt involviert bin.
Also ich bin ja kein Nikon-Ambassador.
Ich mag aber die Produkte sehr und benutze sie sehr gerne, deswegen mache ich
eine Werbung für Nikon und kriege nicht mal was dafür.
Schlimm, schlimm, schlimm.
Gut, also Weitwinkel und dann hat Daniel, Daniel Kessel, der Light-Artist,
Light-Crafter-Artist, ich weiß gar nicht, wie sein Instagram-Handle ist,
hat da wieder mit so Leuchtstäben halt Figuren in den Hintergrund gemalt.
Und mit dieser was hatte ich hier gesagt 13 Sekunden,
13 Sekunden Belichtung hatte er halt genug Zeit da rum zu gehen das nächste
Bild ist auch wieder 13 Sekunden und da hat Daniel die Leuchtstäbe halt hoch
und wieder runter gemacht und hat sich dann um.
Wie viel denn mal so eine Achtel Drehung gemacht kann ich das nicht erkennen
Ja, ich glaube, es ist eine Achteldrehung.
Und das ist dann die gleiche Bewegung nochmal, wieder eine Achteldrehung.
Und dadurch ist dann so ein zweifarbiges Ei entstanden, was dann unter dem Dinosaurier
liegt, was er wahrscheinlich gerade ausbrüten will. Dinosaurier-Ei.
Genau. Dann hatte er noch eine Peitsche mit so lauter Glasfasern sozusagen, wo rote LEDs drin waren.
Dann hatte er so eine Peitsche, die rote Lichtpunkte hatte. und die Peitsche
konnte er halt ganz lustig bewegen und dann haben wir quasi ein Feuer auf den
Boden gemalt, davon sind dann ein paar Bilder,
kann die Lichtpeitsche natürlich auch nach oben werfen, da bin ich dann hochgesprungen,
um möglichst das Feuer auch bis zum Maul vom Dino hoch zu bekommen,
um halt Feuer dahin zu malen.
Aber auch einfach Dinosilhouette vor der Milchstraße, wahnsinnig gutes Objekt,
finde ich einfach immer toll, kann man immer machen.
Habe ich dann auch noch Langzeitbelichtung, wo teilweise meine Arbeitskollegen
mit drauf sind, weil sie da einfach am Weg waren.
Aber ich mochte den Blick mit Borrego Springs im Hintergrund,
ein paar Dorflichter im Hintergrund.
Und dann mein Lieblingsbild von dem Tag mit dem wunderbaren Feil der MTZF 71
71 NEF. Jetzt sollte ich einmal richtiger Titel verteilen.
Das hatte ich auch auf Instagram und zumindest auf Pixelfed gepostet und auch
schon im Realitätsvergleich besprochen.
Und das ist eben halt einer von diesen Dinosauriern. Aus irgendeinem Grund ist
auf seinem Kopf ein bisschen grün, weiß aber nicht, wo dieses grüne Licht herkommt.
Auf dem Boden ist auf jeden Fall die rote Feuerpeitsche,
und am Himmel sind sehr, sehr viele Sterne und links am Bildrand auf halber
Höhe, also kurz über dem sehr hellen Horizont, da ist tatsächlich ein Komet.
Und ich wusste, dass der Komet da ist. Man konnte ihn mit bloßem Auge aber nicht sehen.
Und ich habe mir nicht richtig viel Mühe gegeben, den Komet richtig zu positionieren.
Ich habe nur gehofft, dass auf irgendeinem von meinen Fotos dieser Komet mit
drauf ist. Und ja, da ist er.
Der hat auch einen Namen. Ich habe den Namen allerdings vergessen.
Es war aber auch am 24. Oktober 2025 nur ein Komet so klar am Himmel zu sehen.
Das könnte ich natürlich nachgucken, wie der hieß.
Aber ich fand so Dinosaurier und Komet und Feuer auf einem Foto.
Was willst du mehr? Einfach sehr, sehr gut.
Genau. Dann gibt es noch irgendwie ein Bild, wo zwei Dinos und die Milchstraße drauf sind.
Leider dann ein weiteres, wo wir die Dinos noch angeblitzt haben,
damit die ein bisschen heller sind.
Aber im Hintergrund sind, die könnte ich ja vielleicht nach oben wegmachen,
das sind Flugzeuge. Und das sieht nicht so gut aus.
Kann ich nochmal eben wegstempeln. Zack.
Das ist aber schwierig zu stempeln.
Naja. Live Editing in Lightroom mit Tobi Beyer.
