EP 603 ~ Firmung und Goethe

Eine katholische Firmung mit Weihbischof, schon ein Erlebnis. Ein schönes!
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Toby
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Sabrina

Veröffentlicht am 21.07.2026
Firmung und Goethe - Episodenbild

Transkription

Diese Transkription enthält vermutlich ein paar Fehler, hilft aber bei der Suche. Wer das hier liest schläft auch ein!


Hallo ihr Lieben und herzlich Willkommen zum Einschlafen Podcast Episode 603.
Ich bin Tobi, ich lese euch heute Goethe vor aus der italienischen Reise.
Davor gibt es ein bisschen Rilke und davor erzähle ich euch was,
damit ihr abgelenkt seid und besser einschlafen könnt.
Ich habe in dieser Episode einen Ausflug, eine Reise,
aber nicht im Stile von Athen mit irgendwie drei Episoden und eine ganze Woche,
sondern wir waren nur kurz weg und zwar zur Firmung von meinem Neffen in Otterfing.
Und ja, davon wollte ich euch kurz erzählen. Das war ganz interessant.
Meine Mama wollte natürlich mitkommen. Also mein Bruder wohnt mit seiner Familie
in Otterfing, der älteste.
Otterfing ist ein bisschen südlich von München, noch mit S-Bahn-Anschluss,
also theoretisch S-Bahn-Anschluss.
Aktuell eher nicht, weil die Hauptstrecke in München kaputt ist oder repariert
wird oder was auch immer da gebaut wird.
So, und mein anderer Bruder wohnt in Freiburg mit seiner Familie.
Das ist da im Südwesten, also alles ganz weit weg.
Und meine Mama wohnt aber noch hier in der Nähe, in Torstedt.
Ich wohne in Karkensdorf, das ist nur ein Dorf weiter, also fünf Minuten mit dem Auto.
Hier sind wir auch aufgewachsen also in Wisstied sind wir aufgewachsen alle
drei und die anderen beiden haben sich halt vom Acker gemacht sozusagen so deswegen
ist natürlich meine Aufgabe jetzt die Mutter wieder mit nach auf so.
Familienfeiern zu bringen und das ist auch gar nicht schlimm das mache ich ja
gern es ist nur so, dass sie immer unbeweglicher wird sie ist 88 Jahre alt nee, warte mal,
Ja, die wird 89 dieses Jahr. Genau, sie ist 88. Und ist halt körperlich eingeschränkt.
Also geht nicht mehr so sicher und wackelt alles ein bisschen.
Und mit Rollator geht es noch so.
Aber selbst mit Rollator ist sie nicht allein irgendwie zu großen Reisen fähig.
So, wir sind hier zu dritt gewesen.
Sky, meine Frau und ich. Und dann eben noch meine Mama.
Also zu viert hätten wir natürlich auch mit dem Auto runterfahren können,
aber das schien mir irgendwie zu anstrengend.
Ich bin zwar mit dem Auto alleine nach Heidenheim gefahren zum Fußballspiel,
das ging irgendwie, aber zu viert im Auto noch mit Gepäck und dann noch mit
Rollator, der muss ja auch mit, das wäre halt schon ein bisschen enger geworden.
Also vor allem auf der Rückbank wäre dann noch irgendwie Gepäck wahrscheinlich
gewesen und so. Also war definitiv noch Gepäck, weil wir sind ja mit dem Auto
zum Bahnhof gefahren. Also ja gut,
habe ich schon gesagt, wir haben uns entschieden, mit der Bahn zu fahren.
Ich habe übrigens dieses Jahr drei Bahnreisen.
Die ein bisschen länger sind und davon war Otto Fing jetzt das kürzeste.
Ja, ist natürlich immer die Frage, klappt denn alles?
So, also Auto war irgendwie war mir zu anstrengend, fliegen nach München kommt
für mich nicht in Frage also Bahn, so und meine Mama kann alleine nicht mehr
Bahn fahren aber mit mir und uns dann ja wahrscheinlich schon und wir haben auch extra so gepackt,
dass wir nicht jeder einen Koffer haben sondern, dass wir das so ein bisschen zusammenlegen,
damit wir den Rollator und das Gepäck von meiner Mama dann eben in unsere Hände
nehmen können und und die Mama dann eben relativ frei ist von so Gepäckstücken.
Wollte sie natürlich gar nicht, weil sie kann ja selber das Gepäck tragen.
Ist dann immer ein bisschen schwierig, dass sie dann ja uns nicht zur Last fallen
will und so weiter und so fort. Aber es ist ja viel anstrengender aufzupassen,
dass sie nicht stürzt, wenn sie noch einen Koffer dabei hat,
als wenn wir ihr einfach was abnehmen.
Hat dann ja auch alles geklappt. Also das vorweg, es hat eigentlich alles ganz gut geklappt.
Das Einzige, was problematisch war, war tatsächlich der erste Schritt.
Also ich habe meine Mama abgeholt an einem Donnerstagmorgen.
Ich hatte Donnerstag Freitag frei.
Die war schon fertig, war schon unten. Alleine mit ihrer Reisetasche und Rollator
und Handtasche mit dem Fahrstuhl nach unten gekommen.
Ins Auto geladen, alles gut und dann zu Hause halt unsere Sachen eingeladen und meine Familie,
meine Mama ist auch meine Familie, also meine Frau und meinen Sohn und dann
sind wir nach Harburg gefahren, denn wir hatten durchgehenden Zug von Hamburg-Harburg
bis nach München Hauptbahnhof gebucht und mein Bruder hat sich dann darum gekümmert,
mit unserer Zugverbindung dann einen Umsteigeservice in München zu organisieren,
aber da komme ich dann ja gleich zu, das hat auch ganz gut funktioniert. Vielen Dank.
Was halt nicht so gut funktioniert hat, war die Idee, dass wir mit dem Auto
nach Harburg fahren und dann das Auto dort, da gibt es ein Parkhaus von der Bahn.
Das ist glaube ich in der alten Post oder das alte Post.
Ich weiß nicht, ich sage immer alte Post, ich weiß aber gar nicht,
ob das stimmt. Direkt am Harburger Bahnhof gibt es ein Parkhaus,
das zur Bahn gehört und von dort kommt man ganz gut in den Bahnhof rein.
Ich habe aber natürlich alle drei anderen und das Gepäck oben zum Haupteingang
gebracht weil meine Mama das dann eben nicht so weit hat und nicht noch Treppen
hoch muss, wenn man da vom Parkhaus irgendwie reinkommt, dann muss man erst noch Treppen hoch,
so war halt nur Treppe runter,
Fahrstuhl ist natürlich auch da aber nicht zu Gleis 1 von der unsere Fahrt gehen
sollte also nicht von unten,
nee, warte mal Gleis 3, genau, vom Parkhaus kommt man zu Gleis 1 und 2 mit dem,
Fahrstuhl oder eben mit der Rolltreppe,
genau, zu Gleis 3 und 4, wo dann auch viele Fernzüge nach Süden fahren,
da gibt es halt von unten vom Keller, glaube ich, kein, oder doch,
ich glaube nicht, ist ja auch egal.
