EP 363 ~ Gesellschaftsbild und Müdigkeit

Politik ist ein schwieriges Thema, erst recht zum Einschlafen. Aber die Wahlergebnisse des vergangenen Sonntags sind es, die mich im Moment am meisten bewegen. Was macht man aus sowas? Ich glaube, wir sollten erkennen, dass wir es in der Vergangenheit nicht geschafft haben, die Gesellschaft in ihrer Selbstsicherkeit derart zu stärken, dass sie mit einer Situation wie dieser gut zurecht kommt. Was können wir also tun, um uns als Gesellschaft klar zu machen, dass wir das natürlich schaffen können und sollten? Außerdem geht es um Müdigkeit. Müde bin ich, geh zur Ruh. Gute Nacht!
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EP 363 ~ Gesellschaftsbild und Müdigkeit - Episodenbild

Begrüßung

00:00:00

Einschlafen Podcast 362.

Wahlen, AfD und Flüchtlinge

00:01:27

Am 13.03.2016 wurde in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt gewählt — Toby war schockiert — Alternative für Deutschland (AfD) (Die AfD hat über 24% der Stimmen in Sachsen-Anhalt bekommen — Auch in den beiden anderen Bundesländern ist sie in die jeweiligen Landtage eingezogen)  — Horst Seehofer — Angela Merkel — Wirtschaftsflüchtling.

Müdigkeit, Sushi und Bäume

00:15:10

Mögliche Ursache ist fehlende Bewegung — Tobys neuer Volvo V40 — Toby gähnt — Henssler at Home (Steffen Henssler)  — Sushi Factory — Wasabi — Toby hat am Wochenende Bäume gefällt — Toby gähnt — Die Siedler von Catan — Make'n'Break — Desloratadin — Toby gähnt — "Nicht nur das Böse bekämpfen sondern das Gute finden." (Toby) — Toby gähnt — Bigpoint — Yoga — Toby gähnt.

Rilke der Woche: "Als du mich einst gefunden hast"

00:35:05

((Text)) .

Der kleine Prinz

00:35:55

(Kapitel 25f.)  — Toby gähnt.

Verabschiedung

00:41:23

"Ich hab' euch alle lieb, bis zum nächsten mal. Gute Nacht." (Toby).

4 Gedanken zu „EP 363 ~ Gesellschaftsbild und Müdigkeit

  1. Thomas

    Die Erzählungen zur Arbeit und dem Mittagsschlaf etc. bringt mich wieder auf eine Idee bzw. eine Frage: Kennt jemand Blogs oder Foren, wo Menschen ihren Tagesablauf darstellen?
    Finde das total interessant – so Eigenheiten wie z.B. Yoga-Matten für das Mittagsschläfchen auf der Arbeit.

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  2. Clemens

    Lieber Toby …

    … es wird Dir nicht gefallen, aber ich möchte trotzdem aus aktuellem Anlass kurz von meiner Geburtsstadt – auf den Begriff »Heimatstadt« verzichte ich bewusst, ich bin selbst ein Kind von »Wirtschaftsflüchtlingen«, meine Eltern haben ihre Heimat in den 60igern (ca. 35 km entfernt) verlassen, hier habe ich sonst keine Bezugspersonen, bin quasi nie angekommen und fünf Jahre höhere Schule in Wien taten ihr Übriges – berichten. Es geht dabei allerdings auch nicht um die aktuelle Flüchtlingswelle.

    Ich lebe mitten im Ballungsgebiet im Norden von Österreich in einer der größten Städte dieser Republik. Unser Bürgermeister wird mittlerweile von der FPÖ gestellt.

    Im Herbst 2015 hatten wir diese Gemeinderatswahlen, mein Wahllokal ist dabei ein Kindergarten. Ich hatte vor der Stimmabgabe die »Gelegenheit«, mir die Namensschilder in der Garderobe einer Kindergruppe durchzusehen, mit der Erkenntnis, dass in betreffender Gruppe nur 2 Mädchen mit einem namentlich ersichtlichen österreichischen Hintergrund gemeinsam mit zahlreichen Kindern mit muslimischer Abstammung unterrichtet werden, leider kann ich die Gesamtkinderanzahl in der Klasse nicht nennen, schätze zwischen 20 und 30 an der Zahl. Ob hier ein Extrem vorlag, kann ich nicht beurteilen, angeblich ist die Situation durchaus ein Allgemeinfall. Wikipedia gibt den Ausländeranteil mit 21,6 % an, 28 % sind nicht hier geboren. Nimmt man den Nachwuchs hinzu, werden die Zahlen abenteuerlich.