Und ihr hört, wie ich ganz vorsichtig diesen Mauszeiger über diese blöde Lichtspur
von dem Flugzeug rüberziehe. Ergiss sie.
Ja, manchmal lasse ich sie drin, aber wenn sie die Komposition beschädigen, nehme ich sie halt raus.
Diese Lichtspuren auf dem letzten Bild. Vielleicht findet ihr die Stelle, die ich gepatcht habe.
Ja, genau. Und das war.
Tag 3 sozusagen in Ansa Borrego das war der Freitag, richtig?
Mittwoch flug, Donnerstag, Thornton See, Freitag, Anza-Borrego.
Genau, und da haben wir zwei Nächte gepennt.
Es war, Anza-Borrego ist einfach ein total nettes, verschlafenes Städtchen. Echt nicht viel los.
Also Borrego Springs heißt das Städtchen. Anza-Borrego ist der State Park.
Total angenehm. Und alles so einerseits ein bisschen bieder,
so wie eine Kleinstadt auch in Deutschland ist.
Also Kagensau ist auch ziemlich bieder, ist aber nicht schlimm, es ist halt so.
Und aber dabei so heimelig und kuschelig. Das mochte ich sehr gerne.
Vielleicht lag es aber auch in der Gruppe, mit der ich da war.
Es waren einfach tolle Menschen.
Ich habe sehr viel Spaß gehabt, sehr viel gelernt, ganz viel Inspiration mitgenommen,
und ein paar neue Kontakte geknüpft. Ach, das war einfach,
wirklich toll.
Ja, so und dann sind wir, glaube ich, am nächsten Tag, am Samstag,
genau, sind wir sehr früh aufgestanden,
kann ich eigentlich auch noch ein paar Bilder mit ins Album legen,
sehr früh aufgestanden und nach Los Angeles zurückgefahren.
Und da erzähle ich dann nächstes Mal weiter. Ich habe aber die letzten Bilder
von dieser Abreise aus Borrego Springs.
Das sind eigentlich nochmal die gleichen wie am Tag vorher.
Also auch wieder Sonnenaufgang, Stimmung, also ganz früh morgens Stimmung mit
Silhouetten und der Venus.
Aber in diesem Fall hat die Venus,
quasi noch viel schöner zwischen den Palmen durchgeguckt und war dann auch auf
der Fahrt aus Orego Springs raus.
Da sind wir dann nicht über das Holtensee gefahren, sondern quasi über die Berge rüber.
Und da war dann, ja, die hat die Venus uns quasi den Weg geleitet und stand
immer so da am Horizont über dieser leuchtend roten Morgenstimmung.
Es war einfach grandios schön.
Sobald wir dann über die Berge rüber waren, kam wieder langweiliges Midlands.
Sonst, also da macht man einfach ganz viel Strecke durch so Kleinstädte und
die sind dann auch irgendwie nicht mehr so, das weiß ich nicht,
das ist dann so Copy-Paste, habe ich immer den Eindruck.
Und dann kommt natürlich Los Angeles, Los Angeles, Los Angeles,
einfach eine unfassbar große Stadt, durch die man sich dann durchwälzen muss,
um nach Downtown LA zu kommen, wo wir dann unser Hotel bezogen haben.
Das Lustigste, was dann am Samstag noch passiert ist, also wir waren halt morgens
um 9 oder 10 in LA und wir mussten dann noch das Klavier abholen,
weil wir am Dienstagabend einen Auftritt hatten.
Ich hatte ja meinen Bass mitgenommen, meinen Reisebass. Ich habe einen ganz
kleinen Tiny Boy Reisebass gekauft und einer der Fotografen,
die bei Russells Pre-Conference gearbeitet haben,
der ist Pianist Rob De Winter aus den Niederlanden und ein,
weiterer Fotograf, der auch beigetragen hat zu Russells Pre-Conference ist Aaron,
ich habe seinen Nachnamen gerade nicht und Aaron ist Tänzer und irgendwie hatte.
Er hat es bei Russell Klick gemacht und gesagt, oh, wir müssen irgendwie mit
Musik und Balletttanz irgendwie was machen.
Da habe ich gesagt, ja klar, ich spiele Bass, dann kann ich ja das Klavier begleiten.
Und sind wir an dem Samstag Mittag um eins zu einem Musikinstrumentenverleih gefahren in L.A.
Gibt es natürlich ganz viele, weil das Spielen hat viele Leute Musik.