So, Idee war, ich setze sie da ab, die gehen schon mal in die Bahnhofshalle,
kaufen sie gleich noch ein Brötchen und ich fahre dann noch einmal rum,
parke das Auto im Parkhaus.
Da darf man auch mehrere Tage parken und das ist vergleichsweise günstig,
da zahlt man dann 4 Euro pro Tag für mehr Tage parken.
Eigentlich kostet 24 Stunden 2 Euro, mehr Tage 4 Euro, das ist aber echt,
ich finde das okay, ich finde das günstig, wenn man das mal vergleicht mit wie
teuer das ist am Flughafen zu parken oder so.
Ja, das ist schon gut. So und dann.
Bin ich da rumgefahren und fahre gerade in das Parkhaus rein und sehe vorne
ist so eine Anzeigetafel, auf welcher Ebene, also es gibt irgendwie 6 oder 7,
Ebenen, wie viele Parkplätze da frei sind und da stand überall 0.
Kann ja nicht sein, das ist ja ärgerlich, ist die Anzeige wohl kaputt und fahr
rein und fahr hoch und es ist wirklich alles voll, also kein Parkplatz frei.
Ich dachte schon, oje, oje, jetzt muss ich mir eine andere Idee aussuchen,
in dem Moment klingelt mein Telefon.
Und also im Auto, in der Freisprechanlage bin ich rangegangen,
mein Sohn ist dran, ja Papa, welcher Zug ist das nochmal? Weil hier fährt keiner nach München.
Ja, ich komme gleich, wir haben ja genügend Puffer, der wird schon gleich kommen,
aber dann dachte ich so, okay, jetzt kommt das auch noch, Jetzt kommt irgendwie
noch eine Bahnausfalle oder Verspätung dazu. Und ich habe keinen Parkplatz.
War schon drauf und dann zu sagen, ja gut, weil doch mit dem Auto nach München.
Aber irgendwie wollte ich mich dazu jetzt noch nicht durchringen.
Und bin dann ganz nach oben. Oben auf dem Dach, auf der Dachetage,
waren dann ganz viele Parkplätze, also 10 oder 20 vielleicht sogar,
die anscheinend nicht mit dem System unten irgendwie erfasst oder angezeigt
werden. Da hatte ich dann Glück.
Habe das Auto da abgestellt, Ticket gekauft für drei Tage und bin dann runter,
und ja, der Zug fuhr, der war nicht richtig angezeigt, das war,
auch kein Problem das Problem, also nach diesem Schreck, der kein Problem geworden
ist kam aber doch noch ein echtes Problem und zwar war bei Gleis 3 und 4 wo wir runter mussten,
der Fahrstuhl kaputt und das war dann eine Herausforderung für meine Mama.
Die kann zwar Treppe steigen, aber das ist halt eine relativ lange Treppe,
also zwei lange Abschnitte.
Und in der Mitte, wo es dann quasi einmal um die Kurve geht,
ist das Gelände auch noch so blöd angebracht, dass man sich da gar nicht durchgehend
festhalten kann. Also das ist eine ganz merkwürdige Konstruktion in Harburg.
Das hat bestimmt eine Viertelstunde gedauert, für sie da runter zu kommen.
Aber die hatten wir, weil wir natürlich mit Puffer geplant haben.
Das muss man natürlich auch, wenn man da so eine Reise macht.
Genau, aber dann waren wir unten. Zug kam pünktlich.
Wir sind alle rein mit...
Mit einem Vierersitz mit Tisch in der Mitte, alles gebucht.
Und wenn man nicht so viel Gepäck hat, dann kriegt man auch die Mutter ganz gut mit.
Das funktioniert dann schon noch ganz gut. Alleine würde ich sie ja niemals
zutrauen, in den Zug einzusteigen oder auszusteigen. Auch im Zug selber.
Das funktioniert einfach nicht mehr. Da muss einfach jemand dabei sein,
wenn sie dann mal auf Toilette muss.
Dann habe ich sie halt immer begleitet, festgehalten und einfach aufgepasst,
dass nichts passiert. Also das wäre, glaube ich, nicht gegangen,
wenn ich nicht dabei gewesen wäre. Leider ist das so, aber zum Glück war ich halt dabei insofern.
Kein Problem. Genau, der Zug bahnte sich dann mit Verspätung an,
mit einem extra Halt in, wie der Bahnbegleiter gesagt hat, Werden,
aber die Stadt heißt natürlich Pferden, Pferden an der Alle.
In Werden haben wir dann aber nur jemanden anders durchlassen,
anderen Zug durchlassen gehalten und waren dann tatsächlich vergleichsweise pünktlich in München.
Das war eine 10 Minuten Verspätung.
Und da wartete dann ganz brav direkt am Ausstieg,
weil er ja auch wusste, in welchem Abteil wir sind, in welchem Wagen wir sind,
wartete ein Zugbegleiter, Reisebegleitung, Kann man buchen, also kann man anfragen
bei der Bahn, kostet auch nichts extra.
Hallo, hier ältere Person, brauche Unterstützung beim Umsteigen.
Das ist ein Umsteigeservice, heißt es dann, glaube ich, auch.
Und da kommt dann so ein kleiner Elektrowagen.
Das war diesmal ein Zweisitzer, aber ist ja auch nicht schlimm.
Wir drei freunden uns, also mein Sohn, meine Freundin, ich freunden uns,
dass wir zu Fuß gehen ein bisschen.
Und ja, auch das war sehr hilfreich, denn der Umstieg von, Dann weiß ich,
was das war, wo wir angekommen sind, Gleis 1 oder so. Dann auf Gleis,
weiß nicht, so einem Flügelbahnhof auf der...
Östlichen Seite, da fuhr dann die BRB, also es ist halt so eine Regionalbahn,
Richtung, die hat drei Endbahnhöfe, die fahren aber alle durch Holzkirchen.
Genau, dann sind wir nach Holzkirchen und da hat mein Bruder uns dann eingesammelt.
Die kamen sogar mit zwei Autos, weil wir vier Personen waren und mit fünf wäre
es dann doch irgendwie ziemlich eng geworden in einem Auto und Gepäck und Rollator.
Nee, das hat alles ganz gut funktioniert. Bahnfahrt war ansonsten unspektakulär.
Es gab ein veganes grünes Curry oder so. War schon okay.
Alles gut. Genau, und dann sind wir dort angekommen. Wir haben gewohnt im Hotel
Baumann. Das ist direkt am Otterfänger Bahnhof.
Natürlich ganz praktisch, nur dass da im Moment gar nicht so viele S-Bahnen
fahren. Also da fahren welche, aber die fahren dann nur bis Ostbahnhof.
Und vom Hauptbahnhof bis Ostbahnhof und dann umsteigen die S-Bahn.
Das wäre alles doof gewesen, deswegen sind wir mit der Regionalbahn gefahren.
Ist auch ganz gut, weil zur S-Bahn am Hauptbahnhof München müsste man ja runter.