    Nun ist es schon seit einigen Jahren so üblich, dass für Volks- und Hauptschüler mit österreichischen Wurzeln die Zustände in den zuwandererkinderdominierten Klassen unter anderem wegen Mobbingvorfällen, aber auch wegen mangelnder Deutschkenntnisse dermaßen unhaltbar sind, dass die Schulen der umliegenden Landgemeinden nun auch zahlreiche Stadtkinder aufnehmen, die Alternativen sind Privatschulen oder öffentliche Unterstufengymnasien.

    Besonders Interessant ist aber, dass wir im Unterschied zu Deutschland einen sehr hohen Anteil an Gastarbeitern und Kriegsflüchtlingen aus Ex-Jugoslawien aufweisen können, muslimische Zuwanderer eher ein neueres Phänomen sind. In erster Gruppe findet Du eigentlich nur noch österreichische Staatsbürger.

    Nun darfst Du raten, welcher Partei diese Zuwanderergruppe wohl ihre Stimme gibt. Und die gehen wählen.

    Richtig! Der ausländische Hilfsarbeiter mit Staatsbürgerschaft ist des ausländischen Hilfsarbeiters mit Staatsbürgerschaftsaussichten größter Missgünstling, fühlt sich existenziell bedroht und ist durch teils schlechte Bildung ein Fressen für die Bauernfänger. Sprichst du mit den Kindern der türkischen Einwanderer ist das Resultat ziemlich ähnlich, zahlreiche werden ja bereits als Billiglöhner in den allgegenwärtigen Sicherheitsfirmen mit der Law & Order-Mentalität indoktriniert oder dürfen als Türsteher eine kleine Machtposition besetzen.

    Ach ja, ich vergaß zu erwähnen: Es gibt dann noch eine andere Einwanderergruppe. Diese fällt durch teils sehr prägnantes Sächseln auf, im Sommer auch schon mal durch die einschlägige Körperbemalung. Es handelt sich wohl um Saisonarbeiter für die Skigebiete, denn im T-Shirt wird sich so momentan noch schwer Arbeit finden lassen. Ist angeblich ein Resultat davon, wenn man bestimmten Parteien den sozialen Wohnungsmarkt überlässt, Kameradschaft, Treue, Ehre, Volkszugehörigkeit und so.

    Interessant sieht es aber bei den akademisch gebildeten Kindern der hiesigen Bevölkerung aus. Hier dominiert eigentlich der Verbleib in der Universitätsstadt, manche suchen ihr Glück im Ausland, zurück findet kaum noch jemand, wozu auch.

    Fazit:
    Hier klafft nicht nur die Schere zwischen Arm und Reich auseinander, auch die Kluft zwischen Intellekt und Dummheit, zwischen einem auf »Trachtenmode« aus Südostasien und Skihüttenmusik à la Gabalier (bemerkenswert der durch und durch österreichische Name) basierendem Heimatfolkloregefühl und einer im Stadtbild allgegenwärtigen zur Schau gestellten Gottesfürchtigkeit in Form der weiblichen Kopfbedeckung in all ihren Varianten, bietet Anlass zur Sorge. Wenn rechte Parteien erst mal verstehen, wie sie diese Wählerpotentiale vollends für sich vereinnahmen können ohne die Kernwählerschaft zu vergraulen, dann wird es so richtig hässlich. Vielleicht stirbt diese aber auch aus. Momentan geht der Kurs noch dahin, dass Zuwandererkinder vor dem Eintritt in die Volksschule fünf heimische Volksweisen auswendig vorsingen können sollen (http://derstandard.at/2000032693445/Der-Kulturkampf), ein eher merkwürdiger Plan.

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