Und wenn man die eigenen Instrumente nicht dabei hat, muss man sich was leihen. Dieser Laden hat.
War auf Schlagzeug fokussiert, aber hatte eben auch ein Keyboard und da sind
wir hingefahren, um das Keyboard abzuholen.
Dann sitzt da der Typ in seiner Lagerhalle, also gar nicht ein Ladengeschäft,
wo man Sachen ausprobieren kann, sondern einfach eine große Lagerhalle,
sitzt auf einem Hocker mit einem Bass und spielt auf einem MPEG-Bassverstärker.
Und ich komme rein, gucke mich einfach, hey, spielst du Bass?
Ich so, ja, und ich wollte eigentlich fragen, ob du noch einen Bassverstärker
hast, den du mit in die Laie geben kannst.
Ja, ich habe hier gerade einen Bassverstärker aus einer Laie zurückbekommen,
ich muss testen, ob der geht, aber ich weiß gar nicht, wie man Bass spielt.
Kannst du mir eben testen?
Habe ich da den Bassverstärker getestet.
Das war dann nicht der Richtige. Er hatte aber noch einen ganz kleinen Glockenklang.
Eigentlich wollte ich einen Vorverstärker haben, er hatte aber keinen separaten Vorverstärker.
Der Glockenklang hatte aber einen guten Vorverstärker-Ausgang und den konnte ich dann mit ausleihen.
Dann haben wir ein riesiges E-Piano Keyboard und ein Ständer für das Keyboard
und ein Hocker für das Keyboard und den Bassverstärker durch Los Angeles gefahren zum Wareneingang.
Ich war schon wieder mit dem Auto auf einem Konferenz Konferenzcenter auf einer
Messehalle sozusagen und ist sogar beinahe reingefahren mit dem F-150,
aber das wollten sie dann doch lieber nicht.
Dann haben wir es da ausgeladen und Rob musste sein Keyboard durch die Messehallen da schleppen.
Genau, aber soviel zum Vorgeplänke. In der nächsten Episode erzähle ich euch
dann noch was über die Pre-Conference-Workshop und über die Macs,
was ich da so erlebt habe.
Und dann bin ich ja nach der Max auch noch übers Wochenende in L.A.
Geblieben und habe da noch ein bisschen was gemacht. Mal gucken,
wie schnell ich dann dadurch komme.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich aus diesen zwei Wochen USA vier Episoden bekomme,
aber ich habe das Gefühl, es werden vier und nicht drei.
Aber so ist es dann halt.
Denn ich bin jetzt hier bei über 50 Minuten und muss jetzt mal zum Vorlesen kommen.
So und Rilke, dieser Episode, das kleine Gedicht, der Rilke sag ich immer,
das Gedicht von Rainer Maria Rilke für diese Episode ist Vorgefühl, heißt Vorgefühl.
Ich bin wie eine Fahne von Fernen umgeben.
Ich ahne die Winde, die kommen und muss sie leben, während die Dinge unten sich noch nicht rühren.
Die Türen schließen noch sanft und in den Kaminen ist Stille.
Die Fenster zittern noch nicht und der Staub ist noch schwer.
Da weiß ich die Stürme schon und bin erregt wie das Meer und breite mich aus
und falle in mich hinein und werfe mich ab und bin ganz allein in dem großen Sturm.
Ich weiß ja nicht, wie es euch geht. Endlich gehört das an Haltungsblock.
Aber ich bin doch immer versucht, in dieser Cyber Week oder Black Friday und
so, dann so Dinge zu kaufen, die ich eigentlich nicht wirklich brauche,
aber die ich dann doch gerne hätte und die dann irgendwie günstiger sind.
Und ein neuer Kindle ist da irgendwie schon länger auf meiner Liste.
Und ich bin dann immer ganz tapfer und sage, nee, noch ist er nicht ganz kaputt,
der Kindle. Die Batterie hält zwar nicht so lange, die ich habe.
Und er ist langsam. Das merke ich halt immer, wenn ich dann jetzt hier so eine
Notiz machen möchte am Ende, wenn ich was vorgelesen habe, merke ich halt,
boah, ist das langsam und das nervt mich dann immer und da hätte ich gerne einen schnelleren,
neueren Kindle, der ja ganz schnell sein soll.
Aber ich habe es wieder geschafft, mir keinen neuen Kindle zu kaufen,
weil es einfach Ressourcenverschwendung wäre und man jetzt hier noch gut läuft
und eine tübsche Hülle habe ich auch wie so eine schicke,
Kindle-Klapphülle, sodass, wenn man es zuklappt, ist es zu, all aus.