Und die Regionalbahn fährt da an den Flügelbahnhof.
Alles gut, gut geplant. Genau, und Hotel Baumann, die haben gerade neu gebaut,
die sind da schon länger, ein Gasthof eigentlich, also so eine Gaststätte,
ein großes Restaurant, sehr gutes Schnitzel,
so gut bürgerliche deutsche Kost,
und ja, leckeres Bier. und da sind wir dann abends noch eingekehrt,
haben ein bisschen was gegessen und getrunken.
Cornelius und sein Schwiegervater kamen noch dazu und dann saßen wir da draußen
vor dem Hotel und haben nett gespeist, getrunken und gegessen.
Und am Freitag war dann die Firmung. Wir sind ja nicht zum Essen dahin gefahren,
sondern um bei der Firmung von meinem Neffen dabei zu sein.
Der ältere Neffe ist schon gefirmt. Der ist ja schon 18.
Das haben wir verpasst. Da war entweder Covid oder keine Ahnung,
was wir hatten. Zumindest konnten wir da nicht hin.
Das war jetzt also die erste Firmung, die wir miterlebt hatten.
Das war schon spannend. Also schick angezogen, frühmorgens zur Kirche aufgebrochen,
sehr früh hin, weil es klar war, das wird voll, denn es gab 43 Firmlinge,
also 43 junge Personen, die gefirmt worden sind.
Und naja, wenn alle Familie und so mitbringen, so groß ist die Kirche in Otterfing
gar nicht, dass es da irgendwie alles passt.
Und dann kamen wir da an und dann großes Hallo, denn es war auch der Weihbischof
da, ich weiß gar nicht, ob das vorher bekannt war oder ob das so geplant war
oder ob der zu jeder Firmung geht, ich weiß es nicht es war zumindest ein Weihbischof,
ich habe den Namen vergessen irgendein adliger Titel so mit vorne und zu,
und das war schon interessant, also wir saßen dann oben, haben uns oben auf
die Empore gesetzt und konnten dann von oben alles ganz gut beobachten.
Nach einer dreiviertel Stunde Wartezeit, weil wir sehr früh da waren,
sind dann die Firmlinge eingezogen und der Weihbischof mit seiner Entourage,
der hat dann halt noch die ganzen Messdiener und auch so einen Spezialmessdiener, also der,
Weiß ich nicht, wie das dann heißt. Ich bin halt nicht katholisch.
Ich kenne das alles nicht so. Ich bin protestantisch, evangelisch-lutherisch
aufgewachsen. Hier im Norden macht man das so.
Und wir haben halt keine Bischöfe, die dann zu irgendwelchen Firmungen kommen
und lustige Hüter aufhaben.
Also der hatte halt einen Bischofshut auf und der musste mehrfach während der
ganzen Veranstaltung abgenommen werden und wieder aufgesetzt werden und dafür
hatte er einen Spezialisten.
Also ich glaube, der war auch einfach Messdiener oder ich weiß nicht,
was der für einen Titel hatte.
Der war deutlich älter und auch größer als die anderen Messdiener und hatte
eben die Aufgabe, sich um den Weihbischof zu kümmern, ständig den Hut aufzunehmen,
also diese Bischofsmütze abzunehmen, aufzusetzen.
Unter dieser Bischofsmütze hatte der Weihbischof dann noch.
So eine andere Kappe, ich dachte zuerst, es ist eine Kippa, es ist aber eine
jüdische Kopfbedeckung. Ich weiß noch nicht, ob das vielleicht,
also Judentum und Kirche, evangelische, äh katholische Kirche haben ja den gleichen Ursprung.
Also das Alte Testament ist ja, haben wir gemeinsam.
Vielleicht ist da irgendwas hängen geblieben, also nicht im wahrsten Sinne des
Wortes, das Kippa schon 2000 Jahre, also diese Kopfbedeckung schon, aber ich weiß es nicht.
So, aber auch das war irgendwann ab. Also irgendwann saß er dann ganz ohne Kopfbedeckung
da und dann wieder mit voller Montur und echt, das war ständiges hin und her.
Also wirklich interessant, das von oben zu beobachten.
Dann wurde, dann habe ich gestaunt über die unterschiedlichen Arten der Bekreuzungen.
Man kann entweder andere Leute bekreuzen oder sich selber oder die ganze Gemeinde.
Und manchmal sah das bei dem Weihbischof schon fast aus wie Karate,
wenn er dann so mit gerade hochgereckter, flacher Handkante quasi die ganze
Gemeinde segnet und ein Kreuz schlägt.
Manchmal so mit dem Griff an den eigenen Kragen und ach, das ist wirklich interessant.
Ja, naja, und dann gibt es natürlich, dann gab es die Eucharistie, also das Abendmahl.
Ist das so? Ja, so heißt das ja.
Das kenne ich natürlich auch aus der evangelischen Kirche, aber da machen die
Katholiken einfach mal eine deutlich coolere Show.
Also da werden dann Glöckchen gebimmelt und dann verwandelt sich das Brot in
den Leib Jesu und der Wein in das Blut Jesu und das ist dann halt wirklich auch so.
Also da werden ganz klare, also so geht man hier längs, so bekreuzigt man dies,
hier wird nochmal das geschwenkt. und also wahnsinniger Aufwand, der da betrieben wird.
Und natürlich eine sehr, sehr ausgefeilte Choreografie.
Wie heißt das eigentlich in der Kirche?
Das heißt ja nicht Choreografie, das heißt irgendwie anders.
Liturgie heißt das doch, oder?
Ich weiß das nicht. Steht auch meistens dann, also bei den evangelischen Gesangsbüchern,
die ich so kenne, steht das vorne im Gesangsbuch drin, wie das funktioniert, wann was kommt und so.
Welche verschiedenen Teile des Gottesdienstes es gibt wann Gloria gesungen wird, wann,
Christi, du Lamm Gottes das ist früher übrigens akustisch nie verstanden,
bis ich dann verstanden habe, dass es wirklich um ein Lamm geht also du Lamm
dachte ich immer als ein Wort ich wusste aber nicht, was das bedeutet, aber es heißt du Lamm,
du bist ein Lamm fand ich immer irritierend aber irgendwie auch,
weiß ich nicht warum nicht.
Die ganze Liturgie, der ganze Gottesdienst hat zwei Stunden gedauert.
Es mussten natürlich auch 43 junge Menschen bekreuzigt und gratuliert werden und quasi gefirmt.
Es gab ein paar Sachen, die dann die Firmlinge auch selber vorgetragen haben.
Viel Bitten, Gebete und sowas. Das kenne
ich aber auch aus evangelischen Gottesdiensten. Das macht man da auch so.
Konfirmation heißt das ja bei uns bei den Katholiken ist das dreigeteilt Taufe,
wie heißt das nächste Konjunktion,
äh Mist Kommunion natürlich,
also Taufe, Kommunion, Firmung und bei den evangelischen Kirchen gibt es halt
die Taufe und die Konfirmation da wird also Kommunion und Firmung auch im Worte
quasi ein bisschen zusammengefasst.