Jetzt wollte ich es gar nicht ausmachen.
Aber wenn man es aufklappt, dann wird es auch gleich quasi fürs Entsperren vorbereitet.
Eigentlich bin ich glücklich mit dem Kindle. Er ist ja nur ein bisschen langsamer.
Es ist ja nicht so schlimm.
Kommen wir zu Herrn Goethe. Wolfgang Vomm ist auf seiner italienischen Reise in Rom.
Und der nächste Eintrag ist den 7. November bei Position 1882, 23 Prozent.
Augen zu und zugehört.
Tischbeins Talente sowie seine Vorsätze und Kunstabsichten lerne ich nun immer
mehr kennen und schätzen.
Er legt mir seine Zeichnungen und Skizzen vor.
Wer ist denn eigentlich Tischbein? Kenne ich den schon?
Hat er den schon vorgestellt?
Bin ich im richtigen Buch? Ich bin gerade total verwirrt.
Ja, müsste sein.
Herr Tischbein.
Komisch. Sagt mir gerade gar nichts. Entschuldigung, ich bin gerade total abgelenkt.
Ich lese weiter vor.
Er legte mir seine Zeichnungen und Skizzen vor, welche sehr viel Gutes geben
und verkünden. Durch den Aufenthalt bei Bodmer sind seine Gedanken auf die ersten
Zeiten des menschlichen Geschlechts geführt worden.
Da, wo es sich auf die Erde gesetzt fand und die Aufgabe lösen sollte, Herr der Welt zu werden.
Tischbein, Selbstbildniszeichnung. Ah, hier ist ein Bild von ihm.
Ein Selbstbildnis. Ja, ein Typ halt.
Keine Ahnung, wer das ist. Herr Tischbein. Als geistreiche Einleitung zu dem
Ganzen bestrebte er sich, das hohe Alter der Welt sinnlich darzustellen.
Berge mit herrlichen Wäldern bewachsen, Schluchten von Wasserbächen ausgerissen,
ausgebrannte Vulkane kaum noch leise dampfend.
Im Vordergrund ein mächtiger, in der Erde übrig gebliebener Stock eines vierjährigen
Eichenbaums, an dessen halb entblößten Wurzeln ein Hirsch die Stärke seines
Geweihs versucht, so gut gedacht als lieblich ausgeführt.
Dann hat er auf einem höchst merkwürdigen Blatte den Mann zugleich als Pferdebändiger
und allen Tieren der Erde, der Luft und des Wassers, wo nicht an Stärke,
doch an List überlegen dargestellt.
Die Komposition ist außerordentlich schön, als Ölbild müsste es eine große Wirkung tun.
Eine Zeichnung davon müssen wir notwendig in Weimar besitzen.
So dann denkt er an eine Versammlung der alten, weisen und geprüften Männer,
wo er Gelegenheit nehmen wird, wirkliche Gestalten darzustellen.
Mit dem größten Enthusiasmus aber skizziert er an einer Schlacht,
wo sich zwei Parteien Reiterei wechselseitig mit gleicher Wut angreifen,
und zwar an einer Stelle, wo eine ungeheure Felsschlucht sie trennt,
über welche das Pferd nur mit größter Anstrengung hinübersetzen kann.
An Verteidigung ist hier nicht zu denken.
Kühner Angriff, wilder Entschluss, Gelingen oder Sturz in den Abgrund.
Dieses Bild wird ihm Gelegenheit geben, die Kenntnisse, die er von dem Pferde,
dessen Bau und Bewegung besitzt, auf eine sehr bedeutende Weise zu entfalten.
Diese Bilder so dann und eine Reihe von folgenden und eingeschalteten wünscht
er sich durch einige Gedichte zu verknüpfen,
welche dem Dargestellten zur Erklärung dienen und denen er dagegen wieder durch
bestimmte Gestalten, Körper und Reiz verliehe.
Der Gedanke ist schön, nur muss man freilich mehrere Jahre zusammen sein,
um ein solches Werk auszuführen.
Gut, dann mache ich mir wieder eine Notiz. Episode 588.
Und klappt das Buch zu. Ich wünsche euch allen eine gute Nacht,
ausreichend viel Schlaf.
Und wir hören uns wieder in zwei Wochen ohne Haltungsvlog, wo ich dann den Bericht aus L.A.
Fortführe. In diesem Sinne, ich habe euch alle lieb und bis bald.
Gute Nacht. Vielen Dank.