So, einige Sachen kennt man dann und andere eben nicht.
In der evangelischen Kirche muss man sich nicht in den Knien,
deswegen gibt es bei den evangelischen Kirchen auf den Bänken auch nicht dieses,
Kippdingens, wo man mit den Knien so ein bisschen Polsterung hat.
Im katholischen Gottesdienst schon. Ich mache dann immer nicht mit,
also ich gehe in den Gottesdienst und versuche auch das Vaterunser mitzusprechen, wenn es dann drankommt.
Hat gar nicht mal so gut geklappt, Denn der Weihbischof hat ein Solo eingelegt.
Also das habe ich auch noch nie erlebt. Also mit einem Gottesdienst kommt dann
natürlich irgendwann das Vaterunser an der richtigen Stelle nach der Liturgie natürlich.
Und dann dachte ich, okay, das kenne ich, das kann ich ja mal mitbeten,
ist ja vielleicht nicht schlimm, tut mir keinen Schaden.
Und dann unterbricht aber die gesamte Gemeinde und der Weihbischof,
also mittendrin, mitten im Vaterunser,
sagt der Weihbischof einfach hier nochmal, also wie bei Metallica,
wenn ein Song gespielt wird, den man seit 100 Jahren kennt und auf einmal mittendrin
spielt Kirk Hammett noch ein extra Solo oder Rob Trojillo noch,
ein extra Bass-Solo, was gar nicht zum Song gehört und auf einmal passieren so Dinge.
So führte sich das an, als dann der Weihbischof auf einmal noch einen extra
Gebets-Solo in das Vaterunser eingebaut hat, Stahl abgefahren.
Habe ich noch nie erlebt und war überraschend. Irgendwie cool.
Das war echt so ein Starbischof irgendwie.
Aber naja, so. Richtig viel mitmachen konnte ich nicht hingekniet,
habe ich mich auch nicht. Warum soll ich? Das ist auch nicht meine Religion.
Ich kann mich da gut benehmen. Aber ich glaube nicht, dass ich mich daneben
benehmen, wenn ich nicht jede zackige Körperbewegung exakt mitmache.
Das Abendmahl habe ich auch nicht mitgemacht. Das ging dann auch interessant.
Ich glaube, in der Evangelischen Kirche haben wir das Abendmahl für den Pastor, und,
bei uns nicht Mestina heißt, sondern Lektor, der dann liest und so,
das habe ich auch eine Zeit lang gemacht, haben wir mal als letztes gemacht und erst die Gemeinde.
Und hier war es jetzt so, als erstes der Bischof, dann der Pfarrer,
der noch mit dabei war, dann glaube ich die Firmlinge und dann die Gemeinde.
Also es war interessant, die andere Reihenfolge da. Und.
Vielen Dank.
Ja, nee, da kam dann auch jemand hoch, quasi auf die Empore,
hat da dann das Abendmahl ausgeteilt.
Und da hatte ich kein Interesse. Also ich esse ja keine anderen Leute.
Warum soll ich Jesus essen?
Ja, ich weiß, das ist eine Handlung, die gehört da irgendwie mit dazu.
Mir gibt es aber nichts damit zu machen, deswegen lasse ich es.
Ja also in der evangelischen Kirche mache ich das sogar manchmal noch mit,
aber in der katholischen dachte ich, nee, den ganzen Zenobo hier das ist nicht meins,
aber wie gesagt nach zwei Stunden plus die dreiviertel Stunde Wartezeit waren
wir dann auch irgendwie da raus aus der Kirche wunderschöner Tag,
wir sind dann mit den Autos, die wir da zur Verfügung hatten also wir waren dann genügend Autos da,
nach zum Gasthof Schmuck gefahren das ist so am Nachbarort,
wie heißt das da in Agat gibt es den Landgasthof Schmuck mit einer großen Terrasse,
wo wir einen Tisch reserviert hatten, wo wir dann gegessen haben,
sehr entspannt, da waren wir auch bei der Kommunion vom Mika,
genau, da waren wir auch schon da also ich habe schon eine Kommunion und eine
Firmung mitgemacht, nur halt beide von dem jüngeren Neffen und nicht von dem älteren,
das hat irgendwie beides nicht gepasst. So, und.
Da war lecker Essen und dann ging es nach Otterfingen in den Garten meines Bruders,
der Familie von meinem Bruder und da haben wir dann den Tag ausklingen lassen.
Also es gab dann natürlich gleich irgendwie Kaffee und die Nachbarin von meinem
Bruder, die ist begeisterte Hobbykonditorin, muss man fast sagen. Also sie backt gerne.
Aber das ist nicht einfach, ich backe mal einen Kuchen und hier habt ihr ein
Blech irgendwie Zitronenkuchen, sondern das war richtig hohe Kunst. Also die hat so ähm,
Die hat so quasi Lollipops gemacht, wo dann aber, also an einem langen Stiel,
kein Zucker dran, sondern ein kleines Gebäckteil mit Schokoüberzug.
Dann konnte man das da so runterknabbern. Super lecker. Das gab es so zur Begrüßung.
Und dann kam später noch,
so ein Schokokuchen mit, weiß ich gar nicht was.
So kleine Gebäckteile. Aber das war alles eher so wie aus einer Konditorei mit super hübscher,
wie heißt das, Garnierung. Also es sah einfach alles richtig toll aus.
Hat fantastisch geschmeckt. Und dann dachte man, okay, ganz viele kleine Teile.
Dann kann man ja vielleicht sich mehrere davon teilen und hat dann gar nicht
so viel gegessen. Aber man hat halt auch sehr, sehr viel Kuchen gegessen.
Das war gut. Genau, einfach ganz den Dach im Garten abgehangen.
Ein paar Fotos gemacht, schön gefeiert und einfach Familienzeit gehabt.
Also die drei Brüder waren zusammen mit ihren Familien ganz wenig andere Leute.
Ja, das ist klein und sehr ja, angenehm. Einfach Zeit miteinander verbringen.
Abends haben wir noch Pizza bestellt oder Pizza abgeholt. Nicht weit von dem
Haus von der Familie ist eine Pizzeria, die ganz gut ist.
Da Michelle. Es gibt ja in Otterfing dieses.
Das Restaurant mit dem unsagbar coolen Namen Bella Punjabi, also italienisch
und indisch, die natürlich aber auch Schnitzel und Döner haben,
glaube ich. Also es ist so einmal alles.
Da wollte ich schon immer mal essen. Habe ich noch nie. Und ich bin da schon
so oft gewesen. Ich war noch nie bei Bella Punjabi. Ich finde das schade.
Aber ich finde es lustig, dass es das gibt. Und irgendwann werde ich auch bei
Bella Punjabi noch mal was essen.
Mein Bruder rät immer ab. Er sagt so, oh nee, lieber nicht.
Ähm, aber der ältere Neffe, der findet da die Partypizza ganz gut.
Naja, irgendwann esse ich nochmal bei Pella Punjabi, ja, nee,
da lange gesessen und gegessen und ähm, abends noch Feuertonne angemacht und
dann irgendwann ins Hotel ähm,
gepennt nächsten Morgen nochmal ähm,
kurz gefrühstückt bei Cornelius und Und dann haben sie uns wieder nach Holzkirchen
gebracht und der ganze Weg ging zurück.
Und die Rückfahrt war auch okay. Also da war dann natürlich die Sache,
wir wussten ungefähr, welche Regionalbahn wir von Holzkirchen nach München nehmen wollen.
Hatten da aber richtig viel Puffer eingeplant, weil wir halt nicht wussten,
was denn so alles passiert. Manchmal passieren ja so Dinge bei Bahnfahrten.
Ganz kurzer Abstecher und zwar.
Werde ich jetzt im Sommer mit meiner Frau für ein paar Tage nach Brücke fahren.
Da waren wir noch nie, in Belgien, in Flandern. Und das ist ja eine Stadt,
die irgendwie sehr viel Geschichte hat und auch ganz bekannt dafür ist, wie hübsch sie ist.
Ich habe jetzt gestern gerade mal in den Reiseführer reingeguckt, den wir da hatten.
Und da stand, vermeiden sie es nach Brücke zu fahren, wenn nicht gerade Winter
ist. Also Frühling, Sommer, Herbst ist es da einfach viel zu voll.
Ja, jetzt fahren wir im Sommer. Das wird natürlich total voll, aber warum nicht?
So, und da ist es so, da konnte ich die Fahrkarte gar nicht über Bahn.de komplett
durchbuchen, sondern da hieß es, ja, du kannst hier die Reise zwar planen,
aber das Ticket, was du hier kaufen kannst, gilt dann nur bis Köln.
Und von Köln fährt man dann weiter mit dem Eurostar. Das ist der,
der dann auch durchfährt nach Paris oder nach London.
Beziehungsweise in Brüssel müsste man umsteigen nach London.
Aber Euro ist da, okay. Da muss man dann eben separat ein Ticket kaufen.
Und dann, wie kommt man dann von Brüssel nach Brügge? Da gab es dann noch wieder
irgendwie die Regionalzüge von Belgien.
Und da haben wir dann über Trainline irgendwie. Also von drei verschiedenen
Anbietern haben wir Tickets gekauft.
Für diese Fahrt nach Brügge und zurück. Und ja, was soll ich sagen?
Natürlich kam dann irgendwann die Info, oh, die geplante Zugverbindung kann
so nicht stattfinden. Wir empfehlen Ihnen stattdessen diese Route.
Also kam von Bahn.de, von der Deutschen Bahn.
Und auf dem Hinweg kam das zuerst. Und da hieß es ja, der Eurostar fährt halt nicht.
Stattdessen empfehlen wir ihnen ab Köln dann mit Regionalzügen über,
was weiß ich, irgendwo in der Mitte war, kam man durch Aachen durch und dann
kam man über Lüttich und hast du nicht, also gar nicht über Brüssel,
wo man dann irgendwie Richterbrücke aber das war mit sieben Mal umsteigen und
da habe ich gesagt, nee, das mache ich nicht bin dann auf Eurostar,
auf die Webseite vom Eurostar gegangen,
da stand dann ja, wenn sie ein Ticket haben,
klicken sie hier und da konnte ich einfach umbuchen Dann habe ich gesagt,
ja, dann nehme ich halt irgendwie einen später, kein Problem,
weil das Ticket von Brüssel nach Brücke war eh für den ganzen Tag.
Also irgendwann an dem Tag können wir halt einen Regionalzug von Brüssel nach
Brücke fahren, der fährt halt alle halbe Stunde oder alle Stunde, ist ja auch egal.
So, das konnte ich umbuchen und dann musste ich aber natürlich auch nochmal
gucken und habe dann gesehen, ja mit dem ursprünglichen,
Intercity Express ICE, mit dem ich von Harburg nach Köln fahren wollte,
oder wir, besser gesagt,
da waren wir dann viel zu früh da und das dann aber umzubuchen.
Brauchte man gar nicht, weil da gab es dann keine Zugbindung mehr,
also auch das ICE-Ticket für den Tag galt dann irgendwie ohne Zugbindung,
musste ich aber dann eine Reservierung für den anderen Zug buchen und die kostet 13,80 Euro.
Musste ich mir dann aber, weil im ursprünglichen Ticket war ja auch eine Reservierung
mit drin, den Fahrkartenservice anschreiben, dass ich das bitte erstattet bekomme.
Das ist bis heute noch nicht passiert. Das dauert halt alles zu seiner Zeit.
Ja, und für den Rückweg ist dann das Gleiche passiert. Da ist dann der Eurostar
zwar gefahren, aber irgendwie später angekommen. Keine Ahnung, was da los ist.
Und dann haben sie gesagt, ja, dann bist du ja später in Köln und dann willst
du ja bestimmt gar nicht mit dem nächsten ICE fahren, sondern irgendwie empfehlen
wir dir hier, die Regionalzüge zu nehmen.
Das ist so, ich verstehe das nicht, warum die Bahn mir dann Regionalzüge vorschlägt,
obwohl ich doch ein ICE-Ticket habe, dann warte ich halt eine halbe Stunde und
nehme dann den nächsten ICE, also ganz, ganz merkwürdig.
Muss natürlich irgendwie katastrophal sein.
Naja, ich habe das rechtzeitig mitbekommen, alles umgebucht,
die Fahrt nach Brücke wird irgendwie funktionieren.
Von der Reise erzähle ich dann bei Gegebenheit. Nee, jetzt zurück zum Thema.
Ich habe ja dann, oder mein Bruder hatte den Umsteigeservice gebucht für uns,
und tatsächlich wartet dann am Flügelbahnhof, allerdings nicht am Bahnsteig.
Er wusste ja auch dann gar nicht, in welchem Wagen wir sitzen.
Aber er durfte auch irgendwie nicht auf den Bahnsteig rauffahren.
Irgendwie gab es da ein Sicherheitsbedenken. Keine Ahnung, irgendwas wird gebaut.
Aber er wartete dann da und wir haben ihn dann gleich gesehen.
Sind dann in das Auto gestiegen. Das waren Viersitzer. Da bin ich dann auch
einfach mal mitgefahren, weil ich noch nie mit so einem Auto mitgefahren bin.
Das kann man mal ausprobieren.
Steff und Sky sind dann doch lieber zu Fuß gegangen.
Und hat uns zum Bahnsteig vom ICE gebracht.
Und da hatten wir dann aber irgendwie eine Dreiviertelstunde oder Stunde tatsächlich Zeit.
Und der nette Mitarbeiter der Bahn, der da das Auto gefahren ist,
der hat gesagt, so ja, jetzt fahrten wir hier halt.
Ich so, ja, wollen Sie nicht, haben Sie nicht noch? Nee, ich habe erstens keinen
zweiten Termin und zweitens, was machen Sie denn, wenn jetzt nochmal das Gleis
gewechselt wird? Das steht ja noch gar nicht fest, dass der IC wirklich von hier fährt.
Der Plan ist das schon, aber manchmal ändert sich das und damit Sie dann sicher
sind, bleibe ich hier bei Ihnen. Und das fand ich total nett.
Man hat einfach eine Stunde mit uns da abgehangen und erzählt und meine Mama
hat sich total gefreut, sich da unterhalten zu dürfen.
Der war auch irgendwie kurz vor Rente, war der also Mitte 60,
und hat da irgendwie früher Fernfahrer und hat da jetzt das da und er meinte
ja, ist ganz cool hier irgendwie nicht mehr irgendwie immer auf der Autobahn
sein zu müssen, sondern jetzt nur noch über den Hauptbahnhof fahren zu müssen.
Und ja, ich wollte dann nochmal irgendwie durch den Münchener Hauptbahnhof tigern.
Das hatte ich irgendwie auf dem Hinweg gar nicht gemacht.
Da wird ja alles umgebaut, also die ganzen Läden die da eigentlich oben in der
Halle sind, die sind ja alle weg das ist ja irgendwie interessant was da irgendwie gebaut wird.
Bin mal gespannt wie sich das da weiterentwickelt aber sah merkwürdig aus alles
irgendwie mit Metallverschlägen jetzt, ich weiß nicht, ob das so bleiben soll
ob das die neue Fassade ist, die da jetzt,
für dauerhaft ist oder keine Ahnung, aber könnt ihr mir gerne im Discord schreiben.
Die Münchner wissen das bestimmt, mein Bruder weiß das bestimmt auch,
was da genau geplant ist, aber ich fand das interessant, dass da so ein Bahnhof,
und der Münchner Bahnhof, der hatte für mich immer irgendwie ein Gesicht und
das Gesicht ändert sich jetzt komplett. Irgendwie witzig.
Naja, ein Sackbahnhof, das ist ja eine Sackgasse.
Ähm, ja, genau, so, und dann war der Zug aber da am richtigen Gleis und dann sind wir da rein. Ich,
habe mich gefreut quasi, dass das irgendwie Traveling with Deutsche Bahn dann
am Ende doch wieder nicht funktioniert, denn kurz vor Ingolstadt oder Würzburg
oder irgendwo noch in Bayern war vor uns ein Zug liegen geblieben.
Dann standen wir da eine halbe Stunde und haben gewartet, dass wir weiterfahren können.
Am Ende konnte der liegende gebliebene Zug dann doch aus eigener Kraft noch irgendwo hin.
Und dann dachte ich, ja gut, jetzt geht es los. Ordentlich Verspätung auf dem
Rückweg. War ja aber egal, weil wir haben ja keinen weiteren Anschluss mehr
gehabt, sondern es ging ja nur darum, wann sind wir in Harburg,
können dort aussteigen und kommen dann mit dem Auto nach Hause.
Aber nein, der Zug hat die komplette Verspätung aufgeholt und war fünf Minuten
vor der geplanten Zeit in Harburg. Also von München nach Harburg in unter der
Zeit, obwohl vor uns ein Zug liegen geblieben war, Respekt. Er hat auch ordentlich
Gas gegeben zwischendurch.
Also hat man schon gespürt auch, dass der so ein bisschen schneller fährt,
als es eigentlich wollte oder sollte.
Nee, also erste Bahnreise des Jahres, Respekt, hat echt gut funktioniert.
Und dieser Reisebegleitung oder Umsteigeservice, den man da buchen kann für,
Senioren oder beweglichkeitsingeschränkte Menschen, das ist wirklich gut.
Also es hat wirklich toll funktioniert, total freundliche, nette Leute, die einem da helfen.
Erste Reise, Haken dran. Wirklich gut.
Konnte ich mich über wenig beschweren, bis auf den Fahrstuhl in Harburg nach
Gleis 3 und 4. Der sollte mal repariert werden, weil das war so ein bisschen schwierig.
Aber ansonsten alles gut. Gut, schade, dass wir nur einen Tag in Otterfing hatten,
aber naja, so ist es halt, das war ein Familienfest,
wir hatten überlegt, ob wir noch den Samstag da bleiben und erst am Sonntag
zurückfahren, aber dann, wenn man dann am Montag gleich wieder arbeiten muss
und am Sonntagabend irgendwie spät zu Hause ist,
das ist dann immer alles so ein bisschen hektisch und deswegen haben wir uns
die weitere Nacht in Otterfing gespart und es ist ja auch die Frage,
was hätten wir an dem Samstag denn eigentlich noch gemacht, dann hätte man ja
noch wieder mehr Gepäck mitnehmen müssen, weil man noch irgendwie einen Ausflug hätte machen wollen.
Und so weiter und so fort. Also, es ist schon, das war schon richtig so, die Reiseplanung.
Ja, und ich habe mich gefreut, dabei zu sein. Ich habe mich gefreut,
dass meine Mama mitkommen konnte.
Schwiegervater von meinem Bruder war auch mit da. Und seine Freundin.
Und ja, das war eine wirklich nette Geschichte.
Kommen wir also zu Herrn Rilke, nicht wahr?
Auch heute ist es wieder ein etwas längeres Rilke-Gedicht, aber das macht ja nichts.
Wir haben auch bisher noch nicht so viele Minuten auf der Uhr, 36 Minuten.
Da geht ja, da mache ich einen langen Rilke. Wir sind in der Gesamtausgabe Aber
sämtliche Gedichte in einem Band bei Position 23, 87, 35 Prozent.
Und zwar beim Gedicht Karl XII. von Schweden reitet in der Ukraine. So heißt das Gedicht.
Könige in Legenden sind wie Berge im Abend, blenden jeden, zu dem sie sich wenden,
die Gürtel um ihre Lenden und die lastenden Mantelenden sind Länder und Leben wert.
Mit reich gekleideten Händen geht schlank und nackt das Schwert.
Ein junger König aus Norden war in der Ukraine geschlagen.
Der hasste Frühling und Frauenhaar und die Harfen und was sie sagen.
Der ritt auf einem grauen Pferd, sein Auge schaute grau und hatte niemals Glanz
begehrt zu Füßen einer Frau.
Keiner war seinem Blicke blond, keiner hat Küssen ihn gekonnt,
und wenn er zornig war, so riss er einen Perlenmond aus wunderschönem Haar.
Und wenn ihn Trauer überkam, so machte er ein Mädchen zahm und forschte,
wessen Ringen sie nahm und wem sie ihren bot, und hetzte ihr den Bräutigam mit hundert Hunden tot.
Und er verließ sein graues Land, das ohne Stimme war, und ritt in einen Widerstand
und kämpfte um Gefahr, bis ihn das Wunder überwand. Wie träumend ging ihm seine
Hand von Eisenband zu Eisenband und war kein Schwert darin.
Es war zum Schauen aufgewacht, es schmeichelte die schöne Schlacht.
Um seinen Eigensinn, er saß zu Pferde, ihm entging keine Gebärde rings.
Auf Silber sprach jetzt Ring zu Ring und Stimme war in jedem Ding und wie in
vielen Gotten hing die Seele jedes Dings.
Und auch der Wind war anders groß, der in den Fahnen sprang,
schlang wie ein Panther atemlos und taumelnd vom Trompetenstoß,
der lachend mit ihm rang, und manchmal griff der Wind hinab,
da ging ein blutender, ein Knab,
welcher die Trommel schlug, er trug sie immer auf und ab und trug sie wie sein
Herz ins Grab von seinem Totenzug.
Da wurde mancher Berg geballt, als wäre die Erde noch nicht alt und baute sich erst auf.
Bald stand das Eisen wie Basalt, bald schwankte wie ein Abendwald mit breiter
steigender Gestalt der groß bewegte Hauf.
Es dampfte dumpf die Dunkelheit. Was dunkelte, war nicht die Zeit und alles
wurde grau, aber schon fiel ein neues Scheid und wieder ward die Flamme breit
und festlich angefacht.
Sie griffen an, in fremder Tracht, ein Schwarm fantastischer Provinzen,
wie alles Eisen, plötzlich lacht von einem silberlichten Prinzen, erschimmerte,
die Abendschlacht, die Fahnen flatterten wie Freuden, und alle hatten königlich
in ihren Gesten einvergeuden.
An fernen, flammenden Gebäuden entzündeten die Sterne sich, und Nacht war,
und die Schlacht trat sachte, zurück wie ein sehr müdes Meer,
das viele fremde Tote brachte, und alle Toten waren schwer.
Vorsichtig ging das graue Pferd, von großen Fäusten abgewehrt durch Männer,
welche fremd verstarben und trat auf flaches schwarzes Gras.
Der auf dem grauen Pferde saß, sah unten auf den feuchten Farben viel Silber,
wie zerschelltes Glas, sah Eisenwelken, Helme trinken und Schwerter stehen in Panzernaht.
Sterbende Hände sah er winken mit einem Fetzen von Burkhard und sah es nicht,
und ritt dem Lärme der Feldschlacht nach, als ob er schwärme mit seinen Wangen
voller Wärme und mit den Augen von Verliebten.
Nicht so lange wie das Letzte, ne? Habe ich immer das Gefühl,
okay, Episode 603, habe ich gesagt. Schreibe ich mal auf.
Als nächstes kommt der Sohn. Aber jetzt kommt erstmal der Herr Goethe.
Johann Wolfgang von Goethe. Wir sind bei 25% in der äthernischen Reise.
Position 2082 in Rom.
Am 2. Dezember 1786 übrigens. Irgendwer hatte mich gebeten, mal die Jahreszahl zu sagen.
Die ist natürlich bei der äthnischen Reise interessant, denn er war ja über
drei Jahre hinweg, also zweieinhalb Jahre war er unterwegs.
Aber wir sind immer noch im ersten Jahr, 1786, im Dezember in Rom.
Er war vier Monate in Rom, hat da erst in einem Hotel gewohnt,
das angeblich immer noch steht, und ist dann zu seinem Freund Tischbein, ein Maler, gezogen.
Das habe ich jetzt gerade nachgelesen, weil ich nachlesen wollte,
bei Wikipedia nachgeguckt habe.
Welches Jahr war das nochmal? Ich wollte mich nicht zurückblättern.
Das ist beim Kindle ja doch nicht ganz so praktisch.
Es geht natürlich alles mit Lesezeichen und so. Aber ich habe ein etwas älteres
Kindle, da dauert es dann alles ein bisschen.
Deswegen dachte ich, gucke ich einfach in der Wikipedia und da stand dann auch,
der Name Tischbein, über den ich ja letztens gestolpert war und wer denn das
eigentlich war? Ein Maler aus Hessen, der dann aber in Rom gelebt hat und mit
dem Goethe schon vorher geschrieben hatte.
Genau. Johann Wilhelm Friedrich oder so. Tischbein.
Weiß ich nicht. Johann auf jeden Fall. Und noch zwei alte Namen. Genau.
Wir sind in Rom. Es ist der 2. Dezember 1786 und Goethe beschreibt uns was auf.
Augen zu und zugehört.
Zufällig habe ich hier Archenholzens Italien gefunden.
Wie so ein Geschreiber am Ort selbst zusammenschrumpft, eben als wenn man das
Büchlein auf Kohlen legte, das ist nach und nach braun und schwarz würde,
die Blätter sich krümmten und in Rauch aufgingen.
Freilich hat er die Sachen gesehen, aber um eine großtuige, verachtende Manier
geltend zu machen, besitzt er viel zu wenig Kenntnisse und stolpert lobend und tadelt.
Ach guck mal, und jetzt in der nächsten Zwischenüberschrift.
Also dieses Buch hat immer so Zwischenüberschriften, wo dann das Datum drin steht.
Manchmal der Ort, und jetzt in der nächsten steht sogar das Jahr.
Rom, den 2. Dezember 1786.
Da war der Herr Goethe nicht so besonders konsequent und hat das halt nicht
immer dazu geschrieben.
Deswegen, ich lese ja immer nur das vor, was da steht.
Aber das, was da steht, lese ich vor. Rom, den 2. Dezember 1786.
Hätte ich gar nicht Wikipedia bemühen müssen. Das schöne, warme,
ruhige Wetter, das nur manchmal von einigen Regentagen unterbrochen wird,
ist mir zu Ende Novembers ganz was Neues.
Wir gebrauchen die gute Zeit in freier Luft, die böse im Zimmer.
Überall findet sich etwas zum Freuen, Lernen und Tun. Am 28.
November kehrten wir zur Sixtinischen Kapelle zurück, ließen die Galerie aufschließen, wo man den.
Plafond näher sehen kann. Man drängt sich zwar, da sie sehr eng ist,
mit einiger Beschwerlichkeit und mit anscheinender Gefahr an den eisernen Sterbenweg,
deswegen auch die schwindeligen zurückblieben.
Alles wird aber durch den Anblick des größten Meisterstücks ersetzt.
Und ich bin in dem Augenblicke so für Michelangelo eingenommen,
dass mir nicht einmal die Natur auf ihn schmeckt, da ich sie doch nicht mit
so großen Augen wie er sehen kann.
Wäre nur ein Mittel, sich solche Bilder in der Seele recht zu fixieren,
wenigstens was ich von Kupfern und Zeichnungen nach ihm erobern kann, bringe ich mit.
Jetzt kommt ein Bild, Sixtinische Kapelle Teil des Deckengemäldes da fehlt ein
L von Michelangelo und man sieht dort,
Diese Szene, wie, wer ist denn das Adam oder Jesus und Gott?
So dieses zwei, rechts ein alter, nackter Mann in der Wolke und links ein jüngerer,
muskulöser, nackter Mann.
Der da irgendwie sich hinflitzt und dann halten die sich die Finger entgegen.
Und das ist ja irgendwie, da wird Gottes Geist irgendwie oder irgendwas wird da.
Ach, jetzt habe ich halt schon so viel über Religionen gesprochen.
Es ist irgendwas religiöses, irgendwas passiert. Irgendwer wird dort,
Inspiriert im Sinne von der Geist wird Dings. Keine Ahnung, mal gucken,
vielleicht wird es ja beschrieben im Buch. Ich lese weiter.
Wir gingen von da auf die Logen Raphaels und kaum darf ich sagen,
dass man diese nicht ansehen durfte.
Kaum darf ich sagen, dass man diese nicht ansehen durfte. Das Auge war von jenen
großen Formen und der herrlichen Vollendung aller Teile so ausgeweitet und verwöhnt,
dass man die geistreichen Spielereien der Arabesken nicht ansehen mochte und,
die biblischen Geschichten, so schön sie sind, hielten auf jene nicht Stich.
Diese Werke nun öfter gegeneinander zu sehen, mit mehr Muße und ohne Vorurteil
zu vergleichen, muss eine große Freude gewähren, denn anfangs ist doch alle
Teilnahme nur einseitig.
Von da schlichen wir fast bei zu warmem Sonnenschein auf die Villa Pamphili,
wo sehr schöne Gartenpartien sind und blieben bis an den Abend.
Eine große, mit immergrünen Eichen und hohen Pinien eingefasste flache Wiese,
war ganz mit Marslieben übersät, die ihre Köpfchen alle nach der Sonne wendeten.
Und nun gingen meine botanischen Spekulationen an, denen ich den anderen Tag
auf einem Spaziergange nach dem Monte Mario der Villa Melini und Villa Madama weiter nachhing.
Es ist gar interessant zu bemerken, wie eine lebhaft fortgesetzte und durch
starke Kälte nicht unterbrochene Vegetation wirkt.
Hier gibt es keine Knospen und man lernt erst begreifen, was eine Knospe sei.
Der Erdbeerbaum Arbutus unido blüht jetzt wieder, indem seine letzten Früchte reif werden.
Und so zeigt sich der Orangenbaum mit Blüten, Halb- und ganz reifen Früchten.
Doch werden letztere Bäume, wenn sie nicht zwischen Gebäuden stehen, nun bedeckt.
Über die Zypresse, den respektabelsten Baum, wenn er recht alt und wohlgewachsen
ist, gibt es genug zu denken.
Erstens werde ich den botanischen Garten besuchen und hoffe, da manches zu erfahren.
Überhaupt ist mit dem neuen Leben, das einem nachdenkenden Menschen die Betrachtung
eines neuen Landes gewährt, nichts zu vergleichen.
Ob ich gleich noch immer derselbe bin, so meine ich, bis aufs innerste Knochenmark verändert zu sein.
Für diesmal schließe ich und werde das nächste Blatt ein ganz von Unheilmord,
Erdbeben und Unglück anfüllen, doch dass doch auch Schatten in meine Gemälde komme.
Dass doch auch Schatten in meine Gemälde komme. Aha, ist doch richtig. Na gut.
Weiter geht es am 3. Dezember, aber nicht in dieser Episode,
sondern in der nächsten. Ich mache mir hier eine Notiz, dass ich bis dahin gelesen
habe, damit ich nicht wieder durcheinander komme.
Ich wünsche euch allen eine gute Nacht. Vielleicht lasst ihr es noch ein bisschen
nachklingen, was der Güte denn da schreibt.
Ich glaube, so eine Reise, wo man sich einfach mal vier Monate in einer fremden
Stadt aufhalten kann, das ist eine Reise, das kennt man heutzutage kaum noch.
Da muss man ja wirklich zu den sehr reichen Menschen gehören.
Selbst meine amerikanischen Kollegen, die Sabbaticals bekommen,
also bezahlte Sabbaticals.
Also bei Adobe in den USA bekommt man nach fünf Jahren Betriebszugehörigkeit
bekommt man einen Sabbatical mit vier Wochen frei.
Die nutzen das dann immer für Weltreisen oder längere Reisen, wenn sie denn können.
Nach zehn Jahren gibt es fünf Wochen und nach 15 Jahren gibt es sechs Wochen
und so weiter. Es gibt halt auch schon Leute, die schon 30 Jahre da sind.
Ich weiß nicht, ob es irgendwo gecapt wird.
Aber ja, da werden dann schon längere Reisen möglich.
Meine längste Auszeit war die Elternzeit, wo ich mir auch zwei Monate genommen habe.
Wird ja gerade wieder diskutiert, warum nehmen sich alle Männer immer nur zwei Monate.
Naja, fliegt es nicht daran, dass das Elterngeld, was man in der Zeit bekommt,
halt doch dann weniger ist und man irgendwie zurechtkommen muss.
Gerade wenn man kleine Kinder hat, ist man in der Karriere vielleicht noch nicht
so weit, dass man sich das leisten kann.
Habe ich ein so gutes Gehalt, dass ich mir gerne eine längere Auszeit genommen hätte.
Aber das deutsche Sabbatical-Modell, was es ja zum Beispiel bei meinem ehemaligen
Arbeitgeber Xing gibt, wo sogar der CEO mitgemacht hat,
dass man sagt, okay, ich möchte eine längere Reise machen. Also.
Sage ich, ich möchte ein Jahr lang nur die Hälfte meines Gehalts bekommen, durchgehend.
Dafür dann aber sechs Monate frei haben. Das ist ein Modell,
was es dort gibt oder halt entsprechende kürzere Varianten. Man kann auch sagen,
ein halbes Jahr lang nur halbes Gehalt und dann drei Monate frei.
Das ist eine andere Art von Sabbatical, als das bei Adobe in den USA stattfindet.
Damit kann man schon längere Reisen machen, aber natürlich zweieinhalb Jahre
und dann mal eben vier Monate in Rom bleiben und nochmal irgendwie 17 Tage in
Venedig oder was er da hatte.
Das ist Das geht halt heute gar nicht. Also es sei denn, man muss halt nicht
mehr reisen. Vielleicht in
der Rente oder so, wenn man sich dann noch so lange Reisen leisten kann.
Aber was hier beschrieben wird von Goethe ist ja, dass es einen totalen Unterschied
macht, ob man einen Tag oder eine Woche in der Stadt ist.
Also wir waren ja eine Woche in Athen und dann einmal in das Museum geht.
Oder ob man einfach ganz lange da ist und immer wieder sich das gleiche Kunstwerk
auch anschauen kann und dann einen ganz anderen Bezug da bekommt.
Also einen Eindruck zu bekommen, einmal dort auf der Akropolis zu sein oder so, ist toll.
Aber wenn man dann öfter da ist, hat man eine ganz andere Möglichkeit,
sich Feinheiten, Einzelheiten auf sich wirken zu lassen und irgendwie auch Vergleichen
zu betrachten und so. Finde ich total gut.
Wirkt gerade an mir nach,
In diesem Sinne, ich wünsche euch allen eine gute Nacht. Ich hoffe,
ihr schlaft recht gut. Es ist Sommer, es ist heiß.
Ich hoffe, ihr findet genügend Abkühlung, um ausreichend Schlaf zu finden.
Denn Schlafen ist wichtig.
Und Erholung ist wichtig. Ich habe euch alle lieb. Bis zum nächsten Mal. Gute Nacht.